Robert Gernhardt Toscana mia

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Inhaltsangabe zu „Toscana mia“ von Robert Gernhardt

Neue, bisher unbekannte Texte und Zeichnungen von Robert Gernhardt

Seit den siebziger Jahren verbrachte der Lyriker, Schriftsteller, Maler und Zeichner Robert Gernhardt einen großen Teil seiner Lebens- und Arbeitszeit im toskanischen Montaio. Seine Beziehung zu dem Ort und seinen Bewohnern, seine Begegnungen mit der faszinierenden, aber auch gefährdeten Natur und Kultur Mittelitaliens hat er in seinem vielgestaltigen Werk immer wieder zum Thema gemacht. Darüber hinaus enthalten seine Notiz- und Skizzenbücher, die legendären Brunnen-Hefte, eine Fülle von bislang unveröffentlichtem Toskana-Material in Wort und Bild. Der vorliegende Band – noch von ihm selbst geplant, von Kristina Maidt-Zinke zusammengestellt und herausgegeben – gewährt erstmals Einblick in die Brunnen-Hefte und zeigt eine Sehnsuchtslandschaft der Deutschen aus Robert Gernhardts ganz besonderer Sicht.

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  • Das Dichterleben in der Toscana

    Toscana mia

    Duffy

    08. May 2017 um 09:05

    Robert Gernhardt hat die Toscana schon in den 70er Jahren für sich entdeckt und so wurde dieser Landstrich nicht nur zu einem Fundus für Themen, die in seine Werke einflossen, sondern auch zu einem Stück Heimat. Seine genaue Beobachtung der Region beinhaltet auch die Wandlungen und Veränderungen, die er teilweise als schmerzhaft empfunden hat. Seine Begegnungen mit den Einheimischen sind eine genaue Beschreibung der Mentalität, die diesem Landstrich eine Attraktivität verleiht, die neben der großartigen Landschaft viele Deutsche dorthin gezogen hat. Ob sie jemals das Wesen der Toscana verstehen oder verstanden haben, sei dahingestellt, Gernhardt hat ihr den Respekt und die Bewunderung entgegengebracht, die sie verdient. Das hier zusammengestellte Buch besteht aus Beiträgen aus seinen "Brunnenheften". Notizen, Skizzen, Begegbenheiten, Beschreibungen und Gedichten. Es ist für den Gernhardt-Fan natürlich ein Muss, für den Novizen eine interessante Lektüre, um festzustellen, wie Gernhardt tickte und für den Toscana-Reisenden ein Anhaltspunkt, wie sich dieses Land verändert hat. Ein intimer Gernhardt, der uns mitnimmt in eine Gefühlswelt, die von einer Landschaft bestimmt wird.

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  • Rezension zu "Toscana mia" von Robert Gernhardt

    Toscana mia

    WinfriedStanzick

    23. May 2011 um 10:32

    Der Dichter und Zeichner Robert Gernhardt (1937-2006), Mitbegründer der „Neuen Frankfurter Schule“, war 1972 einer der ersten aus der Schicht der Kulturschaffenden, der die Toscana entdeckte, sich dort mit Freunden ein verfallenes Haus kaufte, es herrichtete und bis zu seinem Tod immer wieder lange Phasen des Jahres dort arbeitend und sich erholend verbrachte. Montaio heißt der Ort, der ihm zur zweiten Heimat wurde und über den er unzählige Skizzen gezeichnet und Anekdoten verfasst hat. Nun, fünf Jahre nach seinem Tod, werden als erster Teil seines umfangreichen Nachlasses unter dem Titel „Toscana mia“ die Texte und Skizzen veröffentlicht, die er zu seinem Zweitwohnsitz und zur Toscana selbst gemacht hat. Selbstverständlich fehlen nicht, auch durchaus selbstkritische, Bemerkungen über die „Toskanierung der Toscana“ durch Tausende von Deutschen, vorzugsweise Lehrer und andere wohlhabenden „Alternative“. Über drei Jahrzehnte hat er Notizen über Reisen gesammelt, private Aufzeichnungen gemacht, Nonsens-Gedichte gemacht und immer wieder auch philosophischen Reflexionen aufgezeichnet, wie er sein Leben dort sah und erlebte. Noch kurz vor seinem Tod hat er den Titel für dieses für Gernhardt - Fans unverzichtbaren Buches ausgewählt. Es ist ein unterhaltsames, in seinem Grundton heiteres und lebensfrohes Buch.

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