Robert Gold Flieg ich durch die Welt

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Inhaltsangabe zu „Flieg ich durch die Welt“ von Robert Gold

Zum Abitur schenken sich die Freunde Angelo und Pascal eine Reise. Sie wollen raus aus Ostberlin und planen, gemeinsam mit dem Abenteurer Wolle im Sommer ’89 ans Schwarze Meer zu trampen. Bevor ihr Leben richtig beginnt, wollen sie die kleine große Welt Osteuropas sehen, losgelöst von Konventionen und elterlichen Ratschlägen, eine Idee von Freiheit im Kopf. Zehn Jahre später zeigt sich, wohin die politischen Umwälzungen, spontane Entschlüsse und amouröse Erlebnisse die jungen Männer gebracht haben. Während Pascal mit einer Werbeagentur erfolgreich ist und Wolle einen Underground-Schuppen eröffnet, bleibt Angelo in den Karpaten verschollen. Ihre Jugend ist vorbei, doch erwachsen sind sie nicht, stattdessen auf dem Weg in eine Zukunft, die vieles verspricht und nur weniges halten kann. Ein aufwühlender Roman, der in die spannende Zeit des Umbruchs entführt.

Zu viele sehr langatmige Passagen erschwerten den Lesefluss doch erheblich. Das Gefühl der Authentizität der Erzählung war jedoch immmer da.

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

Einblicke in die Zeit der Wende rund um den Mauerfall - gut gemeint, doch leider mit vielen Längen, die das Lesen zäh gestalten...

— parden
parden

Bleibt weit hinter meinen Erwartungen zurück

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Ein nicht ganz so toller Debütroman

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Eine gute Grundstory (teilweise fast ein Krimi, dann wieder Liebesgeschichte), aber leider hat es mich überhaupt nicht berührt.

— Gelinde
Gelinde

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    Flieg ich durch die Welt
    parden

    parden

    29. January 2017 um 13:57

    WENDEZEIT... Zum Abitur schenken sich die Freunde Angelo und Pascal eine Reise. Sie wollen raus aus Ostberlin und planen, gemeinsam mit dem Abenteurer Wolle im Sommer ’89 ans Schwarze Meer zu trampen. Bevor ihr Leben richtig beginnt, wollen sie die kleine große Welt des Ostblocks sehen, losgelöst von Konventionen und elterlichen Ratschlägen, eine Idee von Freiheit im Kopf. Zehn Jahre später zeigt sich, wohin die politischen Umwälzungen, spontane Entschlüsse und amouröse Erlebnisse die jungen Männer gebracht haben. Während Pascal mit einer Werbeagentur erfolgreich ist und Wolle einen Underground-Schuppen eröffnet, bleibt Angelo in den Karpaten verschollen. Ihre Jugend ist vorbei, doch erwachsen sind sie nicht, stattdessen auf dem Weg in eine Zukunft, die vieles verspricht und nur weniges halten kann. Ein aufwühlender Roman, der in die spannende Zeit des Umbruchs entführt. Pascal und Angelo haben das Abitur in der Tasche und Träume für die Zukunft im Kopf. Und sie stecken voller Abenteuerlust. Mit ihrem Freund Wolle machen sie sich auf den Weg in die rumänischen Karpaten - auf der Suche nach Freiheit, Unabhängigkeit und sich selbst. Nur in Richtung Osten kann es für die drei Berliner Jungs gehen. Als sie durch Ungarn trampen, im Sommer 89, ist auf einmal die Grenze zum Westen durchlässig. Sie treffen Entscheidungen, die ihr Leben aus den vorgezeichneten Bahnen werfen und ihre Jugend jäh enden lassen. Ihre Wege trennen sich. Während Wolle in Amerika sein Glück versucht und sich Angelos Spur zu verlieren scheint, kehrt Pascal zurück. Das alte Leben gibt es nicht mehr, doch auf das aufregende, erstehnte neue fallen die Schatten der Vergangenheit. Ein Wenderoman, eine Coming-of-Age-Erzählung - mein Zwei-Jahres-Projekt. Vor ungefähr zehn Monaten gehörte ich zu den Gewinnern der Verlosung dieses Buches. Selbst im Westen aufgewachsen, interessiert mir doch die Zeit vor und während der Wende in der ehemaligen DDR, einfach auch weil sie Teil der jüngeren deutschen Geschichte ist. Dies war der Grund, weshalb ich mich bei der Verlosung beworben hatte. Der Autor, geboren 1970 in Ostberlin, lässt hier offenkundig seine eigenen Erlebnisse der 80er und 90er Jahre sowie die seines Freundeskreises in die Erzählung einfließen, was in meinen Augen für Authentizität bürgt. Die Idee hinter dem Buch fand ich wirklich interessant, und auch den Aufbau der Erzählung empfand ich als positiv. Erzählt wird hier aus wechselnden Perspektiven - meist aus denen von Wolle, Pascal und anfangs auch von Angelo, gelegentlich aber auch aus der Perspektive einer Nebenfigur, was verdeutlicht, wie die Hauptfiguren von außen wahrgenommen werden. So schält sich allmählich ein Bild der zu Beginn Jugendlichen, später der jungen Erwachsenen heraus und lässt den Leser teilhaben an deren Entwicklung. Die Wahl der doch sehr verschiedenen Charaktere ermöglicht dem Leser nachzuvollziehen, auf welch unterschiedliche Arten seinerzeit mit den politischen Beschränkungen in der ehemaligen DDR umgegangen werden konnte, aber auch wie verschieden die neu gewonnene Freiheit nach der Wende genutzt wurde. Die Verwendung typischer Begriffe im damaligen Ostdeutschland (z.B. 'schauestes Mädchen', 'Kraxe' oder 'urst') verstärken hier noch das Gefühl der Authentizität des Geschilderten. Leider konnte die Geschichte der drei befreundeten Teenager, die justament zum Mauerfall ins Erwachsenenleben starten, mich dann letztlich aber nicht wirklich überzeugen. Die Möglichkeiten der zahlreichen Perspektivwechsel bergen auf der anderen Seite auch Gefahren, denen der Autor leider aufgesessen ist. So hat er sich oftmals in Details und Nebenhandlungen verloren, und die gesamte Erzählung weist so teilweise unglaubliche Längen auf, die den Lesefluss wirklich erschweren. Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Buch immer wieder einmal weggelegt und 'vertagt' habe, wodurch sich die Lesedauer auf 10 Monate hinauszog. Kein übliches Vorgehen bei mir. Die Schilderung der Charaktere ist neben der Langatmigkeit des Romans mein Hauptkritikpunkt. Obwohl sich durch die langsame Erzählweise allmählich ein deutliches Bild der drei Hauptfiguren herausschälte, fehlte mir persönlich hier der Zugang zu den Personen. Die Gefühle derjenigen, aus deren Perspektive jeweils erzählt wird, bleiben hier weitestgehend außen vor, so dass mir die Möglichkeit genommen wurde, empathisch zu sein. Manchen Leser mag diese eher nüchterne Erzählweise ansprechen - ich gehöre jedoch nicht unbedingt dazu. Insgesamt halten sich hier für mich die Stärken des Romans und seine Schwachpunkte in etwa die Waage, so dass ich mich für eine Bewertung im mittleren Bereich entschieden habe. Einen interessanten Einblick in das Leben vor, während und nach der Wende in der ehemaligen DDR habe ich durchaus erhalten, doch hatte ich oftmals Mühe, mein Interesse an dem Roman noch wachzuhalten. Das Gefühl der Authentizität der Erzählung ging jedoch zu keinem Zeitpunkt verloren. © Parden Der Titel des Buches ist übrigens angelehnt an den Titel eines Songs der Gruppe 'City', die 1972 in Ost-Berlin gegründet wurde:

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  • EIn Flug hinein in Abenteuer, Beziehungen und Tragödie.

    Flieg ich durch die Welt
    Maex181

    Maex181

    01. January 2017 um 17:49

    Mag es daran liegen, dass ich, zwar zwei-drei Jahre älter als die Jungs am Anfang bin, aber ebenso wie sie, bin ich durch diese Länder bereits getrampt, hab so n bisschen Zeug mit Mädchen hinter mir und wüsche mir eine gesellschaftliche Veränderung aber ich finde dieses Werk echt gut. Ich mag es auch, dass er nicht sonst wie tief auf die Gefühle der Charaktere eingeht, sind die doch meiner Meinung nach auch recht gut selbst vorstellbar. Ich mag auch die Bericht Erstattung zur Wende, man kann ja nicht nur Bücher schreiben in denen die Protagonisten alle Geschehnisse mitbekommen bzw. erlebt haben die dazu führten. Ich finde es viel realistischer darzustellen wie das alles parallel zum normalen Tagesgeschehen passierte und die Verwirrung die damit einherging. Vielleicht ist die Meinung da so gespalten, weil wir einfach verschiedene Generationen sind. Ich zumindest habe dieses Buch verschlungen und mir hat es gefallen.

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  • Kein Flug durch die Welt

    Flieg ich durch die Welt
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    19. June 2016 um 11:57

    Ostberlin im Jahr 1989: Sie sind jung und wollen etwas erleben. Daher planen Pascal (Michi), Angelo und Wolle nach dem Abi einen Trip durch die Karpaten. Sie träumen von Abenteuer und Freiheit. Die Realitäten aber sorgen dafür, dass vieles anders verläuft, als sich die Jugendlichen das vorgestellt haben. Die DDR gibt es schon bald nicht mehr, dafür aber Möglichkeiten, die vorher unerreichbar schienen. Die drei trennen sich und müssen nun sehen, wie sie mit den Veränderungen zurechtkommen. Ich bin mit der Geschichte nicht zurechtgekommen. Der Schreibstil war streckenweise sehr langatmig und die Spannung blieb auf der Strecke. Ich hatte eine Geschichte erwartet, in der es um politische Veränderungen mit ihren Auswirkungen geht, die festgemacht werden an der Geschichte der Jugendlichen. Aber davon habe ich wenig mitbekommen, die Aufbruchsstimmung jener Zeit kam nicht rüber. Es ging um die Art und Weise wie junge Menschen erwachsen werden und ihren Weg finden oder auch nicht. Damit waren Zeit und Ort aber austauschbar. Die Protagonisten blieben für mich recht blass und so konnte ich mich mit keinem identifizieren. Das Buch konnte mich nicht überzeugen.

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  • Eine Freundschaft mit Höhen und Tiefen

    Flieg ich durch die Welt
    Larischen

    Larischen

    Ostberlin im Jahr 1989: Die drei Abiturienten Pascal (aka Michi), Angelo und Wolle wollen sich nach dem Abitur einen Roadtrip durch die Karpaten gönnen. Noch ein mal die freie Zeit genießen, bevor der Ernst des Erwachsenseins beginnt. Doch die Reise und die Freundschaft der Jungs entwickeln sich ganz anders, als geplant. Und auch die DDR steht vor gewaltigen Umbrüchen und die Jungs müssen allesamt lernen, mit den neuen Umständen zurecht zu kommen.   Robert Golds Debütroman "Flieg ich durch die Welt" erzählt primär die Geschichte dieser besonderen Freundschaft und deren Höhen und Tiefen. Leider erzählt der Autor aber unglaublich langatmig und ich musste mich gerade am Anfang zwingen, am Ball zu bleiben. Die Story ist von der Grundidee her sehr interessant und es ist auch spannend zu sehen, wie die drei Jungs ganz anders mit den Beschränkungen durch das politische System sowie im Anschluss mit der neu gewonnenen Freiheit umgehen. Allerdings hatte ich mir erhofft, dass gerade die politische Ebene eine Rolle im Roman spielt, tatsächlich ist sie aber nur Hintergrund für die vielen privaten Scharmützel. Eine wirkliche Beziehung konnte ich zu keiner der Figuren aufbauen, die Sprache war mir teilweise auch etwas zu "rau" und manche Dinge möchte ich als Leser auch einfach gar nicht wissen. An einigen Stellen verliert sich der Autor dann in Kleinigkeiten und Nebenfiguren, sodass man die Haupthandlung etwas aus den Augen verliert. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerte, für mich war es leider nicht mehr als zwei Sterne wert, denn ich musste mich doch stark dazu zwingen, es weiter zu lesen. Auch wenn ich die Handlung ab der Hälfte zumindest ansatzweise interessant fand. Der Anfang hat mir dafür leider überhaupt nicht gefallen. Wenn ich ein Typ wäre, der Bücher abbricht, hätte ich das wohl hier getan. ABER: Für Leser, die gerne Romane über das Erwachsenwerden lesen und vielleicht auch eine besondere Beziehung zu dieser Zeit des Umbruchs (besonders in Ostberlin) haben, sollten sich Robert Golds "Flieg ich durch die Welt" vielleicht doch mal anschauen. Für die sind die vielen Kleinigkeiten, die der Autor in seinem Buch erzählt vielleicht auch interessanter als für mich. Denn ich konnte gerade mit dem Lebensgefühl von Wolle, Pascal und Angelo leider gar nichts anfangen. Da mir die Figuren fern blieben, konnte ich mich leider auch nicht mit ihnen identifizieren.

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    • 2
  • Buchverlosung zu "Flieg ich durch die Welt" von Robert Gold

    Flieg ich durch die Welt
    Eulenspiegel_Verlagsgruppe

    Eulenspiegel_Verlagsgruppe

    Ein langes Wochenende steht vor der Tür und endlich lässt sich auch die Sonne ab und zu blicken! Wer wünscht sich da nicht auch einfach mal die Klamotten in den Koffer zu schmeißen und raus aus der Stadt zu fahren, raus aus dem Alltag! Pascal und Angelo machen uns vor wie´s geht! In seinem Debütroman »Flieg ich durch die Welt« lässt Robert Gold die beiden Jungs losziehen, um gelöst von elterlichen Ratschlägen und Konventionen die große kleine Welt des Ostblocks zu erkunden, als Tramper versteht sich! Passend dazu verlost der Eulenspiegel Verlag jetzt 10 mal das Buch, das sich übrigens auch besonders gut als Reiselektüre eignet!Um an der Verlosung teilzunehmen, schreiben Sie uns einfach kurz eines Ihrer aufregendsten Reiseerlebnisse!Und darum geht´s:Pascal und Angelo haben das Abitur in der Tasche und Träume für die Zukunft im Kopf. Und sie stecken voller Abenteuerlust. Mit ihrem Freund Wolle machen sie sich auf den Weg in die rumänischen Karpaten – auf der Suche nach Freiheit, Unabhängigkeit und sich selbst. Nur in Richtung Osten kann es für die drei Berliner Jungs gehen. Als sie durch Ungarn trampen, im Sommer 89, ist auf einmal die Grenze zum Westen durchlässig. Sie treffen Entscheidungen, die ihr Leben aus den vorgezeichneten Bahnen werfen und ihre Jugend jäh enden lassen. Ihre Wege trennen sich. Während Wolle in Amerika sein Glück versucht und sich Angelos Spur zu verlieren scheint, kehrt Pascal zurück. Das alte Leben gibt es nicht mehr, doch auf das aufregende, ersehnte neue fallen die Schatten der Vergangenheit. Besuchen Sie uns auch auf Facebook:https://www.facebook.com/Eulenspiegelverlagsgruppe/

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    • 120
  • Bleibt weit hinter meinen Erwartungen zurück

    Flieg ich durch die Welt
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    04. May 2016 um 20:05

    Zum Abitur schenken sich die Freunde Angelo und Pascal eine Reise. Sie wollen raus aus Ostberlin und planen, gemeinsam mit dem Abenteurer Wolle im Sommer ’89 ans Schwarze Meer zu trampen. Bevor ihr Leben richtig beginnt, wollen sie die kleine große Welt Osteuropas sehen, losgelöst von Konventionen und elterlichen Ratschlägen, eine Idee von Freiheit im Kopf. Zehn Jahre später zeigt sich, wohin die politischen Umwälzungen, spontane Entschlüsse und amouröse Erlebnisse die jungen Männer gebracht haben. Während Pascal mit einer Werbeagentur erfolgreich ist und Wolle einen Underground-Schuppen eröffnet, bleibt Angelo in den Karpaten verschollen. Ihre Jugend ist vorbei, doch erwachsen sind sie nicht, stattdessen auf dem Weg in eine Zukunft, die vieles verspricht und nur weniges halten kann.... So besagt es die Inhaltsangabe und ich erwartete mir daher ein Buch, das die Stimmung jener Zeit einfängt, den Umbruch und vielleicht auch die Desillusionierung, die bei manchen damals auf dem Fuß folgte. Desillusioniert war allerdings beim Lesen immer mehr ich selbst. Das Ganze ist ein durchgehendes Bäumchen wechsel Dich und ich begleitete x-beliebige Menschen beim Erwachsen werden. Weder die Zeit noch die Orte gaben mir einen Fixpunkt, und auch nicht die Protagonisten, die seltsam leer und farblos blieben. All das ist gnadenlos austauschbar und obwohl ich im nahezu selben Alter bin wie die handelnden Personen, konnte ich mich mit niemandem wirklich identifizieren. Auch der Schreibstil bleibt durchgängig gleich - ich fand weder emotionale Highlights, noch baute sich Spannung bei mir auf. Und irgendwann interessierte mich letztlich auch nichts mehr. 2 Sterne nur dafür, dass zumindest zu Beginn ein wenig Bezug auf den damaligen Osten der Republik und das Berlin der 90er genommen wird - für den Rest braucht man als Leser wirklich einen sehr langen Atem. Leider keine Leseempfehlung.

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  • Abenteuerurlaub mit Folgen ...

    Flieg ich durch die Welt
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Inhalt:Drei Ost-Berliner Jugendliche, Wolle, Angelo und Pascal, reisen nach dem Abitur in die Karpaten. Eine Reise in den Westen kommt zu dieser Zeit aus vielen Gründen nicht in Frage. Deutschland ist noch zweigeteilt, das Geld reicht nicht und das „gelobte Land“ ist wegen der Reisebeschränkungen unerreichbar.Doch es gärt in der DDR. Die Bürger sind unzufrieden.Gerade als das Trio in Ungarn zeltet, ist die Grenze in den Westen offen. Die Jungs sind aufgeregt über die Möglichkeiten, die sich ihnen nun bieten. Sie trennen sich. Wolle reist in die USA, Pascal kehrt in den Osten zurück und von Aneglo fehlt jede Spur ….Charaktere/Erzählstil/Spannung:Mit den Figuren konnte ich nicht wirklich warm werden. Weder mit den Mädchen, die da immer wieder durch das Buch geistern noch mit dem Trio.Meine Lieblingsgestalt war die Katze mit Namen „Juttamüller“. Warum sie den Namen der berühmten Eiskunstlauftrainerin trägt, hat sich mir nicht erschlossen. Aber, möglicherweise habe ich das überlesen.Der Erzählstil ist episch langsam. Ich habe kaum Höhen und Tiefen verspürt. Das finde ich total schade, denn aus der Idee hätte man eine tolle Story machen können.Irgendwie hat das Buch sehr deprimierend auf mich gewirkt, irgendwie trostlos. Ich war 1989 selbst Zeugin von den Kolonnen von Trabbis, die den langen Weg von Ungarn quer durch Österreich in die Bundesrepublik auf sich genommen hatten. Die Menschen haben gejubelt, manchem war sicherlich bange vor der Zukunft, aber die Luft war voller Emotionen. Diese Vorfreude, diese Aufregung, die Aufbruchsstimmung und das Surren der Gefühle habe ich in diesem Buch sehr vermisst.Fazit:Angeregt durch den Namen des Autors (ich heiße auch Gold) und das schöne Cover (ein Astrolabium) habe ich mich auf diesen Roman, der in der Zeit des Mauerfalls angesiedelt ist, sehr gefreut. Doch leider bin ich ziemlich enttäuscht worden. 

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    • 2
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    29. April 2016 um 21:36
  • Ein langsamer Flug durch die Welt

    Flieg ich durch die Welt
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    26. April 2016 um 16:58

    Hier liegt ein wunderschönes gebundenes Exemplar vor, mit einem tollen Titel und Cover, dem nur noch ein Lesebändchen zur äußeren Perfektion fehlt.Der Inhalt hat mich leider nicht komplett überzeugen können, obwohl wirklich gute Ansätze vorhanden sind. DDR-Geschichten sind ja immer schön!Leider wird die Geschichte so langsam erzählt, dass ich bereits nach dem 1. Teil das Interesse verliere, was ich selber sehr schade finde.Was mich ebenfalls total verrückt macht ist die Tatsache, dass Protagonist Pascal immer Michi genannt wird.Es gibt aber einige Dinge, die den Roman aufwerten. Das sind zum Beispiel die, überspitzt gesagt, menschlichen Abgründe: Man verliebt sich in die Freundin des besten Freundes, man verlässt seine Freundin und die Kinder....Joa... kann man mögen, muss man aber nicht. Für mich war es nichts, aber vielleicht gefällt das Buch Leserinnen, die mehr Ausdauer beim Lesen haben.

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  • Leserunde zu "Klausmüller - Ein Esel sucht ein Pferd" von Pebby Art

    Klausmüller - Ein Esel sucht ein Pferd
    PebbyArt

    PebbyArt

    Hallo liebe LovelyBooks-Leser/innen, Mamas, Papas oder sonst wie mit Kindern und / oder Kinderbüchern Beschäftigte!Stoffesel Klausmüller aus dem Kinderbuch „Klausmüller – Ein Esel sucht ein Pferd“ möchte sich mal wieder auf die Reise zu euch machen. In dieser Leserunde verschenke ich 5 signierte Taschenbücher und 10 eBooks. Wer gerne miterleben möchte, wie ein lebendig gewordener Stoffesel mit durchgeknallter Sonnenbrille zusammen mit den Kids Klara und Joey Pferdedieben auf die Spur kommt, der darf sich gerne bis zum 11. April melden. Klausmüller begibt sich dann in ein Postauto oder beamt sich in euren virtuellen Postkasten und freut sich auf ein paar unterhaltsame Stunden mit euch.Bitte lasst mich doch in eurer Bewerbung wissen, ob ihr gerne ein Taschenbuch oder ein eBook haben möchtet. Damit ihr schon mal erfahrt, was Klausmüller zu bieten hat, gibt es hier ein paar Infos zum Inhalt: Klara ist entsetzt: Sie soll ihre Ferien zusammen mit ihren Eltern bei Großtante Agnes verbringen. Wie langweilig! Dabei hatten ihre Eltern ihr einen Mallorca-Urlaub versprochen. Doch dann entwickelt sich alles anders als erwartet: Klaras Herz macht Hüpfer, als sie entdeckt, dass ihre Großtante Pferde hat und dann ist da auch noch dieser coole Junge namens Joey. Doch was Klaras Ferien völlig durcheinanderbringt, ist ihr Stoffesel, der plötzlich mit ihr redet und auch sonst sehr lebendig ist. Nun scheinen die Ferien doch noch zu einem amüsanten und schönen Urlaub zu werden, wäre da nicht eines Tages ein Pferd zu wenig auf der Weide: Favorit ist verschwunden und das Abenteuer nimmt seinen Lauf – und dann entdeckt Klausmüller auch noch eine magische Brille …Ein Buch für alle, die sich gerne von frechen Stofftieren in ein Abenteuer ziehen lassen. Die Lesealterempfehlung liegt bei ab acht Jahren."Klausmüller - Ein Esel sucht ein Pferd" ist der erste Band einer Reihe. Es gibt bereits den zweiten Band "Klausmüller - Ein Esel auf Verbrecherjagd". Das dritte Abenteuer des kleinen Esels wird gerade geschrieben.Weitere Infos zum Buch und eine Leseprobe findet ihr auf meinem Blog: www.pebbyart.blogspot.de. Schaut einfach mal rein. Ich freue mich auf euch und eure Bewerbungen. Schildert mir darin doch kurz, warum ihr mitmacht. Hat die Inhaltsangabe euer Interesse geweckt? Spricht euch das Cover an? Oder ist einfach mal wieder Zeit für ein schönes Kinderbuch? Ich bin schon gespannt auf eure Bewerbungen und wünsche euch eine schöne Zeit.Liebe GrüßePebby Art

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    • 247
  • Flieg ich durch die Welt

    Flieg ich durch die Welt
    Gelinde

    Gelinde

    12. April 2016 um 17:19

    Flieg ich durch die Welt, ein Debüt von Robert GoldCover:Die Hintergrundfarbe, hellblau/grau, gefällt mir. Mit dem Cover vorn kann ich nicht so viel anfangen, hinten der Fernsehturm hat den Bezug zu Berlin, das finde ich gut.Inhalt:Ostberlin 1989. Pascal und Angelo haben das Abitur in der Tasche und sie stecken voller Abenteuerlust. Zusammen mit ihrem Freund Wolle machen sie sich auf den Weg in die Rumänischen Karpaten, denn nur in Richtung Osten kann es für die drei jungen Berliner gehen.Losgelöst von elterlichen Ratschlägen und Konventionen wollen sie Freiheit, Unabhängigkeit und sich selbst finden.Als sie durch Ungarn trampen, ist auf einmal die Grenze zum Westen offen.Sie treffen Entscheidungen, die ihr Leben verändern. Ihre Wege trennen sich. Während Wolle im Westen sein Glück versucht und sich Angelos Spur zu verlieren scheint, kehrt Pascal in den Osten zurück.Meine Meinung:Ich dachte in dem Buch geht es mehr um die Wende im Sommer 89. Um die Gefühle und das Leben der jungen Menschen kurz vorher und nachher.Doch für mich ist diese emotional wichtige, politische Wende im Buch, nur ein Nebenschauplatz. Das hätte alles auch zu einer anderen Zeit in einer X-beliebigen Stad geschehen können (meiner Meinung nach Potential vergeudet).Eigentlich geht es (leider) nur um die drei Jungs und ihre Freundinnen, wie sie erwachsen werden und was sie so machen, Freundschaft, Liebe, Sex, Drogen.Dabei ist bei Wolle die kriminelle Laufbahn vorprogrammiert?Pascal ist der „Streber“ der alles richtig macht?Angelo der Künstler?Die Protagonisten fielen immer wieder die Treppe hinauf, es gab ein auf und ab und einen tragischen „Unfall“, aber wie gesagt, die Emotionen sprangen nicht über. Es plätscherte für mich leider nur so vor sich hin. Die Protagonisten bekamen für mich kein Gesicht.Irgendwie wird mir zu viel „Äußeres“ beschrieben, Geschichten, Ereignisse und Geschehnisse, die ich finde die Story nicht weiterbringen und ich auch keinen direkten Bezug gefunden habe. Die Gedanken und Wünsche der Personen sind mir nicht gut genug erklärt, die Emotionen kommen bei mir nicht an. Teilweise wirkte es auf mich recht zäh und gewollt.Am Ende gibt es dann eine überraschende Wende, aber auch irgendwie unglaubwürdig und in meinen Augen dann kitschig.Autor:Robert Gold, geboren 1970 in Ostberlin, absolvierte ein Diplomstudium der Kommunikation an der HdK Berlin. Nach seinem Abschluss gründete er die Filmproduktionsfirma »Bigfish«. Seit 2014 arbeitet Gold als Creative Producer für die NDR-Serie »Der Tatortreiniger«. Heute lebt er wieder in Berlin-Prenzlauer Berg. »Flieg ich durch die Welt« ist sein erster Roman.Mein Fazit:Eine gute Grundstory (teilweise fast ein Krimi), aber leider hat es mich überhaupt nicht berührt.Deshalb von mir für die Story und flüssige Schreibweise 2,5 Sterne, da ich zwischendrin aber recht gelangweilt war, runde ich auf 2 Sterne ab.

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