Robert Goolrick

 4.1 Sterne bei 91 Bewertungen
Autor von Ein wildes Herz, Eine verlässliche Frau und weiteren Büchern.
Robert Goolrick

Lebenslauf von Robert Goolrick

Robert Goolrick wuchs im Süden der USA auf und war viele Jahre in der Werbung tätig. Heute lebt Goolrick als freier Schriftsteller in Virginia.

Alle Bücher von Robert Goolrick

Ein wildes Herz

Ein wildes Herz

 (32)
Erschienen am 14.07.2014
Eine verlässliche Frau

Eine verlässliche Frau

 (32)
Erschienen am 27.09.2010
Wenn Prinzen fallen

Wenn Prinzen fallen

 (13)
Erschienen am 11.12.2017
Das Ende der Welt, wie wir sie kennen

Das Ende der Welt, wie wir sie kennen

 (7)
Erschienen am 13.07.2015
Eine verlässliche Frau

Eine verlässliche Frau

 (2)
Erschienen am 22.11.2010
A Reliable Wife

A Reliable Wife

 (4)
Erschienen am 26.01.2010
The End of the World As We Know It

The End of the World As We Know It

 (1)
Erschienen am 15.04.2008
Heading Out to Wonderful

Heading Out to Wonderful

 (0)
Erschienen am 12.06.2012

Neue Rezensionen zu Robert Goolrick

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NeriFees avatar

Rezension zu "Eine verlässliche Frau" von Robert Goolrick

Leblos
NeriFeevor einem Monat

Der Roman Eine verlässliche Frau von Robert Goolrick erschien 2012 im btb-Verlag. Die Geschehnisse spielen im Jahr 1907 im amerikanischen Wisconsin. Erzählt wird die Geschichte von Ralph Truitt, welcher über eine Annonce eine „verlässliche Frau“ sucht. Es meldet sich Catherine, die angibt „einfach und ehrlich“ zu sein.

Darum gehts

Ralph Truitt wartet eines winterlichen Tages, umgeben von Schneestürmen auf Catherine, die er vom Bahnhof abholen will. Sie hat sich auf seine Anzeige gemeldet und der Geschäftsmann mittleren Alters war von ihrem Brief sofort so angetan, dass er sie zu sich eingeladen hat. Während es ihm bei der Verbindung um praktische und weniger romantische Gründe geht, sind auch die Beweggründe von Catherine frei von Emotionen. Ihr geht es allein ums Geld. Aber um an das Vermögen von Ralph Truitt zu gelangen, muss sie seine Witwe sein.

Nachdem Ralph Catherine auf dem Bahnhof in Empfang nimmt, muss er feststellen, dass sie nicht die Frau auf dem Foto ist. Genervt darüber schweigt er auf der Fahrt zu seinem Haus. Auf dem Weg dorthin, geschieht ein Unfall und Ralph wird verletzt. Catherine pflegt Mr. Truitt, mit Hilfe seiner Haushälterin die folgenden Tage und Wochen. In dieser Zeit kommen die beiden sich näher und berichten von ihrer Vergangenheit. Nun, da sie in Ralph einen aufrichtigen und gutmütigen Menschen findet, fällt es Catherine spürbar schwerer, an ihren Plänen festzuhalten.

Robert Goolrick fesselt mit seiner Erzählweise nicht. Seine Art, zu schreiben, bleibt mir nicht lange in Erinnerung und das Ausschmücken von immer gleichen Situationen bis ins Unendliche wirkte ermüdend auf mich. Für den Handlungsverlauf eher unwichtige Details werden in Dauerschleife wiederholt und nehmen der Geschichte das Tempo und die Spannung. Als Leser hält man sich in Eine verlässliche Frau viel zu lange an immer gleichen Situationen auf. Dem Autor gelingt es nicht, seine Erzählung zu intensivieren. Viel mehr drosselt er jegliche Geschwindigkeit.

Die Idee hinter der Geschichte ist keine aussergewöhnliche, aber doch eine mit Potenzial. Eine Frau, die viel Schreckliches erlebt hat und endlich auf der Sonnenseite des Lebens stehen will und dafür sogar bereit ist zu töten, begegnet einem Mann, der durch traumatische Erlebnisse ähnlich geprägt ist, aber noch immer ein gutes Herz besitzt. Der eine Frau an seiner Seite wünscht, die ihm Zufriedenheit beschert, ohne viel dafür tun zu müssen. Umso näher sich beide kennen lernen, umso schwieriger wird es, sich emotional auf Distanz zu halten.

Der Geschichte fehlt es hier und da an Glaubwürdigkeit. Die Figuren verhalten sich häufig sehr irrational und machen es einem schwer, sich mit ihren Handlungen zu identifizieren. Das kleine Wunder, welches der Klappentext verspricht, blieb aus meiner Sicht vollkommen aus. Der Roman wirkte auf mich langatmig und die Charaktere undefiniert, der Spannungsbogen war zu keiner Zeit erkennbar. Lediglich die Idee bleibt stark.

Eine ganz schwache Geschichte mit leblosen Figuren und wenig Tiefgang.

Ich danke dem btb-Verlag.

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Wenn Prinzen fallen" von Robert Goolrick

287 Seiten jammern: Job, Frau, Geld, Haus weg
Gwhynwhyfarvor 4 Monaten

Der Anfang: »Wenn man ein Streichholz anzündet, brennt es in der ersten Nanosekunde heller, als es das in der Folge tun wird. Dieses erste Aufglühen. Dieses plötzliche helle Aufglühen wie ein Blitz. Wir schrieben das Jahr 1980, und ich war das Streichholz, und es war das Jahr, in dem ich lichterloh brannte.«

Der ehemals erfolgreiche Rooney, der sich und seinesgleichen als Abschaum der Gesellschaft bezeichnet, der reichen Gesellschaft, gibt hier seine Lebensbeichte zu Protokoll. Er redet von ich und wir, spricht den Leser direkt mit du an. - Absolution erhält er von mir nicht. Denn am Ende ist keine Reue spürbar, das ganze Buch ist ein einziges Gejammer und ein Abgesang auf sein altes Leben.

Rooney gehörte zu den Wölfen, zu den Prinzen der Wallstreet. Er ist ein erfolgreicher Trader. Er interessiert sich insofern nur für seine Kunden, um zu erforschen, womit er imponieren kann, sie einwickeln, schleimt sich ein, erniedrigt sie: es geht um Macht. Der Kunde ist Dreck, Zweck, um an das große Geld zu kommen. Hier wird nicht beraten, sondern verarscht, der Kunde muss den Knochen kaufen, der dem hechelnden Hund vorgehalten wird. Am besten sind die Anlagen, von denen man heute schon weiß, dass sie morgen abschmieren, dann hat der Trader doppelt verdient. In dem Buch erfahren wir nichts von der Wallstreet, nichts über Geschäfte, außer das, was ich eben erwähnte. Das war mir zu wenig, um zu verstehen. Rooney erklärt uns, wie hart die Jungs gearbeitet haben, kaum Schlaf, dafür viel Koks und Alkohol und natürlich Sex. Das Leben besteht aus Arbeit, Drogen und Nutten. Irgendwann heiratet man eines dieser Wallstreetmädchen: superschön, hochgebildet und steinreich von Haus her. Dieses Mädchen heiratet auch zum Zweck. Irgendwann nimmt sie dir alles weg, was du besitzt und du nimmst eben die nächste. Sie wird Milliardärin durch weitere neue Heirat und Scheidung und die armen Wallstreetjungs fallen irgendwann um, überarbeitet oder springen aus dem Fenster. Rooney wird aus der »FIRMA« entlassen, und an diesem Tag verlässt ihn seine Frau, reicht die Scheidung ein, nimmt ihm alles weg.

»Wir hassten die Dinge, die wir tun mussten, um diese lächerlich hohen Summen Geldes anzuhäufen. Blödes Geld nannte es Fanelli. Selling long. Selling short. … Wir brachten die Leute dazu, all ihr Geld auf eine Aktie zu setzen, von der wir wussten, sie würde zuerst einen Riesensprung machen und dann abstürzen wie ein Papierflieger. Solange die FIRMA mit diesem Riesensprung Geld machte, war alles ok.«

Das Buch beginnt mit dem Fall. Rooney ist zu Beginn bereits Buchhändler, abgestiegen in ein Loch, er war mal ganz oben, ein Prinz. Er berichtet vom alten Leben: Geld spielt keine Rolle, man kauft alles, was man will, was man meint zu brauchen: Drogen, Sex, Häuser, Autos, Ehefrauen, teuerste Kleidung, handgenähte Schuhe, speist in feinsten Restaurants. Dabei geht man mit Menschen um wie mit Sklaven. Alles unter dir ist Dreck, Angestellte, Kunden, Servicepersonal. Man sch… verächtlich auf den Dreck der Welt und lässt Dollarnote fliegen. Vorm Chef der »Firma« kriecht man so, wie man andere vor sich kriechen lässt, lässt sich anschreien, ohrfeigen, ist selbst nur Dreck. 287 Seiten in Wiederholungsschleife immer die gleiche Geschichte: Exzesse, Geld, Drogen, Sex. Mancher hält den Stress nicht aus und einer der Freunde von Rooney, ein Homosexueller, bringt sich um, weil er AIDS hat, nicht die Schande der Familie sein will, die er sowieso schon ist. Doppelte Moral Amerikas in alle Richtungen. Nichts Neues erzählt in diesem Buch.

»Und so kam es nie mehr vor, dass ich einem Mädchen meine Telefonnummer auf den Busen schrieb. Eins nach dem anderen verlierst du alles, bis dir nur noch der Elektroschock deines nüchternen Lebens bleibt. Ein Leben ohne Freunde, ohne Geld, ohne Personal Trainer, ohne junge Gräfinnen, die unter deiner Obhut stehen. Und niemand hat mich seither Billy Champagne genannt.«

Man könnte fast Mitleid bekommen. Gejammer, was nicht mehr ist … Man hätte eine Abrechnung mit dem Kapitalismus erwartet, ein Einsehen, Läuterung. Der arme Rooney bringt es nicht mehr fertig, ans Meer zu gehen, weil ihn die Erinnerung plagt an das riesige Haus am Meer, das einst ihm gehörte, das seine Frau genommen hat, die auch die Konten plünderte, alles weg. Er gönnt es ihr. Rooney zählt alles auf vom Schal bis zu Socken, von Preis bis zu Marken, was er einmal sein Eigentum nannte.

Literarisch hat mich das Buch auch nicht beeindrucken können, einfache Sprache, nichts was bleibt, worüber man auch nur eine Sekunde nachdenkt. Und seinen wir ehrlich, was soll ein emphatieloser Narzisst uns sonst berichten? Die Wallstreet ist voll von Narzissten und sonst nichts. Insofern ist das Buch völlig richtig geschrieben. Ein Narzisst der uns weismachen will, dass er glaubt, er wäre ein A… Letztendlich sollen wir ihn bemitleiden, denn er hat immer sein Bestes gegeben, bis zu Umfallen, härter gearbeitet als du und ich, er ist intelligenter als du und ich. Und er hat gehasst, was er tun musste. Man hat ihn gezwungen, mit Geld. Drum stand ihm der ganze Reichtum doch irgendwie zu, oder? Arme Sau. Was hatte ich erwartet? Braucht man dazu 287 Seiten?

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MosquitoDiaos avatar

Rezension zu "Wenn Prinzen fallen" von Robert Goolrick

Ein wenig verzerrt
MosquitoDiaovor 5 Monaten

Der Einstieg hat mir wirklich gut gefallen, Robert Goolrick hat die perfekte Kombination aus Stil und Sprache für dieses Buch gefunden, sodass ich mich gleich hineinversetzt gefühlt habe. Es geht ehrlich und hart zu, aber auch allzu oft unter der Gürtellinie. Rooney besitzt scheinbar alles, was man sich als Mensch und scheinbar vor allem als Mann nur wünschen kann und prahlt damit allzu gern, obwohl es eigentlich genau das ist, was er nie werden wollte.
Und auch, wenn Rooneys Art manchmal anstößig wirken kann, so ist sie doch auf jeden Fall authentisch.

Nachdem mich aber der Anfang so begeistern konnte, hat dieses Gefühl leider wieder relativ schnell nachgelassen. Der Fokus war einfach anders gelegt, als ich es mir vorgestellt hatte. So geht es weniger um die Arbeit an der Wall Street, als viel mehr um das Leben, das einem diese Arbeit bringt.
So berichtet der Protagonist aus seinem Leben, Höhen und Tiefen, Liebschaften und Freundschaften. Man erfährt einiges über die Personen in seinem Umfeld und vor allem auch über ihn selbst. Sp offenbart sich schnell, dass der äußere Schein sehr trügen kann und sich unter einer harten Schale ein doch sehr weicher und empfindlicher Kern befindet.

Und auch die anderen Charaktere konnten mich ganz auf ihre Weise in den Bann schlagen. Ob es nun um skurrile Exfrauen, unterhaltsame Trinkgenossen oder wahre Freundschaften, die man niemals vergessen wird geht.
Jeder hat hier seinen Platz gefunden und vervollständigt das Bild. Und genauso haben diejenigen, die ihren Platz dort verloren haben, einen Eindruck hinterlassen, der von niemand anderem gefüllt werden kann.
So wurden zwar iele Apsekte, die mich interessiert hätten nicht so sehr beleuchtet, dafür aber die Konsequenzen, die dieses Leben mit sich bringt umso mehr in den Vordergrund gerückt. Denn was macht solch ein Aufstieg mit einem Menschen? Was macht es aus den eigenen Vorstellungen? Zu was ist man alles bereit, um den Druck standhalten und mit den anderen mitziehen zu können?

Was mich beim Lesen immer wieder durcheinander gebracht hat, waren die Zeitsprünge. In meinen Augen wurde hier willkürlich nach vorne und hinten der Geschichte gesprungen, ohne, dass sich mir erklärt hat, wieso. Dadurch habe ich immer wieder erst eine Weile gebraucht, um das Geschehene zeitlich zuordnen  und einen roten Faden erkennen zu können.
Die Story an sich war sicherlich nicht uninteressant, nur leider, wie oben schon erwähnt, einfach anders belichtet, als ich es mir erhofft hätte. Wer also ein Interesse an der Geschichte/dem Leben an der Wall Street oder dem Börsencrash in den 80’ern hat, wird mit diesem Buch eventuell nicht ganz beholfen sein.
Rein zur Unterhaltung aber auf jeden Fall empfehlenswert, gerade, wenn einem ein brisanter Lebenstil und Höhen und Tiefen im Leben zusagen.

 

FAZIT

Robert Goolrick hat mir mit seiner Geschichte Wenn Prinzen fallen etwas ganz anderes geliefert, als ich erwartet und mir erhofft hatte. Dennoch konnte mich diese Geschichte unterhalten und wird mit Sicherheit auf großen Anklang stoßen. Wer, ebenso wie ich, große Ansprüche an das Thema rund um die Wall Street und eher Vorstellung in Richtung des Filmes The Wolf of Wall Street hat, wird in dieser Hinsicht vielleicht ein wenig enttäuscht.

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Gespräche aus der Community

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silkedbs avatar

In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch.

Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/

Diese Woche gibt es "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick als Taschenbuch aus dem btb Verlag zu gewinnen.


Hier eine kurze Inhaltsangabe:
"Virginia, 1948. In der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg kennt jeder jeden und alles geht seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages ein Fremder auftaucht, mit zwei Koffern in der Hand. Er scheint nicht viel zu besitzen, dieser Charlie, außer seinen kostbaren Messern. Damit kann er so geschickt umgehen, dass er für den Metzger am Ort zum unentbehrlichen Mitarbeiter wird – und zum Freund der Familie. Doch dann begegnet Charlie der Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt: Sylvan. Er weiß sofort: Sie ist die Frau, von der er schon immer geträumt hat. Es ist der Beginn einer Amour fou, die nicht nur sein Leben aus der Bahn werfen wird – einer Leidenschaft bis in den Tod."

Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Das Porto für den Versand übernehme ich.

Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

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