Robert Goolrick Ein wildes Herz

(32)

Lovelybooks Bewertung

  • 28 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 17 Rezensionen
(17)
(9)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein wildes Herz“ von Robert Goolrick

Virginia, 1948. In der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg kennt jeder jeden und alles geht seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages ein Fremder auftaucht, mit zwei Koffern in der Hand. Er scheint nicht viel zu besitzen, dieser Charlie, außer seinen kostbaren Messern. Damit kann er so geschickt umgehen, dass er für den Metzger am Ort zum unentbehrlichen Mitarbeiter wird – und zum Freund der Familie. Doch dann begegnet Charlie der Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt: Sylvan. Er weiß sofort: Sie ist die Frau, von der er schon immer geträumt hat. Es ist der Beginn einer Amour fou, die nicht nur sein Leben aus der Bahn werfen wird – einer Leidenschaft bis in den Tod.

Stöbern in Romane

Der Sandmaler

Kleines Buch für zwischendurch

Adrenalinchen

Ich, Eleanor Oliphant

Ein sehr lustiger Roman über die Überlebende eines Kindheitstraumas.

Lissaaa

Die Melodie meines Lebens

Der Roman lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ich hatte mir durch den Klappentext etwas anderes erwartet...trotzdem ganz nett

tinstamp

Der Vater, der vom Himmel fiel

Lyle Bowmann's Geist hilft bei der Klärung der Familiengeheimnisse. Ein wahrlicher Lesegenuss.

oztrail

Und es schmilzt

Ergreifend und mitreißend! Ein echtes Lesehighlight!

Diana182

QualityLand

Urkomische und doch gruselig nahe/düstere Dystopie mit herrlichen Charakteren . UNBEDINGT LESEN!!!

ichundelaine

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Buchverlosung zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    silkedb

    silkedb

    08. September 2014 um 11:01

    In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch. Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/ Diese Woche gibt es "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick als Taschenbuch aus dem btb Verlag zu gewinnen. Hier eine kurze Inhaltsangabe: "Virginia, 1948. In der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg kennt jeder jeden und alles geht seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages ein Fremder auftaucht, mit zwei Koffern in der Hand. Er scheint nicht viel zu besitzen, dieser Charlie, außer seinen kostbaren Messern. Damit kann er so geschickt umgehen, dass er für den Metzger am Ort zum unentbehrlichen Mitarbeiter wird – und zum Freund der Familie. Doch dann begegnet Charlie der Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt: Sylvan. Er weiß sofort: Sie ist die Frau, von der er schon immer geträumt hat. Es ist der Beginn einer Amour fou, die nicht nur sein Leben aus der Bahn werfen wird – einer Leidenschaft bis in den Tod." Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch! Das Porto für den Versand übernehme ich. Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben. Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost. Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

    Mehr
  • Lesechallenge Juni 2014: "Mein Sommer am See" von Emylia Hall

    Mein Sommer am See
    Daniliesing

    Daniliesing

    Im Juni möchten wir mit euch im Rahmen der Lesechallenge 2014 ein Buch lesen, das perfekt zum beginnenden Sommer passt. In diesem Monat dreht sich alles um den berührenden Debütroman "Mein Sommer am See" von Emylia Hall. Dieser erzählt von einem geheimnisvollen Päckchen aus der Vergangenheit, einer ersten Liebe sowie einer nicht ganz einfachen Mutter-Tochter-Beziehung! Ich freue mich auf die Lesechallenge im Juni 2014 mit euch! Mehr zum Buch: Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach … >> Leseprobe Auch dieses Mal vergeben wir wieder - zusammen mit dem btb Verlag - 50 Leseexemplare des Romans unter allen Bewerbern. Meldet euch dazu einfach im passenden Unterthema bis zum 9. Juni 2014 an und ihr habt die Chance auf eines der Bücher. Natürlich könnt ihr auch mitmachen, wenn ihr das Buch schon habt oder es euch selbst kauft. In jeder Woche gibt es ein bis zwei neue Aufgaben zum Buch, die es zu lösen gilt. Wer am Ende der Challenge (Einsendeschluss für alle Aufgaben: 1. Juli 2014) die meisten Punkte gesammelt hat, erhält einen Sony E-Reader und die Plätze 2-10 je ein tolles Buchpaket! Bewerbt euch jetzt für die Leseexemplare oder steigt einfach spontan noch bis Ende Juni mit ein. Alle Informationen zur Lesechallenge gibt es wie immer auf: http://www.lovelybooks.de/lesechallenge/

    Mehr
    • 1686
  • Ein wildes Herz

    Ein wildes Herz
    Pixibuch

    Pixibuch

    30. August 2013 um 22:41

    Ich liebe alles, was aus dem Nachkriegsamerika stammt. Rockn Roll, die Mode, das Stytling. Einfach alles. Und dann dieses wunderschön herzzerreissende Buch von Robert Goolrick. Das sepiafarbene Cover macht noch alles perfekt. Eiens Tages erscheint Charlie Beal mit einem alten Pick Up und zwei Koffern in Brownsburg, einen kleinen Stadt in Verginia. In dem einem Koffer hat er Metzgermesser, in dem anderen Koffer lauter Geld. Er läßt sich auf einem Feld heimatlich nieder und beobachtet alles. Charlie erinnert mich ein wenig an James Dean. Lonley Cowboy. Bei einem Metzger findet er Arbeit und wird in die Familie miteingeschlossen. Besonders der 5jährige Metzgerssohn Sam sieht in Charlie einen Freund und nennt ihn zärtlich Beebo. Und auch Sam ist für Charlie wie sein eigens Kind. Zusammen unternehmen sie allerlei Spiele und Unternehmungen in der Natur. Als Charlie für Sam eine tolle Geburtstagssfete organisiert, endet sie schlimm. Sam fällt ins Wasser und wird von Charlie wiederbelebt. Charlie kauft sämtliche Grundtsücke auf, bis er Großgrundbesitzer íst. Eines Tages lernt Charlie in der Metzgerei die wunderschöne Sylvan Glass kennen, die Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt. Sylvan wurde von Glass praktisch von einem Bauernpaar abgekauft mit der Zusage, sollte ihn Sylvan je verlasen, werde er die Eltern und Geschwister von der Farm vertreiben. Sylvan verkörpert die junge Marilyn Monroe. Üppig mit schmaler Taille, rotem Schmollmund und blondem Haar. Charlie trifft sich mit ihr, immer hat er das Kind dabei. Während die beide ihr Schäferstünchen abhalten, beschäftigt sich der kleine Sam mit Comicheften und Keksen.Charlie bittet Sylvan mehrmals, den Ehemann zu verlassen, was sie aber nicht tut. Er schenkt Sylvan seinen gesamten Besitz.Und dann passiert das Grausame: Charlie ermordert Sylvan und dann deren Mann. Dies ist eine ganz grausame Milieustudie. Denn Sylvan lebt nur für sich. Sie mag ihre Mann nicht verlassen, aus Angst um ihre Familie. Andererseits hat sie nur Kino und Mode im Sinn. Sie will immer nur die tollsten Kleider. Sie möche zum Star werden. Charlie aber liebt sie abgötttisch und will mir ihr zusammen leben. Sylvan will den Luxus nicht aufgeben, bis es zum Eklat kommt. Leider wurde in dem Buch nicht bekannt, woher Charlie kommt und woher er den Koffer voller Geld hat, womit er sich alles kaufen kann. Hier wird auch die Moral und das Sittengebilde einer kleinden Stadt im Jahr 1948 beschrieben. Die Menschen hier sind sehr bigottisch. Das Buch wird aus der Sicht vom Sam erzählt, als er er längst erwachsen ist und sich dem Alter nähert. Ich war total in das Buch versunken. Es hat meine Seele erreicht. Ich habe genau die Häuser in der amerikanischen Kleinstadt gesehen, so genau wurden sie beschrieben. Die Gärten, die schwarzen Einwohner, die sehr früh einkaufen gehen, damit sie der weißen Bevölkerung nicht in die Nähe kamen, die verschiedenen Kirchen. Die Landsschaft, die satten Wieser, der Fluß, das schimmernde Mondlich. Ganz bestsimmt werde ich diees Buch weitere male lesen, Leider

    Mehr
  • Irrsinnig spannender Roman mit Figuren, die einen lange nicht mehr loslassen.

    Ein wildes Herz
    bücherelfe

    bücherelfe

    23. May 2013 um 12:29

    Virginia, 1948. Eines Tages kreuzt er plötzlich auf in der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg. Mit seinem alten ramponierten Pickup kommt Charlie Beale in der 538 Seelen-Gemeinde an und beschliesst, sich dort niederzulassen. Sein einziger Besitz scheinen nebst dem Auto die zwei Koffer zu sein; einer prallvoll mit Geld, der zweite enthält seine rasiermesserscharfen Schlachtermesser. Man muss wissen, Charlie Beale ist Metzger. Es dauert nicht lange, und er fängt an beim einzigen Metzger im Dorf zu arbeiten. Keiner schneidet die Steaks so perfekt wie er und die Hausfrauen schliessen ihn schnell ins Herz. Als er die auffallend schöne Sylvan kennen lernt, ist es um ihn geschehen. Wie ein Pinup-Girl sieht sie aus und passt so gar nicht in das verschlafene Nest. Sie ist mit dem reichsten – und hässlichsten - Mann in Brownsburg verheiratet. Auf welch ungewöhnliche Weise diese Ehe zustande kam, soll jeder selbst lesen. Es wäre eine wahre Schande, das an dieser Stelle zu verraten.   "Er wäre für sie gestorben, so wie er jetzt für sie lebte, für Sylvan und nur für Sylvan. Für sie würde er zu einem besseren Menschen werden, und er würde geduldig sein wie der bibliosche Hiob, er würde nichts sagen, keinen Druck ausüben, er würde alles wollen und nichts erwarten."   Für den fünfjährigen Metzgerssohn, Sam, wird Charlie Beale  so etwas wie ein  zweiter Vater. Wie ein junger Hund begleitet er ihn bald auf Schritt und Tritt. Es ist herzerwärmend zu sehen, wie liebevoll Charlie mit dem Kleinen umgeht. Sylvan erwidert Charlie’s Werben und eine amour fou nimmt ihren Lauf. Die anfänglich gemächlich anlaufende Geschichte nimmt bald ordentlich Fahrt auf und endet in einer Tragödie, die keiner vorhersehen kann. Ich habe das Buch an einem Wochenende beinahe in einem Rutsch weggelesen. Ein Pageturner,  wie man ihn sich besser nicht wünschen kann.   "Es ist die Geschichte dieser Welt, und das Notizbuch eures kleinen Lebens, und wenn ihr zu Asche geworden seid und im tiefen Dunkel des Grabes liegt, wird es eure Geschichte erzählen."   Fazit: Irrsinnig spannender Roman mit Figuren, die einen lange nicht mehr loslassen. 

    Mehr
  • Wundervoll!! Dramatisch, spannend, großartig!!

    Ein wildes Herz
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    KLAPPENTEXT: Virginia, 1948. In der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg kennt jeder jeden und alles geht seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages ein Fremder auftaucht, mit zwei Koffern in der Hand. Er scheint nicht viel zu besitzen, dieser Charlie, außer seinen kostbaren Messern. Damit kann er so geschickt umgehen, dass er für den Metzger am Ort zum unentbehrlichen Mitarbeiter wird – und zum Freund der Familie. Doch dann begegnet Charlie der Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt: Sylvan. Er weiß sofort: Sie ist die Frau, von der er schon immer geträumt hat. Es ist der Beginn einer Amour fou, die nicht nur sein Leben aus der Bahn werfen wird – einer Leidenschaft bis in den Tod. AUTOR: (Quelle: btb) Robert Goolrick wuchs im Süden der USA auf und war viele Jahre in der Werbung tätig. Heute lebt Goolrick als freier Schriftsteller in Virginia. EIGENE MEINUNG: Als ich „Ein wildes Herz“ aus dem Regal nahm, habe ich nicht mal ansatzweise geahnt, welch starke Geschichte dahinter steckt und wie sehr es Robert Goolrick doch gelingen wird mich gefangen zu nehmen. Es ist nicht so als würde man ein Buch lesen, nein, man sitzt mit dem Erzähler am Lagerfeuer und lauscht seiner Geschichte voller Dramatik, Kraft und Gefühl. Goolrick schöpft sein schriftstellerisches Talent voll aus, macht Pausen, die mich schier dazu antreiben ihm zuzurufen: Mach schon!! Erzähl endlich weiter!! „>Weißt du<, sagte er, >ich glaube, die Leute entscheiden sich relativ früh, wie glücklich sie werden. Und en sie einfach los und dann legen sie einfach los und werden es.“ Charlie Beale ist es gewohnt sein Leben immer selbst in die Hand zu nehmen. Er braucht nicht viel um glücklich zu sein. Ihm reicht sein Pick Up und ein schönes Fleckchen Erde, an dem er den Sternenhimmel sieht, wenn er abends einschläft. So zieht er durch die Lande und ist mit seinem Leben mehr als zufrieden. Eines Tages landet er in Brownsburg, einem beschaulichen Städtchen in Virginia. Er sucht sich Arbeit in der örtlichen Metzgerei und findet dort so etwas wie Familienersatz, denn sowohl Metzger Will, als auch seine Frau Alma empfangen ihn mit offen Armen. Einen ganz besonderen Draht hat er zu deren Söhnchen Sam. Er gibt Charlie nicht nur seinen Spitznamen Beebo, sondern empfindet echte Zuneigung für den seltsamen Einsiedler. Alles scheint in Ordnung zu sein in der kleinen Welt der Brownsburger und im Leben Charlie Beales. Bis er sie entdeckt. Jung, schön und die Frau eines einflussreichen Mannes … „In ihm war nur ein einziger Gedanke, der hell in seinen Augen leuchtete und sein wildes Herz in Brand steckte.“ „Ein wildes Herz“ ist eine absolut wundervolle Mischung aus Cowboyromantik und Drama und enthält all das was eine gute Geschichte benötigt. Freundschaft, Liebe, Freiheit, werden so gelungen miteinander verknüpft, dass sie zu einem großartigen Roman zusammen fließen, der davon erzählt wie schwierig es ist mit Macht umzugehen. Sie im passenden Maß einzusetzen und nicht Gefahr zu laufen, dem Gefühl zu verfallen über alles und jeden nach Gutdünken entscheiden zu können. Dabei geht es nicht nur um die Macht des Geldes, sondern auch die des Status und vor allem die Macht der Liebe. Zwischen Mann und Frau, aber auch zwischen Eltern und Kindern und der zwischen Freunden. Oberflächlichkeit und Vermutungen spielen im Roman eine ebenso große Rolle, wie in der Realität der damaligen Zeit. Schwarze und Weiße lebten in den 40er Jahren noch getrennt, auch, wenn uns Robert Goolrick noch mal verdeutlicht, dass es keine Rolle spielt, wie du aussiehst, sondern nur, wer du tief drinnen bist. FAZIT: Robert Goolrick hat mich gefangen genommen mit seinem einzigartigen Roman über Liebe, Freundschaft und Freiheit, über einzigartige Menschen, Wunder und Dinge, die stärker sind als Oberflächlichkeit. Sein Roman steckt voller überraschender Wendungen und Gefühle, die stark und eindringlich sind und bekommt durch seine charakterstarken Figuren für mich den Status des besonderen.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Anni1609

    Anni1609

    06. January 2013 um 12:25

    Was aus Liebe werden kann Inhalt: Charlie Beale findet in Brownsburg, Virginia, im Jahr 1948 nach dem 2. Weltkrieg endlich wieder einen Ort, an dem er sich niederlassen möchte. Zunächst lebt er in den Tag hinein und beginnt sich an Brownsburg, und vor allem auch an seine Einwohner, zu gewöhnen. Nach kurzer Zeit heuert er beim ortsansässigen Metzger Will Haislett an und führt ab diesem Tage fast selbstständig die Metzgerei. Sein Leben beginnt sesshaft zu werde und er findet von Tag zu Tag mehr Gefallen am Leben. Eines Tages begegnet er der schönen Sylvan Glass, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Sylvan ist allerdings verheiratet mit einem wesentlich älteren Mann, der sie zuvor käuflich erwarb. Trotz aller Umstände beginnt Charlie Beale ein Verhältnis mit Sylvan, das nicht nur Positives nach sich zieht. Beurteilung: Robert Goolrick hat mich mit seinem Roman „Ein wildes Herz“ stark überrascht. Der Roman verläuft nicht in der Art und Weise, wie sie der Leser bei Beginn des Buches, oder auch nach Durchlesen des Klappentextes erwartet. Es handelt sich bei diesem Roman keineswegs um eine Liebesgeschichte im klassischen Sinn. Der Roman ist sehr tiefgreifend und anspruchsvoll für den Leser. Robert Goolrick lässt den Roman von einem Ich-Erzähler in der 3. Person schildern. Zu Beginn ist diese Erzählperspektive für den Leser etwas verwirrend. Es ist nicht leicht sich in die Handlung einzufinden. Allerdings wäre es auch sehr schade, bereits am Anfang aufzugeben, da die weitere Handlung durchaus lesenswert ist. Erst am Ende des Buches eröffnet sich für den Leser die Identität des Ich-Erzählers, die für mich überraschend war. Der Autor zeichnet die Handlungsfiguren sehr detailreich und anschaulich. Der Leser kann sich von Beginn an ein Bild der Personen machen und kann die Handlung damit näher miterleben. Die Hauptfigur stellt Charlie Beale dar, der bis zu seinem Eintreffen in Brownsburg noch nicht sehr verwöhnt wurde vom Leben. Der Autor beschreibt bildhaft, wie er sich in die Gemeinde einlebt und nach und nach aufblüht. Auch Sylvan Glass, die zweite Hauptfigur wird lebendig aufgrund der Beschreibungen des Autors. Die Symbiose zwischen Charlie und Sylvan wird glaubhaft beschrieben, der Leser empfindet stark mit. Weitere wichtige Figuren sind die Familie Haislett, Will, Alma und Sam, die Charlie von Beginn an Zuflucht gewährt haben und stets an seiner Seite standen. Will ist der Besitzer der Metzgerei, in der Charlie arbeiten kann. Mit dem Sohn Sam, baut Charlie ein sehr enges Verhältnis auf. Er behandelt ihn wie seinen eigenen Sohn und liebt ihn entsprechend. Robert Goolrick hat seinen Roman nicht chronologisch aufgebaut. Der Leser erhält zwischendurch Erzählungen aus der Vergangenheit. Dies dient dem Verständnis des aktuellen Geschehens. Goolrick scheint gut über damalige Lebensweisen und Verhältnisse recherchiert zu haben. Besonders fällt dies bei der Beschreibung der Ausübung des damaligen Glaubens auf. Zudem verwendet der Autor fasst poetische, ausschmückende Sprache. Somit entstehen häufig verschachtelte Sätze und viele Ausführungen über Gedanken und Empfinden der einzelnen Handlungspersonen. In der Handlung kommt es häufiger zu überraschenden Wendungen, die der Leser niemals in Erwägung gezogen hätte, die auch nicht zu einem „typischen“ Liebesroman passen würden. Ich würde den vorliegenden Roman eher dem Genre Drama zuordnen. Das Buch ist im Hardcover erschieden mit Umschlag. Auf dem Umschlag befinden sich ein Klappentext und eine kurze Information über den Autor. Weitere Extras sind nicht enthalten. Fazit: „Ein wildes Herz“ von Robert Goolrick hat mich definitiv stark überrascht. Ich ging von einem Liebesroman aus, wurde aber eines Besseren belehrt. Ab und zu waren mir die Ausführungen des Autors zu langatmig und die Schreibweise zu stark poetisch angehaucht. Im Großen und Ganzen empfand ich den Roman lesenswert und sah das Lesen nicht als Zeitverschwendung an. Der Leser sollte aber nicht mit falschen Erwartungen an den Roman herangehen. Es ist definitiv keine Lektüre für zwischendurch.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    buchleserin

    buchleserin

    09. December 2012 um 14:30

    Virginia, 1948. Eines Tages kommt ein Fremder mit zwei Koffern in der Hand in die Kleinstadt Brownsburg. Charlie Baele. In dem einem Koffer sind Kleidung und seine kostbaren Messer und der andere Koffer ist voller Geld. Er hat ein Stück Land gekauft und bietet dem Metzger der Stadt seine Hilfe an, vorerst kostenlos. Plötzlich begegnet ihm im Metzgerladen die Frau seiner Träume. Er beginnt eine Affaire mit der jungen verheirateten Sylvan. Sylvan liebt das Kino und kleidet sich wie die Filmstars. Ihre einzige Freundin in der Stadt ist die farbige Claudie, die ihr die eleganten Kleider näht. Sylvan wird von ihrem Mann verprügelt, als dieser von ihrer Affaire erfährt. Charlie würde ihn am liebsten umbringen. Doch eines Tages wird Charlie festgenommen, man wirft ihm vor, Sylvan vergewaltigt zu haben und von da an ist Charlie’s Herz gebrochen. Das Cover gefällt mir jetzt nicht ganz so gut. Es verspricht einen Liebesroman. Aber dieses Buch ist nicht einfach ein nur ein Liebesroman. Charlie würde für Sylvan alles tun, er schenkt ihr sogar sein Land. Es erzählt aber auch von seiner Freundschaft mit dem kleinen Sam, der zu ihm aufsieht und später auch für ihn vor Gericht lügt. Die Geschichte entwickelt sich später zur Tragödie. Der Schreibstil ist sehr gut und das Buch lässt sich schnell durchlesen. Es ist ein sehr bewegendes Buch ohne Happy End.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Machi

    Machi

    28. November 2012 um 14:18

    Charlie Beale taucht 1948 plötzlich in der kleinen Ortschaft Brownsburg, Virginia, auf und lässt sich dort nieder. Er arbeitet als Metzger in der Metzgerei von Will Haislett und freundet sich mit dessen 5-jährigen Sohn Sam an. Er lebt sich schnell ein und alles läuft gut, bis er sich in die Frau von dem reichen Boaty Glass verliebt. Ein bisschen komisch mutet die innige Freundschaft zwischen Charlie und dem Jungen Sam an, so dass man sich frägt, ob der Junge keine anderen Freunde in seinem Alter hat. Des Weiteren nimmt Charlie Sam mit, wenn er Sylvan besucht. Dies ist zum Einen ein Wagnis, dass Sam etwas verrät und zum Anderen ist es auch nicht gut für Sam. Aber dies ist das Verhalten eines Mannes, der unsterblich in eine Frau verliebt ist und alles andere um ihn herum vergisst. Auch die Handlungsweisen von Boaty Glass, der sich einfach eine Frau kauft, würde heute auch nicht so ohne Weiteres ins Bild passen. Positiv aufgefallen ist, dass das Ende wieder auf den Anfang verweist und die Geschichte somit in einem Rahmen eingebettet ist. Auch die englischen Textpassagen der Lieder und Gedichte haben gut gepasst und es war wichtig und richtig, dass diese Zeilen nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. Das Buch ist sehr gut geschrieben und versprüht viel Charme, aber auch Melancholie. Jedoch waren am Anfang innerhalb der Kapitel teilweise große inhaltliche Sprünge vorhanden, die es einem anfangs schwer gemacht haben sich richtig einzulesen. Alles in allem ist es ein Buch mit sehr viel Liebe und Leidenschaft aber auch mit Trauer und Einsamkeit und in jedem Fall sehr lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Spatzi79

    Spatzi79

    12. November 2012 um 13:44

    Amerika, 1948. Charlie Beale taucht eines Tages in der Kleinstadt Brownsburg, Virginia auf und beschließt zu bleiben. Unaufdringlich fügt sich der Mann mit der unbekannten Vergangenheit ins dortige Leben ein. Er findet Arbeit beim örtlichen Metzger, wird zum Freund der Familie, insbesondere des Sohnes Sam, der ihn bewundert und zu ihm aufschaut. Aber auch die anderen Einwohner lernen Charlie bald schätzen und akzeptieren ihn, obwohl er in einer Stadt wie dieser immer ein wenig ein Außenseiter bleiben wird. Charlie seinerseits fühlt sich aber wohl, kauft sich ein Stück Land, einen Hund und später ein Haus. Doch dann begegnet er Sylvan Glass, der jungen Frau des reichsten Manns der Stadt. Auch sie ist in gewisser Weise ein Fremdkörper in der Stadt, sie träumt seit ihrer Kindheit von der Welt der Kinostars, wurde von ihrem Ehemann zu Repräsentationszwecken geheiratet und hat außer einer schwarzen Schneiderin keine Freunde. Die beiden beginnen eine Affäre mit weitreichenden Folgen. Die Geschichte wird rückblickend erzählt, aus wessen Sicht genau, wird erst am Schluss aufgelöst. Inbesondere gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse geradezu, in einer Art und Weise, die ich zu Anfang überhaupt nicht erwartet hatte. Der Schreibstil ist sehr ruhig, eher melancholisch, aber dennoch ungemein fesselnd. Beim Lesen fühlte ich mich regelrecht in die Geschichte hineinversetzt, das ganze Kleinstadtleben im Amerika der 50er Jahre wirkt wunderbar beschrieben, ohne negative Aspekte wie zum Beispiel die Rassentrennung zu verschweigen. Die einzelnen Charaktere werden sehr lebensnah dargestellt, ich hatte sie alle beim Lesen richtig vor Augen. Sprachlich hat mich das Buch wirklich fasziniert und es wird sicher nicht das letzte sein, was ich von dem Autor lese!

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    09. November 2012 um 20:15

    Das Buch ist im Stil einer Erzählung geschrieben und richtet sich auf den ersten Seiten an den Leser/Zuhörer. Wer die Geschichte erzählt, wird natürlich erst auf den letzten 3 Seiten verraten, solange muss man sich also gedulden. Dann beginnt die Geschichte in der Charlie Beal nach Brownsburg kommt. Stil Der Ausdruck des Autors war für mich sehr gewöhnungsbedürftig und teilweise sehr langweilig. Ab und an wollte ich das Buch nicht mehr lesen und quälte mich über sehr langwierige Passagen hinweg. Dann war ich wieder froh mich doch durchgebissen zu haben, denn Teile der Geschichte und auch der Aufbau waren sehr interessant und ließen mich neuen Mut schöpfen. Die Geschichte aus Sicht einer Erzählung spielen zu lassen verwirrte mich zu Anfang, da ich nicht wusste, wer erzählt und wem? Ich fühlte mich zwar als Leser angesprochen, aber hatte Probleme dann ins Buch einzutauchen, da ich auf weitere Anreden vom Erzähler wartete. Als nur den Satz zur Einleitung des Buches. Charaktere Charlie Beal ist ein Mann voller Rätsel auch nach dem Lesen weiß ich ihn immer noch nicht zu greifen, ihn einzuschätzen. So gerne hätte ich über ihn gewusst, warum er allein nach Brownsburg kam, was er vorher machte und wo er das ganze Geld her hatte. Nichts habe ich erfahren und das ist schon sehr ärgerlich in meinen Augen. Sylvan ist eine junge Frau die es im Leben nicht leicht hat. Am Anfang hatte ich noch Mitleid mit ihr. Ein Mann an ihrer Seite, den sie nicht liebt und ein Leben, welches nicht nach ihren Wünschen gestaltet ist. Aber je mehr ich über sie wusste umso lieber hätte ich sie wieder vergessen. Die Liebe mit Charlie fing gut an und aus Liebe vergisst sie sich selbst – mit solchen Charakteren habe ich einfach so meine Schwierigkeiten… Sam ist ein wundervoller kleiner Junge, der es im ganzen Buch nicht leicht hat. Ihn hätte ich gerne ab und an in meine Arme geschlossen und ihm immer wieder gesagt, dass es nur eine Geschichte ist, in der er leider eine Hauptrolle übernommen hat. Cover Das Cover trifft den Ernst der Geschichte sehr gut. Ein Mann und eine Frau Händchen haltend auf einer Weide. In schwarz-weiß trifft das Cover die Dramatik im Buch und die damalige Zeit. Fazit Ein Buch mit vielen Facetten. Teilweise langweilig bis nichts sagend dann spannend, brutal, erotisch und liebenswert. Für den schwierigen Einstieg und für viele Fragen die offen bleiben ziehe ich 2 Sterne ab. 3 Sterne gebe ich aber für Sam und das tolle Ende (dies hat für mich einiges rausgerissen). Empfehlen würde ich das Buch an Leser, die Freude an Liebesgeschichten haben, die alten Zeiten mögen und auf überraschende Wendungen stehen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    SarahCatherine

    SarahCatherine

    15. October 2012 um 10:26

    Eine Kleinstadt in Virginia 1948. Nach dem Krieg leben die Bewohner des Dorfes friedlich ihr Leben. Man kennt sich gut und lebt beschaulich, denn noch nie ist in der Stadt ein Verbrechen geschehen. Als Charlie Beale in die Stadt kommt, wird er weder begrüßt noch verstoßen. Man nimmt hin, dass da dieser Fremde ist, der sich tagsüber ab und an in der Stadt blicken lässt und nachts auf dem Feld schläft, der Land kauft und schließlich bei Will Haislett in der Metzgerei eine Arbeit findet. Die Haislett-Familie nimmt sich seiner an. Will gibt ihm Arbeit, Alma kocht auch für ihn Essen und sorgt letztlich dafür, dass Charlie ein Haus kauft, damit er eine feste Unterkunft hat. Sam, der Sohn der Haisletts, freundet sich nach und nach mit Charlie an. Er nennt ihn Beebo und schaut zu ihm auf, denn Charlie kann ihm allerhand über Baseball erzählen und beibringen, und er kann mit Charlie über vieles reden, so wie Charlie viel mit Sam redet. Eines Tages betritt Sylvan Glass nur für einen Moment die Metzgerei, und dieser eine Moment genügt, um Charlie zu bezaubern. Sylvan ist nicht wie die anderen Frauen im Ort. Sie trägt schicke Kleider nach dem Vorbild von Hollywood, die sich eigens nähen lässt. Sie hat kaum Kontakt zu den anderen Frauen der Stadt - und sie ist verheiratet mit Boaty Glass, dem reichsten Mann der Gegend, der sich auch Sylvan erkauft hat. Unweigerlich laufen sich Charlie und Sylvan gelegentlich über den Weg. Anfangs sind zwischen ihnen nur Blicke, die scheinbar niemand anderes sehen kann, aber zwischen Charlie und Sylvan doch klare Worte sprechen, bis Charlie irgendwann anfängt, nach seinen Mittwochstouren mit Sam durch die Schlachtereien der Gegend mit Sam bei Sylvan anzuhalten. Zwischen den beiden entspannt sich eine leidenschaftliche Affäre, die früher oder später ans Licht kommen muss. Als es dann schließlich passiert, geschieht es anders als erwartet, bitterböse. "Ein wildes Herz" ist nicht einfach eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte von Freundschaft und Vertrauen, von Liebe und Verrat, Zusammenhalt und dem Bösen. Was sich anfangs wie eine idyllische Geschichte aus dem Leben einer amerikanischen Kleinstadt liest, wird immer mehr zu einem Drama, denn das Unausweichliche versteckt sich drohend zwischen den Zeilen. Charlie Beale ist ein gewinnender Charakter. Man fühlt mit ihm seine Sehnsucht nach einem Zuhause und seine väterlichen Gefühle für Sam, und schließlich sogar auch, dass es am Ende einfach nicht anders kommen konnte. Ein tolles Buch, das in aller Einfachheit fesselt und erschüttert.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    01. October 2012 um 14:35

    Eines Tages kommt Charlie Beale in ein kleines Dorf in Virginia. Obwohl er schon lange unterwegs ist, mit nichts als seinem alten Auto und zwei Koffern, beschließt er in dem Ort zu bleiben. Er bewirbt sich beim Metzger des Ortes und will auch ohne Bezahlung arbeiten. Eine Probezeit wird vereinbart und ohne ein Wort verlängert. Der Sohn des Metzgers, der 5-jährige Sam, hängt wie eine Klette an Charlie. Eines Tages trifft er Sylvan, eine auffallende Person. In Wirklichkeit ist sie ein einfaches Mädchen vom Land, putzt sich aber heraus wie eine Schauspielerin. Sie ist verheiratet, aber Charlie verliebt sich sofort in sie. Dann beginnen die beiden ein Verhältnis. Als Charlie ihr einen Antrag macht, nimmt sie diesen nicht an. Ist ihre Liebe nicht groß genug? Oder lehnt sie ab, weil ihre Familie dann Haus und Land verliert; denn ihr Mann hat sie damals gekauft. Der kleine Sam ist bei ihren Treffen immer dabei und wird mit Comics und Malutensilien beschäftigt. Obwohl er nicht genau weiß, was vor sich geht, spricht er nicht mit seinen Eltern darüber. Sylvans Ehemann ahnt und ignoriert lange. Als er eingreift, kommt es zur Tragödie. Es ist eine fesselnde Geschichte. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    leserattebremen

    leserattebremen

    01. October 2012 um 13:21

    Amerika 1948. Charlie Beale tritt in das Leben der Kleinstädter in Brownsburg, ein redlicher, rechtschaffener Mann, der in der örtlichen Metzgerei zu arbeiten beginnt, zwar seine Probleme mit der Kirche hat, aber dennoch hilfsbereit und ehrlich ist. Bis er die Frau trifft, die nicht nur sein Leben für immer verändern soll. Seine Liebe zu der verheirateten Sylvan Glass reißt ihn aus allem, was bisher seine Maßstäbe waren, zerstört alles, wonach er leben wollte. Heimlich treffen die beiden sich immer wieder, wenn er eigentlich mit dem Sohn des Metzgers einen Nachmittag verbringt. Der Junge sitzt in der Küche und liest Comics, während er auf seinen Freund wartet. Er ist fünf und versteht nicht, was eigentlich passiert, aber er weiß, dass er nichts sagen darf, das hat Charlie ihm eingeschärft. Robert Goolrick beschreibt in seinem zweiten Roman, wie die Liebe dieses Paar einen Abgrund aufreißt und alle mitzieht, die ihnen Nahe stehen. Was mit etwas so Positiven wie der unzerstörbaren Liebe und Leidenschaft zwischen Charlie und Sylvan beginnt, rast wie einer klassischen Tragödie auf den Untergang, die Katastrophe zu. Ohne es zu merken, schadet Charlie schnell allen, die in seinem Umfeld leben und zerstört das Leben seines kleinen Freundes Sam, ohne wirklich Notiz davon zu nehmen, so blind macht ihn seine Liebe zu der verheirateten Frau. Was bleibt, sind kaputte Familien, zerstörte Menschen und mehr Tote, als diese Liebe jemals rechtfertigen könnte. In „Ein wildes Herz“ zeichnet Goolrick eine Liebesgeschichte jenseits aller kitschigen Liebesromane, seine Liebe ist ist nicht sanft, nicht zärtlich oder mitfühlend, er zeigt die Liebe mitsamt des Egoismus, den sie mit sich bringt und der Zerstörung, die sie hinterlässt. „Ein wildes Herz“ ist ein besonderes Buch, ein großartiger Roman, der dazu verleitet, ihn immer wieder neu zu entdecken. Dieses Buch kann einen ein Leben lang begleiten und jedes Mal, wenn man es nach ein paar Jahren wieder in die Hand nimmt und sich erneut auf die Reise mit Charlie Beale und Sylvan Glass macht, wird man vielleicht eine neue Sicht auf die Geschichte gewinnen, beeinflusst vom eigenen Leben, von den eigenen Erfahrungen. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich dieses Buch ins Regal zu stellen und immer wieder zu lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Cellissima

    Cellissima

    30. September 2012 um 20:32

    Charlie Beale kommt eines schönen Tages im Jahre 1948 nach Brownsburg, Virginia. Er hat weder ein Heim noch eine Familie, sehnt sich aber sehr danach. Daher möchte er sich niederlassen und ein Zuhause erschaffen - einen Ort, an dem er sich endlich geborgen fühlen kann. Das beschauliche Brownsburg erscheint ihm als ein schönes Fleckchen Erde für dieses Vorhaben. Charlie überredet Will Haislett, den örtlichen Metzger, dazu, ihm Arbeit zu geben. Schnell lebt Charlie sich ein und wird zum Freund und Helfer vieler Leute, vor allem aber der Haisletts. Doch Charlies Leben in Brownsburg bleibt nicht lange ruhig und problemlos: Ende August 1948 taucht Sylvan Glass, die Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt, in Haisletts Laden auf. Sie ist so schnell verschwunden, wie sie gekommen ist, doch die paar Augenblicke haben genügt: es ist um Charlie geschehen, er weiß, dass Sylvan Glass die Frau seiner Tärume ist und er sie unbedingt haben will. Es ist der Beginn einer Liebe, die nicht sein dürfte, die tragische Entwicklungen anstoßen und alles verändern wird ... Meine Meinung Dies war mein erster Roman von Robert Goolrick, aber definitiv nicht mein letzter! Ich war vom ersten Satz an gefesselt und habe das Buch vorhin, innerhalb weniger Stunden, verschlungen. Goolrick schreibt großartig, schafft es, dass die Atmosphäre einer amerikanischen Kleinstadt, auch die Nachkriegszeit, authentisch und spürbar werden. Er schreibt ruhig, detailliert, zuweilen fast meditativ, und dabei doch hochdramatisch und fesselnd. Die Geschichte beginnt ruhig, beschaulich, idyllisch, um dann fast schon Seite für Seite dramatischer zu werden. Goolrick hat vergleichsweise wenige Protagonisten gewählt, beleuchtet sie alle aber vollkommen, sodass sie die Geschichte rundum ausfüllen. Gut gefallen hat mir auch, dass Goolrick keine reine Liebesgeschichte aus dem Stoff gemacht hat, sondern dass sie anderen Liebesgeschichten insofern überlegen ist, als sie sich im Prinzip mehreren Genres zuordnen lässt, viele Elemente in sich vereint. So nimmt die Beziehung zwischen Charlie und Sylvan zwar natürlich viel Raum ein, doch kommen auch Drama und Erotik nicht zu kurz. Für mich persönlich enthält die Geschichte zuweilen gar einen Hauch Thriller. Sehr schön wurde auch die Freundschaft zwischen Charlie und den Haisletts, speziell zwischen Charlie und Sam, dem Sohn der Haisletts, ausgebaut. Die gesamte Geschichte, vor allem aber auch ihr tragisches Ende, sind wunderschön und bewegend zugleich. Dieses Lese-Erlebnis wird noch gesteigert durch die wunderschöne Sprache. Ein Buch, das lange nachklingen wird. Fazit Ein wunderschöner, bewegender Roman. Eines der besten und schönsten Bücher, die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. 5 Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir!

    Mehr
  • Rezension zu "Ein wildes Herz" von Robert Goolrick

    Ein wildes Herz
    Penelope1

    Penelope1

    29. September 2012 um 19:08

    Inhalt: Der Außenseiter Charlie Beale kommt auf seiner Suche nach einer Heimat in das kleine Städtchen Brownsburg/Virginia - er besitzt nichts außer seinem Fahrzeug und zwei Koffern, in dem sich sowohl sein ganzes Geld als auch seine Kleidung und sonstiges Hab und Gut befinden. In der ersten Woche seines Aufenthaltes schläft er in seinem Pick-up, beobachtet die Bewohner genauso wie sie ihn beobachten. In der zweiten Woche kauft er das Land, auf dem sein Wagen steht und sucht einen Job. Nun glaubt er, in diesem Ort, in "dem Glück genauso unbekannt ist wie Unglück" den Rest seines Lebens verbringen zu können und hier seinem Ziel näher zu kommen: er will ein guter Mensch werden. Doch wie wird man ein guter Mensch? Er findet einen Job in einer Metzgerei, freundet sich mit dessen Eigentümer und Familie an und findet in dem 5-jährigen Metzgersohn Sam einen treuen Freund. Die Bewohner sind zunächst misstrauisch, doch nach und nach gewinnt er ihr Vertrauen. Als die junge, schöne Sylvan den Metzgerladen betritt, ist er sofort von ihrem Aussehen und ihrem Auftreten bezaubert - seine Gedanken drehen sich nur um sie. Er sucht einen Weg, der außergewöhnlichen Frau näher zu kommen, von der er nachts träumt und gerät in einen Strudel, dem er sich nicht mehr entziehen kann und die seine und die Welt von Brownsburg auf den Kopf stellt. Blind vor Liebe gibt er alles... Meine Meinung: Der Autor lässt durch einen zunächst unbekannten Erzähler die Ereignisse im Jahr 1948 schildern. Er erinnert sich an damals und weist darauf hin, dass "all unsere Erinnerung Fiktion ist". In einem recht eigenwilligen und nüchtern wirkenden Erzählstil wird eine besondere Liebesgeschichte aus dem beschaulichen Ort Brownsburg erzählt. Detailliert und bildhaft wird dieser kleine Ort und seine Bewohner beschrieben. Die schwarze Bevölkerung wird nur geduldet - geachtet wird sie jedoch nicht. Hier sticht die schwarze Schneiderin Claude hervor, die ihren ganz eigenen Weg geht. Kirche und Religion sind ein wichtiges Thema, Sünde, Schuld, die Hölle. Eindrucksvoll und überraschend emotional wird die Beziehung zwischen Charlie und der von Hollywood träumenden Sylvan geschildert. Die Protagonisten werden intensiv und bildhaft beschrieben. Da ist der Außenseiter Charlie, der nichts weiter will, als ein guter Mensch zu werden, er will sich endlich niederlassen und sucht ein ruhiges, besinnliches Zuhause - der kleine Sam wird dabei fast so etwas wie ein Sohn für ihn. Er erlangt schnell alle Sympathien - die der Bewohner genauso wie des Lesers. Ebenso wie Charlie ist die fanatische Hollywood-Träumerin Sylvan eine Außenseiterin, sie fühlt sich wohler in ihrer selbst aufgebauten Scheinwelt Hollywood und nimmt das reale Leben nur am Rande wahr. Für sie ist das ganze Leben ein einziger Film. Die beiden fühlen sich voneinander angezogen, doch Sylvan ist mit dem reichen Boaty verheiratet... Dieser Roman kommt mit verhältnismäßig wenigen Protagonisten aus, zu denen der Leser schnell Zugang findet: z.B. zu der netten Metzgersfamilie mit ihrem liebenswerten Sohn Sam oder zu Boaty, dem aufbrausenden und unberechenbaren Boaty. Einige Figuren bleiben dabei recht blass und man wünschte sich, mehr über sie zu erfahren - ihre Motivationen, ihre Herkunft, aber dennoch reicht es aus, um sie glaubwürdig in die Geschichte einzubeziehen und nicht vom Hauptgeschehen abzulenken. Fazit: "Ein wildes Herz" lässt eine amerikanische Kleinstadt nach dem 2. Weltkrieg lebendig werden - aber nicht nur das, es geht es um eine große Liebe, um Sünde und Schuld, und darum, "wie man findet was man sucht". Nachdem ich mich an den etwas eigensinnigen Schreibstil gewöhnt hatte, konnte ich an Charlies Hoffnungen und Erfahrungen teilhaben. Ich war erstaunt, wie sehr es dem Autor gelungen ist, trotz aller Nüchernheit Emotionen und Gefühle so bewegend zu beschreiben, dass dieses Buch auch nach dem Lesen noch eine Weile nachhallt. Ich werde "dieses Tal, in dem auch heute noch ein wildes Herz schlägt" nicht so schnell vergessen. Absolut lesenswert !

    Mehr
  • weitere