Wenn Prinzen fallen

von Robert Goolrick 
3,8 Sterne bei13 Bewertungen
Wenn Prinzen fallen
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Positiv (9):
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Zum Ende hin wirklich gut. 4 Sterne

Kritisch (2):
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Als Leser hätte ich eine Abrechnung mit dem Kapitalismus erwartet, ein Einsehen, Läuterung. Sex, Drogs, Bitches ... Geld – Geld – Geld. –

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Inhaltsangabe zu "Wenn Prinzen fallen"

New York der 80er Jahre: Rooney, der eigentlich künstlerische Ambitionen hat, muss erkennen, dass sein Talent nicht reicht. Stattdessen ergattert er einen Job als Trader bei einer Wall-Street- Firma und wird erfolgreich, geradezu absurd erfolgreich. Nichts scheint unmöglich für ihn und die anderen »Prinzen« von Manhattan. Skrupel, Moral, Integrität - Fehlanzeige. Hemmungsloser Hedonismus ist ihre Devise. Doch wer hoch fliegt, stürzt umso tiefer. Und nicht nur Rooney erlebt den Höllensturz. Viele der Weggefährten fallen dem exzessiven Lebensstil zum Opfer: Drogen, Alkohol und einer geheimnisvollen neuen Krankheit, die noch keinen Namen hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715671
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:11.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Als Leser hätte ich eine Abrechnung mit dem Kapitalismus erwartet, ein Einsehen, Läuterung. Sex, Drogs, Bitches ... Geld – Geld – Geld. –
    287 Seiten jammern: Job, Frau, Geld, Haus weg

    Der Anfang: »Wenn man ein Streichholz anzündet, brennt es in der ersten Nanosekunde heller, als es das in der Folge tun wird. Dieses erste Aufglühen. Dieses plötzliche helle Aufglühen wie ein Blitz. Wir schrieben das Jahr 1980, und ich war das Streichholz, und es war das Jahr, in dem ich lichterloh brannte.«

    Der ehemals erfolgreiche Rooney, der sich und seinesgleichen als Abschaum der Gesellschaft bezeichnet, der reichen Gesellschaft, gibt hier seine Lebensbeichte zu Protokoll. Er redet von ich und wir, spricht den Leser direkt mit du an. - Absolution erhält er von mir nicht. Denn am Ende ist keine Reue spürbar, das ganze Buch ist ein einziges Gejammer und ein Abgesang auf sein altes Leben.

    Rooney gehörte zu den Wölfen, zu den Prinzen der Wallstreet. Er ist ein erfolgreicher Trader. Er interessiert sich insofern nur für seine Kunden, um zu erforschen, womit er imponieren kann, sie einwickeln, schleimt sich ein, erniedrigt sie: es geht um Macht. Der Kunde ist Dreck, Zweck, um an das große Geld zu kommen. Hier wird nicht beraten, sondern verarscht, der Kunde muss den Knochen kaufen, der dem hechelnden Hund vorgehalten wird. Am besten sind die Anlagen, von denen man heute schon weiß, dass sie morgen abschmieren, dann hat der Trader doppelt verdient. In dem Buch erfahren wir nichts von der Wallstreet, nichts über Geschäfte, außer das, was ich eben erwähnte. Das war mir zu wenig, um zu verstehen. Rooney erklärt uns, wie hart die Jungs gearbeitet haben, kaum Schlaf, dafür viel Koks und Alkohol und natürlich Sex. Das Leben besteht aus Arbeit, Drogen und Nutten. Irgendwann heiratet man eines dieser Wallstreetmädchen: superschön, hochgebildet und steinreich von Haus her. Dieses Mädchen heiratet auch zum Zweck. Irgendwann nimmt sie dir alles weg, was du besitzt und du nimmst eben die nächste. Sie wird Milliardärin durch weitere neue Heirat und Scheidung und die armen Wallstreetjungs fallen irgendwann um, überarbeitet oder springen aus dem Fenster. Rooney wird aus der »FIRMA« entlassen, und an diesem Tag verlässt ihn seine Frau, reicht die Scheidung ein, nimmt ihm alles weg.

    »Wir hassten die Dinge, die wir tun mussten, um diese lächerlich hohen Summen Geldes anzuhäufen. Blödes Geld nannte es Fanelli. Selling long. Selling short. … Wir brachten die Leute dazu, all ihr Geld auf eine Aktie zu setzen, von der wir wussten, sie würde zuerst einen Riesensprung machen und dann abstürzen wie ein Papierflieger. Solange die FIRMA mit diesem Riesensprung Geld machte, war alles ok.«

    Das Buch beginnt mit dem Fall. Rooney ist zu Beginn bereits Buchhändler, abgestiegen in ein Loch, er war mal ganz oben, ein Prinz. Er berichtet vom alten Leben: Geld spielt keine Rolle, man kauft alles, was man will, was man meint zu brauchen: Drogen, Sex, Häuser, Autos, Ehefrauen, teuerste Kleidung, handgenähte Schuhe, speist in feinsten Restaurants. Dabei geht man mit Menschen um wie mit Sklaven. Alles unter dir ist Dreck, Angestellte, Kunden, Servicepersonal. Man sch… verächtlich auf den Dreck der Welt und lässt Dollarnote fliegen. Vorm Chef der »Firma« kriecht man so, wie man andere vor sich kriechen lässt, lässt sich anschreien, ohrfeigen, ist selbst nur Dreck. 287 Seiten in Wiederholungsschleife immer die gleiche Geschichte: Exzesse, Geld, Drogen, Sex. Mancher hält den Stress nicht aus und einer der Freunde von Rooney, ein Homosexueller, bringt sich um, weil er AIDS hat, nicht die Schande der Familie sein will, die er sowieso schon ist. Doppelte Moral Amerikas in alle Richtungen. Nichts Neues erzählt in diesem Buch.

    »Und so kam es nie mehr vor, dass ich einem Mädchen meine Telefonnummer auf den Busen schrieb. Eins nach dem anderen verlierst du alles, bis dir nur noch der Elektroschock deines nüchternen Lebens bleibt. Ein Leben ohne Freunde, ohne Geld, ohne Personal Trainer, ohne junge Gräfinnen, die unter deiner Obhut stehen. Und niemand hat mich seither Billy Champagne genannt.«

    Man könnte fast Mitleid bekommen. Gejammer, was nicht mehr ist … Man hätte eine Abrechnung mit dem Kapitalismus erwartet, ein Einsehen, Läuterung. Der arme Rooney bringt es nicht mehr fertig, ans Meer zu gehen, weil ihn die Erinnerung plagt an das riesige Haus am Meer, das einst ihm gehörte, das seine Frau genommen hat, die auch die Konten plünderte, alles weg. Er gönnt es ihr. Rooney zählt alles auf vom Schal bis zu Socken, von Preis bis zu Marken, was er einmal sein Eigentum nannte.

    Literarisch hat mich das Buch auch nicht beeindrucken können, einfache Sprache, nichts was bleibt, worüber man auch nur eine Sekunde nachdenkt. Und seinen wir ehrlich, was soll ein emphatieloser Narzisst uns sonst berichten? Die Wallstreet ist voll von Narzissten und sonst nichts. Insofern ist das Buch völlig richtig geschrieben. Ein Narzisst der uns weismachen will, dass er glaubt, er wäre ein A… Letztendlich sollen wir ihn bemitleiden, denn er hat immer sein Bestes gegeben, bis zu Umfallen, härter gearbeitet als du und ich, er ist intelligenter als du und ich. Und er hat gehasst, was er tun musste. Man hat ihn gezwungen, mit Geld. Drum stand ihm der ganze Reichtum doch irgendwie zu, oder? Arme Sau. Was hatte ich erwartet? Braucht man dazu 287 Seiten?

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 3 Monaten
    Ein wenig verzerrt

    Der Einstieg hat mir wirklich gut gefallen, Robert Goolrick hat die perfekte Kombination aus Stil und Sprache für dieses Buch gefunden, sodass ich mich gleich hineinversetzt gefühlt habe. Es geht ehrlich und hart zu, aber auch allzu oft unter der Gürtellinie. Rooney besitzt scheinbar alles, was man sich als Mensch und scheinbar vor allem als Mann nur wünschen kann und prahlt damit allzu gern, obwohl es eigentlich genau das ist, was er nie werden wollte.
    Und auch, wenn Rooneys Art manchmal anstößig wirken kann, so ist sie doch auf jeden Fall authentisch.

    Nachdem mich aber der Anfang so begeistern konnte, hat dieses Gefühl leider wieder relativ schnell nachgelassen. Der Fokus war einfach anders gelegt, als ich es mir vorgestellt hatte. So geht es weniger um die Arbeit an der Wall Street, als viel mehr um das Leben, das einem diese Arbeit bringt.
    So berichtet der Protagonist aus seinem Leben, Höhen und Tiefen, Liebschaften und Freundschaften. Man erfährt einiges über die Personen in seinem Umfeld und vor allem auch über ihn selbst. Sp offenbart sich schnell, dass der äußere Schein sehr trügen kann und sich unter einer harten Schale ein doch sehr weicher und empfindlicher Kern befindet.

    Und auch die anderen Charaktere konnten mich ganz auf ihre Weise in den Bann schlagen. Ob es nun um skurrile Exfrauen, unterhaltsame Trinkgenossen oder wahre Freundschaften, die man niemals vergessen wird geht.
    Jeder hat hier seinen Platz gefunden und vervollständigt das Bild. Und genauso haben diejenigen, die ihren Platz dort verloren haben, einen Eindruck hinterlassen, der von niemand anderem gefüllt werden kann.
    So wurden zwar iele Apsekte, die mich interessiert hätten nicht so sehr beleuchtet, dafür aber die Konsequenzen, die dieses Leben mit sich bringt umso mehr in den Vordergrund gerückt. Denn was macht solch ein Aufstieg mit einem Menschen? Was macht es aus den eigenen Vorstellungen? Zu was ist man alles bereit, um den Druck standhalten und mit den anderen mitziehen zu können?

    Was mich beim Lesen immer wieder durcheinander gebracht hat, waren die Zeitsprünge. In meinen Augen wurde hier willkürlich nach vorne und hinten der Geschichte gesprungen, ohne, dass sich mir erklärt hat, wieso. Dadurch habe ich immer wieder erst eine Weile gebraucht, um das Geschehene zeitlich zuordnen  und einen roten Faden erkennen zu können.
    Die Story an sich war sicherlich nicht uninteressant, nur leider, wie oben schon erwähnt, einfach anders belichtet, als ich es mir erhofft hätte. Wer also ein Interesse an der Geschichte/dem Leben an der Wall Street oder dem Börsencrash in den 80’ern hat, wird mit diesem Buch eventuell nicht ganz beholfen sein.
    Rein zur Unterhaltung aber auf jeden Fall empfehlenswert, gerade, wenn einem ein brisanter Lebenstil und Höhen und Tiefen im Leben zusagen.

     

    FAZIT

    Robert Goolrick hat mir mit seiner Geschichte Wenn Prinzen fallen etwas ganz anderes geliefert, als ich erwartet und mir erhofft hatte. Dennoch konnte mich diese Geschichte unterhalten und wird mit Sicherheit auf großen Anklang stoßen. Wer, ebenso wie ich, große Ansprüche an das Thema rund um die Wall Street und eher Vorstellung in Richtung des Filmes The Wolf of Wall Street hat, wird in dieser Hinsicht vielleicht ein wenig enttäuscht.

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    AnjaArvor 3 Monaten
    Grandiose Geschichte


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    ChloeJensenvor 4 Monaten
    Toller Roman


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    StephanieJonesvor 5 Monaten
    Wer hoch fliegt, kann tief fallen

    Klappentext:

    New York der 80er Jahre: Rooney, der eigentlich künstlerische Ambitionen hat, muss erkennen, dass sein Talent nicht reicht. Stattdessen ergattert er einen Job als Trader bei einer Wall-Street- Firma und wird erfolgreich, geradezu absurd erfolgreich. Nichts scheint unmöglich für ihn und die anderen »Prinzen« von Manhattan. Skrupel, Moral, Integrität - Fehlanzeige. Hemmungsloser Hedonismus ist ihre Devise. Doch wer hoch fliegt, stürzt umso tiefer. Und nicht nur Rooney erlebt den Höllensturz. Viele der Weggefährten fallen dem exzessiven Lebensstil zum Opfer: Drogen, Alkohol und einer geheimnisvollen neuen Krankheit, die noch keinen Namen hat.
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    Bewertung: ★★★★☆

    Ich bin hin und her gerissen, das muss ich wirklich vorweg nehmen.

    Ich habe den Film "Wolf of Wall Street" gesehen und mich dadurch viel mit dem Thema beschäftigt.

    Und ich war sehr gespannt auf dieses Buch.

    Ich bin nicht enttäuscht, aber der Sprachstil hat mir gar nicht gefallen. Ich habe mich nie wirklich an die derbe Ausdrucksweise bzw die Weise, der permanenten Selbstdarstellung gewöhnen können. Ich weiß, dass es bei den Jungs von der Wall Street der 80er irgendwie dazu gehört, sich selbst am besten zu finden. Der Erfolg gab ihnen immer Recht. Aber ich konnte es nicht wirklich flüssig lesen, ohne immer wieder eine Pause zu brauchen.

    Natürlich versetzt einen die Erzählweise in die Person, und man weiß, wie exzentrisch und selbst verliebt sie teilweise ins Extreme ist. Aber als Normalo würde man sich mit so einem Menschen entweder gar nicht unterhalten oder nicht lange.

    Dennoch, und das war auch mein einziger Bewertungsabzug relevante Kritikpunkt, wenn man es so nennen kann, denn andererseits gehört der Stil zum Ausdruck des Buches: Es ist zeitgeschichtlich, biographisch, menschlich und die Wallstreet betreffend interessant und lehrreich.  Ich bin mir nur nicht sicher, ob es nur an mir liegt oder es wirklich zu extrem war. Etwas weniger Beweihräucherung des Selbst hätte dem Charakter keinen Abbruch getan und wäre genauso authentisch gewesen mit einer Prise weniger. Darum habe ich mich entschieden, doch einen Stern abzuziehen.



    Spoilerfreie Beschreibung:

    Rooney, unser Protagonist, ist wie Viele, arm dran, hat mit Kunst keinen Erfolg und landet dann an der Wall Street. Als Trader wird er schnell erfolgreich und schon geht die Exzentrik los. Er lebt und lebt sich aus, bis er, wie viele Mitstreiter, fällt. Und dies immer wieder. Es tut einem als Leser leid, auch wenn man manchmal denkt: Mensch, muss das sein? Was machst du, Rooney? Und obwohl man das nächste Straucheln beim Lesen quasi schon kommen sieht, sieht es Rooney in seiner Wall Street Trader Welt nicht. Man kann ihn zwischendrin wirklich nicht leiden oder gar verstehen und im nächsten Kapitel hat man Mitleid und vergibt ihm wieder.

    Sein Leben scheint reich, aber dennoch arm und man fragt sich, wie lange das noch gut geht. Er ist ein wahres Stehaufmännchen.

    Die oft persönlichen Ereignisse und Schicksalsschläge fernab der Wall Street, fordern Rooney wirklich alles ab und auch Reichtum hilft ihm dabei nicht weiter. Es geht oft um Sex und Drogen, wie sich jeder Leser denken kann. Fragen an sich selbst und Entscheidungen, die Rooney trifft, hinterfragt man selbst und wünscht sich, er möge sich anders entschieden haben.

    Alles was Rooney erlebt und denkt, springt in dem Buch in der Zeit. Es wird nicht wie in einem Tagebuch chronologisch erzählt. So das Buch schon mit einem Rückblick.

    Insgesamt ist das Buch sehr gefühlsbetont erzählt. Wie schon gesagt, zieht einen genau das immer weiter, denn es ist nicht nur eine oberflächliche Biographie. Und es ist sehr aussagekräftig, auch wenn es sich um ein dünnes Buch handelt. Trotz der manchmal ausschweifenden, sich wiederholenden gefühlsbetonten Reden, ist es trotzdem reichhaltig den Charakter Rooneys betreffend. Jeder Leser wird den Charakter aber anders wahrnehmen, je nachdem wie sehr man sich mit Entscheidungen identifizieren kann, denn es klappt nicht immer nur schwarz oder weiss, Ja oder Nein abzuwägen.

    Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der wirklich etwas weiter in die Psyche eines Traders aus den 80ern an der Wall Street eintauchen möchte. 



    Ich bedanke mich bei Randomhouse und dem btb Verlag, der mit das Buch zur Verfügung gestellt hat.

    © printbookaholic Stephanie Jones
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    € 10,00 [D]
    Taschenbuch, 288 Seiten
    ISBN: 978-3-442-71567-1
    Erschienen: 11. Dezember 2017 beim btb Verlag

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    Frau_J_von_Tvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Packende Story in anstrengendem Stil
    Packende Story in anstrengendem Stil

    "Wenn Prinzen fallen" erzählt von Rooney, der eigentlich Künstler werden wollte, stattdessen aber erfolgreicher Trader an der Wall Street wird. So erfolgreich, dass er in Geld schwimmt. Sein Leben besteht nur noch aus Geld, Sex, Alkohol und Drogen. Doch so hoch Rooney auch fliegt, so tief ist auch sein plötzlicher Absturz.


    Angesiedelt im New York der 80er Jahre, erfährt der Leser in diesem Roman alles über das Leben von Rooney. Die Geschichte wird aus seiner Sicht beschrieben und packt den Leser von Anfang an. 
    Man durchlebt Rooneys Gedankenwelt, erfährt viel über seine Gedanken und Gefühle. Der Sprachstil ist einfach, jedoch in solch einrm rasantem Tempo erzählt, dass es oft schwer ist dem Protagonisten zu folgen. Dennoch möchte man das Buchist kaum zur Seite legen. So abstrus und unwirklich seine erzählten Geschichten auch sein mögen, so sehr will man doch immer mehr erfahren und in Rooneys Welt abtauchen. 
    Dieser Roman erfordert viel Konzentration und Aufmerksamkeit und ist daher keine leichte Lektüre. Aber es lohnt sich dran zu bleiben.
     Schnell schließt man Rooney ins Herz und hat Mitleid mit ihm.
    Eine Leseempfehlung gibt es definitv, aber dieser Roman ist sicher nicht für jeden etwas.

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    emilayanas avatar
    emilayanavor 7 Monaten
    Die Abgründe der Wall-Street

    1.     Handlung: Es geht um Rooney, der eigentlich Künstler werden wollte, allerdings ohne künstlerisches Talent. Deshalb landet er dann an der Wall-Street und wird Trader. Er ist erfolgreich, extrem erfolgreich, absurd erfolgreich. Er verdient Millionen und gibt Millionen wieder aus. Drogen, Sex und Arbeit, das sind die Themen seines Lebens. Alles ist möglich für ihn und er und die anderen „Prinzen“ der Wall Street. Doch Rooney erfährt auch, dass er ganz schnell und tief fallen kann und es fällt ihm schwer sein altes Leben hinter sich zu lassen.

    2.     Schreibstil: Auf den ersten fünf Seiten habe ich mich mindesten doppelt so oft kaputtgelacht. Ich liebe die trockene Art, mit der er schreibt. Allerdings kann diese im Verlauf des Buches natürlich auch anstrengend werden. Einige Sprüche sind jedoch einfach brillant, also wenn ihr das Buch in der Buchhandlung findet, lest einfach mal hinein und seht, ob der Humor etwas für euch ist. Ansonsten gibt es nicht viele Börsenbegriffe, wie man zunächst denken könnte.

    3.     Charaktere: Mit den Charakteren dürfte man sich eigentlich überhaupt nicht identifizieren dürfen. Allerdings tut einem Rooney trotzdem leid, ein Mann ,der alles verloren hat und sich danach zwanghaft zurückwünscht. Und das, obwohl er weiß, dass dieses Leben schlecht war und er sich irgendwie auch dafür schämt, möchte er es zurück. Die Nebencharaktere sind total real, genauso wie Rooney. Man erfährt nicht viel, da er auch nicht so viele Erinnerungen hat (Grins: Alkohol und Drogen), allerdings sind sie so absurd, dass sie einfach real wirken. Das klingt komisch, aber wenn ihr das Buch lest, wisst ihr was ich meine.

    4.     Umsetzung: Die Umsetzung war mein eigentliches Problem. Das Buch ist nicht in chronologischer Reihenfolge geschrieben, was manchmal verwirrend sein kann. Zudem wiederholen sich auch recht viele Teile. Es werden immer wieder die Abstürze an der Wall-Street der 80er-Jahre geschildert. Mir fehlte leider ein wenig die Variation. Interessanter als die Vergangenheit fand ich die Gegenwart. Diese kam für mich etwas zu kurz. Cool war jedoch, dass zum Ende in immer wieder Anekdoten aus dem ersten Kapitel aufgegriffen wurden.

    5.     Cover: Das Cover finde ich etwas langweilig, allerdings jetzt auch keine Katastrophe.

    6.     Ende: Das Ende fand ich wirklich schön. Man versteht Rooney immer besser und zudem werden auch einige Handlungen der Hauptperson klar. Mir hat das Ende auch noch ein wenig die Augen geöffnet und genauso soll es auch sein. Die letzten Seiten des Buches haben mir mit den ersten also am besten gefallen. Der Mittelteil konnte mich nicht immer überzeugen, allerdings fand ich die Thematik super. Neben dem ganzen Wall-Street Thema wurden jedoch auch ernstere Themen angeschnitten, jedoch auch nur angeschnitten. Eine absolute Empfehlung für alle Fans von „The Wolf of Wall Street“, für alle anderen: Interessant, aber kein absolutes Muss.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:            30 / 40

    2.     Schreibstil:          11 / 15

    3.     Charaktere:         14 / 20

    4.     Umsetzung:          3  / 10

    5.     Cover:                     3 / 5

    6.     Ende                        8 / 10

     

                                                             69 / 100

     

    Gesamtwertung:    6.9 P

    Genrewertung:       7.5 P

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    eulenaugevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Zum Ende hin wirklich gut. 4 Sterne
    Ähnlich zu Wolf of Wall Street

    Meine Meinung

    Vorweg: Dieses Buch hat mich sehr an The Wolf of Wall Street erinnert. Es geht auch hier um einen Kredithai, der in Geld schwimmt und einen sehr exzessiven Lebensstil pflegt. Ich sollte wohl besser sagen, gepflegt hat. Denn der Protagonist ist bereits etwas älter und erzählt von seinem Leben in der Vergangenheitsform und wie er zum derzeitigen Zeitpunkt einige Dinge bereut. Sozusagen reflektiert er all seine Handlungen und sein Leben.

    Und dabei erzählt er von Erfahrungen und Erlebnissen, die wirklich erschreckend und schockierend sind. Das sind nämlich keine Kavaliersdelikte. Natürlich kommen in dieser Geschichten Drogenmissbrauch, übermäßiger Alkoholkonsum und wilde Sexgeschichten nicht zu kurz.


    Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass auch erzählt wurde, wie Rooney zu so einem Mensch geworden ist. Davor hatte er Träume, wie zum Beispiel Künstler zu werden und es war nie seine Absicht zu so jemanden zu werden. Das macht die Story überzeugender und nachvollziehbarer. Es ist auch traurig zu sehen, wie ein guter Mensch durch schlechte Erfahrungen sich so entwickeln kann. Dennoch habe ich mich emotional nicht wirklich mit dem Protagonisten verbunden gefühlt und nicht wirklich mitgefühlt, wie das bei anderen Romanen der Fall war.


    Trotzdem ist mir der Schreibstil positiv aufgefallen. Ich würde ihn mit dem von Acht Berge vergleichen, denn er ist sehr poetisch und sehr angenehm zu lesen, aber man braucht ein bisschen um hinein zu kommen.

    Auch die Kapitel sind meist sehr kurz und knackig, weshalb man schnell voran kommt. Nur die Geschichte ist schwer zu verdauen und deshalb habe ich doch etwas länger gebraucht.


    Negativ aufgefallen ist mir allerdings die Einleitung, denn die hat sich ungefähr die ersten 50 Seiten erstreckt. Erst nachdem der Protagonist alles seines derzeitigen Lebens erläutert hat, sind wir in seine Vergangenheit gereist und das war für mich wesentlich spannender.


    Ebenfalls gut gefallen hat mir, aber das ist absolute Geschmackssache, dass der Protagonist den Leser direkt anspricht und dadurch die vierte Wand durchbricht. Es fühlt sich tatsächlich so an, als würde man mit Rooney in einem Cafe sitzen und mit ihm eine Art Interview oder Gespräch führen, in dem er über sein Leben erzählt. Und man selbst hört gespannt und mit angehaltener Luft zu. Ab und zu verschlägt es einem die Sprache und anderer Stelle erkennt man, dass Rooney doch ein Herz hat.


    Was mir am besten gefallen hat, war der gesellschaftskritische Aspekt. Es geht zum Ende hin vor allem um eine Krankheit, die verpöhnt ist und war und wie schlimm es für die Menschen war. Nicht nur, dass sie die Krankheit hatten, sondern auch, wie sie darauf hin von der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Das hat mir wirklich die Luft aus den Lungen gedrückt. 

    Des Weiteren wird das Thema Sexualität aufgegriffen. Wie belastend es für die jungen Männer damals war und wie verzweifelt sie waren, dass sie bis ans Äußerste gegangen sind. Das hat mich wirklich berührt. Denn auch heute noch, sind Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität etc. nicht gern in der Gesellschaft gesehen. Vielleicht ist es heute nicht mehr so schlimm wie damals, aber dennoch ist es ein kontroverses Thema. Und Liebe ist Liebe, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nationalität oder sozialem Status. Und trotzdem wird das auch heute noch abgelehnt und wir verurteilen und beurteilen das Leben von anderen. Dieses Recht hätten sich die Menschen damals nicht nehmen dürfen und dürften wir auch heute nicht.

    Gerade dieser Aspekt ist der Grund dafür, dass das Buch 4 Sternen von mir bekommen hat, denn das hat mich direkt im Herzen getroffen.


    Fazit

    Die Geschichte ist einziges Auf und Ab. Manchmal eher weniger interessant und dann wieder mitreißend, dennoch würde ich es jedem weiterempfehlen, den diese Zeit in New York interessiert oder der mal ein gesellschaftskritisches Buch lesen will.

    Zum Schluss möchte ich mich beim Verlag für das kostenlose Exemplar bedanken. Auch wenn ich etwas länger zum Lesen gebraucht habe, hat es mir gut gefallen.

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    AntjeDomenics avatar
    AntjeDomenicvor 8 Monaten
    Interessantes Buch ...

    #werbung
    "Wenn Prinzen fallen"
    Robert Goolrick





    Verlag:
    Seitenzahl: 288
    ISBN: 978-3-442-71567-1
    Erstausgabe: 11. Dezember 2017
    Preis: 10,00 Euro



    Klappentext:
    New York der 80er Jahre: Rooney, der eigentlich künstlerische Ambitionen hat, muss erkennen, dass sein Talent nicht reicht. Stattdessen ergattert er einen Job als Trader bei einer Wall-Street- Firma und wird erfolgreich, geradezu absurd erfolgreich. Nichts scheint unmöglich für ihn und die anderen »Prinzen« von Manhattan. Skrupel, Moral, Integrität - Fehlanzeige. Hemmungsloser Hedonismus ist ihre Devise. Doch wer hoch fliegt, stürzt umso tiefer. Und nicht nur Rooney erlebt den Höllensturz. Viele der Weggefährten fallen dem exzessiven Lebensstil zum Opfer: Drogen, Alkohol und einer geheimnisvollen neuen Krankheit, die noch keinen Namen hat.


    Gestaltung des Buches:
    Die Gestaltung mit der Skyline und den Lichtgestaltungen gefällt mir richtig gut und ich finde auch es passt zum Inhalt des Buches. Es hat was mystisches ansich meiner Meinung nach.

    Meine Meinung:
    Schon nach ein paar Seiten war ich in dem Buch gefangen, denn der Schreibstil ist fesselnd und reell. Der Autor war mir bisher nicht bekannt, daher hatte ich auch keine allzu großen Erwartungen an das Buch und den Schreibstil.
    Ich war positiv angetan von der Geschichte, dem Schreibstil sowie den Protagonisten. New York in den 80er Jahren und das mit einem interessanten Thema. Absolut super dieses Buch.
    Hoch und Tiefs im Leben anhand einer wirklich guten Thematik geschrieben und fesselnd zu lesen. Ich mochte das Buch sehr und werde mich informieren über den Autor und eventuell schon erschienene Bücher von Ihm.



    Meine Bewertung:
    4 von 5*

    Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Die Bewertun wurde nicht beeinflusst!

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    RosaEmmas avatar
    RosaEmmavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Brillanter Roman und eindrucksvolle Zeitreise ins dekadente Wall Street Business der 80er Jahre
    The Sky Is The Limit: Absturz eines Wall Street Jongleurs

    Die 80er Jahre – das wohl exaltierteste und schillerndste Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts. Neben eigensinniger Mode und innovativen Musiktrends war die Ära auch und vor allem geprägt durch Extravaganz, Luxus und Dekadenz. Letztere Attribute spiegelten sich insbesondere in den schwindelerregenden Spekulationen und riskanten Geldgeschäften wider, die eine Vielzahl von ambitionierten, großspurigen Wall Street Playern jeden Tag abwickelten, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Only the sky is the limit war das Motto der selbstgefälligen Prinzen von Manhattan, in deren Wortschatz Ethik und Moral nicht vorkamen. Sie flogen hoch und fielen tief – ein Absturz, den einige nicht überlebten – zu groß war die Demütigung, zu vernichtend der Gesichtsverlust und die Vorstellung, ein Verlierer zu sein.

    Retrospektive eines Geläuterten

    Hier setzt Robert Goolricks neuester Roman Wenn Prinzen fallen an: Sein Protagonist Rooney, 36, ist auf dem existentiellen Tiefpunkt angelangt. Nach einem exzessiven Leben als erfolgreicher Wall Street Trader und zügelloser Playboy arbeitet er nun als Verkäufer bei der Buchhandelskette Barnes & Noble. Geläutert und wehmütig blickt er auf seinen glanzvollen Aufstieg und seine einzigartige Karriere zurück, die grenzenlos schien und doch ein so abruptes, ruhmloses Ende fand. Dabei geht Rooney hart mit sich und seiner hochmütigen Who-Cares-Attitüde ins Gericht: Er verschönt nichts, aber bereut vieles, das nicht mehr rückgängig zu machen ist. Jetzt steht er vor den Scherben seines narzisstischen Höhenflugs – dabei war der Beginn einst so verheißungsvoll…

    Kometenhafter Aufstieg

    Nachdem der junge Rooney desillusioniert feststellt, dass er nicht zum Bohemian taugt und weder als Maler noch als Schriftsteller noch als Schauspieler besonders talentiert ist, beschließt er widerwillig, Wirtschaftswissenschaften zu studieren und damit dem Wunsch seines Vaters zu entsprechen. Es gelingt ihm schließlich, einen Job als Junior Trader bei einer Top Wall-Street-Firma zu erhalten – und dafür muss er sich noch nicht mal besonders anstrengen: Sein tougher, unkonventioneller Chef hält nichts von Bewerbungsgesprächen und noch weniger von Zeugnissen. Wenn Rooney es allerdings schafft, ihn beim Pokern zu besiegen, hat er den Job. Und ihm gelingt das Unmögliche: Innerhalb kürzester Zeit wird er eines der vielversprechendsten Trader-Talente. Obwohl ihm der Job keinerlei Spaß macht und sein arbeitsintensiver Alltag ihm alles abverlangt, liebt er den Nervenkitzel und das Jonglieren mit Unsummen, das seine reichen Mandanten noch reicher macht.

    Bis zum Exzess: Leben auf der Überholspur

    Doch damit kann Rooney leben, denn seine Boni sind exorbitant ebenso wie sein Lebensstil, dessen Dekadenz dem Wall Street Zeitgeist entspricht: Goldene Manschettenknöpfe mit Monogramm, maßgeschneiderte Edelanzüge und ein Haarschnitt, der so teuer ist wie eine Monatsmiete – all diese Dinge werden für ihn zur Normalität und lassen ihn in seiner unermesslichen Arroganz und Selbstverliebtheit die Nase über die langweiligen Normalo-Spießer rümpfen, die in seinen Augen keine Ahnung haben, wie man das Leben genießt. Wie gut, dass er sich wohltuend von diesen Losern unterscheidet: Jede Nacht feiern er und seine Kollegen mit den schönsten Frauen in den angesagtesten Clubs und werfen mit Geld nur so um sich – das Beste ist für die Auserwählten gerade gut genug. Auch Drogen zur Entspannung dürfen da natürlich nicht fehlen – eine Koksline nach der anderen gepaart mit Unmassen von Alkohol helfen, den Stress abzubauen und dem tagtäglichen Druck standzuhalten.

    Niedergang und Neubeginn

    Doch das Leben auf der Überholspur fordert schließlich seinen Tribut: Rooneys durchzechte Nächte und sein steigender Drogenkonsum wirken sich negativ auf seine Arbeit aus, er wird zunehmend aggressiv und unberechenbar. Und so kommt es, wie es kommen muss: Er gerät ins Straucheln und begeht schließlich einen fatalen Faux Pas bei einem wichtigen Mandanten, der ihn den Job kostet. Doch damit nicht genug: Sein ihm ehemals wohlgesonnener Chef sorgt dafür, dass er als Trader kein Bein mehr auf die Erde bekommt. Auch sein Privatleben geht den Bach runter: Sein große Liebe Carmelia reicht die Scheidung ein und nimmt ihm alles, was er besitzt. Aber Rooney ist längst an einem Punkt angelangt, an dem ihm auch das nichts mehr ausmacht.

    Als er denkt, dass ihn nichts mehr wirklich berühren kann, rückt eine bis dato unbekannte Krankheit in den Fokus der Öffentlichkeit: AIDS. Auch in seinem nahen Umfeld erkranken und sterben viele Freunde und Bekannte. Rooney ist schockiert und kann nicht fassen, dass sein Leben von heute auf morgen zerfällt. Als er nach langer Suche endlich einen Job bei Barnes & Noble erhält, scheint ein wenig Ruhe einzukehren, doch kann er seine alte Luxus-Existenz so einfach hinter sich lassen?

    Eine eindrucksvolle Zeitreise ins dekadente Wall Street Business der 80er Jahre

    Mit seinem neuesten Werk Wenn Prinzen fallen ist Robert Goolrick ein einzigartiger Roman über das Schicksal eines erfolgsverwöhnten Traders im Manhattan der glorreichen 80er Jahre gelungen. Mittels Rooneys Lebensgeschichte, die im Ablauf einem griechischen Drama gleicht – Aufstieg, Hybris, Absturz und Katharsis – versetzt uns der Autor zurück in eine Ära, die zwar von Überfluss und viel Glanz und Glitter geprägt, deren Untergang aber bereits vorprogrammiert war. Der wehmütige Rückblick des geläuterten Protagonisten ist nicht ohne Scham und Reue, die jedoch für die Menschen, die er benutzt und weggeworfen hat, viel zu spät kommt. Gerne würde er um Verzeihung bitten, doch kaum jemand möchte noch etwas mit ihm zu tun haben. So bleibt ihm nur die Einsamkeit und die Erinnerung an bessere Zeiten. Selbstmitleid wäre hier allerdings fehl am Platz – das ist Rooney nur allzu bewusst.

    Von seinem Prinzenleben ist ihm lediglich immens teure Bettwäsche geblieben, die er als Andenken an seine Glanzzeiten aufbewahrt. Auch seinen exklusiven Kleidungsstil hat er beibehalten, was ihn zu einem Paradiesvogel bei Barnes & Noble macht. Doch sein altes Leben lässt sich eben nicht wie eine zweite Haut abstreifen, was auch er letzten Endes schmerzlich erkennen muss. Es gibt kein Zurück, aber einen Neubeginn, der – so gewöhnungsbedürftig er auch immer sein mag – ganz banal impliziert, dass das Leben auch nach einem Höllensturz weitergeht.

    Mein Fazit: Ein brillanter Roman und Must Read – überaus lesenswert!

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