Robert Hültner

 3.9 Sterne bei 106 Bewertungen

Lebenslauf von Robert Hültner

Robert Hültner wurde 1950 in Inzell geboren. Er arbeitete unter anderem als Regieassistent, Dramaturg, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen, reiste mit einem Wanderkino durch kinolose Dörfer und restaurierte historische Filme für das Filmmuseum. Für seine Inspektor-Kajetan-Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem dreimal mit dem Deutschen Krimipreis und mit dem renommierten Glauser-Preis. Robert Hültner lebt in München und in einem Bergdorf in den südfranzösischen Cevennen. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Robert Hültner

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Cover des Buches Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski (ISBN:9783641187248)

Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski

 (15)
Erschienen am 26.10.2015
Cover des Buches Am Ende des Tages (ISBN:9783442748471)

Am Ende des Tages

 (13)
Erschienen am 08.12.2014
Cover des Buches Inspektor Kajetan und die Betrüger (ISBN:9783641187286)

Inspektor Kajetan und die Betrüger

 (12)
Erschienen am 26.10.2015
Cover des Buches Inspektor Kajetan kehrt zurück (ISBN:9783442743223)

Inspektor Kajetan kehrt zurück

 (10)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Die Godin (ISBN:9783641187255)

Die Godin

 (9)
Erschienen am 26.10.2015
Cover des Buches Lazare und der tote Mann am Strand (ISBN:9783442756605)

Lazare und der tote Mann am Strand

 (8)
Erschienen am 13.06.2017
Cover des Buches Tödliches Bayern (ISBN:9783442713387)

Tödliches Bayern

 (6)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Walching (ISBN:9783641187231)

Walching

 (7)
Erschienen am 26.10.2015

Neue Rezensionen zu Robert Hültner

Neu

Rezension zu "Lazare und der tote Mann am Strand" von Robert Hültner

Das ganze Leben ist politisch …
martina_turbanischvor einem Jahr

In Südfrankreich, genauer gesagt in Séte wird am Strand die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Es handelt sich um Pablo Fernandez, einen Gitans oder Zigeuner - eine Volksgruppe, die eigentlich nirgendwo sonderlich beliebt ist. Sehr zum Ärger der örtlichen Polizei wird Narciso Lazare von der Kriminalpolizei aus Montpellier hinzugezogen. Lazare vermutet entweder ein Verbrechen aus rassistischen Motiven oder aber aus Geldgier. Da wo die Wagensiedlung der Zigeuner schon seit Jahrzehnten stehen ist ein moderner Hotelkomplex geplant, der manchen Leuten viel Geld einbringen würde.

Fast zwei Wochen hatte Narciso Lazare – wenige Kollegen und nahe Freunde durften ihn ›Siso‹ rufen – auf La Farette ausgeharrt. Der abgelegene Hof gehörte zum Gemeindegebiet von Tormes, einem verschlafenen Flecken im nördlichsten Zipfel des Departements. Lazare und der tote Mann am Strand, S. 10

Mein Eindruck:

Das ganze Leben ist politisch …

Gitans

Hinter dem beinahe langweilig klingen Titel Lazare und der tote Mann am Strand verbergen sich gleich mehrere Handlungsstränge, die alle hochaktuell sind. In Südfrankreich ist der “Front National” sehr aktiv und die haben für Zigeuner, die ihrer Meinung nach nichts in Frankreich verloren haben, nicht wirklich viel über. Das wäre natürlich schon mal ein ganz guter Grund, jemanden zu töten. Aber es wäre auch recht simpel, oder?

Résistance

Zeitgleich mit dem Toten vom Strand muss sich Brigadier Georges Jeanjean um einen toten Senioren in St. Esprit kümmern. Der über 80-jährigen Jules Papin war so etwas wie eine Nationalheld, da er im zweiten Weltkrieg der Résistance angehört hat. Der Stromschlag, der ihn tötete entpuppt sich recht schnell als Mord. Kommissar Jacques Bruant, ebenfalls aus Montpellier angereist, hats seinen Täter augenscheinlich schnell gefasst.

Seilschaften

Narciso Lazare als Kommissar bleibt erst mal wenig greifbar. Ähnlich wie die Gendarmerie in Sète versteht man als Leser nicht so recht, was er tut und vor allem warum er es tut. Aber recht schnell begreift man die Zusammenhänge und durchschaut gewisse Strukturen. Es stinkt gewaltig, nicht nur in St. Esprit und in Séte, nicht nur bei den Gitans oder den Rechten, sondern auch bei der Polizei.

Erzähltempo

Hinter dem schon fast altmodischen Titel Lazare und der tote Mann am Strand verbirgt sich nicht nur ein klassischer, sehr spannender Krimi. Dazu gibt noch einen sehr aktuellen Blick auf unserer moderne Gesellschaft. Kurze Kapitel, ein hohes Erzähltempo und immer wieder wechselnde Perspektiven sorgen dafür, dass bei all dem nicht einen Moment langweilig zugeht. Am Ende laufen alle Handlungsebenen zu einem logischen, sehr spannenden, Ende zusammen.

Mein Fazit:

Lazare und der tote Mann am Strand ist ein spannender Krimi, mit sehr vielen politischen Beobachtungen. Trotzdem gerät der Krimiplot nie zur Nebensache sondern behält seine Spannung bis zur letzten Seite. Ich hoffe auf jeden Fall auf mehr von Narciso Lazare …

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Rezension zu "Ende der Ermittlungen" von Robert Hültner

Atmosphärisch und spannend.
Wedmavor einem Jahr

Ein atmosphärischer, spannender Kurzkrimi, der zudem auch kongenial gelesen wurde.

Klappentext beschreibt die Eckdaten ganz gut: „Ein Gelegenheitsarbeiter wird tot in einer Sickergrube aufgefunden. Der knorrige Kommissar Grohm folgt stur seiner Nase, die ihn in gewisse Kreise führt, wo seine Ermittlungen nicht gern gesehen werden. Doch er schert sich einen Dreck um Parteibonzen und Diplomatie und gerät dadurch in tödliche Gefahr. Eine atmosphärisch dichte Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund des sich zusammenrottenden Nationalsozialismus der 20er Jahre.“

Diese Geschichte erinnerte mich an den vor Kurzem gelesenen Roman „Herbststurm“ von Angelika Felenda. Beide spielen um die Zeit, in den beiden gibt es eine Tänzerin in einem Amüsierlokal, die quasi als Zeichen der Zeit u.a. für die Atmosphäre und die damaligen Gegebenheiten sorgt.

Hier geht der Autor weiter und setzt deutlichere Zeichen der Zeit, in dem er offen von Hitler und der Diskrepanz zwischen seinem öffentlichen Image eines beinah Mittellosen und seinen finanzkräftigen Unterstützern die Rede ist usw. Da musste ich auch an das Buch denken, das ich bald lese: „Hitlers heimliche Helfer“ von Karina Urbach.

Die Überraschung zum Schluss ist prima gelungen.

Udo Wachtveichtl hat großartig gelesen. Jede Figur hat ihre eigene Stimme, eigene Art zu reden.

Toll wäre, noch mehr Geschichten des Autors in dieser Darbietung zu hören zu bekommen.

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Rezension zu "Krimi to go: Ende der Ermittlungen" von Robert Hültner

Gute Kurzgeschichte, jedoch mit sehr vielen Personen
mysticcatvor 2 Jahren

Das Buch "Ende der Ermittlungen" von Robert Hültner ist ursprünglich eine Kurzgeschichte mit 62 Seiten und wurde vom HörbuchHamburg Verlag zu einem Hörbuch mit 76 Minuten Länge vertont. Gelesen wird das Buch von Udo Wachtveitl.

Meine Meinung zum Sprecher:
Die einzelnen Personen trifft der Sprecher sehr gut, ebenso den bayrischen Dialekt und den französischen Akzent. Auch Männer- und Frauenstimmen habe ich gut auseinandergehört und zu jedem Zeitpunkt konnte ich mich orientieren, wer hier gerade spricht. Die Handlung wurde auch lebendig erzählt.

Meine Meinung zur Geschichte:
Die historische Einbettung finde ich sehr interessant, jedoch braucht man Basiswissen in Zeitgeschichte, um die Geschehnisse in diesem Buch samt politischer und sozialer Verstrickungen einordnen zu können. Ebenso bin ich nicht sicher, dass die Vielzahl der Personen in der Geschichte notwendig war, und ob man nicht auf einige Nebenfiguren hätte verzichten können. Durch die Kürze des Buches bleiben mir die Figuren daher großteils zu flach und auch mein Kopfkino wäre mit einem Mehr an Beschreibungen der Umgebung noch leichter angesprungen.

Fazit: Nettes Hörvergnügen, wenn man gerade nur wenig Zeit hat, aber nichts, was man gehört haben muss.

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