Robert Hültner Tödliches Bayern

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Inhaltsangabe zu „Tödliches Bayern“ von Robert Hültner

Wie in Bayern gemordet wird.

Robert Hültner, vielfach preisgekrönter deutscher Krimiautor, macht sich erzählend auf die Spuren der Wirklichkeit: In akribischen Recherchen hat er acht historische Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten bayerischer Geschichte rekonstruiert und atemberaubend nacherzählt.
Die Spur realer Verbrechen führt quer durch Bayern: Nach Niederbayern etwa, wo 1818 ein Dorfpriester ein Verbrechen nach dem anderen begeht. In die Münchner Maxvorstadt, wo 1867 die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, Schwiegertochter des höchsten kaiserlichen Beamten Österreichs. In den Forstenrieder Wald, wo 1920 ein Dienstmädchen glaubt, das Richtige zu tun, als sie den Behörden von einem illegalen Waffenlager berichtet, aber mit ihrem Leben bezahlt. Und in den Bayerischen Wald, wo 2004 ein Unbekannter Politiker mit Briefbomben terrorisiert. Roberts Hültner Geschichten zeigen, wie Menschen zu Mördern werden. Packender lässt sich Zeitgeschichte kaum erzählen!

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    Tödliches Bayern

    Havers

    20. December 2014 um 15:03

    Für sein neues Buch „Tödliches Bayern: Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten“ hat Robert Hültner tief in den Archiven gegraben. Es sind acht historische Kriminalfälle aus dem Zeitraum zwischen 1807 und 2004, die der mehrfach ausgezeichnete Autor der Inspektor Kajetan-Romane ausgewählt und beschrieben hat. Allerdings beschränkt er sich nicht nur auf die reine Schilderung der Verbrechen, sondern schmückt diese dort, wo es ihm angebracht erscheint, glücklicherweise sehr unaufdringlich mit den entsprechenden literarischen Stilmitteln aus. Die Motive der Täter unterscheiden sich von Fall zu Fall: Liebe und Leidenschaft, Hass und Gier, aber schlussendlich geht es eigentlich immer darum, die eigene Existenz zu sichern. Ob das nun der Pfarrer aus einfachsten Verhältnissen ist, der nicht gewillt ist, die Konsequenzen für sein Verhalten  zu tragen und deshalb ohne Skrupel sein Liebchen beseitigt, oder das Dienstmädchen, das eine Anzeige das Leben kostet – all diese Geschichten sind sehr spannend im Kontext des jeweiligen gesellschaftlichen Umfelds zu lesen. Und genau hier liegt auch die Stärke Hültners, dessen klarer, gradliniger Stil in Kombination mit den regionalen Besonderheiten und den Zwängen, denen die jeweiligen Hauptfiguren ausgesetzt sind, eine perfekte Mischung ergibt. Es sind die einfachen Existenzen, die Besitzlosen, die auf der Strecke bleiben, und denen die Sympathie des Lesers gilt. Immer spannend, teilweise erschütternd – ursprünglich und regional und keine Werbung für den Fremdenverkehrsverband. Empfehlenswert!

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  • Verbrechen im Lauf der Jahrhunderte

    Tödliches Bayern

    michael_lehmann-pape

    11. April 2014 um 14:06

    Verbrechen im Lauf der Jahrhunderte Von 1807 bis zum Jahre 2004 reichen die ausgewählten Kriminalfälle aus Bayern (teils aus dem „tiefsten Bayern“, die Robert Hültner für diese Zusammenstellung gesichtet, recherchiert und literarisch bearbeitet hat. Beileibe nicht nur die nackten Fakten nach „Aktenlage“ sind es, die Hültner dabei in der „reinen“ Form vorlegt, um einen Einblick in tödliche Verbrechen zu geben. Eher Erzählungen stehen als Endprodukt nun vor den Augen der Leser, die in sich ebenfalls durch einen „roten Faden“ miteinander verbunden sind. „Jede politische, wirtschaftliche und kulturelle Umwälzung bewirkt soziale Konflikte und Belastungen, auf die Betroffene mit zuweilen fataler Konsequenz reagieren“. In diesem Sinne stellt Hültner seine Geschichten zusammen, berichtet von Verbrechen in unruhigen Zeiten des Nachkrieges, von wirtschaftlicher Drangsal, von moderner Vereinzelung. Sei es die Fehlverurteilung eines zwar robusten, aber doch eher fleißigen denn gemeingefährlichen Bauern, der sich verstrickt und verheddert und, vielleicht, einem perfiden Plan anderer zum Bauernopfer fällt, sei es das scheue Kind, der nur am Rande dann wahrgenommene junge Mann, der sich auf seine Weise versucht, Geltung zu schaffen. Vor dem Vater, dem Dorf, der Welt, seien die akribisch ausgesuchten anderen Fälle des Buches, in denen Hültner immer wieder auch die Atmosphäre des Ortes und der Zeit mit einfängt. Manchmal etwas zu langatmig, durchweg aber auf der Basis sehr interessanter Einzelfälle. Erzählerisch greift Hülter dabei, zum Wohle einer flüssigen Lektüre, teils auch stark ein. Erläutert innere Vorgänge, denkt sich in die Täter hinein, hat, wie er selbst sagt, die Handlungen mit erdachten Szenarien und fiktivem Personal ergänzt, um eben vor allem das Typische auch des Umfeldes, die soziale Kontrolle, das Hetzen der Leute, das Übersehen von Menschen, die Ermittlungsmethoden als solche plastisch darstellen zu können. Herausgekommen sind acht treffende Verbrechensschilderungen, die in nüchternem Ton von Vorurteilen und Vorverurteilungen, geflohenen Anwälten, allgemeiner Hartherzigkeit oder auch nur von menschlicher Verzweiflung erzählen. In der Bandbreite der Täter vom gelehrten Priester über ehrgeizige Mägde bis zu einsamen Herzen. Gut zu lesen, flüssig im Stil, hier und da ein wenig zu lang (die „Ermittlungen der „Profiler“), insgesamt aber eine interessante Lektüre, die gerade durch ihre Realitätsnähe im Erzählstil und der fundiert recherchierten Fakten besticht.

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