Robert Hültner Walching

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Inhaltsangabe zu „Walching“ von Robert Hültner

Winter 1922: Im kleinen Alpendorf Walching wird ein junges Mädchen ermordet aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass drei Vagabunden die Täter sind, doch als Kommissar Kajetan mit seinen Ermittlungen beginnt, gibt es genug Anlass, misstrauisch zu werden.

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  • Rezension zu "Walching" von Robert Hültner

    Walching

    emeraldeye

    02. February 2010 um 12:58

    Der Verlag: Winter 1922. Walching, ein kleines Dorf in den Alpen. Noch sind die Wunden des Krieges nicht verheilt und die Zeiten unruhig. Hier soll Kommissar Kajetan den Mord an einem Mädchen aufklären, das tot im abgelegenen Gehöft seiner Zieheltern gefunden wurde. Drei vagabundierende Männer werden der Tat beschuldigt, doch die Zeugenaussagen sind widersprüchlich... Roh und wuchtig fällt mir zu diesem Krimi ein. Auf relativ wenigen Seiten (182 sind es) wird eine Zeit heraufbeschworen, die zwar schon lange vorbei, aber doch irgendwie immer noch lebendig ist. Der Autor geht sparsam mit Worten um, die Sätze sind kurz und die Dialoge vom Dialekt geprägt, was das Lesen nicht ganz einfach macht. Aber es ist deutlich zu spüren, wieviel Hültner daran liegt, seine Geschichte so authentisch wie möglich zu schildern. Und das gelingt ihm auch und gerade mit der damals wohl typischen Sprechweise. Seine Figuren, allen voran Kommissar Kajetan, sind ruppig bis brutal, gleichgültig, mit dem eigenen Überleben beschäftigt und sie reden nicht über ihre Gefühle. Nur das Opfer, um das sich all die dunklen Gestalten bewegen, erscheint in einem weicheren Licht, unschuldig und rein. Ihr Kampf ist beendet, sie wird keine Härte mehr erleiden müssen. Fast hat man den Eindruck, die (Über-)Lebenden beneiden sie. Und bei all dem Wahnsinn und der Hoffnungslosigkeit, den der Krieg hinterlassen hat, den jeder Krieg hinterläßt, ist das Ende des Romans nur konsequent. Von Kommissar Kajetan werde ich so schnell nicht die Finger lassen.....

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