Robert Habeck

 4.1 Sterne bei 35 Bewertungen

Neue Bücher

Wer wir sein könnten: Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht

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Neu erschienen am 01.11.2018 als Hörbuch bei John Verlag.

Wer wir sein könnten

 (3)
Neu erschienen am 08.10.2018 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.

Wer wir sein könnten: Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht

 (1)
Neu erschienen am 08.10.2018 als E-Book bei Kiepenheuer & Witsch eBook.

Ruf der Wölfe

Erscheint am 04.03.2019 als Hardcover bei Edel:Kids Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH.

Alle Bücher von Robert Habeck

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Zwei Wege in den Sommer

Zwei Wege in den Sommer

 (15)
Erschienen am 07.07.2008
Unter dem Gully liegt das Meer

Unter dem Gully liegt das Meer

 (7)
Erschienen am 15.05.2007
Wer wir sein könnten

Wer wir sein könnten

 (3)
Erschienen am 08.10.2018
Wer wagt, beginnt

Wer wagt, beginnt

 (3)
Erschienen am 08.09.2016
Wolfsnacht

Wolfsnacht

 (1)
Erschienen am 15.06.2011
Patriotismus

Patriotismus

 (1)
Erschienen am 19.03.2010
Felix und Lea - Der Turm ohne Türen

Felix und Lea - Der Turm ohne Türen

 (1)
Erschienen am 14.07.2009

Neue Rezensionen zu Robert Habeck

Neu
Simi159s avatar

Dieses Buch spaltet, denn durch den Titel könnte man etwas ganz anderes erwarten. 

Mit gefällt der Titel „Wer wir sein könnten“, Erwartungen hatte ich keine. Neugierig war ich auf das was Robert Habeck mir da nahebringen möchte. 


Der Grünen Chef, Robert Habeck, zeigt in seinem Buch „Wer wir sein könnten“ auf, warum, wie wir sprechen darüber entscheidet, wer wir sind. Und das vor allem in der Politik. Anschaulich, mit vielen sehr aktuellen und historischen Beispielen läßt er den Hörer spüren, wie Sprache -einzelne Wörter- ihr Zusammenhang, die Bilder und Assoziationen, die sie auslösen- uns beeinflußen. im Denken, im Wahrnehmen und daraus folgend auch im Handeln. 

Klug skizziert er den Unterschied zwischen totalitärer und offener Sprache, zeigt auf, wir beeinflußt oder gar politisch manipuliert werden sollen. Und welche leichte Lösungen es für uns und auch die regierenden Politiker gibt.

Dabei behandelt Habeck Beispiele wie: Asyltourismus, Überfremdung, Gesinnungsdiktatur und Volksverrat, beschreibt warum sich die Sprache der Politiker ebenso wie unsere eigene in den letzten Jahren mehr in eine rauerer/unfreundliche/verrohtet verschoben hat.  

Habeck zeichnet den Grad zwischen konstruktivem demokratischem Streit und einer Sprache die ausgrenzt, zerstört und entmenschlicht auf, denn jeder Einzelne  kann dazu beitragen, dass wie die werden, die wir sein könnten. Sprache macht in der Demokratie den Unterschied. 

Politischen Sprechen sollte offen und vielfältig sein. Andersartigkeit zulassen und Wertschätzend mit allen umgehen, selbst wenn man eine andere Meinung hat. 

Fazit: Selten hat mich ein Sachbuch so mitgenommen. Robert Habeck ist klar und einfach in seiner Sprache, selbst wenn er komplexe Zusammenhänge darstellt, kann man ihm gut folgen. Vieles wird einem bewußt, denn selbst wenn man manche seiner Bespiele schon gehört hat, hatte  ich mich nie genauer mit den Gefühlen bzw. Handlungen, die sie auslösen, auseinander gesetzt. Und da ist schon erstaunlich, wie leicht einen Sprache beeinflußen und manipulieren kann, selbst wenn man ein frei denkender und gut aufgeklärter Leser.


Unbedingt lesen…denn es geht uns alle an….


5 STERNE.

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W

Rezension zu "Wer wir sein könnten" von Robert Habeck

Es könnte seine Stimme zusammen anderen eine Erneuerung bringen, auf die das Land wartet.
WinfriedStanzickvor einem Monat


Seit er zusammen mit Annalena Baerbock die Grünen führt, die dortigen Grabenkämpfe überwunden scheinen und die Grünen in Bayern und Hessen in einem regelrechten Hype ihre Stimmen geradezu verdoppelt haben, ist der ehemalige schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister und Schriftsteller Robert Habeck in aller Munde. Fast wöchentlich ist er gern gesehener Gast in den Talkshows der Fernsehsender, nicht nur weil er Erfolg hat, sondern weil er wirklich was zu sagen hat. Denn wenn Robert Habeck spricht, spürt man einen anderen Ton. Seine Statements wollen nicht verletzen, er orientiert sie an der praktischen Vernunft, soweit es im täglichen Politikgeschäft geht.

 

In seinem neuen Buch, das er wahrscheinlich in der Sommerpause geschrieben hat, als noch nicht abzusehen war, dass die Grünen in Bayern und Hessen auf nie geahnte Größe wachsen und auch in den Umfragen im Bund schon längst die SPD und  die AfD überholen würden, gibt er Rechenschaft über diese Sprache, der er sich verpflichtet weiß.

Denn nach einer langen Zeit, die eher von politischer Sprachlosigkeit geprägt war, ist  eine Zeit des politischen Brüllens und Niedermachens angebrochen – nicht nur von Seiten der AfD. Doch was passiert da eigentlich genau? Wo verläuft die Grenze zwischen konstruktivem demokratischem Streit und einer Sprache, die das Gespräch zerstört, die ausgrenzt, entmenschlicht? Und ist das alles nur eine Frage des mangelnden Stils?

Robert Habeck sagt: „Wie wir sprechen, entscheidet darüber, wer wir sind – auch und gerade in der Politik.“

In dem hier vorliegenden schmalen Band träumt er davon „wer wir sein könnten“, „warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht und bringt damit zum ersten Mal seit langer Zeit so etwas wie Phantasie und Utopie in die Debatte um den Weg, den unsere mittlerweile doch arg zerrissene und gespaltene  Gesellschaft gehen sollte. Habeck entwirft die Skizze eines politischen Sprechens, das offen und vielfältig genug ist, um Menschen in all ihrer Verschiedenheit zusammenzubringen und in ein Gespräch darüber zu verwickeln, wer wir sein könnten, wer wir sein wollen.

 

Egal, ob man Robert Habeck im Fernsehen beobachtet oder beim hessischen Straßenwahlkampf mit ihm ins Gespräch kommt ( er war in meinem Wohnort), begegnet man einem Mann, der den Erfolg nicht für sein Ego braucht, dem es um die Sache geht, der zunächst einmal zuhört und nachdenkt, bevor er mit einer Sprache spricht, die auch Andersdenkende einlädt und nie ausgrenzt.

 

Wenn nun nach dem Rücktritt von Angela Merkel vom Vorsitz der CDU und dem immer wahrscheinlicher werdenden vorzeitigen Ende ihrer Kanzlerschaft neue Kräfte in der CDU, Christian Lindner und seine FDP und eben Robert Habeck mit den mittlerweile einigen Grünen möglicherweise eine Jamaikakoalition schmieden, die etwas abbilden kann von einer neue Politik auch in der Sprache und im gegenseitigen Umgang, dann werden sie versuchen zu bewirken, dass unsere zerrissene Gesellschaft wieder mehr zusammenwächst und so die AfD irgendwann kein Gehör mehr findet mit ihren Hassbotschaften.

 

Zu optimistisch? Vielleicht. Doch so wie Habeck in seinem Buch und in den aktuellen Debatten einen ganz anderen Ton setzt und Hoffnung weckt, Lust auf Politik macht, könnte seine Stimme zusammen anderen eine Erneuerung bringen, auf die das Land wartet.

 

 

 

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Knigaljubs avatar

Rezension zu "Wer wir sein könnten" von Robert Habeck

Ein kleines Mustread unter den Neuerscheinungen im Herbst 2018!
Knigaljubvor 2 Monaten

In diesem 127 Seiten starken Büchlein skizziert der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident von Schleswig-Holstein (Dr.) Robert Habeck den Zusammenhang von Politik und Sprache.
Der Parteivorsitzende von Bündnis 90/den Grünen erläutert zunächst die These, dass Sprache Wirklichkeit schaffe. Insbesondere in der Politik sei dies von Bedeutung, denn „Es gibt keine Politik vor und jenseits der Sprache‟ und Demokratie lebe vom lebendigen Austausch, ja sogar von „Streit und Kompromiss‟.
Er geht unter anderem und vor allem der Frage nach, warum der aktuelle politische Diskurs in weiten Teilen so verrohen konnte und macht sich Gedanken darüber, was eigentlich passiert, wenn beispielsweise von „Flüchtlingswellen‟, „Asyltourismus‟ oder „Volksverrätern‟ gesprochen wird, geht aber auch kritisch der Frage nach, inwieweit Political Correctness hilfreich bzw. notwendig sein kann und inwiefern sie an ihre Grenzen stößt: Wenn Menschen beispielsweise ihre Sorgen nicht mehr äußern können, weil sie nicht wissen, auf welche Art sie dies tun sollten, um Teil des Diskurses bleiben zu dürfen, dann gibt es ein Problem – denn „Sprachliche Ohnmacht ist politische Ohnmacht‟.
Von der Freiheit der Kunst über die Satire als Mittel gegen ideologische Verblendung bis hin zum sprachlichen Populismus greift Habeck mehrere Themen auf, die in ihrer Gesamtheit den Weg ebnen für das, was er als wahre und größte aktuelle Herausforderung ansieht: die Zuversicht zu wahren.
Die Thesen des Buches sind nicht nur nachvollziehbar dargelegt und an höchst aktuelle politische Begebenheiten angelehnt, sondern der Ton lässt auch auf einen besonnenen, aber streit- und kompromissfreudigen Autor schließen, der sich selbst von geäußerter Kritik nicht ausnimmt und dadurch authentisch und sympathisch wirkt.
Dieses Buch sollte in Schulen (zumindest in Ausschnitten) gelesen werden und gibt vielleicht nicht alle Antworten, die man sich erhofft, aber regt definitiv zum Nachdenken und vielleicht sogar politischen Mitgestalten an.

Fazit:
Das Büchlein liest sich schnell, nimmt Bezug zu aktuellem Geschehen und erläutert die Rolle der Sprache im politischen Diskurs auf nachvollziehbare Weise. Unbedingt (jetzt) lesen!

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