Robert Harris Ghost

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Inhaltsangabe zu „Ghost“ von Robert Harris

Hochbrisant, TopaktuellDer britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im „Krieg gegen den Terror“ eine Marionette der CIA?Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.

Es war grottig

— booklover96___
booklover96___

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    Ghost
    Krimifee86

    Krimifee86

    15. April 2014 um 13:39

    Inhalt: Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde. Cover: Mein Buch ist eine Ausgabe vom Welttag des Buches. Diese haben ein verkleinertes Cover, welches man schlecht erkennen kann. Es ist die Silhouette einer Stadt (London?) und das Cover ist ganz in grün gehalten. Das gefällt mir gut. Ich mag diese Farbe irgendwie, weil sie einem direkt ins Auge sticht. Schreibstil: Der Schreibstil gefällt mir gut. Was ich besonders toll finde ist, dass jedes Kapitel mit einem Zitat zum Thema Ghostwriter anfängt. Das finde ich super gelöst. Auch die Ich-Perspektive mag ich in dem Fall wirklich gerne, obwohl ich sie sonst mehr oder weniger hasse – hier macht es Spaß. Der Autor hat in jedem Fall einen Schreibstil, der mir gut gefällt, denn er schreibt locker, aber irgendwie trotzdem politisch spannend. Die Story: Die Story ist richtig cool. Ich lese eher selten politische Thriller, aber das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet worden und man fragt sich die ganze Zeit, was wohl als nächstes passieren wird (abgesehen vom Ende dies ist leider ein wenig offensichtlich). Was ich auch spannend fand, waren die politischen Komponenten und diese ganzen Verschwörungstheorien mit der CIA. So etwas mag ich wahnsinnig gerne (weswegen ich mich auch gerade frage, warum ich nicht mehr politische Thriller lese). Also, Daumen hoch für ein wirklich spannendes Buch! Fazit: Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und wird somit sicher nicht mein letzter Harris (und politischer Thriller) bleiben. Aufgrund der Tatsache, dass das Ende aber ein wenig vorhersehbar war, muss ich einen minimalen Punktabzug geben.

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  • Ein Ghostwriter findet zu viel heraus

    Ghost
    Nymphe

    Nymphe

    07. July 2013 um 10:34

    Mike McAra ist tot. Der Ghostwriter des Ex-Premierministers von Großbritannien kam leider bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sein Nachfolger soll nun die begonnene Biographie des Politikers so schnell wie möglich zuende schreiben. Dieser Nachfolger ist der namenlose Ich-Erzähler dieses Buches und bei seinen Recherchen stößt er auf merkwürdige Ungereimtheiten. Hatte der Premier etwas mit dem CIA zu tun? Warum hat er die USA ständig rückhaltlos unterstützt? Und, wie neutral muss ein Ghostwriter bleiben, wenn er Geheimnisse aufdeckt? Der Thriller von Robert Harris ist wirklich atemberaubend. Ich konnte das Buch nicht weglegen. Die Spannung wird bis zum Ende des Buches auf höchtem Niveau gehalten und zieht den Leser fasziniert in die Geschichte. Die Personen des Buches wirken authentisch und so bleiben Vergleiche zu tatsächlich lebenden Personen nicht aus. Doch ich will nicht zu viel verraten. Das Buch lebt gerade durch die hohe Spannung und die explosionsartige Auflösung. Dieses ist, nach "Vaterland", das zweite Buch, das ich von Robert Harris gelesen habe und ich bin, wieder mal, schwer begeistert. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und nur die Bestnote vergeben.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Holden

    Holden

    13. February 2011 um 13:09

    Ein packender und schnell geschriebener Politthriller um einen Ghostwriter, der die Memoiren des ehemaligen englischen Premierministers Adam Lang (gemeint ist Tony Blair) verfassen soll und dabei auf ein dunkles Geheimnis stößt. Interessant ist vor allem, daß der Name des Ghostwriters an keiner Stelle erwähnt wird (typisch Gostreiter, immer im Hintergrund, oder eben ein Ghost).

  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2010 um 18:16

    Ein Ghostwriter, der bis zum Schluss seinen Namen nicht verrät (sieht sich in ihm gar Harris selbst?). Ein britischer Premierminister mit dem Namen Adam Lang, in den der Leser nicht nur Tony Blair, sondern auch Gordon Brown und weitere, nicht mehr oder noch immer agierende Lenker anderer im Schlepptau der USA handelnder Staaten hineinprojizieren darf. Die CIA und natürlich eine "starke" Frau. Sie alle sind befasst mit dem schmutzigen Geschäft der großen Politik, so wie Harris sich das vorstellt - und wie es vielleicht Wirklichkeit ist. Harris hat nicht nur eine spannende Geschichte gestrickt, sondern politisch bedeutsame Erkenntnisse in sie eingebaut. Des Nachdenkens wert erscheint mir zum Beispiel die Auflistung der Antworten, die Harris auf die Frage vornimmt, ob Adam Lang für sein Land eine Entscheidung getroffen hat, "die nicht im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen ist". Eine solche Liste auf deutsche Verhältnisse übertragen fiele sicher nicht kürzer und nicht weniger aufschlussreich aus. Harris hat mit seinem Roman mutig ein Thema angegangen, das von "imperialer" Bedeutung sein dürfte.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Duffy

    Duffy

    05. June 2010 um 11:30

    Nach dem rätselhaften Mord an dem Ghostwriter des britischen Ex-Premierministers wird dessen Nachfolger mit der Fertigstellung der Memoiren beauftragt. Der stößt bei weiteren Recherchen auf Zusammenhänge mit der CIA und dem Kampf gegen denTerrorismus. Ein Chaos droht zu entstehen, wenn die Machenschaften publik werden... Man kennt Harris als ausgezeichneten Thriller-Autoren ("Vaterland"). So ist auch diese Story, die ja eigentlich den Politiker Blair nachzeichnet, gut erzählt, nimmt aber erst auf den letzten 100 Seiten Fahrt auf. Hätte man die 300 Seiten davor auf das Wesentliche gekürzt und vielleicht noch die eine oder andere inhaltliche Nuance zugefügt, hätte man einen weiteren Harris gehabt. So wird er diesmal seinen Fähigkeiten und den Erwartungen nicht gerecht und das ist etwas enttäuschend.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Cerepra

    Cerepra

    22. March 2010 um 20:22

    Das war mein erstes Robert Harris Buch und vielleicht habe ich auch zuviel erwartet, da er mit seinen Büchern doch regelmäßig in den Bestsellerlisten ist (gut, das ist kein Gütesiegel) und ich bisher allerdings auch von Bekannten nur Gutes gehört habe. Ich muss sagen, ich war leider etwas enttäuscht. Harris versteht sein Handwerk und das Buch ist auch durchaus solide. Es lässt sich gut und schnell runterlesen und hält auch den Spannungsbogen, aber irgendwie fehlt ihm das gewisse Etwas. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Im Vergleich zu Frank Schätzing sieht er (zumindest bei diesem Werk) recht blass aus. Die Figuren bleiben irgendwie doch zu eindimensional und irgendwie ist die Ich-Perspektive für dieses Geschichte auch nicht vorteilhaft, da sie etwas die Spannung nimmt. Am Ende fehlte mir der Twist. Bis dahin dachte ich noch, dass evtl das Ende/die Lösung das Buch noch nach oben ziehen kann (ähnlich wie in dem Film "Zwielicht" mit Gere und Norton), aber auch hier kam dann leider kein WOW-Effekt. Wie schon gesagt, es ist ein durchaus solider und runder Thriller, aber nichts besonders. Ich könnte mir fast vorstellen, dass der Film aus der Geschichte mehr rausholen kann.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Feverbrain

    Feverbrain

    14. May 2009 um 10:39

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich von diesem Buch enttäuscht war. Nachdem ich andere Bücher von Harris begeistert verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch, was sich dann aber doch eher als eine Enttäuschung herausgestellt hat. Das Buch und das Thema wollten mich einfach nicht so richtig packen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil die eigentliche Story erst in der 2. Hälfte des Buchs begonnen hat,

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    HeikeG

    HeikeG

    12. August 2008 um 19:14

    Das moderne Imperium Ein Ghostwriter lernt das Adrenalin der Politik kennen Historische Schauspiele sind Robert Harris' Stärke. In "Ghost" zeichnet er wiederum ein Bild zeitgenössischer Politik und Moral, ebenso lebhaft wie seine Darstellung des antiken Roms in "Imperium" und Nazi Deutschlands in "Heimatland". "Die Macht beschert einem Menschen allerlei Annehmlichkeiten.", schrieb Robert Harris auf den ersten Seiten seines letzten Romans "Imperium", "zwei saubere Hände gehören allerdings nur selten dazu." Erzähler des ersten Bandes seiner Trilogie über das Leben und die Zeit von Marcus Tullius Cicero war Tiro, der Sklave Ciceros. "Bewaffnet" mit Griffel und Wachstafel, agierte er als Schatten seines Herrn, war ständig an seiner Seite, um jedes Wort des fruchtbarsten Autors und Redners des antiken Roms für die Nachwelt festzuhalten. Harris schuf mit Tiro einen großartigen Charakter: auf den ersten Blick bedeutungslos, auf den zweiten jedoch angesichts der Kraft des geschriebenen Wortes mit beinahe ungeheurer Macht ausgestattet. Aufgrund aktueller Anlässe - die Beteiligung Großbritanniens am "Krieg gegen den Terror" im Irak - unterbrach Harris seine römische Trilogie, um "Ghost", seinen ersten zeitgenössischen Roman, in nur fünf Monaten zu schreiben. Dessen Titelfigur und "Berichterstatter" steht in einem ähnlichen "Arbeitsverhältnis" wie Tiro: ein professioneller "Schreiberling", der in einer bedeutungsschwangeren Zeit das Diktat seines mächtigen Schutzherrn entgegen nimmt. Anonym sogar zum Leser, hat er sich als Ghostwriter vertraglich verpflichtet, die Autobiografie von Adam Lang, dem ehemaligen Premierminister Großbritanniens zu schreiben. Bis dato war er der unbekannte Autor und Produzent von Lebenserinnerungen verwirrter Popstars und sich nicht artikulierender Fußballspieler. Für einen Politiker hat er noch nie gearbeitet. Doch das sei halb so schlimm, meint sein Agent: "Adam Lang (…) war ja auch kein Politiker, er war ein Popstar. (…) Wer interessiert sich schon für Politik?" Die dunkle Seite der Macht Nun soll er "etwas Herz" in den bleiernen ersten Entwurf seines Vorgängers bringen, einem loyalen Arbeitssklaven, der durch unerklärliche Umstände während einer Fährüberfahrt ertrank. Ehrlich gesagt, ist es eine schier ausweglose Situation. Gebunden an einen Abgabetermin in vier Wochen und beschränkt auf Langs traurigen Rückzugsort, dem winterleeren Cape Cod, einer Insel vor der Ostküste der USA, steht er der wenig beneidenswerten Verantwortung gegenüber, 600 schwülstige Seiten aus puren Fakten und Gesäusel darin, umzuschreiben. " 'Ein Haufen Scheiße', hatte Rick [sein Agent] das genannt. Eigentlich war es noch schlimmer. Scheiße hatte wenigstens, um Gore Vidal zu zitieren, eine ihr eigene Integrität. Dieses Manuskript war ein Haufen nichts." Er hat seinen Laptop kaum ausgepackt, als die Nachrichten verkünden, dass Lang durch den Internationalen Strafgerichtshof unter Anklage gegen Kriegsverbrechen gestellt werden soll. Vier britische Bürger sind auf Verdacht als Terroristen verhaftet und der CIA zum Verhör übergeben und gefoltert worden. Richard Rycart, ehemaliger Außenminister, hat dem Internationalen Gerichtshof als Beweismittel einen Brief übergeben, der von Lang unterzeichnet ist und der Beweis genug ist, dessen Verhaftung zu autorisieren. Spannungen und Differenzen der ganzen Bandbreite schrillen in den Gängen der internationalen Macht im Allgemeinen und den Räumen des "Irrenhauses" auf Cape Cod im Besonderen. Brutale, gesichtslose Mächte - genannt CIA - sind hinter dem unschönen Manuskript ("mein Mühlstein, mein Albtraum, mein Kapital") her, welches auf den zweiten Blick einen versteckten Code enthält. Vielleicht war der Tod seines Autors gar kein Unfall. Neu-Labour in der Toga Vor der Veröffentlichung von "Vaterland", seinem Mehrmillionen Verkaufsdebüt-Roman, war Robert Harris ein politischer Kommentator. Obwohl er später die Regierung wegen der Entlassung von Peter Mandelson und deren Irak-Invasion öffentlich scharf verurteilte, war seine Beziehung mit New Labour zu Beginn, wie er selbst sagt, "fast kompromittierend für einen Journalisten". Er hat häufig den Weg moderner politischer Führer angeprangert, die sich selbst von den Folgen ihrer Entscheidungen isolieren. In "Ghost" macht er aus der Zeit, die er selbst beim Wahlkampf verbrachte, inklusive Reisen in Privatjets und gepanzerten Limousinen, schlauen Gebrauch: ein unbemerkter Beobachter, tatsächlich gar nicht so verschieden von Tiro, dem Sklaven Ciceros - nur moderner: "Neu-Labour in der Toga"? In der Wahlnacht 1997, Harris arbeitete mittlerweile für die "Sunday Times", war er der einzige Journalist an der Seite von Tony Blair, der die eingehenden Ergebnisse beobachtete. Mit seinem kräftigen, welligen Haar und seinem charakteristischen Grinsen, seiner ruhelosen Art und seiner Begierde, einen guten Eindruck zu machen, hat Adam Lang eine unheimliche, fast unangenehme Ähnlichkeit mit dem Original, obwohl Harris in "Ghost" nie wirklich offen legt, welche politische Partei Lang präsentiert. Andererseits macht er auch verständlich, dass es Lang so ziemlich egal war, welcher Partei er sich anschließen musste, so lange er der Premierminister sein konnte und Macht besaß: "Die Leute kapieren gar nichts. Die Macht laugt einen nicht aus. Wenn man keine mehr hat, das laugt einen aus." Fantasievolle Impertinenz Zynisch, erhellend, sowohl nüchtern als auch leidenschaftlich ist "Ghost" ein politischer Thriller. Wie bei seinen vorangegangenen Romanen, setzt Harris den Leser in eine, von unserer eigenen Wahrnehmung divergente Welt. Das London von Lang ist fast täglichen Terroristenanschlägen ausgesetzt. Lang selbst ist ein erfolgloser Schauspieler aus Leicester, nicht ein erfolgloser Rock-Sänger aus Edinburgh, und er zeigt - im Gegensatz zu Blair - auch keine besonders religiösen Überzeugungen. Während die Existenz des Roman offensichtlich fünf Monaten der Wut von Harris auf Blair und seine Regierung geschuldet ist, ist das wilde Herz des Plots - die große Enthüllung und die entscheidende Wende an seinem Ende - eine fantasievolle Impertinenz, eine Beschuldigung, die keiner machen oder wörtlich nehmen kann. "Ghost" ist letztendlich kein Roman über Blair; obwohl es eine Anklage an allem bleibt, was er tat und wofür er eintrat. Er ist auch, und vielleicht am entscheidendsten, ein intelligenter, scharfsichtiger und enormer Spaß, erneut großartig übersetzt von Wolfgang Müller. Fazit: Bestsellerautor Robert Harris hat einen Politthriller geschrieben, in dem ein britischer Ex-Premier die Hauptrolle spielt, und zeigt wieder einmal den Unterschied zwischen guten Büchern und schlechten Büchern. "Ghost" ist eindeutig ersterer Kategorie zuzuordnen.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    Jens65

    Jens65

    09. August 2008 um 23:29

    "Ghost" ist ein spannender und intelligenter Polit-Thriller, der wegen seiner Parallelen zur realen Welt vielfach kontrovers diskutiert wird. Plaudert hier wirklich jemand aus dem politischen Nähkästchen, oder ist alles nur Fiktion? Jedoch sollte man bei aller Aktualität nicht übersehen, dass es sich zuallererst um ein Stück Unterhaltungsliteratur, um einen - teils recht polemischen, aber durchaus sehr interessanten und cleveren - Thriller handelt.

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  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    StefaXn

    StefaXn

    19. June 2008 um 17:16

    Spannender wie ich zuerst gedacht habe.

  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    TimundStruppi

    TimundStruppi

    22. April 2008 um 17:11

    Spannendes Buch. Gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen der Macht. Nur zum Schluss lässt der Autor etwas nach und versucht mit Gewalt zu einem Ende zu kommen.

  • Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ghost
    ArnieQ

    ArnieQ

    28. March 2008 um 11:22

    Spannend war's. Aber das Thema fand ich persönlich nicht so gut wie bei den anderen Harris-Büchern.