Ghost

von Robert Harris 
4,1 Sterne bei113 Bewertungen
Ghost
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Positiv (90):
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Ghost hour (Geisterstunde).

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Inhaltsangabe zu "Ghost"

Hochbrisant, Topaktuell

Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im „Krieg gegen den Terror“ eine Marionette der CIA?
Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453406148
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.11.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2007 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein überaus spannender Polit-Thriller mit überraschendem Ende - Buch und Film gleichermaßen zu empfehlen (*****)
    Ein überaus spannender Polit-Thriller mit überraschendem Ende

    Ein überaus spannender Polit-Thriller mit überraschendem Ende

    Der 1957 in Nottingham geborene britische Journalist, Sachbuchautor und Schriftsteller studierte in Cambridge Geschichte, war als Reporter bei der BBC, als Redakteur beim Observer und als Kolumnist bei der Sunday Times tätig. Neben Romanen verfasst er auch Sachbücher und lebt mit seiner Familie in Berkshire. Nachdem ich von der Cicero-Trilogie und zuletzt „München“ und „Konklave“ SEHR begeistert war, freute ich mich ganz besonders auf ein weiteres Werk des Autors, der mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren gehört.

    Inhalt (Klappentext): Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im „Krieg gegen den Terror“ eine Marionette der CIA?

    Meine Meinung: Vor Jahren habe ich die Verfilmung dieses Stoffs gesehen: „The Ghost Writer“ (2010) mit Pierce Brosnan als Ex-Premier und Ewan McGregor als sein Ghost, aber glücklicherweise konnte ich mich nicht mehr an den Film erinnern. Daher war ich in der Lage, ganz unvoreingenommen an das Buch ranzugehen und wurde nicht enttäuscht.

    Besonders interessant fand ich, dass man Einiges über die Arbeitsweise eines Ghostwriters erfährt. Des Weiteren schafft Harris mit der Location (die Insel Martha’s Vineyard vor der Ostküste der USA) inkl. der rauen See (der Plot spielt im kalten Januar) ein besonders eindringliches Setting, das die düsteren Geheimnisse, die den Ex-Premier umgehen, atmosphärisch noch verstärken. Abgerundet wird die fesselnde Handlung mit einem überraschenden Ende.

    Im Anschluss habe ich dann den Film nochmals gesehen und war auch davon sehr begeistert (der Regisseur Roman Polanski ist ja auch nicht irgendwer). Die Besetzung ist ausgezeichnet, und der Plot, der erstaunlich nahe am Buch bleibt – viele Harris-Dialoge wurden auch übernommen – durch ein paar kleine Änderungen sogar zum Positiven verbessert.

    Fazit: Ein überaus spannender Polit-Thriller mit überraschendem Ende: gute Charakterzeichnung, interessante Infos zum Ghostwriting, atmosphärisches Setting – da passt einfach alles. Und der Film steht dem Buch in nichts nach. Bewerte Buch und Film jeweils mit 5 Sternen und kann beides empfehlen!

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Thriller mit einigen Längen im Mittelteil
    Die Stimme des "Geistes"

    Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim Observer und Kolumnist bei der Sunday Times und dem Daily Telegraph. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem "British Press Award" ausgezeichnet. Robert Harris lebt in Berkshire.

    Inhalt (Klappentext):
    Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Expremier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha's Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der aber auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.

    Nachdem mich Harris in seinem letzten Buch "München" mit seiner bildhaften Erzählweise so begeistert hatte, war ich sehr auf dieses frühere Werk gespannt. Ich muss allerdings vorausschicken, dass ich bereits die Verfilmung von Roman Polanski gesehen habe, was dem Buch natürlich einiges an Spannung nahm.
    Der Beginn ist sehr gut und auch hier konnte ich mich, durch die sehr atmosphärischen Beschreibungen, wieder sofort in die Szenerie hineinversetzen. Leider verlor sich die Geschichte dann etwas zu sehr in politische Details und die Spannung flaute ab. Zum Ende hin nahm das Ganze wieder Fahrt auf, aber da ich ja, wie schon erwähnt, den Film kannte, war es für mich nicht ganz so atemraubend, was natürlich nicht die Schuld des Buches ist. 
    Einige Vorkommnisse im Buch haben mir allerdings nicht gefallen, aber die kann ich hier natürlich nicht erwähnen, ohne zu spoilern.
    Was mich vor allem störte, dass die Figur des Adam Lang frappierend an den englischen Politiker Tony Blair erinnerte, was wohl die Absicht des Autors war. Natürlich ist die Story fiktiv, aber durch diese Ähnlichkeit wirkt es für mich so ein bisschen wie Nachtreten, weil Harris von der Regierungszeit Blairs offensichtlich nicht so begeistert war. Oder er wollte durch diese Ähnlichkeit mehr Publicity, um die Buchverkäufe anzukurbeln. 
    Gut gefallen haben mir einige Feinheiten, wie z.B. dass der Erzähler des Buches, der Ghostwriter, niemals mit seinem Namen erwähnt wird, wie ein richtiger "Ghost". Auch das Ende ist gut überlegt und überlässt dem Leser noch ein paar eigene Gedanken und Schlussfolgerungen.

    Fazit: Leider einige Längen im Mittelteil, ansonsten aber solide. Die Thematik war allerdings nicht so ganz mein Fall. 3,5 Sterne

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Die nachklingende Parodie des Zentrums von Macht gestaltet sich nicht durchweg spannend, hält jedoch ein überraschendes Ende bereit.
    Die nachklingende Parodie des Zentrums von Macht

    Klappentext (Lovelybooks):


    Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im „Krieg gegen den Terror“ eine Marionette der CIA? 

    Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.


    Meine Meinung:


    Robert Harris zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren, da er es schafft, seine Geschichten mit spürbarer Atmosphäre und lebendigem Leben zu füllen, so dass sich das Lesen seiner Bücher zu einem Blockbuster-Kopfkino gestaltet.


    Auch mit „Ghost“ gelingt es ihm, mich sofort in das Leben des namenlosen Ghostwriters hineinzuziehen und ich habe ihn gerne bei seinem neuen Auftrag begleitet. 


    Dieser gestaltet sich zwar nicht durchweg spannend, liefert aber ein paar interessante Schulterblicke auf die Arbeitsweise eines Ghostwriters und es gelingt dem Autor aufzuzeigen, wie dessen Leben daraus besteht, ein Leben nach dem anderen zu leben. 


    Es war nicht immer leicht für mich, die primär politischen Passagen in einen mir verständlichen Zusammenhang zu bringen, wodurch es sich oft langatmig anfühlte. Für Leser, mit besonderem Interesse an aussenpolitischen Themen, dürfte es aber durchaus interessant sein. 


    Harris Schreibstil sorgt, trotz der erwähnten langatmigen Passagen, für einen sehr zügigen Lesefluss. Seine Beschreibungen glänzen weiterhin durch Präzision und lassen einen stimmungsvollen Lesegenuss enstehen.


    Sein „Charakter-Ensemble“ bietet insgesamt eine gelungene Darbietung, auch wenn manche Handlungen für mich nicht immer ganz nachvollziehbar waren. 


    Fazit:


    Die nachklingende Parodie des Zentrums von Macht gestaltet sich nicht durchweg spannend, hält jedoch ein überraschendes Ende bereit.

    Kommentare: 1
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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 5 Jahren
    Ich will mehr von Harris!

    Inhalt: Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.

    Cover: Mein Buch ist eine Ausgabe vom Welttag des Buches. Diese haben ein verkleinertes Cover, welches man schlecht erkennen kann. Es ist die Silhouette einer Stadt (London?) und das Cover ist ganz in grün gehalten. Das gefällt mir gut. Ich mag diese Farbe irgendwie, weil sie einem direkt ins Auge sticht.

    Schreibstil: Der Schreibstil gefällt mir gut. Was ich besonders toll finde ist, dass jedes Kapitel mit einem Zitat zum Thema Ghostwriter anfängt. Das finde ich super gelöst. Auch die Ich-Perspektive mag ich in dem Fall wirklich gerne, obwohl ich sie sonst mehr oder weniger hasse – hier macht es Spaß. Der Autor hat in jedem Fall einen Schreibstil, der mir gut gefällt, denn er schreibt locker, aber irgendwie trotzdem politisch spannend.

    Die Story: Die Story ist richtig cool. Ich lese eher selten politische Thriller, aber das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet worden und man fragt sich die ganze Zeit, was wohl als nächstes passieren wird (abgesehen vom Ende dies ist leider ein wenig offensichtlich). Was ich auch spannend fand, waren die politischen Komponenten und diese ganzen Verschwörungstheorien mit der CIA. So etwas mag ich wahnsinnig gerne (weswegen ich mich auch gerade frage, warum ich nicht mehr politische Thriller lese). Also, Daumen hoch für ein wirklich spannendes Buch!

    Fazit: Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und wird somit sicher nicht mein letzter Harris (und politischer Thriller) bleiben. Aufgrund der Tatsache, dass das Ende aber ein wenig vorhersehbar war, muss ich einen minimalen Punktabzug geben.

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    Nymphes avatar
    Nymphevor 5 Jahren
    Ein Ghostwriter findet zu viel heraus

    Mike McAra ist tot. Der Ghostwriter des Ex-Premierministers von Großbritannien kam leider bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sein Nachfolger soll nun die begonnene Biographie des Politikers so schnell wie möglich zuende schreiben. Dieser Nachfolger ist der namenlose Ich-Erzähler dieses Buches und bei seinen Recherchen stößt er auf merkwürdige Ungereimtheiten. Hatte der Premier etwas mit dem CIA zu tun? Warum hat er die USA ständig rückhaltlos unterstützt? Und, wie neutral muss ein Ghostwriter bleiben, wenn er Geheimnisse aufdeckt?
    Der Thriller von Robert Harris ist wirklich atemberaubend.  Ich konnte das Buch nicht weglegen. Die Spannung wird bis zum Ende des Buches auf höchtem Niveau gehalten und zieht den Leser fasziniert in die Geschichte. Die Personen des Buches wirken authentisch und so bleiben Vergleiche zu tatsächlich lebenden Personen nicht aus. Doch ich will nicht zu viel verraten. Das Buch lebt gerade durch die hohe Spannung und die explosionsartige Auflösung. Dieses ist, nach "Vaterland", das zweite Buch, das ich von Robert Harris gelesen habe und ich bin, wieder mal, schwer begeistert.
    Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und nur die Bestnote vergeben.

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    Holdens avatar
    Holdenvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Robert Harris ist mit Roman Polanski befreundet und hat ihm schon die Druckfahnen für den neuen Roman zugeschickt. Außerdem besteht Harris d...
    Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ein packender und schnell geschriebener Politthriller um einen Ghostwriter, der die Memoiren des ehemaligen englischen Premierministers Adam Lang (gemeint ist Tony Blair) verfassen soll und dabei auf ein dunkles Geheimnis stößt. Interessant ist vor allem, daß der Name des Ghostwriters an keiner Stelle erwähnt wird (typisch Gostreiter, immer im Hintergrund, oder eben ein Ghost).

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ein Ghostwriter, der bis zum Schluss seinen Namen nicht verrät (sieht sich in ihm gar Harris selbst?). Ein britischer Premierminister mit dem Namen Adam Lang, in den der Leser nicht nur Tony Blair, sondern auch Gordon Brown und weitere, nicht mehr oder noch immer agierende Lenker anderer im Schlepptau der USA handelnder Staaten hineinprojizieren darf. Die CIA und natürlich eine "starke" Frau. Sie alle sind befasst mit dem schmutzigen Geschäft der großen Politik, so wie Harris sich das vorstellt - und wie es vielleicht Wirklichkeit ist.

    Harris hat nicht nur eine spannende Geschichte gestrickt, sondern politisch bedeutsame Erkenntnisse in sie eingebaut. Des Nachdenkens wert erscheint mir zum Beispiel die Auflistung der Antworten, die Harris auf die Frage vornimmt, ob Adam Lang für sein Land eine Entscheidung getroffen hat, "die nicht im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen ist". Eine solche Liste auf deutsche Verhältnisse übertragen fiele sicher nicht kürzer und nicht weniger aufschlussreich aus.

    Harris hat mit seinem Roman mutig ein Thema angegangen, das von "imperialer" Bedeutung sein dürfte.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Nach dem rätselhaften Mord an dem Ghostwriter des britischen Ex-Premierministers wird dessen Nachfolger mit der Fertigstellung der Memoiren beauftragt. Der stößt bei weiteren Recherchen auf Zusammenhänge mit der CIA und dem Kampf gegen denTerrorismus. Ein Chaos droht zu entstehen, wenn die Machenschaften publik werden...
    Man kennt Harris als ausgezeichneten Thriller-Autoren ("Vaterland"). So ist auch diese Story, die ja eigentlich den Politiker Blair nachzeichnet, gut erzählt, nimmt aber erst auf den letzten 100 Seiten Fahrt auf. Hätte man die 300 Seiten davor auf das Wesentliche gekürzt und vielleicht noch die eine oder andere inhaltliche Nuance zugefügt, hätte man einen weiteren Harris gehabt. So wird er diesmal seinen Fähigkeiten und den Erwartungen nicht gerecht und das ist etwas enttäuschend.

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    Cerepras avatar
    Cerepravor 9 Jahren
    Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Das war mein erstes Robert Harris Buch und vielleicht habe ich auch zuviel erwartet, da er mit seinen Büchern doch regelmäßig in den Bestsellerlisten ist (gut, das ist kein Gütesiegel) und ich bisher allerdings auch von Bekannten nur Gutes gehört habe. Ich muss sagen, ich war leider etwas enttäuscht.
    Harris versteht sein Handwerk und das Buch ist auch durchaus solide. Es lässt sich gut und schnell runterlesen und hält auch den Spannungsbogen, aber irgendwie fehlt ihm das gewisse Etwas. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Im Vergleich zu Frank Schätzing sieht er (zumindest bei diesem Werk) recht blass aus. Die Figuren bleiben irgendwie doch zu eindimensional und irgendwie ist die Ich-Perspektive für dieses Geschichte auch nicht vorteilhaft, da sie etwas die Spannung nimmt. Am Ende fehlte mir der Twist.
    Bis dahin dachte ich noch, dass evtl das Ende/die Lösung das Buch noch nach oben ziehen kann (ähnlich wie in dem Film "Zwielicht" mit Gere und Norton), aber auch hier kam dann leider kein WOW-Effekt.
    Wie schon gesagt, es ist ein durchaus solider und runder Thriller, aber nichts besonders. Ich könnte mir fast vorstellen, dass der Film aus der Geschichte mehr rausholen kann.

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    Feverbrains avatar
    Feverbrainvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ghost" von Robert Harris

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich von diesem Buch enttäuscht war. Nachdem ich andere Bücher von Harris begeistert verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch, was sich dann aber doch eher als eine Enttäuschung herausgestellt hat. Das Buch und das Thema wollten mich einfach nicht so richtig packen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil die eigentliche Story erst in der 2. Hälfte des Buchs begonnen hat,

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Yolandes avatar

    Wir haben beschlossen in der Insider Top-3-Voting-Challenge zusammen "Ghost" von Robert Harris zu lesen. 

    Wir beginnen jetzt und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man 1 Los dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Luthien_Tinuviels avatar
    Letzter Beitrag von  Luthien_Tinuvielvor 9 Monaten
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