Robert Harris Imperium

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Inhaltsangabe zu „Imperium“ von Robert Harris

Robert Harris Pompeji war ein internationaler Triumph. Der Autor versteht es wie kein Zweiter, als Gegenwart zu beschreiben, was zweitausend Jahre zurückliegt. Auch Imperium spielt in der Antike und bietet erneut eine spannende Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. Im Mittelpunkt steht ein gerissener, mit allen Wassern gewaschener Anwalt und geborener Machtpolitiker: Marcus Tullius Cicero.

Spannende Zeitreise zu einem jungen Cicero in die römische Republik.

— Lesemanie

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  • Auf dem Weg zur Macht

    Imperium

    Lesemanie

    12. December 2015 um 09:10

    Im ersten Teil seiner Romantrilogie über den berühmten Politiker und Redner Cicero setzt Robert Harris zu Beginn der Karriere des großen Staatsmannes ein. Der junge Cicero will sich als Anwalt einen Namen machen, um Aussicht auf ein einflussreiches Amt in der römischen Republik zu haben, doch er kommt in seinen Reden nicht zum Ende und leidet unter seinem Stottern. Gemeinsam mit Tiro, einem Sklaven seines Vaters, der in den kommenden Jahrzehnten als Ciceros Sekretär arbeiten wird, macht er sich auf den Weg nach Griechenland. Dort leben die wichtigsten Lehrer der Redekunst und dort feilt der junge Mann an sich und seiner Sprache. Doch auch mit frisch erlernter Redegewandtheit lässt sich die Karriere zunächst schleppend an: Cicero ist schließlich ein Homo Novus, ein neuer Mann. Er entstammt nämlich nicht einer der alteingesessenen Aristokratenfamilien Roms und so kann er bei seiner Karriere nicht auf deren Unterstützung hoffen; diese Männer sind schließlich sehr darauf bedacht, die Macht in ihren Händen zu behalten. Einer von ihnen ist Hortensius, der nicht nur Senator ist sondern sich auch, wie Cicero, als Anwalt betätigt. Hortensius gilt als bester Anwalt Roms; Cicero wird bald als Zweitbester gehandelt. Die Rivalität zwischen den beiden Männern gipfelt in dem Gerichtsverfahren, mit dem Cicero sich einen Namen machen wird und das ihn endlich für ein höheres Amt ins Rennen bringt: er vertritt eine Gruppe von sizilianischen Kaufleuten, die unter dem korrupten Statthalter Siziliens, Verres, zu leiden haben, von ihm drangsaliert und enteignet werden. Verres wird von Hortensius verteidigt. Fieberhaft arbeitet Cicero an diesem Fall, er leiht Geld von seiner Frau um eine Reise nach Sizilien zu finanzieren und nötiges Beweismaterial zu beschaffen. Immer dabei: der treue Tiro, der nebenbei die erste Kurzschrift entwickelt um mit dem schnellen Redefluss seines Herren Schritt halten zu können. Tiro ist es auch, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird und das ist eine sehr gute Idee von Robert Harris. Würde Cicero als Erzähler fungieren, so wäre der Ton schlicht zu ernsthaft und besonders in den kommenden Teilen, zu denen die Rezensionen im Lauf des Wochenendes folgen, auch zu salbungsvoll und einseitig. Denn Cicero hat seinen Stolz und ist überzeugt von seinen Talenten. Tiro bewundert seinen Herren zwar, aber er erzählt eben hier und da mit leichter Ironie von peinlichen Szenen, denen sich Cicero zu stellen hat - von Aristokraten die ihn bei öffentlichen Ereignissen ignorieren zum Beispiel, aber auch von Situationen in denen Cicero sich schlicht verrechnet hat und in denen Ereignisse völlig anders eintreten als von ihm erwartet, erhofft und geplant. Ciceros Leben ist den meisten - zumindest in Grundzügen - wohl bekannt, und so verrate ich kein Geheimnis wenn ich sage, dass Cicero zum Schluss dieses ersten Buches seinen Traum erfüllt: er erreicht das Imperium, was im Lateinischen (politische, offizielle) Macht bedeutet. Er wird im zweiten Buch das höchste Amt der römischen Republik bekleiden: das des Konsuls. Spannend bleibt es trotzdem, zeichnet sich doch Gefahr ab: selbst als Konsul ist Cicero schließlich nicht unantastbar und vielen Aristokraten ist er weiterhin ein Dorn im Auge... Sprecher des Hörbuchs ist Christian Berkel, dem man gerne zuhört. Gekonnt setzt er Pausen und bedient sich in den Tonlagen teils leichter Ironie, teils genau der Prise Wehmut, die man erwarten sollte von Tiro, der sich nun, zu Ende seines Lebens, daran macht, seine Jahre an Ciceros Seite Revue passieren zu lassen. Es handelt sich bei diesem Hörbuch um eine gekürzte Version der Romanvorlage, doch in den sechseinhalb Stunden wird trotzdem nicht nur Ciceros Aufstieg zum Konsul erläutert, sondern nebenbei auch das politische System der römischen Republik erklärt - wie funktionieren die Wahlen, welches Amt ist mit welchen Rechten und Vollmachten versehen, welche Rolle spielen die Frauen der wichtigen Männer im Staat? Das wird nie langweilig oder zu trocken, denn Harris wahrt die Balance und erklärt stets nur so viel wie für ein Verständnis des Geschehens nötig ist.

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  • Rezension zu "Imperium" von Robert Harris

    Imperium

    HeikeG

    18. April 2007 um 18:40

    Triumphbogen und Forum Romanum zum Leben erweckt! Ein grandioser, spannender und absolut hörenswerter Roman über eine Weltmacht am Scheideweg: Rom. Erzählt in der Zeit zwischen 79 v. Chr. bis 64 v. Chr., erleben wir den Aufstieg des brillanten und überaus ehrgeizigen Anwalts, Philosophen und ersten Politikers modernen Stils - Marcus Tullius Cicero bis zum Konsul - dem höchsten Amt der Römischen Republik. Auch wenn zu Beginn die vielen "Latiner"-Namen verwirren, so findet man sich doch ganz schnell - dank der überaus lebendigen und flüssigen Schreibweise Robert Harris', aber auch wunderbar vorgetragen durch Christian Berkel - in der damalige Zeit zurecht. Berkel erfüllt seine Sprecherrolle aufs Beste: Er ist absolut präsent, moduliert jede Rolle haargenau und schafft damit einen erstaunlichen Hörgenuss. Beim letzten Rombesuch selbst auf dem alten Pflaster des Forum Romanums gewandelt, erwachen dessen Ruinen zu neuem Leben. Man meint förmlich die römischen Bürger und ihre Senatoren zum Senatsgebäude streben zu sehen. Dieser Roman hat mich voll in seinen Bann gezogen. Für jeden halbwegs Interessierten der Römischen Geschichte ist dieses (Hör-)Buch ein Muss. Es erweckt den Drang nach mehr und ich weiß schon jetzt, dass ich mich noch tiefer in diese faszinierende Zeit einarbeiten werde. Robert Harris hat in diesem Buch wieder gezeigt, wie die Antike mit der richtigen Verpackung und aus dem richtigen Blickwinkel erzählt, in einem sehr interessanten Roman beschrieben werden kann.

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