Robert Harris Konklave

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Inhaltsangabe zu „Konklave“ von Robert Harris

Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner ... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt. Ist der aufrechte Kirchenmann der neue Hoffnungsträger in Zeiten von Krieg und Terror oder ein unerbittlicher Rivale mit ganz eigenen Plänen? Die Welt wartet, dass weißer Rauch aufsteigt ...

Ein sehr interessanter Einblick hinter die vatikanischen Kulissen. Typisch Harris, toll erzählt und ein denkwürdiges Ende.

— PagesofPaddy
PagesofPaddy

Nicht ganz so nach meinem Geschmack.

— xxAnonymousxxx
xxAnonymousxxx

Das Konklave wählt einen neuen Papst...doch kein Mensch ist ohne Sünde oder Fehler. Auch kein Priester, kein Papstanwärter, kein Kardinal...

— Buecherseele79
Buecherseele79

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Sehr schönes Buch

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  • Ganz in Ordnung

    Konklave
    xxAnonymousxxx

    xxAnonymousxxx

    30. July 2017 um 11:39

    Meiner Meinung nach ist Konklave weitaus informativer als spannend. Wer sich für die katholische Religion und den damit einhergehenden Ablauf der Papstwahlen interessiert, wird seine helle Freude am Buch haben. Robert Harris erklärt detailgetreu jeden einzelnen Teil des heiligen Prozedere und lässt die Leser daran teilhaben. Zusammengefasst geht es die ganze Zeit darum, einen würdigen Nachfolger für den verstorbenen Pontifex zu finden, wobei einige ungeahnte Wendungen und schockierende Enthüllungen an der Tagesordnung stehen, während die favorisierten Kardinäle sich einen Wettkampf leisten. Der Schreibstil war mir ein bisschen zu trocken, die Fakten zu...informativ. Ich hatte teils den Eindruck ein Sachbuch vor mir liegen zu haben. Interessant war es allemal und die letzte Wendungen kam wirklich völlig überraschend. Ein gutes Buch für Leser, die sich für heilige Bräuche und alte Traditionen interessieren. Fazit: Interessant und voller Überraschungen – aber nicht allzu spannend. Trocken. Wahrscheinlich eher für ältere Leser geeignet.

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  • Wer unschuldig ist werfe den ersten Stein

    Konklave
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    24. July 2017 um 12:03

    Der Papst ist tot!Plötzlich und unvorhergesehen verstarb der Papst in seinen Gemächern und nun muss die führerlose Kirche ein neues Oberhaupt wählen.Somit werden alle Kardinäle aus aller Welt nach Rom gerufen um das Konklave abzuhalten.Kardinal Lomeli soll durch die Wahl führen sowie darauf achten dass die Regeln eingehalten werden, Gespräche führen und beobachten.Zur grossen Überraschung aller Kardinäle trifft noch ein gänzlich Unbekannter ein- der Bischof von Bagdad.Der ehemalige Papst hatte ihn im Geheimen zum Kardinal ernannt.Doch recht schnell wird klar- gerade die Anwärter auf den Papst-Thron haben ihre Intrigen vor dem Ableben des Papstes gesponnen, der ein oder andere hat einen Fehler begangen der nun ans Licht kommt und Lomeli weiss einfach nicht was er von dem ruhigen aber sehr besonnen Kardinal von Bagdad halten soll...Eine Autobombe sowie Attentate auf verschiedene Kirchen und deren Gläubigen versetzt das Konklave in helle Aufregung, eine führerlose Kirche geht in solchen Zeiten nicht einfach nicht länger...doch wer ist der geeignete Papst der Zukunft?Es war sehr spannend und interessant mal hinter "die Kulissen" einer Papstwahl schauen zu dürfen, ich finde dass  dem Autor Robert Harris hier ein sehr gelunges Bild der Konklave gelungen ist.Es dauert eine Weile bis man in das Buch findet, doch schon zu Beginn und mit dem Ableben des Papstes wird klar- geht es hier noch mit rechten Dingen zu?Warum verstarb der Papst so früh und plötzlich?Kaum ist der Papst tot beginnt der ein oder andere Kardinal schon mit seinem "Wahlkampf" um den Thron zum Papst erklimmen zu können und man merkt- auch hier sind die Menschen nicht gewahr vor Gier, Intrige, Schuld und Fehler.Denn wer unschuldig ist werfe den ersten Stein.Lomeli kommt dem ein oder anderen Fehler auf die Spur, steht aber selbst in einer grossen Glaubenskrise und muss erfahren dass auch der Papst, zum Ende, von ihr "befallen" war.Gebete, lateinische Sprüche, alles was zur Kirche eben gehört ist manchmal anstrengend zu lesen, es tut der Geschichte aber keinen Abbruch wenn man dies grosszügig überliest.Der Schreibstil ist für mich flüssig und leicht zu verstehen, manchmal kam ich ins Schleudern wegen den ganzen Namen und Anwärtern, auch wie welches Amt in der Kirche besetzt ist, aber mit der Zeit ging es dann doch ganz gut.Interessant ist natürlich wie gerade die Kardinäle ihren Glauben auslegen, es wird zwar von der Bibel  und der Kirche vieles vorgegeben aber doch stehen in den Roben immer noch Menschen die sich nicht immer unter Kontrolle haben.Auch die alten Rituale der Wahl fand ich sehr interessant und man merkt hin und wieder- die Kirche sollte vielleicht doch etwas offener und freundlicher werden.Das Ende hatte mich vollkommen überrascht und wer einfach mal "hinter die Kulissen" schauen will ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut beraten.Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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  • Habemus Papam!

    Konklave
    TanteGhost

    TanteGhost

    20. July 2017 um 15:53

    Eine Konklave, wie sie wohl nie Außenstehender erleben wird. Es sei denn, man liest dieses Buch.Inhalt:Der Papst ist tot. Sofort tritt ein altes Szenario in Kraft, das jedes mal gleich ist, wenn ein Papst verstorben ist. Die Wohnung wird versiegelt, die Geschäfte ruhen und der Papst wird einbalsamiert, beigesetzt und schon steht ein Konklave an.Bei einem Konklave wetteifern Menschen aus den verschiedensten Ländern um das höchste Amt der Kirche. Jeder Favorit ist darauf bedacht, sich im besten Licht darzustellen. Kein Skandal der Vergangenheit darf ans Licht gelangen. Doch diese Skandale gibt es nun einmal. Es handelt sich hier schließlich auch nur um Menschen.Kurz bevor das Konklave beginnt, schlägt ein Kardinal auf, den keiner kennt. Der Papst hat ihn ernannt, ohne jemanden einzuweihen.Der Neue scheint harmlos zu sein. Ruhig und bescheiden scheint er sich in die Gemeinschaft einzufügen. Doch es steckt mehr in diesem kleinen Phillipino. Trotz eines Bombenanschlages und diverser Abweichungen der alten Vorschriften und Statuten kann sich am Ende ein Skandal abwenden lassen. Oder ist die Entscheidung wirklich eine Gute?Der erste Satz:„Kardinal Lomeli verließ seine Wohnung im Palast des Heiligen Offiziums kurz vor zwei Uhr morgens und eilte durch die dunklen Kreuzgänge des Vatikans zum Schlafzimmer des Papstes.“Der letzte Satz:„Einen Augenblick später brandete aus Hunderttausenden von Kehlen hoffnungsfroher Beifall auf.“Fazit:Dieses Buch hat mich gefordert. Es hat mich aber auch gefördert und gefesselt. Eben genau so, wie man es sich bei einem guten Buch vorstellt.Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es sich hier um ein Buch handelt, was im Endeffekt ein Konklave beschreibt, wie es wirklich ist. Langwierig, geprägt von Jahrhunderte alten Riten und Vorschriften. Dem entsprechend zäh gestaltete es sich auch, bis ich in der Handlung drin war. Aber als es dann voran ging, kamen auch die ersten Fehltritte der Kardinäle ins Spiel. Es sind halt am Ende auch nur Menschen, die ein Leben vor der Kirche hatten. Und genau diese kleinen Katastrophen machen dieses Buch so interessant.Ich glaube, dieses Buch musste so ausführlich be- und geschrieben werden. Nur so war es wohl möglich das alles so darzustellen. Dem Leser das Gefühl zu geben, wirklich dabei gewesen zu sein.Beschrieben war alles so, dass ich zwar nicht durchgehend, aber doch zumindest ausschnittsweise einen Film in meinem Kopfkino laufen hatte. Hin und wieder bin ich über das lateinische Zeugs gestolpert. Oder über die teilweise sehr schwer formulierten Gebete und Bibelstellen. Aber auch daran habe ich mich dann schnell gewöhnt. Es war nicht wichtig für die Handlung, also konnte ich es auch ruhigen Gewissens überlesen. Das Buch war anders, als alles, was ich bisher gelesen habe. Deswegen war es in gewisser Weise ein Experiment. Denn sind wir mal ehrlich, die Kirche interessiert mich nicht wirklich. Die will ja am Ende auch nur mein Geld. - Aber diese alten Zeremonien, dieses starre Festhalten an alten Traditionen... Das kann doch nicht weltoffen und modern sein.Ich habe es gern gelesen. Und ich wünsche mir mehr von dieser Sorte Bücher. 

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  • Habemus Papam

    Konklave
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    25. May 2017 um 08:50

    Der Papst ist gestorben und nun muss schnellstens ein neues Kirchenoberhaupt her. Das Konklave wird einberufen und die Kardinäle aus aller Welt treffen in Rom ein. Kardinal Lomeli obliegt die Organisation dieser Wahl, die einem festen Regelwerk unterliegt. Während die Kardinäle in ihrer Abgeschiedenheit nach einem neuen Papst suchen, warten die Gläubigen vor dem Petersdom darauf, dass weißer Rauch aufsteigt. Eigentlich ist die Papstwahl ein geheimer Vorgang, aber Robert Harris nimmt uns in diesem Buch mit hinter die Türen der Sixtinischen Kapelle und lässt uns die Geschichte so realistisch erleben, als wäre man tatsächlich dabei gewesen. Die Männer sollen vom Heiligen Geist beflügelt eine Wahl nach ihrem Gewissen treffen, aber es geht um höchst eigenen Ehrgeiz, um politische Entscheidungen und um ein Gerangel, ob alles beim Alten bleiben oder die Kirche mit der Zeit gehen soll. Es werden Allianzen geschlossen und man spürt die Sympathien und Abneigungen deutlich. Der Ehrgeiz geht bei manch einem so weit, dass mit sehr unfairen Mitteln gekämpft wird. Alle Beteiligten sind authentisch dargestellt. Sie sind nicht nur Kirchenfürsten, sondern auch Menschen mit all ihren Schwächen. Keine leichte Aufgabe für Kardinal Lomeli. Es ist interessant, wie er zu seinen Informationen kommt und detektivisch die schwarzen Schafe ausmacht. Sein Gewissen hilft ihm letztendlich zu entscheiden, was er mit dem Wissen macht. Man ahnt, worauf es hinauslaufen wird und wird am Ende doch überrascht. Ich fand das Buch glaubhaft, interessant und spannend und kann es nur empfehlen.

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  • Wunderbarer Einblick in die Kirchenwelt

    Konklave
    Krimisofa_com

    Krimisofa_com

    18. May 2017 um 15:16

    Das Konklave ist eine der geheimsten Wahlen auf der Welt, aber gleichzeitig eine der faszinierendsten. In der Öffentlichkeit bekommt man nichts vom Wahlkampf der Wahlberechtigten mit, weil diese von eben jener Öffentlichkeit abgeschottet werden. So sehr, dass sogar die Fenster ihrer Zimmer vernagelt werden. Man fragt sich immer, was in der Sixtinischen Kapelle während der Wahl vor sich geht, ob Diskussionen, Streitereien, Intrigen stattfinden oder auch komplett andere Dinge – Robert Harris gibt uns mit „Konklave“ einen wunderbaren Einblick in die Kirchenwelt.Seit ich „Illuminati“ von Dan Brown gelesen habe, fasziniert mich das Konklave zutiefst, diese geheimnisvolle, ja fast schaurige Zeremonie, von der man als Außenstehender nichts mitbekommt, außer den Rauch, der nach einem Wahlgang aufsteigt. Aber wie genau diese Wahl abläuft, hat uns Brown damals nicht erklärt. Harris tut dies in all ihren Einzelheiten. Wir begleiten Jacopo Lomeli, der unser Hauptcharakter ist. Er ist nicht nur Kardinalbischof und damit selbst wahlberechtigter Kandidat für den Heiligen Stuhl, sondern auch noch Dekan des Kardinalskollegiums, und als dieser der Hauptorganisator des Konklave. Das ist besonders geschickt von Harris, denn so bekommt der Leser wirklich alles von der Wahl mit und die Geschichte bekommt außer dem dramaturgischen Aspekt auch noch einen dokumentarischen – einen klassischen Krimi oder Thriller darf man sich jedoch nicht erwarten. Besonders zu Beginn ist das leider auch zu Lasten der Geschichte, die dadurch relativ zäh wird, erst nach etwa 50 Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Gleich zu Beginn taucht man in eine ganz spezielle Atmosphäre ein, die etwas Erhabenes hat, aber gleichzeitig etwas völlig Banales, bei dem man merkt, dass Kirchenleute nicht anders sind als Leute, die nichts mit der Kirche am Hut haben; das zieht sich danach durch die ganze Geschichte.Über Lomeli, wie geschrieben unser Hauptcharakter, erfährt man nicht atemberaubend viel, außer, dass er gerne Krimis liest und dies als Laster bezeichnet und ein paar weitere Dinge; er macht beim Leser einen nicht allzu glücklichen Eindruck. Von allen anderen Charakteren erfährt man höchstens Alter, Herkunft und ihre Auslegung des Amtes (traditionalistisch, liberal, oder irgendwas dazwischen). Vor allem bei Lomeli hätte Harris ein bisschen ausschweifen können und uns nicht nur mit ein paar Fetzen abspeisen brauchen. Die Personalie Benítez, jener Kardinal, den niemand kennt, ist ein geschickt gewählter Charakter. Er ist nämlich Philippiner, der in Bagdad arbeitet; geschickt heißt in diesem Kontext allerdings nicht unbedingt gut, denn Harris nutzt seine Herkunft, um der Geschichte einen besonderen Twist zu verpassen – ein Twist, den man zwar erwarten kann, aber im Kontext ziemlich deplatziert ist. Man merkt, dass Harris irgendetwas benötigt hat, um die Geschichte in eine bestimmte Richtung zu lenken.Der Plot ist sehr fokussiert erzählt, man bekommt fast nur das serviert, was der Titel verspricht – nämlich das Konklave. Vorgeschichte gibt es nur eine kurze, Nachgeschichte fast keine. Einen Showdown in dem Sinne, wie wir es bei konventionellen Krimis und Thriller gewohnt sind, gibt es nicht. Viel eher gibt es mehrere kleine, nämlich immer dann, wenn ein Wahlergebnis feststeht und dieses manifest wird. Vor fast jedem Wahlgang gibt es einen Paukenschlag, der das Ergebnis beeinflusst; ab einem gewissen Zeitpunkt ist allerdings absehbar, wer die Wahl gewinnt, da hätte Harris für mein Dafürhalten kreativer und weniger durchschaubar sein können. Den größten Paukenschlag behält sich Harris aber für den Schluss vor, und setzt damit letztendlich auch sein eigenes Statement.Fazit: „Konklave“ ist ein akkurat recherchierter Roman, der eigentlich weder als klassischer Krimi, noch als Thriller durchgeht, aber doch einiges an Spannung aufweisen kann, wenngleich der Einstieg nicht der leichteste ist.Mehr Rezensionen gibt's auf Krimisofa.com

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  • Gute Hintergrundinformationen

    Konklave
    Happybook

    Happybook

    06. May 2017 um 09:29

    Gute Recherche, interessante Hintergründe und ein angenehmer Schreibstil kennzeichnen dieses Buch. Der Ablauf eines Konklave sowie vatikan-interne Strukturen und Machtkämpfe werden transparent. Insgesamt fehlt mir die Spannung, die "große Story", der erwartete "Glamour" hinter den Vatikanmauern. Für alle empfehlenswert, die sich für die Vorgänge bei einer Papstwahl interessieren und einen informativen Blick hinter die Kulissen des Vatikans werfen möchten.

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  • Eligo in Summum Potificem-ich wähle zum höchsten Pontifex

    Konklave
    Filzblume

    Filzblume

    18. March 2017 um 10:51

    Verlag Heyne 2016,HC- Ausgabe Seit dem 13. Jahrhundert ist es Methode, Sicher zu stellen, dass sich die Kardinäle zu einer Entscheidung finden- die Kapelle nicht zu verlassen, bis ein neuer Papst gewählt wird. Eine Herausforderung für den Dekan des Kardinalskollegiums, Erzbischof von Mailand, Kardinal Jacopo Lomeli, der nach dem Tod des Papstes das Konklave leitet. Erfahren im Procedere des Konklave, kommen dem Kardinal Zweifel über den Tod des Papstes, auch plagen ihm Zweifel in Glaubensfragen. Doch er muss die Abstimmung vorbereiten.117 Kardinäle sind auf dem Weg nach Rom um abzustimmen, wer für die kommende Ära die katholische Kirche durch schwierige Zeiten, und die Gläubigen durch eine von Krisen geschüttelte Welt führt. Doch ein unerwarteter Kardinal kommt im letzten Moment nach Rom, kurz bevor sich die Kardinäle in die Sixtinische Kapelle zurückziehen. Lomeli ist der der Protagonist des Romans, er selbst hat keine Ambitionen auf das Amt, sein Wunschkandidat ist Kardinal Bellini, der dem verstorbenen Papst sehr nahe stand. Lomeli bittet Gott um Beistand und Rat, er hat das Wohlergehen der Kirche im Sinn, und möchte verhindern, das allzu Ehrgeizige das höchste Amt bekleiden. Immer wieder fragt er Gott, sucht in den Fresken des Michelangelos- dort schaut er in die Kuppel, um Antworten und eine Eingebung zu erhalten. Diese Schilderung ist besonders gelungen. Der Autor hat es verstanden, das Procedere und die Zeremonien rund um die Abstimmung in Szene zu setzen. Auf gefühlvolle, aber dennoch spannende Weise schildert er uns einen Ablauf zur Papstwahl, wie sie sein könnte. Der Spannungsbogen wurde langsam aufgebaut. Für mich begann der Thriller ab Seite 200, davor kleine Andeutungen auf das nahende Unheil. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Die Gebete von Lomeli haben mich sehr berührt, und ließen mich so seinen Charakter ergründen. Seine innere Zerrissenheit und der Kampf gegen seine Zweifel haben ihn menschlich gemacht, und nicht unfehlbar. Die lateinischen Wörter bzw. Sätze sind übersetzt und fließen in das Geschehen. Harris schneidet Themen der Kirche an, Frauen in der Kurie, Missbrauch und Homosexualität.  Das Ende des Buches war überraschend - hat mir persönlich gefallen. Ein Buch mit hohem Lesewert. Habemus Papam.    

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    • 4
  • sehr informativ & unterhaltsam

    Konklave
    Petra1984

    Petra1984

    27. February 2017 um 07:27

    Ich habe mir von diesem Buch sehr viel erwartet und wurde nicht enttäuscht. Es ist sehr gut recherchiert und sehr informativ. Man erhält sehr viel Hintergrundinformationen übder den Ablauf eines Konklaves. Die Spannung fehlt aber leider komplett, aber trotzdem ein sehr gutes Buch.

  • "Der Papst ist tot,lang lebe der Papst!"

    Konklave
    DerVorleser

    DerVorleser

    23. January 2017 um 18:17

    Wer schon immer mal wissen wollte,wie der Ablauf eines "Konklaves" funktioniert,und was dabei für Intrigen und Machenschaften hinter den Kulissen stattfinden,der sollte diesen Roman lesen!. Hier wird spannend bis zur letzten Seite beschrieben,wie man den "Heiligen Geist" überzeugt den passenden Papst zu finden!.Zu guter letzt,gab es noch ein Ende mit dem Ich so nicht mehr gerechnet hatte!. Auf jeden Fall lesen,ein wirklich gutes Buch!.

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  • Demnächst in Rom- irgendwann

    Konklave
    karatekadd

    karatekadd

    03. January 2017 um 21:58

    Wahlen bestimmen (mehr oder weniger) die Politik in einem Staat. In aller Regel dauert so eine Wahl für ein Parlament auch nur einen Tag, plus Auszählung der Stimmen ein wenig länger. Bei Staaten, deren Territorium sich über mehrere Zeitzonen erstreckt, kann es auch mehrere Tage dauern. Dann kommt es hier und da zu Überprüfungen der Wahlen bezüglich der korrekten Durchführung. Diverse Gerichte beschäftigen sich dann mit der möglichen Wiederholung. Außerdem gibt es unter den Staaten auch noch Diktaturen, in denen Wahlen von vorn herein fragwürdig erscheinenLetztlich gibt es noch einen Staat, in dem ist alles anders. Dies ist der Vatikanstaat. Da kommt das „Wahlvolk“ aus allen Teilen der Welt in die Stadt am Tiber. Man könnte die Wahlteilnehmer auch Wahlmänner nennen. Diese Wahlmänner wurden nie gewählt, sie wählen kraft ihres Amtes ihr Oberhaupt. Das ist der Pontifex Maximus. Dessen Vor- oder auch Vorvorgänger hat die Wahlmänner mal in diese Funktion ernannt. Nach der Ernennung nennen sie sich Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalis. Die Kardinäle, nie mehr als 120, wählen manchmal tagelang das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Sie wählen geheim - denkt man. Außerdem werden sie eingeschlossen, damit sie von außerhalb nicht beeinflusst werden können. Aber schon zu Zeiten des Rodrigo Borgia, bekannt geworden als Papst Alexander VI. (1431 - 1503), gab es Mittel und Möglichkeiten, dieses Gebot zu umgehen. Rodrigo Kardinal Borgia kommunizierte mit einem Spiegel mit der Außenwelt um den „Kollegen“, die damals nur einfachste Speisen erhielten, mit einem Brathuhn etwas „Gutes“ zu tun: Im Brathuhn waren diverser geldwerte Versprechungen eingebacken.Ein wenig davon scheint heute noch vorhanden zu sein, die Teilnehmer am KONKLAVE können im gleichnamigen Roman von Robert Harris die Fenster ihrer Unterkunft nicht öffnen. Jedoch hat der Kardinaldekan ein paar Helfer, die sowohl innerhalb als auch außerhalb wirken und so ganz sind die spekulativen Berichte der Medien doch nicht ohne Grundlage. Es ist die fiktive Beschreibung der möglicherweise nächsten Papstwahl Kardinal Lomeli ist der Dekan des Kardinalkollegiums und als höchster Kardinalbischof primus inter pares. Lomeli wird eines Nachts an das Totenbett des Heiligen Vaters gerufen, einige der Kollegen sind schon da. Einmal Kardinal Bellini, Staatssekretär, der Camerlengo Kardinal Tremblay und Kardinal Adeyemi, oberster Beichtvater im Vatikan. Tremblay ist Kanadier, Adeyemi ist Nigerianer. Tremblay zerbricht den Fischerring: „Sede vakante!“ Es fehlt in dieser Runde noch Kardinal Tedesco, der Patriarch von Venedig. Alle fünf wären unter Umständen Anwärter auf den Bischofsitz in Rom. Lomeli wird das Konklave leiten müssen, eine mühsame Aufgabe. Kurz bevor die Türen geschlossen werden, erreicht ein unbekannter Priester den Vatikan. Keiner kennt den Erzbischof von Bagdad, Kardinal in pectore, ernannt vom Herzen des Heiligen Vaters her. Benítez ist Philippiner. Das Konklave kann beginnen...Der Heilige Vater gleicht in seiner Beschreibung ein wenig (?) dem Papst Franziskus. Er hat auf die päpstliche Wohnung verzichtet, wie auch auf die roten Schuhe, seine Gewänder sind zwar weiß aber von schlichter Einfachheit. Er war umstritten und die gezeigte Armut wurde ihn schon mal als Hochmut ausgelegt. Nun ist er beerdigt. Und die Kardinäle fangen an zu wählen...Hauptfigur ist der Kardinaldekan, der sich plötzlich mit Informationen versehen sieht, die die aussichtsreichsten Anwärter auf den Stuhl Petri diskreditieren. Er fühlt sich gezwungen, diese mit ihren Verfehlungen zu konfrontieren. Immer mehr Stimmen fallen auf ihn. Auch dieser unbekannte Kardinal bekommt einige... Am Ende steigt weißer Rauch auf und Lomelis Gebete scheinen gefruchtet zu haben: Er bleibt der Dekan des Kollegiums. Und doch: Ein Gespräch steht nun noch aus ...* * *Robert Harris führt uns in die Sixtinische Kapelle und in die Casa Santa Marta, das vatikanische Gästehaus. Der gesamte Roman handelt in und zwischen diesen beiden Orten. Er durfte mit Genehmigung des Vatikans vor Ort recherchieren. So werden die Bilder lebendig und authentisch.Die Kurie, der Vatikan bilden seit Jahrzehnten den Stoff für Stories, Verschwörungen, Verbrechen. Warum starb Johannes Paul I. bereits nach 33 Tagen (1978) im Amt? Warum hing der Chef der Banco Ambrosiano 1982 an einer Londoner Brücke und was verband ihn mit der Vatikan Bank? Gegenstand ständiger Diskussionen ist die Rolle der Kirche und Pius XII. im Zweiten Weltkrieg und und und... Dieser Roman bedient derartige Verschwörungstheorien nicht. Er zeigt, dass die Diener Gottes vor allem eines sind: Menschen mit allen ihren Stärken und Schwächen. Die große Weltpolitik spielt gar keine Rolle, wobei allerdings das Konklave plötzlich darüber sprechen muss, wie es mit einer Reihe von Terroranschlägen in Rom und München umgehen soll. Wohl aber spielt eine Rolle, wie integer, wie unantastbar ein Oberhaupt der katholischen Kirche sein muss, etwas worüber die Medien in jeder Sedisvakanz hemmungslos spekulieren.Ein interessanter Roman, der die aktuellen Probleme der römisch - katholischen Kirche betrachtet und bestimmte Eigenheiten und Eigenschaften des amtierenden Papstes hierbei mit einbezieht. Harris schildert die Mühen und die Intrigen und „gestaltet eine große Parabel über die Versuchung der Macht.“ Der Leser meint am Ende vermutlich, ja, so könnte das nächste Konklave ablaufen.Die Macht ist schon sehr lange das Thema des Autors Robert Harris. Seine Romane über das Römische Reich oder über das Dritte Reich (siehe Vaterland) wie auch aktuellere Themen zeigen die Formen der Macht als „Treibstoff der Geschichte“. Das inst in diesem hier besprochenen Roman nicht anders. Die älteste noch nach alten Riten ausgeübte Wahl der Welt, 700 Jahre alt, geheim und mächtig, bildet den Stoff, aus dem solche fesselnden Romane entstehen. Hier wählen wenige alte Männer ein Kirchenoberhaupt, welches 1,2 Milliarden Menschen repräsentiert.„Nach Harris ist Macht wie Plutonium und die ganze Menschheitsgeschichte besteht in dem Bemühen, diesen Sprengstoff unter Kontrolle zu behalten. Keiner darf zu viel davon haben und er muss in den richtigen Händen liegen.“* * *Schon immer mal wollte ich einen Robert Harris, der ursprünglich Journalist war, lesen. Sein Erfolg zeigt sich auch darin, dass Vaterland, sein erster Roman, es ihm ermöglichte, sich ein zu ständigen Schreiben inspirierendes, imposantes Grundstück zuzulegen.Mit diesem Roman ist der Grundstein für weitere Lektüre unbedingt gelegt.© KaratekaDDhttp://litterae-artesque.blogspot.de/2017/01/harris-robert-konklave_48.html

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  • Ein paar Dutzend alte Männer wählen ihren Vorsitzenden

    Konklave
    lacrimosadiesilla

    lacrimosadiesilla

    01. January 2017 um 14:49

    Nachdem der alte Papst - ein Reformer - gestorben ist, versammeln sich die Kardinäle in Rom, um seinen Nachfolger zu bestimmen. Wir erleben das sofort einsetzende Ränkespiel aus der Sicht Kardinal Lomellis, dem Dekan des Kardinalskollegiums, der das Konklave leitet.Robert Harris gelingt es auf eine faszinierende Art und Weise die politischen Manöver darzustellen, mit denen die Favoriten auf das Papstamt sich die Stimmen ihrer Kardinalskollegien sichern. Die Atmosphäre des Romans ist andächtig, alles vollzieht sie leise und würdevoll und trotzdem reißt die Spannung keinen Moment lang ab. Das ist meisterhaft ausgeführt. Zudem sind die Hintergründe bis ins kleinste Detail recherchiert. Das geschilderte Konklave könnte in der Realität wahrscheinlich exakt so ablaufen, wie im Roman.Einen Stern Abzug gibt es für den unerwarteten Twist am Schluss, der wie ein (aus meiner Sicht) unnötiger Fremdkörper wirkt.Klare Leseempfehlung!

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    • 3
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 2150
  • Und führe uns nicht in Versuchung

    Konklave
    SA-M-T

    SA-M-T

    11. December 2016 um 19:51

    Der Papst ist tot und die Augen der Ganzen Welt sind auf den Vatikan gerichtet. Dort sollen 117 Kardinäle einen neuen Hirten der katholischen Kirche bestimmen. Kurz vor Beginn der Konklave taucht ein weiterer Kardinal auf, von dem niemand bislang etwas wusste. Es ist der Kardinal von Bagdad. Das Konklave beginnt und gleich nach der ersten Abstimmung kristallisieren sich die Favoriten heraus. Doch nach und nach tauchen Informationen auf, die die Wahl immer wieder neu beeinflussen, bis schließlich im 8. Wahlgang eine Überraschung ansteht. Der neue Papst wird den Namen Innozenz tragen ... Robert Harris ist ein Meister der Spannung und schafft es in den unterschiedlichsten Themenbereichen ein Meisterwerk abzuliefern. Immer wieder lesenswert. 

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  • Sehr realitätsnah

    Konklave
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    21. November 2016 um 12:51

    Sehr realitätsnahFast ein wenig dokumentarisch nimmt Robert Harris in seinem neuesten Werk den Leser mit hinein hinter die Mauern des Vatikans, in das Konklave der Kardinäle zur Wahl eines neuen Papstes.Und während der „spannungsreiche“ Teil, den man von Harris immer auch mit gewohnt ist, in diesem Werk eine stark zurückgezogene Rolle spielt, gelingt es Harris dennoch, den Leser mit den inneren Zweifeln, der Gratwanderung zwischen dem „der Kirche dienen“ und dem „allein Gott dienen“ durchgehend zu fesseln.Was nicht zuletzt an der Gestaltung seiner Hauptfigur, des Kardinaldekans Lomeli, Leiter der Papstwahl und deren Organisation, liegt.Einer, der in sich Zweifel trägt. Zweifel, die stark genährt werden vom Verhalten von Gottes „Bodenpersonal“. Das Macht. Und Einflussgerangel innerhalb der Kirche, vor allem unter den Kardinälen, die „dunklen Geheimnisse“, die so mancher aussichtsreiche Kandidat tief vergraben wähnt, die aber einen Lomeli nicht davon abhalten werden, Spuren nachzugehen, sich selbst in Frage und um Vorgänge des Konklaves herum sehr hartnäckig Fragen zu stellen.Vor allem aber sollte der ein oder andere Kardinal vielleicht den Satz Jesu beherzigen: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“. Was einen der Kandidaten alle Chancen kosten wird.In einer Welt, die gefährdet ist, was auch das Konklave im direkten Sinne zu spüren bekommen wird. In einer Kirche, die sich mit Veränderungen schwertut und schon beim nun verstorbenen Papst (durchaus als Figur angelehnt an den aktuellen Papst) offen murrte über die „Reformlust“.„Ich kann dein Urteil nicht ertragen, doch suche ich Erlösung durch dich“. Das ist die andere Seite der Medallie, die Harris ebenso zu Wort kommen lässt. Stellvertretend für viele im Konklave und in der Kirche ringt Lomeli mit seinem Glauben, versucht, die Stimme des Geistes zu erfassen, übt sich in Demut und Pflicht.„Niemand der seinem Gewissen folgt….handelt jemals falsch. Der einzige Leitfaden für die Handlungen eines Menschen kann nur sein Gewissen sein“.Diese tröstenden, mahnenden, sehr protestantischen Worte stützen Lomeli in einer konkreten Krise. Ausgesprochen von einem geheimnisvollen Kardinal, jung für seinen Rang, nicht auf der Liste, heimlich vor Kurzem von alten Papst noch ernannt. Benitez, Erzbischof von Bagdad und noch so einiges mehr, was sich vor allem am verblüffenden und unerwarteten Ende des Romans zeigen wird und einiges mit den Rasierutensilien des Kardinals aus dem Irak zu tun haben wird.„War es tatsächlich möglich, dass er in den vergangenen 30 Jahren der Kirche und nicht Gott gehuldigt hatte“? Das wird die Kernfrage werden, an der Lomeli sich innerlich, geistlich abarbeitet, während er zugleich das, aus den Fugen geratene, Konklave führen und organisieren muss. Wobei dieses und die Formen, in denen es abgehalten wird, immer wieder von Harris in Ruhe auch erläutert wird, ohne dabei langatmig oder allzu trocken im Stil zu werden.Intrigen, Geheimnisse, überraschende Wendungen auf der einen Seite, die Korrumpierbarkeit auch hoher kirchlicher Würdenträger auf der anderen Seite, das, „warum es eigentlich geht“ als roter Faden durch das gesamte Werk und ein plastischer und ohne Längen zu lesender Einblick in den Kern der katholischen Kirche und des Vatikan. Wie aus seinen Werken gewohnt gelingt es Harris wieder einmal, sein „Einfühlens in andere Welten“ und einer Darstellung in klarer, direkter Sprache samt der differenzierten Entfaltung von Personen und Beziehungen aus einem Guss zu erzählen.

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  • Robert Harris: Konklave - gut, einfach gut!

    Konklave
    steijner12

    steijner12

    16. November 2016 um 22:25

    Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner ... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt. Ist der aufrechte Kirchenmann der neue Hoffnungsträger in Zeiten von Krieg und Terror – oder ein unerbittlicher Rivale mit ganz eigenen Plänen? Die Welt wartet, dass weißer Rauch aufsteigt ...Robert Harris ist bekannt für seine Thriller, in denen er spannende Geschichten vor dem Hintergrund machtpolitischer Konflikte erzählt. In seinem neuen Roman "Konklave" spielt er mit einem besonderen Rahmen - einer Papstwahl. Dramatischer MomentAm Anfang steht ein dramatischer Moment. Der Papst ist gestorben, und nun ist eine der mächtigsten Positionen der Welt nicht besetzt. Dieser Zustand darf nicht lange dauern, immerhin ist der Papst die höchste Autorität für mehr als eine Milliarde Katholiken auf allenKontinenten. Aber es gibt eine seit Jahrhunderten festgelegte Regelung, wie diese Machtvakuum kurzfristig aufgehoben werden soll.Von der Außenwelt abgeschottetAn diesem Punkt setzt der neue Roman des britischen Erfolgsautors Robert Harris (59) ein. In einem Konklave wählen die Kardinäle von der Außenwelt abgeschottet einen aus ihrer Mitte zum neuen Führer der Katholischen Kirche. Nichts darf in diese Versammlung mächtiger alter Männer hineinkommen und nichts darf herauskommen, bis der neue Papst gewählt ist.Seit Jahrhunderten blühen die Spekulationen darüber, was bei einer solchen Papstwahl vor sich geht. Harris geht in "Konklave" mitten hinein in die Papstwahl. Hauptfigur seines Romans ist Jacopo Lomeli, Kardinal im Vatikan und durch sein Amt dafür zuständig, die Papstwahl zu organisieren und zu leiten. Der bescheidene Mann, selbst ohne jegliche Ambitionen auf das Amt, geht in seiner Aufgabe auf, die er als persönliche Pflicht dem verstorbenen Papst ebenso wie der Kirche im Allgemeinen gegenüber empfindet. Neutraler BeobachterLomeli ist der neutrale Beobachter, der mehr weiß als alle anderen. So kann er ganz genau die Favoriten benennen und ihre Chancen einschätzen. Aber er weiß auch um ihre dunklen Seiten. Und daher beginnt er schon bald, sich Sorgen um die Entscheidung der Versammlung zu machen. Die Favoriten entsprechen den klassischen Klischees über die Kurie. Einer ist italienischer Traditionalist, ein anderer ein nordamerikanischer Modernisierer, ein Dritter vertritt die Kirche der Dritten Welt. Nur einer wird sich durchsetzen können, und es sieht nach einen langwierigen Auswahlverfahren aus. Viele HintergrundinformationenDer Roman, der so ganz nebenbei viele Hintergrundinformationen über Vatikan und Papsttum vermittelt, nimmt Fahrt auf, als Lomeli Gewissensbisse bekommt und meint, den Entwicklungen nicht einfach zusehen zu können. "Ist es nur meine Pflicht, die Beratungen meiner Kollegen zu organisieren", fragt er sich. "Oder liegt es auch in meiner Verantwortung, mich einzumischen und das Ergebnis zu beeinflussen?"Mysteriöser KardinalHinzu kommt, dass er Vieles von dem, was er weiß, eigentlich gar nicht wissen dürfte, zumal dann auch noch ein mysteriöser Kardinal auftaucht, den niemand kennt oder einschätzen könnte. Hat auch der von Lomeli verehrte verstorbene Papst merkwürdige Spielchen mit den Kardinälen gespielt? Und was hat es auf sich mit den Gerüchten über die Favoriten? Nur ein paar Tage, aber vollgepacktDie Handlung von "Konklave" nimmt nur ein paar Tage ein, aber diese sind erstaunlich vollgepackt mit Intrigen, Machtpoker und Finten. Die Kandidaten bekämpfen einander mit großer Härte, aber immer innerhalb des Rahmens der offiziellen Regeln. Die Doppeldeutigkeit vieler Aussagen und Fakten macht Lomeli zu einem Detektiv auf der Suche nach der Wahrheit im Konklave. Bis ganz zum Schluss hält Harris die Spannung in "Konklave" aufrecht. Es bleibt lange Zeit offen, wer sich durchsetzt und wie es ihm gelingt. Und ganz zum Schluss bringt Harris noch einen besonderen Clou unter - grandios, denn das Ende war irgendwie absehbar, doch was Harris daraus zaubert, ist genial! Fazit"Konklave" ist mit seinem ungewöhnlichen Rahmen und Personal ein Thriller ganz eigener Art. Aber der Roman unterhält vorzüglich.Lesen Sie weitere Rezensionen in meinem Blog auf Bennis Wühlkiste

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