Robert Harris München

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Inhaltsangabe zu „München“ von Robert Harris

September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?
Der neue Politthriller von Robert Harris – ein Roman über Hochverrat und Unbestechlichkeit, über Loyalität und Vertrauensbruch. Und wie immer bei Robert Harris lassen sich über die historischen Figuren und Ereignisse erhellende Bezüge zur aktuellen Weltpolitik herstellen.

Eine überaus spannende und bereichernde Geschichtsstunde der besonderen Art ~ Harris ist der beste Geschichtslehrer!

— Shimona

Geschichtlich interessant, sonst eher langweilig

— faanie

Nach 300 Seiten abgebrochen...Spannung kann man hier lange suchen. Es ist ein Anereinanderreihung von bürokratischen Akten. schade!

— eulenmatz

Anfangs etwas schleppend, der zweite Teil gleicht dies allerdings wieder aus.

— birarnol

Irgendwie kam ich nicht wirklich rein in die Geschichte. Am Anfang fand ich es gut doch irgendwann hab ich das Interesse verloren .

— Melanie_Grimm

Zu viel Politik, zu wenig Spannung, aber gut geschrieben. Den Hype um dieses Buch kann ich aber nicht nachvollziehen.

— Petra1984

Begeisternd und absolut fesselnd

— Sigismund

Ein Polit-Thriller, der sogar Politik-Muffel zu fesseln versteht! (*****)

— Insider2199

Ein gutes Buch mit großem historischen Anspruch - aber die Euphorie darum kann ich literarisch nicht verstehen.

— Nil

Ein klassischer Politthriller - sehr empfehlenswert

— Yolande

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  • ein detailreicher Blick auf den September 1938

    München

    wiechmann8052

    13. April 2018 um 22:10

    Klappentext:September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?Die historischen Personen sind uns allen von Schwarz- Weiß Fotos bekannt, wir alle kennen die Berichte über die Münchener Konferenz und ihre Folgen. Robert Harris hat kein Geschichtsbuch geschrieben, durch die beiden erfundenen Hauptpersonen werden wir Leser mitten in das Geschehen hinein gezogen. Wir "sehen" selber die Anzeichen von Müdigkeit im Gesicht von Chamberlain nach einer langen Nachtsitzung mit seinem Kabinett. Wir hören die Wutanfälle Hitlers live anstatt nur in alten Tonaufnahmen.So akribisch beschreibt Robert Harris die Geschehnisse um die Münchner Konferenz ein Jahr vor Kriegs-ausbruch. Wir erleben mit das durch die große Angst vor einem erneuten Krieg Hitler viele Zugeständnisse gemacht werden. Durch diesen Roman wurde bei mir Verständnis geweckt für die damals Handelnden, dass mir bis jetzt gefehlt hat. Auch die Widerständler in Deutschland kommen nicht zu kurz aber ihr damaliges Problem war die Uneinigkeit und dadurch Unglaubwürdigkeit bei den anderen Mächten das wird sehr gut dargestellt.Das Buch ist durch seine Detailgenauigkeit nicht einfach zu lesen aber es lohnt sich

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  • 1938 ~ Der Weg zum Münchener Abkommen als Spionagethriller

    München

    Shimona

    09. April 2018 um 04:50

    Der Geschichtsthriller basiert auf das  Münchener Abkommen, das 1938 von den Großmächten England, Frankreich, Italien  und Deutschland unterzeichnet wurde. Hätte mir gewünscht , damals in der Schule  statt oftmals langweiligem Unterricht solch  ein Buch gelesen zu haben. Eine bessere  Grundlage für eine abwechslungsreiche unterhaltsame Geschichtsstunde kann man  sich nicht wünschen. Interessant finde ich, dass Harris oft  erwähnt wie wichtig doch die Leistung des Übersetzens und Dolmetschens ist. Auch wird überhaupt die Anstrengung, die mit politischen Verhandlungen einhergehen sehr gut an der Person von Chamberlain dargestellt. Wie erschöpft dieser ist wird in zahlreichen Szenen erwähnt. Um den Weltfrieden zu retten reisen Legat  als Privatsekretär Chamberlains, sein  einstiger Studienkollege Hartmann aus dem  Auswärtigen Amt und Premierminister Chamberlain nach MÜNCHEN.  Im Führerbau angekommen, werden die Verhandlungen und Treffen mit Hitler so authentisch dargestellt, dass der Leser das Gefühl hat neben den Darstellern zu stehen.  In jeder Hinsicht ist dieses packende Werk empfehlenswert. Für Leser die eine Geschichte mit hervorragend  ausgearbeiteten Spannungsbogen und lehrreicher Hintergrundinformation über geschichtlich-politische Zusammenhänge die zum Zweiten Weltkrieg führten zu schätzen wissen, ist dieses Buch eine  kluge und bereichernde Lektüre.

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  • Geschichtsstunde a la Harris

    München

    PagesofPaddy

    17. March 2018 um 23:18

    „München“ ist sicherlich nicht das beste Buch von Robert Harris aber trotzdem ist es ein gutes Buch geworden. Wie immer schafft es Harris die Geschichte unglaublich lebendig wirken zu lassen. Wie so oft gelingt es ihm, uns Lesern, historisch komplexe und anspruchsvolle Thematiken interessant und verständlich zu erläutern. Und das alles passt auch zu „München“. Es ist in der typischen Harris Art geschrieben. Seine Art muss man mögen, aber wenn man das tut, dann ist auch „München“ wieder eine (Lese)Reise werde. Was mir ein bisschen gefehlt hat war die Spannung. Es lies sich zwar wirklich gut lesen und war auch nie uninteressant aber so richtig spannend war es selten. Das ist aber kein großer Minuspunkt. Die Geschichte, rund um das Münchener Abkommen 1938, ist auch so gut genug erzählt. Aber so ein bisschen mehr wäre schon schön gewesen. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Harris hatte ich bei diesem ausnahmsweise mal keine großen Probleme mit den Namen. Da hab ich damals in „Intrige“ deutlich mehr zu kämpfen gehabt. Alles in allem ist es ein wirklich interessantes Buch geworden, welches einen gelungenen, vielschichtigen Einblick in die Geschehnisse rund um das Zustandekommen des Münchener Abkommen liefert. Für Harris Fans eine klare Empfehlung und der Rest darf gerne auch mal einen Blick drauf werfen!

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  • Kein guter Start für Robert Harris und mich

    München

    eulenmatz

    16. February 2018 um 14:37

    INHALT: September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen? MEINUNG: Robert Harris ist ein Autor, von dem ich unbedingt mal etwas lesen wollte. Ich schaue sehr gerne mal Politthriller und wollte es gerne mal mit einem Buch in diese Richtung probieren. Der Roman befasst sich mit dem Münchner Abkommen, welches am 29. September 1938 zwischen Hitler, Chamberlain. Daladier und Mussolini geschlossen worden ist. Dieses Abkommen bestimmte, dass die damalige Tschechoslowakei das Sudetenland an das ehemalige Deutsche Reich abtreten musste. Sowohl die Tschechoslowakei als die Sowjetunion waren allerdings bei diesem Treffen nicht dabei. Das Buch wechselt immer wieder zwischen den Sichten von Hugh Legat und Paul von Hartmann. Man spürt die Beklommenheit auf englischer Seite. Chamberlain möchte unbedingt einen Krieg verhindern. Legat und von Hartmann sind fiktive Charaktere. Das Treffen der Herren ist wirklich geschehen und der Personenkreis um die Regierungschefs existierte z.T. auch wirklich, aber die sonstige Handlung ist aus der Feder von Robert Harris gesprungen. Dennoch hält er sich sehr nah an die Fakten. Man hat das Gefühl, dass quasi jedes wichtige Dokument aus dieser Zeit ausgespürt und dieses in dem Roman verarbeitet hat. Dieser Bürokratismus ist zwar wichtig für das Ereignis, hat mich aber dann doch sehr ermüdet. Der Personenkreis ist auch sehr groß. Ich hatte große Mühe, die zu großen Teilen nur aus Männern bestehenden Nebencharaktere auseinander zu halten. Mir sagten die Namen auch alles nichts. Ich habe nebenbei immer gegoogelt, um mich ein bisschen vertrauter mit den Herren zu machen. Dennoch wäre ein Personenverzeichnis wirklich hilfreich gewesen, denn man erfährt zwar die Funktionen der Männer, aber sonst bleiben sie recht farblos und so auch weniger Gedächtnis. Die Handlung schleicht so 200 Seiten vor sich hin bis sich die Delegation dann endlich auf den Weg nach München macht. Das Buch hat nur gute 400 Seiten. Es tut dem Ablauf nicht gut, wenn auf der Hälfte eigentlich nichts Nennenswertes passiert, aber ich habe auf den zweiten Teil gehofft. Ich habe weitere 300 Seiten gelesen, die minimal spannender waren, weil sich auch endlich Legat und von Hartmann wieder begegnen. Auch der Widerstand gegen Hitler auf deutscher Seite hätte Spannungspotential haben können, aber auch das wurde nicht ausgeschöpft. Man führte eher steife Gespräche. Nach 300 Seiten habe ich das Buch dann abgebrochen, weil es einfach nicht mehr ging und es mich auch einfach nicht mehr interessiert hat. FAZIT: Mein erster Harris war jetzt leider nicht von Erfolg gekrönt. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen, geschweige denn mitreißen. Mir fehlten hier schlichtweg die Spannung und der Sog, der mich die Geschichte hätte weiterverfolgen lassen. Trotzdem bekommt Robert Harris nochmal ein Chance. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

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  • Eine brisante Zeit..

    München

    TheCoon

    04. February 2018 um 21:30

    München kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Chamberlain und Hitler treffen sich am Verhandlungstisch um die Sudetenfrage zu klären. Chamberlain versucht eisern Hitler am Ausbruch eines Krieges zu hindern, den dieser mehr als alles andere anstrebt. Hugh Legat, ein Mitarbeiter aus dem Beraterkreis von Chamberlain reist mit ihm zusammen nach München und trifft dort auch seinen alten Studienkollegen Paul von Hartmann. Dieser ist Mitglied der NSDAP aber gleichzeitig in einer Untergrundbewegung aktiv, die Hitler stürzen will. Wie man bereits vermuten kann, handelt es sich hier also in mehreren Hinsichten um ein Katz-und-Maus Spiel. Sowohl am Verhandlungstisch in aller Öffentlichkeit, aber auch im Hintergrund in den Beratungszimmern und auch in den Widerstandsbewegungen. Eine spannende Handlung von einem gefeierten Autor, die mich dann aber leider doch in einigen Hinsichten enttäuscht hat. Die Handlung in der ersten Hälfte verläuft schleppend und nicht richtig mitreisend. Im zweiten Teil werden die Gefahren und das strategische Feingefühl, die die Geschichte bestimmen deutlicher. Die beiden Hauptpersonen Legat und von Hartmann bleiben aber doch irgendwie eindimensional und trüb. Somit war für mich die Handlung dieser beiden Charaktere eher langweilig obwohl man gerade in so einer bedeutenden Zeit mit mehr Brisanz hätte rechnen können. Der Teil, der die Verhandlungen zwischen den Engländern und den Nazis beschreibt, wirkt authentisch und beschreibt hervorragend, wie sich die offiziellen und die inoffiziellen Besprechungen unterscheiden und wie strategisch hier vorgegangen wird. Alles in allem, ein solider Politik-Roman, der aber etwas mehr Pep vertragen könnte.

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  • Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen…

    München

    Havers

    31. January 2018 um 13:53

    Wenn es darum geht, aus historischen Fakten und/oder Persönlichkeiten interessante Romane zu kreieren, dann ist man bei dem englischen Autor Robert Harris an der richtigen Adresse. Ganz gleich, ob er die Lebensgeschichte des römischen Konsuls Cicero oder, wie in seinem neuesten Roman, die Ereignisse rund um das Münchner Abkommen von 1938 beschreibt. Das Ergebnis liefert dem historisch interessierten Leser immer eine nicht nur informative sondern auch unterhaltsame Lektüre, die es schafft, auch aktuelle politische Strömungen und Ideen in diesem fiktionalen Rahmen zu verarbeiten.In Harris‘ aktuellem Roman „München“ geht es um nichts weniger als den Weltfrieden. Deutschland rasselt mit dem Säbel, Europa befindet sich an der Schwelle zu dem nächsten großen Krieg, weshalb sich Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland – vertreten durch Chamberlain, Mussolini, Daladier und Hitler – auf Initiative des britischen Premiers in München treffen, um das Unheil abzuwenden und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Hitlers Begehr ist das Großdeutsche Reich, und darum möchte er sich die nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen Territorien zurückholen. Sein Expansionsdrang geht Richtung Osten, konkret möchte er sich das Sudetenland zurückholen, am liebsten mit Waffengewalt. Und genau das gilt es, mit aller Kraft und sämtlichen Tricks zu verhindern.Soweit die historisch verbürgten Tatsachen, auf die sich Harris in seinem Roman stützt. Fiktion sind die beiden vom Autor hinzugefügten Protagonisten: Hugh Legat (Brite und Privatsekretär Chamberlains) und Paul von Hartmann (Deutscher und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts). Sie kennen sich von früher und waren befreundet. Und vielleicht können die beiden über ihre persönlichen Beziehungen den Lauf der Weltgeschichte beeinflussen…Dass dem nicht so war, ist ja hinreichend bekannt, und dennoch lockert gerade dieses fiktionale Element das stellenweise sehr trocken erzählte Prozedere der Konferenz auf und sorgt gleichzeitig durch die thematisierte Septemberverschwörung für eine minimale Dosis Dramatik. Dennoch bleibt dieser Roman doch hinter meinen Erwartungen zurück. Harris hat zwar wie immer gut recherchiert, aber im Großen und Ganzen ist mir das Ergebnis zu langatmig, zu detailverliebt, zu bedächtig – es fehlen die entsprechenden Verwicklungen, die ich von einem spannenden Politthriller erwarte.

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  • München 1938

    München

    Patno

    24. January 2018 um 20:20

    Robert Harris stand schon seit längerem auf meiner Wunsch-Leseliste. Rezensionen über Buchtitel wie „Dictator“ „Vaterland“ oder „Konklave“ erweckten meine Neugier und ließen keinen Zweifel daran, dass Robert Harris die Kunst des Schreibens meisterlich beherrscht. Davon wollte ich mich nun mit dem neuen Roman „München“ selbst überzeugen, der im Oktober 2018 beim Heyne Verlag erschienen ist. Das Cover spricht mich an. Die Aufmachung des Buches ist hochwertig. September 1938 - die Münchner Konferenz steht kurz bevor. Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler, der italienische Regierungschef Benito Mussolini, der britische Premierminister Neville Chamberlain und der französische Ministerpräsident Édouard Daladier treffen sich in München, um darüber zu entscheiden, ob die Tschechoslowakei das Sudetenland an das deutsche Reich abtreten muss. Hugh Legat arbeitet im Außenministerium und wird den britischen Premierminister Neville Chamberlain nach München begleiten. Dort soll er Paul von Hartmann begegnen, der im Auswärtigen Amt in Berlin arbeitet und zum deutschen Kader gehört. Die beiden kennen sich seit ihrem Studium in Oxford und sind seit damals freundschaftlich verbunden. Ihre Wege kreuzen sich in München nicht ganz zufällig. Hartmann gehört insgeheim einer Widerstandsgruppe gegen Hitler an und sucht in Legat einen Verbündeten. Wird es ihnen gelingen den drohenden Krieg zu verhindern und können sie einander immer noch vertrauen? Obwohl mir das Münchner Abkommen und dessen Resultat grundsätzlich bekannt waren, schaffte es Robert Harris mit seinen beiden charismatischen Protagonisten Legat und Hartmann einen spannungsgeladenem Politthriller zu schreiben, der mich mitgerissen hat. Er schreibt ausdrucksstark und detailreich, verbindet Fiktionen perfekt mit historischen Gegebenheiten, so dass ich als Leser meinte, genauso hätte es damals gewesen sein können. Es ist anzunehmen, dass hier eine umfangreiche Recherche zugrunde liegt. Um so bemerkenswerter finde ich, wie sich Harris seine ihm eigenen Charaktere in dieses Szenario hineingedacht hat. Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht, denn ich musste erst einmal herausfinden, wer wer ist und welche Aufgabe er hat. Doch als ich klarer sehen konnte, habe ich schnell mit Hugh Legat und Paul Hartmann, der etwas später in die Story kommt, sympathisiert. All ihre Aktionen habe ich fieberhaft begleitet, gehofft und gebangt, dass sie nicht enttarnt werden Legat und Hartmann- zwei Helden, die viel Mut beweisen und bereit sind, Grenzen zu überschreiten, auch wenn sie dabei Hochverrat begehen und ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie versuchen verzweifelt Hitler in seinem Größenwahn zu stoppen und Blutvergießen zu verhindern. Den britischen Premierminister Neville Chamberlain fand ich ebenfalls eindrucksvoll in Szene gesetzt. Es war interessant beschrieben, wie Chamberlain Hitler die Stirn geboten hat. Dieser Thriller sucht den anspruchsvollen Leser, der es politisch tiefgängig mag und sich für die Geschehnisse rund um Nazideutschland interessiert. Ich habe Robert Harris als Autor schätzen gelernt und empfehle diesen spannungsreichen Spionageroman gerne weiter.

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  • München 1938

    München

    Patno

    24. January 2018 um 20:19

    Robert Harris stand schon seit längerem auf meiner Wunsch-Leseliste. Rezensionen über Buchtitel wie „Dictator“ „Vaterland“ oder „Konklave“ erweckten meine Neugier und ließen keinen Zweifel daran, dass Robert Harris die Kunst des Schreibens meisterlich beherrscht. Davon wollte ich mich nun mit dem neuen Roman „München“ selbst überzeugen, der im Oktober 2018 beim Heyne Verlag erschienen ist. Das Cover spricht mich an. Die Aufmachung des Buches ist hochwertig. September 1938 - die Münchner Konferenz steht kurz bevor. Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler, der italienische Regierungschef Benito Mussolini, der britische Premierminister Neville Chamberlain und der französische Ministerpräsident Édouard Daladier treffen sich in München, um darüber zu entscheiden, ob die Tschechoslowakei das Sudetenland an das deutsche Reich abtreten muss. Hugh Legat arbeitet im Außenministerium und wird den britischen Premierminister Neville Chamberlain nach München begleiten. Dort soll er Paul von Hartmann begegnen, der im Auswärtigen Amt in Berlin arbeitet und zum deutschen Kader gehört. Die beiden kennen sich seit ihrem Studium in Oxford und sind seit damals freundschaftlich verbunden. Ihre Wege kreuzen sich in München nicht ganz zufällig. Hartmann gehört insgeheim einer Widerstandsgruppe gegen Hitler an und sucht in Legat einen Verbündeten. Wird es ihnen gelingen den drohenden Krieg zu verhindern und können sie einander immer noch vertrauen? Obwohl mir das Münchner Abkommen und dessen Resultat grundsätzlich bekannt waren, schaffte es Robert Harris mit seinen beiden charismatischen Protagonisten Legat und Hartmann einen spannungsgeladenem Politthriller zu schreiben, der mich mitgerissen hat. Er schreibt ausdrucksstark und detailreich, verbindet Fiktionen perfekt mit historischen Gegebenheiten, so dass ich als Leser meinte, genauso hätte es damals gewesen sein können. Es ist anzunehmen, dass hier eine umfangreiche Recherche zugrunde liegt. Um so bemerkenswerter finde ich, wie sich Harris seine ihm eigenen Charaktere in dieses Szenario hineingedacht hat. Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht, denn ich musste erst einmal herausfinden, wer wer ist und welche Aufgabe er hat. Doch als ich klarer sehen konnte, habe ich schnell mit Hugh Legat und Paul Hartmann, der etwas später in die Story kommt, sympathisiert. All ihre Aktionen habe ich fieberhaft begleitet, gehofft und gebangt, dass sie nicht enttarnt werden Legat und Hartmann- zwei Helden, die viel Mut beweisen und bereit sind, Grenzen zu überschreiten, auch wenn sie dabei Hochverrat begehen und ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie versuchen verzweifelt Hitler in seinem Größenwahn zu stoppen und Blutvergießen zu verhindern. Den britischen Premierminister Neville Chamberlain fand ich ebenfalls eindrucksvoll in Szene gesetzt. Es war interessant beschrieben, wie Chamberlain Hitler die Stirn geboten hat. Dieser Thriller sucht den anspruchsvollen Leser, der es politisch tiefgängig mag und sich für die Geschehnisse rund um Nazideutschland interessiert. Ich habe Robert Harris als Autor schätzen gelernt und empfehle diesen spannungsreichen Spionageroman gerne weiter.

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  • Seitenzähler 2018

    LovelyBooks Spezial

    Nynaeve04

    Hallo zusammen! Es ist wieder soweit - ab sofort könnt ihr euch für den Seitenzähler 2018 anmelden.   Worum geht es?Im Allgemeinen geht es um die Auflistung der gelesenen Seiten pro Monat/Jahr. Ihr könnt euch dazu ein Ziel setzen wie viele Bücher und Seiten ihr im Jahr lesen möchtet. Ihr könnt aber auch einfach so ohne Ziel mitmachen. Wie funktioniert es?1. Erstellt einen Kommentar, dann kann ich euch hier verlinken. In diesem Kommentar zählt ihr eure Seiten und Bücher. Bitte zählt in jedem Monat selbst eure Gesamtzahl an gelesenen Büchern und Seiten zusammen. Dies könnt ihr bspw. nach folgendem Muster tun: Januar x Bücher - x gelesene Seiten Februar x Bücher - x gelesene Seiten usw. Gesamt: x Bücher - x gelesene Seiten 2. Wer zwei Monate lang seinen Beitrag nicht aktualisiert hat, scheidet aus. Über diesen Startbeitrag erfahrt ihr, wenn ihr gefährdet sein solltet. 3. Bitte tragt eure Aktualisierung immer bis zum 05. des neuen Monats ein. Ich werde dann in den Tagen danach die Aktualisierung im Startbeitrag vornehmen - allerdings nur einmal im Monat. Wenn ihr also erst nach dem 05. des neuen Monats euren Sammelbeitrag aktualisiert und ich bin schon fertig mit der Aktualisierung des Startbeitrags, dann werde ich euch erst bei der nächsten Aktualisierung einen Monat später berücksichtigen. Es gibt keine Rezensionspflicht! Listet bitte nicht in euren Sammelbeiträgen die Bücher auf, das wird sonst für mich zu unübersichtlich - ich will in euren Sammelbeiträgen im Prinzip nur die Zahlen pro Monat sehen. Wenn ihr euch an eure gelesenen Bücher erinnern wollt, dann könnt ihr gerne die Bücher über die Büroklammer anhängen und ihr dürft gerne, wenn ihr es wollt die Rezensionen einfach so posten - ist aber keine Pflicht! Ein Einsteigen nach dem 01.01.2018 ist jederzeit möglich. Falls ihr später einsteigt, schickt mir bitte den Link zu eurem Sammelbeitrag per PN zu, damit er hier nicht untergeht. Danke! :) Falls ihr Fragen habt, dürft ihr euch gerne an mich wenden. Ich wünsche euch viel Spaß dabei! Teilnehmer: -favbooks-, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten --> 3 Bücher/ 1.367 Seiten 0Soraya0, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten  --> 36 Bücher/8.636 Seiten AberRush, Ziel 90 Bücher/35.000 Seiten --> 14 Bücher/6.518 Seiten adventurously, Ziel 40 Bücher/16.000 Seiten --> 10 Bücher/3.955 Seiten Aleetaya, Ziel 24 Bücher/12.000 Seiten --> 5 Bücher/2.414 Seiten Aleida, Ziel 70 Bücher --> 15 Bücher/6.233 Seiten AmberStClaire --> 23 Bücher/5.974 Seiten ANATAL, Ziel 55 Bücher/20.000 Seiten --> 15 Bücher/7.991 Seiten andreina, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten --> 28 Bücher/5.043 Seiten AnneMayaJannika, Ziel 80 Bücher/16.000 Seiten --> 20 Bücher/5.023 Seiten Annika_70, Ziel 60 Bücher --> 13 Bücher/5.822 Seiten Buchgespenst, Ziel 250 Bücher/100.000 Seiten  --> 83 Bücher/23.235 Seiten ChattysBuecherblog, Ziel 60 Bücher  --> 35 Bücher/12.943 Seiten Chrisi3006, Ziel 52 Bücher/15.600 Seiten  --> 23 Bücher/9.906 Seiten Constanze_K, Ziel 10.000 Seiten  --> 8 Bücher/2.672 Seiten Daniliesing  --> 4 Bücher/1.405 Seiten Darcy, Ziel 25 Bücher/10.000 Seiten  --> 2 Bücher/1.670 Seiten Darkmoon81, Ziel 75 Bücher  --> 19 Bücher/7.750 Seiten Denise7xy, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten  --> 16 Bücher/5.911 Seiten DianaE, Ziel 120 Bücher/50.000 Seiten  --> 60 Bücher/21.874 Seiten DieBerta, Ziel 100 Bücher/30.000 Seiten diebuchrezension, Ziel 50 Bücher/15.000 Seiten  --> 20 Bücher/5.777 Seiten dieschmitt, Ziel 52 Bücher  --> 44 Bücher/9.472 Seiten Elfeliya, Ziel 24 Bücher/3650 Seiten  --> 6 Bücher/2.498 Seiten evan, Ziel 40 Bücher  --> 17 Bücher/5.829 Seiten faanie, Ziel 80 Bücher  --> 33 Bücher/14.719 Seiten FantasyBookFreak, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.737 Seiten FrauAragon, Ziel 150 Bücher/50.000 Seiten  --> 3 Bücher/1.153 Seiten Frenx51, Ziel 50 Bücher  --> 7 Bücher/2.064 Seiten glanzente, Ziel 70 Bücher/14.000 Seiten  --> 13 Bücher/4.430 Seiten Hortensia13, Ziel 100 Bücher/30.000 Seiten --> 25 Bücher/10.013 Seiten ioreth, Ziel 50 Bücher/30.000 Seiten  --> 12 Bücher/5.247 Seiten janaka, Ziel 130 Bücher/42.000 Seiten  --> 22 Bücher/6.895 Seiten Jassi1993, Ziel 80 Bücher  --> 24 Bücher/6.471 Seiten jenvo82, Ziel 80 Bücher  --> 18 Bücher/7.091 Seiten Julchen77, Ziel 45 Bücher/15.000 Seiten --> 17 Bücher/5.492 Katinka17  --> 5 Bücher/2.092 Seiten kattii  --> 8 Bücher/2.222 Seiten Keksisbaby, Ziel 100 Bücher   --> 28 Bücher/10.092 Seiten Kirschbluetensommer, Ziel 50 Bücher  --> 14 Bücher/7.678 Seiten kleinechaotin, Ziel 60 Bücher/15.000 Seiten  --> 19 Bücher/5.949 Seiten kleine_welle, Ziel 70 Bücher/25.000 Seiten  --> 20 Bücher/8.948 Seiten Kuhni77, Ziel 100 Bücher  --> 14 Bücher/3.836 Seiten LadySamira091062, Ziel 210 Bücher/156.000 Seiten  --> 38 Bücher/15.252 Seiten Larii-Mausi, Ziel 100 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.535 Seiten lieblingsleben, Ziel 30 Bücher  --> 12 Bücher/3.962 Seiten LindyBooks  --> 4 Bücher/1.036 Seiten littlesparrow  --> 7 Bücher/2.127 Seiten mabuerele, Ziel 300 Bücher/90.000 Seiten  --> 89 Bücher/24.534 Seiten Maddinliest, Ziel 120 Bücher/45.000 Seiten  --> 34 Bücher/12.006 Seiten Marvey, Ziel 45 Bücher  --> 15 Bücher/6.648 Seiten Meeko81, Ziel 52 Bücher/18.200 Seiten  --> 9 Bücher/3.884 Seiten Monice, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 13 Bücher/5.252 Seiten Musikpferd, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 28 Bücher/4.042 Seiten Nannidel, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 8 Bücher/2.314 Seiten niknak  --> 19 Bücher/5.336 Seiten Nynaeve04, Ziel 80 Bücher/35.000 Seiten  --> 29 Bücher/11.220 Seiten pinucchia, Ziel 57 Bücher/24.000 Seiten  --> 12 Bücher/4.350 Seiten QueenSize, Ziel 80 Bücher  --> 19 Bücher/7.089 Seiten Ro_Ke, Ziel 250 Bücher/80.000 Seiten   --> 98 Bücher/44.937 Seiten sansol, Ziel 150 Bücher  --> 33 Bücher/10.219 Seiten ScheckTina, Ziel 100 Bücher/16.000 Seiten  --> 41 Bücher/13.902 Seiten Steph86, Ziel 120 Bücher, 30.000 Seiten  --> 28 Bücher/5.989 Seiten SomeBody  --> 23 Bücher/8.193 Seiten Sportloewe, Ziel 50 Bücher/4.500 Seiten suggar, Ziel 110 Bücher/36.000 Seiten  --> 33 Bücher/10.933 Seiten sunlight, Ziel 150 Bücher/40.000 Seiten  --> 42 Bücher/11.215 Seiten Sutchy, Ziel 100 Bücher  --> 59 Bücher/17.293 Seiten Venetia, Ziel 50 Bücher   --> Wuschel  --> 30 Bücher/9.558 Seiten Yolande, Ziel 90 Bücher/40.000 Seiten  --> 23 Bücher/11.814 Seiten zessi79  --> 10 Bücher/2.912 Seiten zhera --> 3 Bücher/1.156 Seiten Gesamt: 1.580 Bücher/540.546 Seiten

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  • Begeisternd und absolut fesselnd

    München

    Sigismund

    30. December 2017 um 15:50

    Nach seinem 1992 veröffentlichten Debütroman „Vaterland“, erst kürzlich als Taschenbuch wieder neu herausgegeben, und dem 1995 folgenden Spionagethriller „Enigma“ ist 20 Jahre und einige Bücher später nun „München“ der dritte Roman des britischen Schriftstellers Robert Harris (60), der sich mit Hitler-Deutschland befasst. In seinem im Oktober 2017 beim Heyne-Verlag erschienenen Politthriller über das Zustandekommen und den Abschluss des Münchner Abkommens im Herbst 1938 geht es um Hochverrat und Unbestechlichkeit, um Loyalität und Vertrauensbruch, um moralische Standfestigkeit und die manchem vielleicht unmoralisch erscheinenden Zwänge der Realpolitik. Wie in seinen früheren Romanen verwebt der auf historische Thriller spezialisierte Autor auch in „München“ in gewohnt faszinierender Weise wieder Fakten und Fiktion, dass man als Leser so manches Mal kaum zu unterscheiden vermag. Gerade aber dies ist Harris' Erfolgsgeheimnis, wodurch auch „München“ wieder zu Recht zum Bestseller wurde. Eindrucksvoll und spannend beschreibt Harris aus britischer Sicht, wie der englische Premier Chamberlain den deutschen Reichskanzler Hitler fast überfallartig zu einem kurzfristigen Treffen am 29. und 30. September 1938 in München zwingt, gemeinsam mit dem französischen Premier Daladier und dem italienischen Diktator Mussolini. Ziel des Treffens ist ein Abkommen über die friedliche Überlassung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich bei gleichzeitigem Verzicht des von Hitler gewollten Krieges unter Inkaufnahme des Verrats an den Tschechen. Denn sowohl England als auch Frankreich waren 1938 in Truppenstärke und Ausrüstung noch nicht kriegsfähig. Schnell wird dem Leser deutlich, dass nicht Ehre und Moral die Tagespolitik der Alliierten bestimmt, sondern ausschließlich die subjektiven Interessen des eigenen Landes. Auch der fiktiv in die real-historische Handlung eingebaute junge Offizier Paul von Hartmann, Mitglied der Widerstandsgruppe um General Hans Oster, kann trotz Vorlage eines streng geheimen Protokolls über Hitlers kriegerische Eroberungspläne den britischen Premier nicht überzeugen, gegen den scheinbar noch beeinflussbaren Diktator vorzugehen, zumal das Schicksal der Sudetendeutschen die Engländer nicht berührt. „Ich fürchte, Sie müssen noch einige Lektionen in politischer Realität lernen“, nimmt Chamberlain dem jungen Idealisten jegliche Illusion. „Britain first“ kommt da dem Leser unweigerlich in den Sinn. Mit Robert Harris wird man zum Teilhaber des Geschehens im Münchner Führerbau. Man beobachtet die in den Fluren bei Häppchen und Bier sich langweilenden Delegationsmitglieder. Minuten später steht man als Leser unsichtbar in der Ecke des Sitzungssaales, in dem die Landesführer verbissen verhandeln. Sogar in seiner kleinbürgerlichen Privatwohnung am Prinzregentenplatz in Bogenhausen ist man an Hitlers Seite. Denn auch diese hat sich Harris bei seinen Recherchen angesehen. „München“ ist ein Politthriller, der durch seine detailgenaue Wirklichkeitsnähe begeistert und mit seiner Handlung fesselt. Nicht zuletzt lernt man ganz beiläufig ein bedeutsames Kapitel deutscher Geschichte.

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  • Ein Polit-Thriller, der sogar Politik-Muffel wie mich zu fesseln versteht!

    München

    Insider2199

    28. December 2017 um 07:18

    Ein Polit-Thriller, der sogar Politik-Muffel wie mich zu fesseln versteht! Der 1957 in Nottingham geborene britische Journalist, Sachbuchautor und Schriftsteller studierte in Cambridge Geschichte, war als Reporter bei der BBC, als Redakteur beim Observer und als Kolumnist bei der Sunday Times tätig. Neben Romanen verfasst er auch Sachbücher und lebt mit seiner Familie in Berkshire. Nachdem ich von der Cicero-Trilogie SEHR begeistert war, freute ich mich ganz besonders auf dieses neue Werk des Autors, der mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren gehört. Inhalt (Klappentext): September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?  Meine Meinung: Was mir bei Robert Harris besonders gut gefällt, ist, dass er mein Kopf-Kino auf Hochtouren bringen kann. Er hat eine Fähigkeit, Szenen, Figuren oder Locations so genau und detailliert zu beschreiben, dass man als Leser das Gefühl hat, mittendrin zu sein und dabei werden stets alle Sinne angesprochen. Selbst bei einem politisch sehr nüchternen Thema, wie hier der Münchner Friedenskonferenz, versteht er es, durch einen geschickten Plot – das bevorstehende Zusammentreffen der beiden Oxford-Freunde Legat und von Hartmann – unheimlich viel Spannung zu erzeugen und damit die Erwartung, die der Leser von diesem historischen Ereignis hatte, sogar noch zu übertreffen. Anbei eine kleine Kostprobe: „»Das ist der Leitartikel aus der Londoner Times, mein Führer.« Hitler hob die Augenbrauen, als hätte er nichts anderes erwartet, und machte sich an die zweite Seite. Von Hartmann ließ kurz den Blick durch den Wagen schweifen: ein Salonwagen mit Sesseln, einem Sofa und Aquarellen mit pastoralen Szenen an den hellen, holzgetäfelten Wänden. Ihm kam der Gedanke, dass sie jetzt schon länger als eine Minute allein waren. Er betrachtete den zerbrechlichen Kopf, selbstvergessen vorgebeugt, ins Lesen vertieft. Wenn er das gewusst hätte, dann hätte er die Pistole mitgenommen. Er stellte sich vor, wie er in seiner Innentasche nach ihr tastete, wie er sie schnell herausriss, den Lauf auf ihn richtete, ein kurzer Augenblick des Augenkontakts vielleicht, bevor er abdrückte, ein letzter Blick, dann spritzendes Blut und Gewebe. Man hätte ihn geschmäht bis ans Ende der Zeit. Er begriff, dass er es nie hätte durchziehen können, und war entsetzt über die Erkenntnis der eigenen Schwäche.“ Fazit: Ein Polit-Thriller, der sogar Politik-Muffel wie mich zu fesseln versteht: wenn ein Autor es schafft, mich für Politik zu erwärmen, ein Thema, das mich normalerweise eiskalt lässt, dann spricht das für sich! Kopf-Kino pur und ein Jahres-Highlight, dem ich gerne auch mehr als 5 Sterne gegeben hätte.

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    • 4
  • Klassischer Polit-Thriller

    München

    Yolande

    19. December 2017 um 10:44

    Robert Dennis Harris (* 7. März 1957 in Nottingham, England) ist ein britischer Journalist, Sachbuchautor und Schriftsteller Er studierte am Selwyn College der Universität Cambridge englische Literatur. Danach arbeitete er als BBC-Reporter, politischer Redakteur bei der Zeitung The Observer und als Kolumnist beim Daily Telegraph. Zurzeit ist er als ständiger Kolumnist der Sunday Times tätig. Sein erster Roman Fatherland (dt. "Vaterland‘) wurde 1992 veröffentlicht. Vaterland spielt 1964 im Berlin eines Nazideutschlands, das, der Fiktion des Autors nach, den Zweiten Weltkrieg nicht verloren hat. Vom Schweizer Haffmanns Verlag bereits 1992 in deutscher Übersetzung herausgebracht, fand sich in Deutschland selbst, aufgrund der als problematisch wahrgenommenen Thematik, zunächst kein Verlag für das Buch. Erst 1996 wurde der Roman vom Heyne Verlag in München veröffentlicht. Vaterland war der erste Bestseller von Robert Harris, übersetzt in 30 Sprachen und mit einer Auflage von mehr als sechs Millionen Stück. Auch in seinen anderen Romanen nahm Harris historische Ereignisse als Grundlage für die Handlung und vermischte Fiktion und Wirklichkeit. So geht es etwa in der Trilogie Imperium, Titan und Dictator um die Lebensgeschichte Ciceros. Harris ist dabei um möglichst große Faktentreue bemüht. Ghost, ein Roman über den Ghostwriter eines Politikers, wurde als Abrechnung mit dem früheren britischen Premierminister Tony Blair gewertet, mit dem Harris lange Zeit befreundet war. Der Regisseur Roman Polanski verfilmte den Roman 2010 mit Ewan McGregor als Ghostwriter und Pierce Brosnan in der Rolle des Politikers Adam Lang. Die Drehbuchvorlage für Der Ghostwriter brachte Polański und Harris den Europäischen Filmpreis ein. Nach dem Brexit-Referendum trat Harris der Labour Party bei. Sein Schwager ist der Schriftsteller Nick Hornby. Harris ist verheiratet und hat vier Kinder. Zurzeit lebt er mit seiner Frau Gill Hornby und zwei Kindern in Berkshire. (Wikipedia) Inhalt (Klappentext):  September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen? Können sie sich überhaupt gegenseitig trauen? Ich habe bisher von Robert Harris nur "Pompeji" gelesen und war damals nur mäßig begeistert. Deshalb war ich etwas skeptisch als ich mich an "München" gewagt habe. Meine Befürchtungen wurden jedoch nicht bestätigt - im Gegenteil: Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem mir der Handlungsverlauf so klar vor Augen stand, als würde ich einen Film sehen. Ich weiß nicht, wie Harris das gemacht hat, aber es war schon ziemlich genial. Man hatte wirklich das Gefühl, als wäre man mitten im Geschehen. Wie auch schon "marpije" in ihrer Rezension schrieb, wurden alle Sinne angesprochen. Man roch den Kaffee oder die Zigaretten, man hörte das Schlagen der riesigen Fahnen und das Stiefelknallen der Offiziere, es war unglaublich.  Das Thema war sehr interessant und auch wenn der historische Ausgang klar war, schaffte es Harris Spannung aufzubauen. Die Geschehnisse um das Münchner Abkommen waren mir bisher nur grob bekannt und die Appeasementpolitik von Neville Chamberlain habe ich bisher auch immer sehr kritisch gesehen. Nun ist mir zum ersten Mal so richtig bewusst geworden, in welchem Zwiespalt die Politiker damals steckten und dass es nun einmal keine einfachen Lösungen auf schwierige Fragen gibt. Ein paar einzelne kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Die beiden Hauptprotagonisten waren mir nicht unbedingt sympathisch und ziemlich undurchsichtig. Leider wurden, wie so oft, wieder einige Klischees aus der Schublade gezogen. Der Nazischerge hatte "kalte Fischaugen", die Italiener wurden als einfältig, die Franzosen als uninteressiert dargestellt. Die großen und kompetenten Helden sind natürlich die Engländer, aber verständlicherweise ist Harris da etwas voreingenommen :). Aber das schmälert den positiven Gesamteindruck minimal. Fazit: Wenn mich ein Buch mit historischen (und somit bekannten) Ereignissen so derart fesseln kann, dass ich mich noch tagelang nach der Beendigung mit ihm beschäftige, hat es natürlich 5 Sterne verdient.

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    • 3
  • Gute Krimi ja, aber kein Thriller

    München

    marpije

    14. December 2017 um 16:06

    Das Welt ein Jahr von den zweiten Weltkrieg , in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Deladier - die sprechen über das Weltfrieden welche in großen Bedrohung ist . Hugh Legat und Paul von Hartman, zwei Schulfreunde aus Oxford spielen hier auch eine große Rolle - die wollen um jeden Preis der Hitler "bremsen " und der große Katastrophe vermeiden....wir wissen dass das leider nicht gelungen war, der Krieg wird trotz die großen Mühen und Intrigen ausbrechen....Robert Harris hat ein spannender Krimi oder besser gesagt politische Krimi geschrieben -  auf der Umschlag steht Politische Thriller , für mich war das es nicht. Ist spannend aber mir hat gefehlt die Thrillerartige Atmosphäre, die welche kitzelt und "nervt" , welche fesselt und lässt den Atem bei lesen stocken - im Gegenteil durch die sehr viel Politik  und viel Namen  das Buch hat mich ermüdet, bei lesen hat mich nur der wunderbare, detailierte Schreibstil gehalten.Harris Schreibweise ist einzigartig und pure Genuss für alle Sinnen , ich als Leser war mittendrin in die Geschehenen , ich konnte hören und ich konnte spüren, die Gerüche aus den Konferenzimmer haben mich genebelt , das englische Frühstück hat mich hungrig gemacht und und die gedämpfte , konspiratorische  Stimmen haben noch lange in meinen Ohr geflüstert, ein großartiges Gefühl  und darum obwohl hier passiert nicht viel, der Spannung hält sich in Grenzen vergebe ich gute vier Sterne für die Geschichte.

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  • Der LovelyBooks Advent - Buchverlosung bis zum 24.12.2017 zu euren Wunschbüchern

    LovelyBooks Spezial

    Marina_Nordbreze

    Süßer die Bücher nie klingen! Die Plätzchen stehen neben dem liebsten Heißgetränk, im Kerzenschein erstrahlt die Leseecke – Und während wir unsere Wohnung winterlich einrichten, sollte das Bücherregal nicht leer ausgehen. Das ruft nach neuen Büchern, oder?Deswegen freuen wir uns, euch beim LovelyBooks Advent buchige Geschenke machen zu können!Vom 01.12. bis zum 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für euch und ihr habt die Chance euch selbst zu beschenken.Am 24.12. entscheidet ihr, welches Buch wir verlosen! Und damit ihr genügend Zeit für die Entscheidung habt, könnt ihr euch bereits jetzt dafür bewerben!Ihr habt ein Buch, welches schon viel zu lange auf eurer Wunschliste steht? Dann verratet uns, welches Buch ihr euch wünscht und mit etwas Glück schenken wir euch genau dieses Buch!Ihr braucht Inspiration? Dann guckt doch bei unserem Geschenkefinder vorbei!Bewerbt euch bis einschließlich 24.12.2017 direkt über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns euer Wunschbuch! Fünf glückliche Gewinner dürfen sich dann schon bald über Buchpost freuen! Habt ihr eure Wunschbuch über den Geschenkefinder gefunden? Dann freuen wir uns über einen Hinweis dazu in eurem Bewerbungsbeitrag!Mitmachen lohnt sich! Wer an mindestens 10 Verlosungen im LovelyBooks Advent teilnimmt, hat die Chance auf ein riesiges Buchpaket mit allen 24 Büchern aus dem LovelyBooks Advent! Auf der Suche nach Geschenken? Dann guckt direkt bei unserem Geschenkefinder vorbei, um das richtige Geschenk für eure Liebsten zu finden! Bitte beachte vor deine Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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  • Leserunde zu "München" von Robert Harris

    München

    Insider2199

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "München" von Robert Harris zu lesen. Wir beginnen am  01.12.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man 1 Los dafür.  Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. Viel Spaß uns allen :)

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