Robert Herbig

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Tödliche Lilien, Robert Herbig - Morde erster Klasse und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Herbig

Tödliche Lilien

Tödliche Lilien

 (4)
Erschienen am 08.06.2012
Robert Herbig - Morde erster Klasse

Robert Herbig - Morde erster Klasse

 (1)
Erschienen am 29.01.2014
Wolle und ich

Wolle und ich

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Erschienen am 01.04.2015
Mr. Big Kriminell

Mr. Big Kriminell

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Erschienen am 30.01.2013
Seelenfarbe

Seelenfarbe

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Erschienen am 12.10.2015
Mr. Big - Ernst

Mr. Big - Ernst

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Erschienen am 15.05.2013
Mr. Big - humorvoll

Mr. Big - humorvoll

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Erschienen am 14.08.2012

Neue Rezensionen zu Robert Herbig

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Erik_Schreibers avatar

Rezension zu "Robert Herbig - Morde erster Klasse" von Robert Herbig

phantastische Krimis
Erik_Schreibervor 5 Jahren

 25 dunkle Erzählungen, wie man einen Menschen um die Ecke bringt.

Auf dem Titelbild befinden sich all die Utensilien, die man mit einem Detektiv in Verbindung bringt. Eine qualmende Zigarette, ein Whisky und ein Revolver mit Ersatzpatronen. Der Autor Robert Herbig ist mit seinen Erzählungen auf der Seite der Polizei, und dennoch ist er gern auch auf der Seite seiner Täter um den Lesern spannende Unterhaltung zu bieten.

In den Fernseh-Krimis sind die Gestalten nahezu perfekt, der Täter ist jeweils ein kleines Genie, dem es gelingt, einen Fall fast unlösbar darzustellen. Die Ermittler, ob Polizisten oder Privatdetektive, geben sich alle Mühe, meist im Team, dem Treiben des Verbrechers ein Ende zu setzen. Es gibt kaum noch Verbrechen aus Leidenschaft, alle sind kalkulierte Morde.
Robert Herbig greift der Realität mit seinen Abenteuern unter die Arme. In seinen Kriminalkurzgeschichten, die zum Teil bereits in anderen Büchern erschienen, lässt er die Morde manchmal recht beiläufig und keineswegs geplant erscheinen. Die Ermittler sind manches Mal überrascht, aus welch nichtigen Gründen der Mensch seinesgleichen vom Leben zum Tode befördert und wie sie versuchen, aus der Schlinge der Ermittlungen zu entkommen.

Als Leser fragt man sich durchaus, kann der Täter unerkannt entkommen? Oder steht dem Kriminellen am Ende nicht doch Justizia im Weg und weist den Weg in die Zelle? Robert Herbig gelingt es seinen überanspruchten, seelisch geplagten Ermittlern die nötigen Erfahrungen mitzugeben, um die Verbrecher Dingfest zu machen. Seine Mitbürger mit kriminellen Energien sind eben keine Genies und leiden manchmal an geistiger Armut, wenn sie glauben davonkommen zu können. Sollte es einmal ein perfektes Verbrechen gegeben haben, dann ist es, weil perfekt, nie herausgekommen. So bleiben die Täter in ihrer Selbstgefälligkeit immer in der Annahme, ihr Sinn für Gerechtigkeit ist der wahre Gedanke und sie helfen der Gerechtigkeit und der Menschheit, irrigerweise verhaftet. Sie biegen sich ihre Weltsicht so zurecht, wie sie glauben, dass sie ist oder sein sollte.

Autorinnen und Autoren erzählen gern Geschichten, bieten dem Leser Unterhaltung und ihren Protagonisten Tod und Verderben oder Erfolg und Glück, je nachdem welche Person in den Mittelpunkt gestellt wird. Manche der Erzählungen die Robert Herbig zusammenstellte sind ein bisschen makaber, einige richtig schräg und andere wiederum humorvoll angelegt. Bei ihm wird natürlich gemordet, was das Zeug hält, sonst wäre es keine Kriminalkurzgeschichtensammlung. Seine Morde erster Klasse gehen, wie im wirklichen Leben, jedoch auch manchmal, zur Verwunderung der Opfer, schrecklich daneben. Es wird sicherlich vorkommen, dass sich die Leser in den Geschichten wiederentdecken. In den Köpfen der Menschen finden sich immer wieder chaotische Ideen, die sich aus den Kriminalerzählungen ergeben. Aber irgendwie müssen doch alle Ideen und Hinweise zu einen positiven Ende führen, einen Sinn ergeben und zu einem Zwecke durchgeführt werden, der letztlich dazu führt, dass der Mord doch noch gelöst wird. Deshalb lieben die Leser spannende Kriminalgeschichten. In der Sammlung von Robert Herbig und den beiden Erzählungen von Sascha Herbig werden die Erzählmuster ganz bewusst durchbrochen. Doch manchmal gehen die Geschichten anders aus als der Leser erwartet.

In den letzten Jahren erschienen immer mehr Krimis, die konsequenter Weise von den Verlagen als Eifel-Krimis, Hessen-Krimis, Friesen-Krimis bezeichnet wurden. Gemeinsam galt den einfallslosen Titeln, dass sie quasi vor der Haustür der jeweiligen Autoren spielten. So entstand der Begriff Regional-Krimi. Der Verlag Saphir im Stahl verzichtet bei dieser Kurzgeschichtensammlung Morde erster Klasse und der vorherigen Sammlung Eine Leiche auf Reisen, bewusst auf eine solche Schubladenbezeichnung. Dennoch, auch hier sind die Handlung durchdacht und hintergründig, Figuren differenziert dargestellt mit einem Hauch Lokalkolorit. All dies sind Punkte, die Robert Herbig in seinem Buch Morde erster Klasse hervorragend vereint.  

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Erik_Schreibers avatar

Rezension zu "Tödliche Lilien" von Robert Herbig

tödliche Lilien
Erik_Schreibervor 5 Jahren

Holger Herbst ist ein frisch gebackener Kriminalkommissar und trat ebenso frisch seinen Dienst in Heidelberg an. Und schon geht's mächtig rund. Der katholische Pfarrer Lothar Herder wurde erschlagen und die Leiche an ein Steinkreuz des Weinheimer Friedhofs gehängt. Holger Herbst, Lothar Herder, Robert Herbig. Drei Namen, ein Autor. Ob er sich möglicherweise selbst als Opfer, Ermittler und eventuell sogar als Täter sieht?
Mit Mordermittlungen in Kirchenkreisen ist es nie ganz einfach. Zuviele Kirchenobere und Politiker mischen mit um die Tat zu vertuschen. Holger Herbst, selbst keiner Religionsgemeinschaft zugehörig macht sich so seine Gedanken, denn der Bischof ist ein Golfkamerad von seinem Chef Kriminalrat Schmitz. Der Mord ist jedoch erst der Anfang. Denn bald hat die Heidelberger Mordkommission eine ganze Serie von Morden zu bearbeiten. Die Ermordeten sind Durchschnittsbürger ohne Auffälligkeiten. Erst im Laufe der Ermittlungen fällt ein Name immer öfter auf. Monsignore Francesco Thalmann, der zurzeit im Auftrag des Vatikans in Deutschland weilt. Monsignore Thalmann ist freundlich, glatt wie Gleitcreme, lügt wie gedruckt und was er in Deutschland will bleibt im Dunkeln. Die Polizei muss nun das Umfeld der Opfer, ob persönlich oder beruflich überprüfen. Irgendwelche Zusammenhänge muss es doch geben. Aber welche? Holger Herbst kommt der Lösung des Falles nicht näher. Tödliche Lilien, so der Titel, sind bekannt als Symbol der Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. In Robert Herbigs Krimi dienen sie allerdings als Symbol des Todes, da an den Tatorten seiner Opfer eben weisse Lilien hinterlegt werden. Andererseits sind sie aber auch das Symbol des Fussballvereins Darmstadt 98.

Holgers Schwester Lea Schielke ist für ein paar Monate ins Elternhaus zurückgekehrt. Als Schriftstellerin will sie hier ihren neuen Krimi schreiben, weil ihr Berlin seit ihrer Scheidung etwas zu klein geworden ist. Mit der Schriftstellerei wird es erst einmal nichts, denn auch sie wird von der Mordserie in Beschlag genommen. Diese ist eine willige Ablenkung. Als sie mit ihrem eigenen Manuskript nicht weiter kommt, greift sie den Serienmord auf. Sie recherchiert auf eigene Gefahr und die lässt nicht lange auf sich warten, da eine Nachbarin Lea nicht antrifft, jedoch überall Spuren eines Kampfes findet. Holger findet schliesslich in ihren Notizen eine Spur, die ihm helfen kann.

Eine blutige Mordserie hat der Weinheimer Autor den Lesern vorgesetzt. Er lässt die Leser lange im Dunkeln tappen und recht spät ahnt der Leser, was Sache ist. Die handelnden Personen sind nicht immer die Sympathieträger schlechthin, dennoch lässt sich sehr gut nachvollziehen, was sie zu ihren Schandtaten bewegt. Der frisch ernannte Kommissar Herbst ist immerhin einer der Sympathieträger und seine recht legere Haltung und flappsige Sprüche lockern den Roman mit seinem ernsten Thema auf.Er ist ein Held, den man einfach gern haben muss, auch wenn er sich manchmal um Kopf und Kragen redet.

Robert Herbig, verbindet in seinem Krimi gleich mehrere Fälle, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Manchmal denkt man, eine seiner Kurzgeschichten in der Handlung wiederzufinden, doch bleibt sich der Autor treu und schreibt ein eigenständiges Werk um seine Kommissare Vogler und Herbst. Die Recherchearbeit des Autors hat sich in jedem Fall gelohnt, denn seine Fälle sind wirklichkeitsgetreu dargestellt und nachvollziehbar.  

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