Dinios Kol ist der Gehilfe der genialen, aber äußerst exzentrischen Ermittlerin Ana Dolabra und stellt für sie Nachforschungen an, nachdem ein hoher Offizier des Imperiums durch das spontane Aufkeimen eines Baumes in seinem Körper zu Tode gekommen ist. Als eine Reihe von Ingenieuren auf gleiche Weise stirbt, reisen Ana und Dinios nach Talagray, wo monströse Kreaturen aus dem Meer eine ständige Bedrohung für das Reich darstellen. Die Spur der Verbrechen führt sie zu einer der mächtigsten Adelsfamilien – und bald müssen sie sich fragen, wem sie überhaupt noch trauen können.
Der Autor verbindet die Krimihandlung mit einer einzigartigen Fantasywelt, in der Menschen für ihre jeweiligen Aufgaben magisch angepasst, „zerebral gebeizt“ und verbessert werden. Das Imperium, in dem sie sich alle durchkämpfen, weist mittelalterliche Anklänge auf und erinnert zugleich an ein Großreich wie China. Besonders interessant fand ich die Charaktere mit ihren ungewöhnlichen Begabungen und Schwächen: So ist Dinios ein Gravierer mit einer Art fotografischem Gedächtnis, hat jedoch eine Leseschwäche, die er sorgfältig zu verbergen sucht. Ana wiederum verbindet ausgeprägten detektivischen Scharfsinn mit einer Eigenwilligkeit, die fast an Verspanntheit grenzt.
Mir hat es großes Vergnügen bereitet, in diese düstere, geheimnisvolle und ständig bedrohte Welt einzutauchen. Der Autor versteht es, stimmungsvoll und mitreißend zu schreiben und immer wieder mit neuen Entwicklungen zu überraschen.
Für mich ein rundum gelungener Genremix mit zwei grandiosen Hauptfiguren.































