Robert Jackson Bennett City of Stairs

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Inhaltsangabe zu „City of Stairs“ von Robert Jackson Bennett

The city of Bulikov once wielded the powers of the gods to conquer the world, enslaving and brutalizing millions—until its divine protectors were killed. Now Bulikov has become just another colonial outpost of the world's new geopolitical power, but the surreal landscape of the city itself—first shaped, now shattered, by the thousands of miracles its guardians once worked upon it—stands as a constant, haunting reminder of its former supremacy. Into this broken city steps Shara Thivani. Officially, the unassuming young woman is just another junior diplomat sent by Bulikov's oppressors. Unofficially, she is one of her country's most accomplished spies, dispatched to catch a murderer. But as Shara pursues the killer, she starts to suspect that the beings who ruled this terrible place may not be as dead as they seem—and that Bulikov's cruel reign may not yet be over.

Mischung aus Diplomatie-Roman, SciFi, Religion, Kolonialisierung mit leichtem Hauch von Fantasy. Ungewöhnlich. Lesenswert.

— Louisdor
Louisdor

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Leseratt

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JulesBarrois

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    City of Stairs
    Wortmagie

    Wortmagie

    24. February 2016 um 10:53

    Jahrhundertelang lebten die Menschen Saypurs unter der Knechtschaft des Kontinents. Von sechs Gottheiten regiert, gelenkt und geformt, war der Kontinent eine Welt der Magie, des leibgewordenen Glaubens. Besonders Bulikov, die Stadt der Harmonie, in der alle Götter gleichermaßen verehrt wurden, galt als personifiziertes Wunder. Bis Saypur revoltierte. In einem gewaltigen Befreiungsschlag tötete eine kleine Armee der Saypuri die Götter und beendete die Versklavung ihrer Heimat. Aus Knechten wurden Meister. Heute windet sich der Kontinent zu den Füßen Saypurs. Es vergeht kein Tag, an dem die Saypuri seine Bewohner nicht spüren ließen, wer den Krieg gewann. Die Ausübung jeglicher religiösen Praktiken ist verboten. Geschichtliche Dokumente, die Erinnerungen eines ganzen Volkes, werden unter Verschluss gehalten. Die Bevölkerung ist arm und leidet unter der weitreichenden Zerstörung, die durch das Verschwinden der Götter entstand. In diesen unsicheren Zeiten wagt sich eine Saypurische Agentin nach Bulikov. Offiziell ist Shara Thrivani nur eine weitere, unbedeutende Repräsentantin. Doch inoffiziell untersucht sie den Mord an einem angesehenen Historiker, der die Vergangenheit des Kontinents erforschte. Obwohl es viele Fraktionen gibt, die seinen Tod gewollt haben könnten, scheint mehr dahinter zu stecken, denn Efrem Pangyui war einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur. Ein Geheimnis, das die Geschichte zweier Völker umschreiben könnte. „City of Stairs“ ist fantastisch. Wahrhaft und schlicht und ergreifend fantastisch. Ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen, weil dieses Buch auf so vielen Ebenen großartig ist. Die Handlung, die Charaktere, das Setting, die Atmosphäre – alles ist beeindruckend. Jede Seite ließ Robert Jackson Bennett mehr und mehr in meiner Achtung steigen. Die Geschichte besteht aus zahlreichen Elementen, die aufeinander aufbauen und ineinandergreifen, sodass ein überaus komplexes Handlungskonstrukt entsteht. Tatsächlich ist die Handlung so komponentenreich, dass ich mich hin und wieder dabei erwischte, aus den Augen verloren zu haben, warum die Protagonistin Shara ursprünglich nach Bulikov reiste. Ich denke, man kann Bulikov als eine Art Hauptstadt des Kontinents betrachten. Obwohl offiziell alle Spuren der sechs Gottheiten, die jahrhundertelang über die Menschen des Kontinents herrschten, aus der Stadt beseitigt wurden, ist ihre Präsenz noch immer spürbar. Es ist töricht von den Saypuri, anzunehmen, sie könnten einen Glauben verbieten, der Tag für Tag bestätigt wurde. In Bennetts Universum ist Glaube etwas Handfestes und Greifbares; anders als in unserer Realität gab es nie Raum für Zweifel an der Existenz der Götter, weil sie fassbare Entitäten waren. Ihre Jünger konnten sie sehen, berühren und die Wunder bestaunen, die ihre Leben täglich erleichterten. Die Götter waren lebendige Wesen. In all ihrer Macht war genau dieser Punkt jedoch ihre größte Schwachstelle. Ich finde die Idee, dass man Götter überhaupt töten kann, grandios. Die Auswirkungen, die ihr Verschwinden auf den Kontinent und die Bevölkerung hatte, schildert Bennett realistisch und glaubhaft. Mit viel Liebe zum Detail zeichnet er ein faszinierendes Bild Bulikovs. Die Atmosphäre nahm mich gefangen; ich liebte es, mental durch die Gassen der Stadt zu wandeln. Diese Mischung aus Zerstörung und Aufbau, die zahllosen Schlupfwinkel, halb eingestürzte und zusammen geschmolzene Gebäude – Bulikov ist außergewöhnlich. Ebenso außergewöhnlich ist die Protagonistin des Buches. Ich mochte Shara sehr, denn sie ist mutig, neugierig, aufmerksam, sehr intelligent und besitzt ein starkes moralisches Gewissen, trotz ihres Jobs. Als Agentin musste sie in ihrem Leben bereits einige hässliche Dinge tun, natürlich immer im Namen Saypurs. Begleitet wird sie dabei stets von dem Nordmann Dreyling Sigurd. Shara stellt ihn meist als ihren Sekretär vor, doch offensichtlich ist er eher der Mann fürs Grobe. Dieses ungleiche Paar verbindet eine spezielle Beziehung, die sich im Laufe der Geschichte nach und nach offenbart. Im Zuge dessen zeigt sich auch, dass Sigurd weit mehr zu bieten hat als nur zwei Fäuste. Er ist loyal, absolut schmerzfrei hinsichtlich der Wahl seiner Mittel und eiskalt – aber es hat Gründe, warum er so ist. Ich mochte die Tiefe seines Charakters und habe geahnt, dass der Schlüssel zu seinem Wesen in seiner Vergangenheit liegt. Gemeinsam versuchen Shara und Sigurd herauszufinden, wer den Historiker Efrem Pangyui ermordet hat. Sie stolpern dabei allerdings über Vorgänge, die weit über einen Mord hinausgehen und monströse politische Folgen implizieren. Meiner Meinung nach geht es in „City of Stairs“ um Wechselwirkungen im ganz großen Stil. Ich denke, am Beispiel des Kontinents und Saypurs wollte Robert Jackson Bennett zeigen, wie das eine das andere bedingt und zu einem fatalen Teufelskreis führt, der erst verlassen werden kann, wenn gedanklich völlig neue Wege eingeschlagen werden – eine spannende, interessante Analogie zur politischen Situation unserer Welt. Ich fand „City of Stairs“ brillant. Es ist intelligent, packend und originell. Die Mischung einer hochbrisanten politischen Handlung und eines Kriminalfalls ermöglichte es Robert Jackson Bennett, die vielen Facetten seines schriftstellerischen Talents zu zeigen. Seine Protagonistin Shara trägt die Geschichte mühelos und treibt sie überzeugend voran. Ich freue mich darauf, sie in den Folgebänden wieder zu treffen und bin gespannt, ob es ihr gelingen wird, die Situation des Kontinents und Saypurs zum Besseren zu verändern. Zuzutrauen ist es ihr auf jeden Fall, denn mit ihrer Entschlossenheit und Stärke kann sie die Welt aus den Angeln heben, dessen bin ich mir sicher. Ich kann euch „City of Stairs“ wärmstens empfehlen. Zwar ist es kein Buch, in das man sich Hals über Kopf verliebt, weil es eher den Verstand anspricht als das Herz, doch nichtsdestotrotz ist es fabelhaft.

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  • Krimi, Thriller, Polit-Roman, Mystik & Religion

    City of Stairs
    Louisdor

    Louisdor

    20. November 2015 um 22:44

    Ein Buch, das sich vom Genre her nicht ganz einordnen lässt. Und das ist gut so. Es spielt offenbar auf einem fremden Planeten, einer fremden Welt, aber die Welt fühlt sich zunächst sehr irdisch an. Eine ehemalige glanzvolle Hauptstadt, der Mittelpunkt eines großen Reiches, ist selbst zur Kolonie geworden, besiegt von einem ehemals unterdrückten Volk, weil der Nationalheld dieses Volkes die Götter getötet hat. Vordergründig geht es zunächst um einen Mord, um eine Diplomatin, die den Mord aufklären soll. Die Stimmung schwebt zwischen Krimi und Thriller, mit einem Schuss Intrige, Diplomatie-Novelle, Polit-Roman. Dann wird das Religionsthema immer wichtiger. Warum eigentlich sind die Götter gestorben? Und was haben sie zurückgelassen. Oder ... leben sie vielleicht noch? Der Roman driftet ins Mystische ab, ohne in Eskapismus zu verfallen. Es geht noch immer um sehr irdische, sehr handfeste Fragen: Wie reagiert ein Volk, wenn man ihm die Götter nimmt? Und wie regiert man ein Volk, dem man die Götter genommen hat? Die Protagonistin, eine Mischung aus Diplomatin und Agentin, ist als Charakter gut gelungen: Eine Frau mit Zweifeln, Fragen, einem wachen Verstand und unter der Fuchtel ihrer allwissenden Tante. Ihr Begleiter erscheint schon eher wie ein Charakter aus einem Fantasy-Roman, eine Art hünenhafter Wikingertyp, mit seinen ganz eigenen Dämonen und Geistern der Vergangenheit. Die Hauptstadt, in der das Ganze spielt, hat starke osteuropäische Züge, darauf deuten auch die Namen hin, die neuen Kolonialisten hingegen wirken südasiatisch. Beides keine Kulturen, die gerade in der Fantasywelt sehr häufig als Archetypen genutzt werden. Letztlich spielt das aber eine untergeordnete Rolle. Das Buch zieht seine Spannung aus den Charakteren und den Fragen nach Politik, Mystik und Religion. Es gibt auch eine längere "Action"-Szene, die mir aber sogar am allerwenigsten gefallen hat. Und am Ende dreht sich alles um die Frage, was damals eigentlich genau geschah, mit diesen Göttern und dem Volkshelden. Da sind wir dann wieder, trotz aller phantastisch-mystischen Elemente, ganz nah bei unserer irdischen Welt, und der großen Frage: Wer schreibt eigentlich Geschichte - und warum? Ungewöhnlich. Lesenswert. Vier Sterne von mir.

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