Inhalt
In diesem Buch begleiten wir Robert Jacobi, der sich alleine auf die Reise vom nördlichsten, bis zum südlichsten Punkt des amerikanischen Kontinents macht. Dabei folgt er der berühmten Panamericana, die sich von Alaska bis Chile an der amerikanischen Westküste entlang zieht. Jacobi beschreibt seinen Reisealltag, skurrile Begegnungen und die wunderschöne Landschaft
Meine Meinung
Amerika der Länge nach war das erste Reiseabenteuer-Buch das ich je gelesen habe und ich wurde nicht enttäuscht.
Robert Jacobi ist ein guter Beobachter, der weiß, wie er ein solches Buch interessant gestaltet. Besonders gefallen hat mir, dass er dem Leser nicht die unschönen Seiten seiner Reise vorenthält, so z.B. die Armut, die er in einen Südamerikanischen Ländern vorfindet, Krankheiten, die er bekommt oder Zusammenstöße mit korrupten Behörden. Er schafft einfach ein authentisches Bild der Länder, durch die er reist und bringt dem Leser nicht nur oberflächlich die Landschaft näher, sondern vermittelt einen umfassenden Eindruck der Kultur und der Menschen, auf die er trifft.
Dabei beschreibt er jedoch häufiger ländliche Gegenden und Nationalparks und zeigt vor allem großes Interesse an indigenen Völkern. Aus den Städten flüchtet er meist nach ein paar Tagen. Wer sich also hauptsächlich für die Metropolen auf dieser Reise interessiert, sollte eher zu einem anderen Buch greifen.
Ein wenig gestört hat mich hingegen, dass er sehr häufig auch seine persönlichen Probleme mit einfließen lässt, z.B. mit Mitreisenden, mit denen er einen Teil der Strecke zurücklegt. Das hat meinen Lesefluss zwischendurch gebremst und so habe ich einige Seiten eher überflogen, bis es wieder interessanter wurde.
Zudem merkt man, dass am Ende gewissermaßen "die Luft raus" ist. So wird die Beschreibung seiner Reise durch Chile, das Land auf das ich mich persönlich am meisten gefreut habe, auf wenigen Seiten abgehandelt, was ich sehr schade fand.
Nichtsdestotrotz hat das Buch mir nicht nur Freude beim Lesen bereitet und vor allem die Möglichkeit, meinem Alltag zu entfliehen, sondern auch Lust gemacht, in Länder zu reisen, die ich zuvor gar nicht auf dem Schirm hatte. Sehr praktisch sind auch die Karten, die man nach jeder größeren Etappe im Buch findet, denn so lässt sich seine Reise sehr gut nach verfolgen.
Fazit
Das Buch ist besonders für Leser geeignet, die sich für fremde Kulturen interessieren und einen offenen, ungeschönten Reisebericht lesen möchten. Wer sich vor allem für die Städte auf der Tour interessiert, ist bei diesem Buch jedoch falsch, da es Jacobi vor allem in die unberührte Natur gezogen hat.
Von Alaska bis Chile



