Robert Kisch

 3.4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Möbelhaus, Vaterkind und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Kisch

Möbelhaus

Möbelhaus

 (6)
Erschienen am 02.02.2015
Glück

Glück

 (1)
Erschienen am 01.04.2016
Vaterkind

Vaterkind

 (1)
Erschienen am 03.04.2017
Möbelhaus: Ein Tatsachenroman

Möbelhaus: Ein Tatsachenroman

 (1)
Erschienen am 28.01.2015

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ninchenpinchens avatar

Rezension zu "Möbelhaus" von Robert Kisch

Böse, böse, böse - aber gut!!!
ninchenpinchenvor einem Jahr


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Silkchen2909s avatar

Rezension zu "Vaterkind" von Robert Kisch

Emotionales und offenes Buch über die Gefühle eines Trennungsvaters
Silkchen2909vor einem Jahr

Wenn die Erwachsenen sich nicht mehr verstehen, trennen sie sich. Dass das in der Regel bedeutet, dass ein Elternteil auch auf viel Zeit mit seinem Kind verzichten muss, geht dabei leider oft unter. Der Ich-Erzähler vermisst seinen Sohn Felix sehr und beschreibt seine Gefühle und Hoffnungen eindrucksvoll in diesem Buch. All die Liebe, all die Ängste, all das Vermissen und das Genießen, wenn der Grundschüler zu Besuch ist. Andere Vätertypen, wie zum Beispiel der Hausmann, werden als Freunde oder Bekannte des Charakters ebenso vorgestellt und all das macht dieses Buch zu einer interessanten Lektüre. Neben den Gefühlen für seinen Sohn beschäftigt den Protagonisten noch eine weiteres Thema: die Einsamkeit. Seit der Trennung hatte er keine Partnerin mehr und eigentlich würde er dies gern ändern. Die Wege, die er dafür geht, sind zuweilen allerdings verzweifelt bis abstrus. Diese Ausflüge in die Partnersuche wollen nicht so recht zum Rest des Buchs passen. Insgesamt fand ich das Buch hochspannend, denn dass ein Mann so offen über seine Gefühle schreibt, ist erhellend und rührend. Ein bisschen weniger Wiederholung hätten dem Buch gut getan, sie sind aber verkraftbar.

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Möbelhaus" von Robert Kisch

Das verkaufte Lächeln - Möbelverkäufer unter sich
thursdaynextvor 3 Jahren

Älterer Journalist jenseits der Vierzig, eine „renommierte Edelfeder“ wie er sich nennt wird arbeitslos. Trotz Bekanntheitsgrad dank Talkshowauftritten.

Er ist gebunden, hat einen kleinen Sohn und muss Geld verdienen. Ergo verdingt er sich nach langem Suchen als Möbelverkäufer in einem großen Möbelhaus.

Dort herrscht das Gesetz des Stärkeren. Forciert von den Eigentümern. Kapitalismus pur.

Erfreulicherweise wandelt sich der eingeschworene CDUler zum Linken. Natürlich nur im privaten Gedankenschonraum und eng begrenzt.

Nachlassgeile Kundschaft die um jedes Prozent und jeden Rabatt feilscht erschwert ihm Leben und Gelderwerb und schlägt ihm zusammen mit seiner Frau, die ihn verachtet, weil er nicht genug verdient schwer auf’s Gemüt.

So schwer, dass er die Kunst des Schreibens, die ihm doch etliche nicht namentlich genannte Preise erbracht hat, entweder sträflich vernachlässigt oder völlig verlernt.

Anders sind diese andauernden Wiederholungen seines Jammers ob dieser ungerechten Welt der Provisionsarbeit und das fortwährende Beklagen seiner Lebensumstände kaum zu erklären. Die Chefs sind mies und geldgeil, die Kundschaft, die Ehefrau, die Kollegen alle psychisch deformiert und unsolidarisch. Alle im Buch erwähnten Menschen außer ihm sind psychisch deformiert. Das ermüdet und langweilt, besonders weil jedes Detail dieser schrecklichen Atmosphäre des Möbelverkäuferschreckens permanent wiedergekäut wird, damit der Leser auch wirklich weiß wie schlimm alles ist.

Das ist es sicherlich. Bis mir „Möbelhaus    ein Tatsachenroman“ in die neugierigen Leserfinger fiel habe ich mir nie Gedanken darum gemacht wie schlimm es um die Möbelbranche und deren Verkäufer steht.

Die von Schnäppchen angelockten konsumgeilen Kunden wollen Qualität zu Tiefstpreisen. Damit wird penetrant immer wieder geworben. Es wird in alle Richtungen gelogen und betrogen. Nicht zuletzt von den unterbezahlten Verkäufern zu deren vom „debilen Positive Thinking“ trainierten und Verkaufsseminargeschulten Heerscharen der Verdammten sich Robert Kisch nun zählen muss.

Kommt er kaputt und müde von der Arbeit nach Hause, spielt er mit der einzigen Freude seines Lebens, seinem kleinen Sohn für den er dies alles auf sich nimmt und wird von seiner Ehefrau beschimpft, weil das Geld knapp ist. So wandelt sich sein Weltbild und er glaubt nicht mehr daran, dass die Erfolgreichen ihren Erfolg verdienen, zählt er doch nun zu den knechtenden Massen die vom gierigen Maul des Kapitalismus gefressen werden, zur Sklavenarbeit verdammt...

Dieser Sermon wiederholt sich bis zur letzten Seite. DREIHUNDRTFÜNZEHN sind es und sie sind LANG! Erbärmlich lang. Genauso erbärmlich wie der Glaube des Handels mehr Umsatz zu erzielen mit Late Night Shopping, Sonntagsshopping und anderen dusseligen Eventshoppinganlässen die zwar durchaus die Massen in die Shoppingmalls zu  ziehen vermögen, jenen Massen aber nicht gleichzeitig das Budget erhöhen, welches zum Shoppen ja nicht gänzlich unerheblich ist.

Et voilà, da ist er wiedereinmal der kranke Wachstumsglaube. In Reinform, und natürlich zieht er unglückliche Menschen, deren Lebenssinn von der richtigen Farbauswahl des Sesselbezuges abhängig ist, an. Das ist alles sehr traurig. Buchfüllend ist es nicht. Der Fehler liegt im System und hier fällt der journalistischen Edelfeder leider gar nichts neues ein. Das System ist da, er mutierte wegen Frau und Sohn vom Systemgewinner zum Systemverlierer wie so viele andere mit ihm. Vielleicht hat er auch einfach die falsche Frau erwischt. So geldgeil und verständnislos wie er sie schildert bricht es einem beim Lesen fast das Herz.

Gutes altes rechts der Mitte Gedankengut. Nicht die Spur Emanzipation, oder Partnerschaft. Das schmerzt. Fast so sehr wie die Ergüsse des möbelverscherbelnden Preisträgers ohne Fortune, dessen Tatsachenroman leider zu spät kam um diese seltsame Beziehung mit ausreichend Mammon zu retten...

 

Abgesehen von den ewiggleichen Wiederholungen, (wiederhole ich mich?) des deprimierenden Menschenbildes das skizziert wird und der traurigen Partner- und Elteernschaft die hier geschildert wird, missfiel besonders, dass der Autor keinerlei weiterführende Schlüsse gezogen hat. Er ist seines Erachtens nach völlig unverschuldet ganz unten angekommen und da sitzt er nun. Notiert und sammelt das erlebte Elend in Tatsachenromanform. Drin ist was auf dem Cover steht. Immerhin.

Die Erzählungen einer Bekannten, die bei Daimler das Glück hatte am Fließband arbeiten zu dürfen, da unverschuldet über 45 arbeitslos waren lebendiger, aufschlussreicher und längst nicht so negativ und gleichzeitig überheblich.

 

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