Robert Knapp Römer im Schatten der Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Römer im Schatten der Geschichte“ von Robert Knapp

Robert Knapp holt römische »Durchschnittsbürger« und Menschen vom unteren Rand der Gesellschaft aus dem Schatten der Geschichte. In seinem meisterhaft erzählten Buch revidiert er dabei zahlreiche Urteile, die die Geschichtsschreibung bis heute etwa von Cicero oder Tacitus übernommen hat.

Das Bild, das die römische Elite von ihrer Gesellschaft zeichnete und das die Geschichte bis heute fortschreibt, hatte mit der Wirklichkeit der meisten Einwohner des Römischen Reiches sehr wenig zu tun. Denn die Quellen für dieses Geschichtsbild entstammen sämtlich der Oberschicht, die nur 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung im Römischen Reich ausmachte, aber etwa 80 Prozent des Vermögens besaß. Die restlichen 99,5 Prozent - um Christi Geburt geschätzt etwa 50 bis 60 Millionen Einwohner - sind von der Geschichte vergessen. In neun Kapiteln zeichnet der Autor ein Bild vom Leben, Arbeiten und Sterben dieser Männer und Frauen: Arme Bürger und einfache Leute, Sklaven, Freigelassene und Soldaten, Prostituierte, Gladiatoren, Banditen und Piraten.

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  • Einblick in den Alltag im Römischen Reich

    Römer im Schatten der Geschichte

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    Das allgemeine Wissen über das Leben der Römer vor knapp 2000 Jahren basiert meistens auf Quellen der damaligen Elite. Diese machte allerdings nur ca 0,5 % der römischen Gesamtbevölkerung aus, so dass das Alltagsleben der Normalbevölkerung bislang kaum wissenschaftlich untersucht wurde. Robert Knapp hat sich genau diesem Problem gewidmet und auf sehr interessante Weise versucht, den Alltag von "normalen" Männern und Frauen, Gladiatoren, Soldaten, Sklaven, Prostituierten usw nachzuzeichnen. So gelingt ein neuartiger Einblick auf das Leben im alten Rom, der geschichtsinteressierte Leser durchaus zu fesseln vermag. Klare Leseempfehlung!

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    • 2

    Arun

    04. April 2014 um 11:25
  • Rezension zu "Römer im Schatten der Geschichte" von Robert Knapp

    Römer im Schatten der Geschichte

    michael_lehmann-pape

    20. April 2012 um 05:41

    Jenseits von Senat, Lorbeerkranz und großer Politik Interessant und aufschlussreich, durchaus ein Tipp, mit diesem Teil des Buches zu beginnen, ist zunächst durchaus der gesammelte, kleine Bildteil in der Mitte des Buches. Jene Orte eben, an denen „die ganz normalen Leute“ im römischen Reich lebten. Jene Menschen, auf denen letztlich das gesamte Reich beruhte, die mit ihrer Hände Arbeit die Ressourcen bereit stellten, die ein Weltreich in hohem Masse braucht. Schmiede, Tierfänger, Sklavenhändler, Hebammen, Bauhandwerker, Bauern, Tagelöhner, Fischer, nebenbei noch mit einem Blick auf die religiösen Traditionen und, fast gegenteilig, dem auf die Prostitution versehen. Dieser eher kleine Bildteil verweist bereits auf die Vielfalt des alltäglichen Lebens der „normalen Leute“ im römischen Reich. Auf den Arbeitsalltag, das Familienleben, aber auch auf die Zerstreuung, beim einfachen Würfelspiel auf dem Markt bis hin zu den „großen“ Spielen in den Amphitheatern und Stadien. Der emeritierte Professor für Alte Geschichte der Universität von Kalifornien in Berkeley wendet sich diesem alltäglichem Leben, diesen „ganz normalen“ bis hin zu den „kleinen Leuten“ Roms zu. Jenen Menschen, die, wie Knapp es ausdrückt, „von der Geschichte vergessen wurden“. Aber eben doch letztlich jene, welche die „Geschichte getragen“ haben. Die Masse der Menschen, meist gesichtslos, die für den reibungslosen Ablauf des römischen Alltags sorgten. Ein Blick auf den Alltag, der sich nicht auf Rom als Zentrum des Imperiums beschränkt, sondern den Blick durchaus für das gesamte römische Reich weitet. Interessant zu lesen ist, dass sich der „römische Charakter“ gerade an Randbereichen des Reiches stark manifestierte, das gerade auch da, wo nicht Latein als Umgangssprache diente, römisches Leben und Traditionen den Alltag stark (und gewollt) mitbestimmten. Im Konkreten definiert Knapp die Zielgruppe seiner Darstellung auf jene Bevölkerungsgruppe von „Freien“, die unterhalb der Oberschicht (von 50-60 Millionen Einwohnern des Reiches waren gerade einmal etwa 5000 Personen reich genug, zur Oberschicht zu zählen) standen, aber durchaus oberhalb der meist mittellosen Tagelöhner oder Bauern anzutreffen waren. Seien es nun die „gewöhnlichen Männer in der Mitte“, oder das je weibliche Pendant, sei es ein differenziertes Blick auf den täglichen „Kampf ums Überleben“ der Armen im Reich, all dies schildert Knapp sachlich-nüchtern, teils sehr trocken, in seinem Buch durchaus fundiert recherchiert und durchaus dann vorstellbar. Er spart das Leben der freigelassenen Sklaven nach der Freilassung dabei ebenso wenig aus, die das des einfachen Soldaten. Prostituierte, Gladiatoren, Banditen und Piraten ergänzen die Darstellung, hier allerdings muss man anfragen, ob dieser Bereich noch jenem der „Mitte der Gesellschaft“ der damaligen Zeit entsprach (am ehesten wohl noch die zahlreichen Soldaten und das Versorgungsumfeld), oder ob Knapp hier doch eher Randgruppen mit aufgenommen hat, die zwar das Gesamtbild mit Farbe noch versehen, gerade im Blick auf Banditen und Piraten aber vielleicht doch nicht ganz den „Alltag des einfachen Bürgers“ abbilden. Informativ, fundiert, nachvollziehbar einerseits gelingt Knapp durchaus sein Ziel, das „einfache Leben“ derer abzubilden, die „von der Geschichte vergessen wurden“. Andererseits erfordert der eher trockene, wissenschaftliche Stil doch einiges an Aufmerksamkeit und Geduld. In weiten Teilen aber ergibt die Lektüre des Buches ein sehr differenziertes Bild des Lebens im römischen Reich und bietet mancherlei neue Informationen.

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