Robert Kurz

 3.9 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Schwarzbuch Kapitalismus, Geld ohne Wert und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Kurz

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Schwarzbuch Kapitalismus

Schwarzbuch Kapitalismus

 (7)
Erschienen am 26.02.2009
Weltordnungskrieg

Weltordnungskrieg

 (1)
Erschienen am 01.01.2003
Weltkrise und Ignoranz

Weltkrise und Ignoranz

 (1)
Erschienen am 05.03.2013
Die Welt als Wille und Design

Die Welt als Wille und Design

 (1)
Erschienen am 01.03.1999
Der Tod des Kapitalismus

Der Tod des Kapitalismus

 (0)
Erschienen am 01.05.2013
Blutige Vernunft

Blutige Vernunft

 (0)
Erschienen am 01.09.2004

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Rezension zu "Schwarzbuch Kapitalismus" von Robert Kurz

Warum es immer wieder knallt
paulsbooksvor 2 Jahren

Der Autor erarbeitet Stück für Stück die Gründe für die regelmäßigen Crashs einer kapitalistischen Marktwirtschaft und erklärt u.a.,

weshalb immer weniger Leute immer mehr Arbeit machen, während andererseits ein riesiges Heer Arbeitsloser entsteht weshalb Staatsschulden die letzte große Blase sind und nie zurückgezahlt werden weshalb die 2008er Krise anders und übler ist als alle zuvor, da es sich um ein globales Problem handelt (große "Kreisläufe" China-USA und Deutschland - Süd-EU-Länder) weshalb der Euro Europa nützt und zugleich massiv schadet weshalb totale Inflation oder totale Deflation mit all ihren extrem hässlichen "Nebenwirkungen" unumgänglich sind wie sich das Ganze in eine umfassendere Sicht auf u.a. Karl Marx' Lehre einbettet, die eben nicht bloß dessen immer wieder gleichermaßen verwendeten Thesen der jüngeren Historie wiederkäut.Robert Kurz hat auch auf einigen Webseiten interessante Artikel publiziert, die diese Materie ebenfalls, wenn auch nicht so detailliert, erklären.

Die Ursache für die Konzentration der Arbeit auf wenige Menschen wird im Buch sinngemäß so erklärt: "der Anteil des Sachkapitals, welches keine Werte neu schafft sondern nur reproduziert, wächst auf Grund der durch Konkurrenzdruck verursachten Rationalisierung ständig an, wodurch letztlich die Anlagerendite des Kapitals in der Realwirtschaft unter eine lohnende Schwelle sinkt, was zu Blasen und dem finalen Crash führt".

Was mich überrascht hat: das Wort "Zins" kommt an den entscheidenden Stellen überhaupt nicht vor; das Buch beinhaltet Kritik am Geld selbst, nicht am Zins - das muss man erstmal verdauen.

Meine Kritik am umfassenden und lesenswerten Werk:
Die Sprache ist sehr komplex, der betrachtete Horizont riesig und die Zusammenhänge zwar äußerst umfassend, aber dadurch auch ohne tiefgehende Vorbildung schwer zu verdauen. Vielleicht wäre ein "Schwarzbuch Kapitalismus für Dummies" eine lohnende Sonderausgabe. Wenn man begriffen hat, wie treffsicher hier unser System zerlegt wird, kommt schnell die Frage auf: "Was ist denn nach Meinung des Autors die Lösung?". Der Autor lässt den Leser hier bewusst allein.Dies ist der Grund, warum ich "nur" 4 Sterne gebe. Wer ein gutes Grundgerüst und Zeit zum Lesen mitbringt: sehr empfehlenswert, und es schreit nach Umsetzung!

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