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Arun

vor 3 Jahren

(93)

Der Schachautomat von Robert Löhr

Ein „Historischer Roman“ aus dem 18. Jahrhundert mit dem Habsburger Kaiserreich als Hintergrund. Der Handlung zugrunde liegt die reale Figur des Wolfgang von Kempelen und seines Schachautomaten.

Inhalt.

Der vielseitig Begabte Wolfgang von Kempelen, ein hoher Beamter aus niedrigem Adel im Dienste der Kaiserin Maria Theresia weilt am Kaiserhof in Wien.
Nach der Vorführung des französischen Gelehrten Jean Pelletier im Bereich Magnetismus bedauert die Kaiserin, dass immer nur Ausländer, nie aber Österreicher die Welt mit neuen Erfindungen und Experimenten verblüffen. Wolfgang von Kempelen meldet sich zu Wort und verspricht der Kaiserin binnen sechs Monaten ein Experiment zu präsentieren, welches jene von Jean Pelletier in den Schatten stellt.
Das Buch erzählt uns nun die Geschichte der Erfindung in allen Einzelheiten, darunter auch den Bau, den Betrieb und die Hintergründe rund um den Schachautomaten.

Meine Meinung.

Ein Roman, der uns einen wissenschaftlichen Betrug in der Form eines Taschenspielertricks näherbringt.
Die Geschichte wird chronologisch etwas Hin- und herspringend erzählt.
Die Hauptdarsteller werden ausführlich vorgestellt, wir erfahren einiges aus ihren vorhergehenden Leben mit Werdegang, Erlebnissen und Befindlichkeiten.
Möchte die Hauptfiguren mal kurz skizzieren: Der Ideengeber Wolfgang von Kempelen wurde schon genannt.
Der Jude Jakob sein Gehilfe ein genialer Handwerker, welcher immer für eine kluge Bemerkung gut ist und dabei ­allen weltlichen Vergnügen gerne zuspricht.

Tibor Scardanelli der kleinwüchsige Schachspieler, welcher das Gehirn und den Bediener des Schachautomaten darstellt. Ein kleiner Mensch, der schon viel von der Welt gesehen und dabei immer seine Frömmigkeit bewahrt hat.
Baronin Ibolya Jesenak, eine Frau mit vielen Facetten und Elise eine Mätresse vom Königshof die als Spionin agiert.
Diese Figuren und viele mehr zeigen uns ein schönes Abbild der Habsburger Zeit.

Fazit.

Eine lesenswerte Geschichte um den seinerzeit berühmten Schachautomaten „Der Türke“ genannt,

verwoben mit technischen Aspekten, sozialen Umständen und gesellschaftlichen Gepflogenheitendes späten 18. Jahrhunderts.

Autor: Robert Löhr
Buch: Der Schachautomat

buchjunkie

vor 3 Jahren

Hört sich interessant an. Und es scheint so ein Automat zu sein wie in „Schwimmen mit Elefanten“.

KruemelGizmo

vor 3 Jahren

Das könnte auch was für mich sein.

Gulan

vor 3 Jahren

Interessant. Habe auch noch zwei Schachromane auf dem SuB.

Autoren: Stefan Zweig,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Schachnovelle,... und 1 weiteres Buch

Igelmanu66

vor 3 Jahren

Auf die Rezi war ich schon gespannt! Scheint ein Buch für mich zu sein :)

parden

vor 3 Jahren

buchjunkie schreibt:
Hört sich interessant an. Und es scheint so ein Automat zu sein wie in „Schwimmen mit Elefanten“.

Das Buch kam mir auch gleich in den Sinn! :))

Floh

vor 3 Jahren

buchjunkie schreibt:
Hört sich interessant an. Und es scheint so ein Automat zu sein wie in „Schwimmen mit Elefanten“.

von diesem Automaten habe ich schon mal gehört...Jetzt reizen mich beide Bücher!

BrittaRoeder

vor 3 Jahren

Ich meine von der Story schon mal gehört zu haben, oder komme ich durch den hier auch viel zitierten Titel "Schwimmen mit Elefanten" auf diesen Gedanken? Egal, schöne Rezi und eine Leseempfehlung, die ich mir vormerke.

Cridilla

vor 3 Jahren

"Eine lesenswerte Geschichte um den seinerzeit berühmten Schachautomaten „Der Türke“ genannt,"
Kommt daher eventuell der Begriff : getürkt, wäre doch möglich...
Dieses Schachbuch klingt historisch äußerst interessant & diese Epoche mag ich auch so... tue ich auf meine WL, dank deiner historisch genauen Rezi !

Arun

vor 3 Jahren

@Cridilla

Der Begriff „getürkt“ kommt von diesem Schachautomaten, dies führt der Autor in dem Buch auch an!

walli007

vor 3 Jahren

Ich finde die Bücher, in denen der Autor Goethe und Kleist Detektiv spielen lässt sehr gut.

Autor: Robert Löhr
Bücher: Das Erlkönig-Manöver,... und 1 weiteres Buch

Leseratz_8

vor 3 Jahren

Ein Geschenk für meinen Mann :-) kommt auf die WuLi!

Ausgewählter Beitrag

lord-byron

vor 3 Jahren

Das Buch ist schon sooo lange auf meinem Reader und ich komme einfach nicht dazu es zu lesen.

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