Robert L. Stevenson Das Licht der Flüsse

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Inhaltsangabe zu „Das Licht der Flüsse“ von Robert L. Stevenson

Eine Kanufahrt ins Glück vom Autor der "Schatzinsel" Im Herbst 1876 lassen zwei unerfahrene Kanuten die "Cigarette" und die "Arethusa" zu Wasser und beginnen, was mehr als eine Kanufahrt durch Belgien und Frankreich werden soll. Robert Louis Stevenson berichtet in seiner bestechend modernen Erzählung von entrückten Orten, schildert herzliche und komische Begegnungen und beschreibt die besonderen Momente, die man nur beim Reisen erlebt. Unterwegs fand der Autor auch sein privates Glück: Der 26-jährige Stevenson verliebte sich in die deutlich ältere Amerikanerin Fanny Vandegrift Osbourne, die verheiratet war und zunächst nach San Francisco zu ihrem Mann zurückkehrte. Als Stevenson ihr hinterherfuhr, ließ sie sich scheiden, und die beiden heirateten kurzerhand. Stevensons Debüt endlich auf Deutsch - ein Stück hochkomische, leichte und erhellende Literatur über die zeitlose Magie einer kleinen Reise, über das Aufbrechen, Ankommen und die großen Fragen des Lebens.

Es sind wunderschöne Rezensionen zu diesem Buch, die mich sehr inspirieren, es zu lesen. Danke!

— selenoglaska
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  • Rezension zu "Das Licht der Flüsse" von Robert L. Stevenson

    Das Licht der Flüsse
    Martin_Keune

    Martin_Keune

    08. March 2013 um 09:08

    1878 erschien „An Inland Voyage“, das hier unter dem Titel „Das Licht der Flüsse“ in einer neuen, leichthändigen Übersetzung von Alexander Pechmann vorliegt. Stevenson, der Meister des opulenten, oft geschichtsverwurzelten Abenteuerromans, spielt in seinem tagebuchartigen Debüt eine weitaus leichtere, quirlige Flöte. Seine Beschreibung einer Kanutour durch Belgien und Frankreich strahlt noch heute eine Modernität und jugendliche Weltsicht aus, die verblüfft und verzaubert. Für mich das schönste Reisebuch seit langem – in einer angemessen buchverliebten, ästhetischen Aufmachung. Ein Kleinod, das ich mir – doch, doch, das kann man machen – gleich zweimal gekauft habe!

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  • Rezension zu "Das Licht der Flüsse" von Robert L. Stevenson

    Das Licht der Flüsse
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    29. June 2011 um 18:12

    *LITERATWO`isches zu "Das Licht der Flüsse": „Als ich aufbrach, habe ich mein Herz zu Hause in einer Schublade zurückgelassen oder es mit einem Koffer vorausgeschickt, damit es am Ziel auf mich wartet…“ Auf meiner Reise zurück zu den literarischen Anfängen Robert Louis Stevensons habe ich mich auf genau diese Zeilen eingelassen. Ich suchte mir ausreichend Platz in einem der beiden Segelkanus Cigarette und Arethusa und ließ mich im Jahr 1876 gemeinsam mit dem damals noch unbekannten Schriftsteller von Antwerpen bis fast nach Paris treiben. Den größten Teil der Reise trugen mich die sanft dahin gleitenden Flüsse Oise, Saône und Rhône durch das malerisch ländliche Frankreich, bis ich in Pointoise, kurz vor Paris an Land gehen durfte. Oder musste. Eigentlich wäre ich gerne weitergefahren – ich hatte mich an das Tempo der Reise gewöhnt, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt das Wort Tempo verwenden kann. Treiben trifft es wirklich besser. Zum Buch selbst Aus einer Flucht vor den Pflichten des Alltags, aus einer einfachen Kanufahrt durch die Schönheit der Natur wird eine Reise in die innere Bedürfniswelt seiner Selbst und damit auch eine Fahrt in das Herz des Lesers. Schon ab Charleroi wollte ich diese Fahrt nicht mehr alleine fortsetzen. BlogAutorin Binea stieg mit leichtem Gepäck zu und wir sprachen oft über die Dynamik der Worte, die uns von Ort zu Ort, von Schleuse zu Schleuse treiben ließen. Entschleunigung auch hier. Ohne jegliche Geschwindigkeit und im Vertrauen auf das persönliche Glück, an jedem Ufer Menschen zu treffen, denen man sich zumindest für eine Nacht anvertrauen kann saßen wir in den Kanus und haben uns in die Gedankenwelt Robert Louis Stevensons und seines Freundes Walter Simpson hineinversetzt. Die Wirkung auf uns beide war die Gleiche. Wir waren fasziniert, gefangen und haben von Seite zu Seite einfach die Schönheit des geschriebenen Wortes entdeckt und abends lange darüber gesprochen. Bewundert, geschwärmt und gestaunt. Stupor Munid – das Staunen der Welt – hat uns bei einer einfachen Reiseerzählung gepackt. Also genau dort, wo wir es nie für möglich gehalten hätten. Begegnungen – ob flüchtig oder intensiv – bestimmen den Fortgang der Reise. Sie bestimmen die Wegmarken und auch den Endpunkt. Menschen stehen im Mittelpunkt dieses Abenteuers. Sie erinnern Stevenson daran, warum er aufgebrochen ist, mahnen ihn zu vorurteilsfreiem Leben und lassen ihn gefühlig werden, wo die Sehnsucht ihn packt. Der Fluss wird zum eigenen Lebenslauf. Diesem Weg ist Stevenson treu geblieben. Selbstbestimmt auf selbst gewählten Wegen sich zu verwirklichen und nicht in einem Sumpf von Alltäglichkeiten zu versinken, sich nicht selbst in den Mittelpunkt zu stellen und ein Freund der Menschen zu bleiben – dies hat sein Leben und seine späteren Werke gekennzeichnet. „Auf meinem Grabstein, falls ich je einen haben werde, wünsche ich mir folgende Worte als Inschrift: Er hat sein Paddel nicht losgelassen.“ Immer am Ruder bleiben, selbst lenken und sich den Blick nicht verstellen lassen. Sein eigenes Tempo zu wählen, sich selbst zu steuern – die zentrale Botschaft trägt „Das Licht der Flüsse“ bis zum heutigen Tag. Robert Louis Stevenson hat uns sein Paddel weitergereicht und wir können nur hoffen, mit Herz und Verstand seine Botschaft zu leben. Bilder und weitere Hintergründe auf Lovelybooks: http://blog.lovelybooks.de/2011/06/10/robert-louis-stevenson-ein-klassisches-debut/

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  • Rezension zu "Das Licht der Flüsse" von Robert L. Stevenson

    Das Licht der Flüsse
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    Genauso malerisch und entspannt wie das Cover auf den Leser wirkt, wirkt auch der Inhalt. Es ist als ob man sich in den Urlaub liest, als ob man in eine Auszeit einsteigt, einfach entschleunigt. Gleich zu Anfang möchte ich sagen, dass Robert Louis Stevenson mir ganz sicher in Erinnerung bleibt, denn er hat das Paddel nie losgelassen, schreibt Alexander Pechmann im Nachwort. Worte die tief gehen, denn halten wir nicht alle an etwas fest? Ein wunderschöner Gedanke, der gelebt werden soll. Am 25. August 1876 starten Stevenson und Simpson gemeinsam mit ihren Booten Arethusa und Cigarette von Antwerpen. Mit seinem Buch nimmt er uns mit auf die Kanufahrt, welche am 15. September in Pontoise endete. Was für besondere Tage auf dem Wasser. Das Kanufahren, das tägliche Paddeln hat Robert Louis Stevenson wohl genauso ruhig gemacht wie Pilger auf dem Jakobsweg, denke ich. Er hat abgeschalten, konnte von Tag zu Tag seinen Gedanken freien Lauf lassen, sich fallen lassen, treiben lassen. Aus dem Krieg des Lebens ist er geflüchtet, mit nur einem Begleiter und dennoch ist er fast nur für sich. „Abgesehen von einer guten Frau und einem guten Buch und Tabak gibt es auf Erden nichts Liebenswürdigeres als einen Fluss.“ Eine Reise durch Belgien und Frankreich die durch Landschaft geprägt und von unterschiedlichen Charakteren und Kultur gezeichnet ist. Wie benommen paddelt man dahin, trifft auf Bauern, Fischer, Handelsreisende und wird selbst von der Hauptfigur auf dem Wasser immer mehr zur Randfigur am Ufer. Eine Reise die vergessen macht, die ruhig werden lässt und die Strapazen und den Stress und vor allem den Alltag auslöscht und man einfach nur genießen kann. Aber nicht nur die Fahrt auf dem Fluss steht in diesem schönen gebundenen Buch im Vordergrund. Das Vorwort wie auch die Nachworte laden ein, in die Welt vom Autor noch weiter abzutauchen, die „Schatzinsel“ ruft und wird bald in meinen Händen liegen. Robert Louis Stevenson – ein Schotte der mit der Sehnsucht nach dem „Ende des Regenbogens“ geboren wurde.

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