Robert Littell Der Gastprofessor.

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Inhaltsangabe zu „Der Gastprofessor.“ von Robert Littell

Roman. 315 S. (Quelle:'01.08.1997')

Dieses Buch ist einfach cool. Man kann hier auch was lernen. :-)

— drfummel
drfummel
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  • Chaosforscher findet noch mehr Chaos

    Der Gastprofessor.
    simonfun

    simonfun

    13. November 2014 um 19:52

    Ein leicht schrulliger russischer Professor für Chaos-Theorie und Mathematik, der die Ordnung in Pi sucht und dafür in seiner Freizeit Pi auf etliche Millionen Nachkomma-Stellen berechnet, wird als Gastprofessor für ein Semester in die USA eingeladen und landet in einem Kaff im Nirgendwo, das die besten Chaos-Forscher an der Uni beschäftigt (nach deren Aussage natürlich).  Der Mitt-vierziger beherrscht anfangs nur unbeholfen die englische Sprache und tritt prompt von einem Fettnäpchen ins nächste. Die Lehr-Kollegen, sein Mitbewohner und seine Friseurin haben alle eine Macke und versuchen ihre Lebensweisheiten dem berühmten Gastprofessor Näher zu bringen. Auch Agenten diverser ausländischer Geheimdienste versuchen ihn mit Geld, Ruhm und Ehre abzuwerben, damit er für sie sämtliche Codes der anderen Geheimdienste knackt, da ja der Schlüssel für alle Codes angeblich in Pi verborgen ist. Nebenbei benutzt der Prof seine Chaos-Formeln, um einen Serienkiller zu finden, der bereits über zwanzig Opfer mit einer Knoblauch-Kugel in Jenseits schickte. Diese überwiegend grotesken Situationen beschreibt der Autor einerseits locker-trivial-obszön bis hin zu hochkomplexen und kaum nachvollziehbaren Diskussionen zwischen dem Prof und seinem Mitbewohner. Seine Freundin, die Friseurin, lehrt ihn, auf das Wesentliche zu achten, nämlich: sex and drugs für alle! Dieses Gehüpfe zwischen Philosophie, Spannung, Langeweile, Diskussion und Situationskomik hat der Autor zu einem Roman verschwurbelt, der gleichzeitig anzieht und abstößt. Insgesamt hat mich die Geschichte öfters nachdenklich gemacht und sogar in mancher Hinsicht in meiner Einstellung bestärkt. Das Taschenbuch ist in der Masse leider untergegangen, zumal der Rückentext nicht wirklich zum Inhalt passt. Ob es empfehlenswert ist weiß ich nicht. Dafür ist die Geschichte zu komplex, um sie einer einzigen Kategorie zuzuordnen. Der Autor hat sich viel Mühe gegeben und hat Aufmerksamkeit verdient. Wie auch immer - sehr interessant und daher länger rezensiert!

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