Robert Louis Stevenson

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Autorenbild von Robert Louis Stevenson (©Gemeinfrei, Bild von Henry Walter Barnett)

Lebenslauf

Ein Schotte auf der Schatzinsel: Der schottische Autor Robert Louis Stevenson hinterließ der Welt zwei Klassiker der Literatur: Das an Jugendliche adressierte Piratenabenteuer „Die Schatzinsel“ und die Horrorgeschichte „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“. Reiselust und ein dickes Knäuel Seemannsgarn: Robert Louis Stevenson wurde im Jahr 1850 in Edinburgh geboren und verfasste bereits als Kind erste Geschichten. Bereits mit 16 Jahren veröffentlichte er erstmals einen historischen Abenteuerroman namens „Pentland Rising“, der nicht ganz unerwartet zum Flop wurde. Nach seinem Studium trieb sich Stevenson bevorzugt in der Welt herum, verfasste Reiseberichte und Essays und heiratete die zehn Jahre ältere Amerikanerin Fanny Osbourne. Als Tuberkulose und eine schwere Erkältung Stevenson aufs Krankenbett warfen, widmete er sich wieder der Schriftstellerei und seine Reiseerfahrungen flossen in die „Schatzinsel“ ein. Der Roman um den jungen Jim Hawkins und den Piraten Long John Silver erschien 1883 und wurde schnell zum Bestseller. Eine deutsche Übersetzung folgte 1897. Historische Romane und ein viel zu früher Tod: In den folgenden Jahren verfasste Stevenson, soweit es seine Gesundheit zuließ, weitere historische Abenteuerromane wie „Kidnapped“, das zur Zeit der schottischen Jakobineraufstände im 18. Jahrhundert spielt, und „The Black Arrow“, eine Geschichte aus der Zeit der englischen Rosenkriege. 1886 veröffentliche er sein wohl bekanntestes Werk um den Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll und dessen monströses Alter Ego Mr. Hyde. Die letzten Jahre verbrachte Stevenson auf der Südseeinsel Samoa, wo er eine Plantage erworben hatte. Hier verstarb er mit 44 Jahren an einer Gehirnblutung. Er wurde auf der Insel begraben und sein Haus ist heute ein Museum. Bis heute werden Stevensons Werke immer wieder für Film, Fernsehen und die Bühne adaptiert, etwa in der Piratenserie „Black Sails“, die die Vorgeschichte der Schatzinsel erzählt.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783458646389)

Die Schatzinsel

(645)
Neu erschienen am 30.09.2026 als Gebundenes Buch bei Insel Verlag.
Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783649652854)

Die Schatzinsel

Neu erschienen am 28.09.2026 als Gebundenes Buch bei Coppenrath.

Alle Bücher von Robert Louis Stevenson

Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783458646389)

Die Schatzinsel

(645)
Erschienen am 30.09.2026
Cover des Buches Die Schatzinsel - Vollständige Ausgabe (ISBN: 9783730691045)

Die Schatzinsel - Vollständige Ausgabe

(36)
Erschienen am 19.11.2015
Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783746627021)

Die Schatzinsel

(34)
Erschienen am 23.04.2011
Cover des Buches Die Schatzinsel - Illustrierte Neufassung (ISBN: 9783943466270)

Die Schatzinsel - Illustrierte Neufassung

(32)
Erschienen am 06.07.2012
Cover des Buches Der Flaschenkobold (ISBN: 9783150192511)

Der Flaschenkobold

(16)
Erschienen am 23.06.2014
Cover des Buches St. Ives (ISBN: 9783446236479)

St. Ives

(14)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783748141921)

Die Schatzinsel

(13)
Erschienen am 20.12.2018

Neue Rezensionen zu Robert Louis Stevenson

Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783458646389)
Hari_T_s avatar

Rezension zu "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson

Hari_T_
Klassiker mit viel Klischee – nur ein Charakter sticht heraus

Die Schatzinsel gilt als das Urgestein der Piratenliteratur, und genau das merkt man der Geschichte auf jeder Seite an. Holzbeine, Augenklappen, Schatzkarten mit einem roten „X“ und meuternde Matrosen – das Buch bedient wirklich jedes erdenkliche Klischee. Für einen modernen Leser wirkt der Handlungsverlauf dadurch oft sehr vorhersehbar und phasenweise etwas starr.

Der einzige echte Lichtblick im Buch war für mich Long John Silver. Seine schamlose Wandelbarkeit, das ständige Wechseln der Fronten und seine unberechenbare Art haben Dynamik in die Geschichte gebracht. Seine finale Wende war tatsächlich das Einzige, was mich im gesamten Handlungsverlauf noch überraschen konnte.

Cover des Buches Reise mit einer Eselin durch die Cevennen (ISBN: 9783293006300)
A

Rezension zu "Reise mit einer Eselin durch die Cevennen" von Robert Louis Stevenson

Almut_Scheller_Mahmoud
Der Weg ist das Ziel



Der Autor des berühmten Klassikers „Die Schatzinsel“ zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite. Fast leichtfüßig folgt man dem Autor und seiner Reisegefährtin über Stock und über Stein durch die Hügel der Cevennen.


Eure wunderbarer Mischung: Naturbeschreibungen wechseln mit der regelmäßige Einkehr in dörfliche Zivilisation ab. Dabei kommen auch die verschiedensten menschlichen Charaktere ins Bild, die sich durchaus von Landschaft zu Landschaft unterscheiden. Darin eingebettet Geschichtliches wie die religionskriegerischen Aufstände der Kamisarden und die Tyrannei der Kirche. Glaube gegen Glaube. 

Stevenson gelingt es, seine kleinen Abenteuer im Unbekannten lebendig werden zu lassen wie die Geschichte der wölfischen Bestie und sein Besuch in dem Trappistenkloster „Unsere Liebe Frau vom Schnee“, immer wieder unterbrochen von kleinen stilistischen Stillleben wie die Nächte unter dem Himmelszelt. 

Und nicht zu vergessen: Modestine, die sturköpfige kleine Eselin, und die zarten Bande, die zwischen ihnen in dieser zwölftägigen Reise geknüpft wurden. Modestine ist durchaus würdig, in das Pantheon der berühmten Esel aufgenommen zu werden:

Die Esel von Nasreddin Hodscha und Apuleius, der Esel Balthasar und Buridans Esel. Der Esel der Bremer Stadtmusikanten und der des Sancho Panda, der Dukatenesel und der Esel von Jesus am Palmsonntag beim Ritt nach Jerusalem. Und nicht zu vergessen, Platero von Juan Ramón Jiménez. 



Diese kleine -Reiselektüre hat eine Ausstrahlung, an der es den meisten der heutigen “Wanderbeschreibungen“ mangelt: Bescheidenheit statt ausuferndes Mitteilungsbedürfnis. Stevenson wollte weder sich noch sonst jemand etwas beweisen, das Unterwegssein war sein Elixier. Vielleicht wird es ein paar animierte Leser geben, die dem Weg von Modestine und Stevenson folgen. Aber es wird kein Camino-Massenphänomen werden.

Auf dass diese sich amWind , der in den Bäumen singt und dem Sonnenlicht, das im Galopp über die Hügel  zieht, erfreuen. 


Ein Ausbruch aus literarisch Gewohntem

Wie der Titel bereits verrät, begleitet man Stevenson auf seiner Wanderung durch die französischen Cévennen. Mit dabei ist eine Eselin, die sein Gepäck tragen soll. Schnell wurde mir jedoch klar, dass dies kein moderner Reisebericht ist, sondern ein Werk aus dem 19. Jahrhundert. Darauf sollte man sich sowohl inhaltlich als auch sprachlich einstellen.


Die Sprache empfand ich als durchaus anspruchsvoll. Es ist für mich kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, und obwohl die Anmerkungen der Herausgeber sehr hilfreich sind, habe ich zusätzlich immer wieder recherchiert, um historische Bezüge, Redewendungen oder Anspielungen besser zu verstehen. Zudem hatte ich anhand des Klappentextes einen etwas anderen Reisebericht erwartet. Stevenson beschreibt Landschaften und Begegnungen, greift aber auch häufig auf literarische und historische Bezüge zurück. Das wirkte auf mich stellenweise etwas sprunghaft, und manchmal fehlten mir die Übergänge.


Trotzdem bin ich sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Auch wenn meine ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt wurden, war es eine bereichernde Leseerfahrung. Gerade weil sich das Buch sprachlich und inhaltlich so deutlich von dem unterscheidet, was ich normalerweise lese, ist es mir in Erinnerung geblieben.


Empfehlen würde ich es allen, die bewusst einmal aus ihren gewohnten Lesemustern ausbrechen möchten. Mit seinen rund 200 Seiten ist es keine allzu lange Lektüre, sondern vielmehr eine kurze literarische Reise in eine andere Zeit und eine andere Art des Erzählens. Für mich war das stellenweise herausfordernd, insgesamt aber sehr lohnend.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Die Schatzinsel
Kati_Ebners avatar
Kati_Ebner

Herzlich Willkommen in der Leserunde zu "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson. 😊

Start der Runde ist am 1.1.2026, natürlich ist der Einstieg aber jederzeit möglich. 

285 Beiträge
Cover des Buches Selbstmörderclub, Der
Kati_Ebners avatar
Kati_Ebner

Herzlich Willkommen bei der Leserunde zu "Der Selbstmörderclub" von Robert Louis Stevenson. 😊

Jede*r ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen!

232 Beiträge
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Bella12

Ich würde gern wissen, was für gruselige und schaurig-schöne Bücher ihr empfehlen könnt. Irgendwie habe ich mal wieder Lust, Horror und Mystery eine zweite Chance zu geben.

Stephen King trifft leider nicht ganz meinen Geschmack. Eigentlich haben mir von ihm nur Doctor Sleep und Der Anschlag gefallen. Andere fand ich einfach abstoßend (Todesmarsch, Sie) oder unspektakulär (Sleeping Beauties, Joyland).

Neil Gaimans Werke waren dagegen etwas konfus und vom Setting her zu einfach (z.B. das Buch mit den Geistern, die in ihren Gräbern wohnten). Auch das Feeling mochte ich nicht. Nur die nordischen Sagen von ihm fand ich toll.

Klassiker wie Dracula und Interview mit einem Vampir waren auch nicht mein Fall, was aber auch daran liegen könnte, dass ich kein großer Vampirfan bin. Zombies interessieren mich auch nicht so (nur iZombie war ganz unterhaltsam). So etwas wie Dr Jekyll und Mr Hyde waren schon eher etwas für mich, genau wie Das Bildnis des Dorian Gray.

Ich suche schon etwas mehr in Richtung gruseliger und schauriger Stimmung anstatt auf Blut und Ekel zu setzen. Gern auch mit Hexen, Friedhöfen, Geistern und Flüchen, muss aber nicht sein :)

Zum Thema
3 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Robert Louis Stevenson wurde am 12. November 1850 in Edinburgh (Großbritannien) geboren.

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