Robert Louis Stevenson Die Schatzinsel

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Inhaltsangabe zu „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson

Eines der berühmtesten Bücher der Weltliteratur in Neuübersetzung – spannendste Handlung in größter sprachlicher Dichte. „Die Schatzinsel“, der große Abenteuerroman der frühen Moderne, hat schon die Leser im 19. Jahrhundert gefesselt und Generationen von Schriftstellern inspiriert – von Mark Twain bis Marcel Proust, von Henry James bis Bertolt Brecht. Das frühe Werk des Erzählers ist Geniestreich und Meisterwerk zugleich. Liebevoll zeichnet Stevenson Schauplätze und Figuren: den mutigen Jungen Jim Hawkins und den gerissenen Seeräuber Silver, und all die dubiosen und skurrilen Gestalten um sie. Andreas Nohls Neuübersetzung wird begleitet von drei bisher in Deutschland ungedruckten Texten aus dem Umfeld des Romans, der berühmten Landkarte und einem Nachwort. - Nohls Kunst liege in der sprachlichen Verdichtung, heißt es in Denis Schecks Sendung im Deutschlandfunk. Die NZZ und DIE ZEIT schreiben beide, diese Übersetzung sei allen bisherigen vorzuziehen, die FAZ wählte sie unter die eindrucksvollsten literarischen Leistungen des Jahres 2013.

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    Die Schatzinsel
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    07. March 2016 um 12:28

    Meine Meinung: Dieses Buch ist nicht ohne Grund ein zeitloser Klassiker, der aber leider viel zu selten gelesen wird. Es gibt ihn in mittlerweilen so vielen wunderschönen Ausgaben, ich habe mich für die aus dem Anaconda-Verlag entschieden da ich das etwas ältere Bild auf dem Cover sehr schön finde, es passt perfekt zur Stimmung und zum Inhalt. Wie schon oben zu lesen ist, erzählt das Buch die Abenteuerrreise von Jim Hawkins. Sein Eltern sind Eigentümer des Gasthauses "Zum Admiral Benbow" in welches sich eines Tages ein wirklich seltsamer Mann mit einer riesigen Schifferkiste verirrt. So merkwürdig der Mann auch sein mag, er versetzt Jim ins Staunen und lässt ihn träumen von dunklen finsteren Gestalten und tollkühnen Schätzen. Doch irgendwann wird aus Träumen ernst und Piraten tauchen vor der Tür des Gasthauses auf, schnell eigenen sich Jim und seine Mutter die wichtisten Sachen aus der Schifferkiste an und suchen Unterschlupf bei einem Freund. Jim ist nicht nur unser Hauptprotagonist sondern auch der Erzähler der Geschichte. Mittels späteren Erzählens, nämlich in Form eines Berichtes den er verfassen soll, lässt er uns teil haben an seinem Abenteuer. Für mich war Jim ein wirklich tollkühner Held mit seinen eigenen kleinen Fehlern die ihn aber liebenswert machen. So begeht er, typisch für Jugendliche, ie ein oder andere Dummheit, lernt aber daraus und versucht stets richtig zu handeln. In so fern ist Jim grade für Kinder schon so etwas wie ein Held und Vorbild, denn trotz der Anwesenheit der böswilligen Piraten behält er doch meistens einen kühlen Kopf. Auch die Nebenprotagonisten haben mir sehr gut gefallen, die Piraten waren genau nach meinem Geschmack, manchmal wirklich fies und manchmal wirklich feige, und die "Guten" haben stets auch das Gute wunderbar dargestellt. Das Setting, das ländliche Bristol und natürlich die Schatzinsel, waren wunderbar beschrieben und haben den Leser eingeladen sich ganz in der Geschichte wieder zu finden. Stevenson hat es auf wunderbare Weise geschafft, dass jede Szene und jeder Dialog vor meinem geistigem Auge erschien, ganz ohne Probleme. Natürlich wird es zum Ende nochmal richtig spannend und aufregend, aber ich möchte nicht zu viel verraten, sondern euch lieber einladen auf die Schatzinsel, damit ihr selber die Suche nach Captain Flints Schatz startet. Fazit: Nicht ohne Grund ist "Die Schatzinsel" ein zeitloser Klassiker, die immer wieder verfilmt wurde und bis heute beliebt ist. Egal wie alt man ist, dieses Buch macht einfach immer Spaß und entführt einen in eine andere, zurückliegende Zeit. Wer das Buch noch nicht kennt, dem kann ich  es nur ans Herz legen, denn einfach alles in diesem Buch war stimmig.

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  • Rezension "Die Schatzinsel: Roman von Robert Louis Stevenson"

    Die Schatzinsel
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    Es gibt Bücher, die müssen einfach gelesen werden. Die Schatzinsel ist so ein Buch. Spannend und aufregend erzählt Jim Hawkins seine Geschichte von der Schatzjagd und man geht mit ihm mit, von einem Abenteuer in das andere. Beim lesen, kommt das Gefühl auf, mit Captain Flint, auf der Suche nach der Schatzinsel auf der Hispaniola zu segeln, mit Piratenhut und Augenklappe. „.15 Mann auf des toten Manns Kiste, Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum!“ Einen toller Klassiker für Groß und Klein. Spannend bis zum Ende.

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    • 2
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    24. October 2015 um 18:20
  • ein Klassiker - zurecht

    Die Schatzinsel
    wan57587

    wan57587

    23. August 2015 um 11:07

    Fünf Sterne - sehr überraschend! Der Film, den man traditionsgemäß an Weihnachten zu sehen bekommt, hat es mir nie sonderlich angetan, zu brutal, zu altmodisch kam er mir stets vor. Umso überraschender die Erkenntnis, dass das Buch einsame Spitze ist - zurecht ein Klassiker. Besonders gefällt mir die Erzählweise, die sich im Sinne klassischer Abenteuergeschichten um einen Jungen dreht, der durch schnelles Denken und mutiges Handeln überzeugt; Jim Hawkins, der der ehrwürdigen Besatzung der 'Hispaniola' mehr als einmal das Leben rettet, weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und nie lange fackelt. Die Tatsache, dass das Buch nunmehr bereits 131 Jahre alt ist, äußert sich in der gehobenen Sprache und den vielen Ausdrücken, derer man sich heute nicht mehr bedient. Außerdem langweilen Romane aus dem 21. Jahrhundert meiner Meinung nach oft durch langatmige Beschreibungen und dem sich Ergehen in Gefühlsäußerungen. Die Schatzinsel ist in dieser Hinsicht auf das nötigste beschränkt; nicht die blumige Ausschmückung der Inselfauna- und Flora steht im Vordergrund, sondern die Zusammenhänge von Mord, Schießereien und Verrat, da jeder Mann nur ein Ziel verfolgt: er möchte sich selbst als erster die "Dukaten, Dukaten!" (Zitat Papagei) unter den Nagel reißen. Der Plot überzeugt, weil zu keiner Zeit Langeweile aufkommt; die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und hängen oft von den Entscheidungen einzelner Personen ab. Überhaupt ist Stevenson die Personenkonstellation sehr gut gelungen; beide Parteien um die englischen Gentlemen einerseits, und die mordgierigen Piraten andererseits, beweisen Mut und Schläue beim Durchsetzen ihrer Pläne und sind einander in beiderlei Hinsicht fähige Gegner. Mit Long John Silver hat Stevenson eine Legende geschaffen. Wer kennt ihn nicht, den einbeinigen Halunken, der Jim zuerst so gekonnt um den Finger wickelt, um ihn hinterher umso niederträchtiger zu hintergehen. Aber Jim lässt sich nicht so einfach ins Bockshorn jagen; mit viel Mut und dem Weltverständnis eines Ehrenmannes meistert er so einige Herausforderungen, die schwächere Geister schon längst in die Knie gezwungen hätten. Am schlauesten tut er daran, sich mit dem wilden Ex-Piraten Ben Gunn anzufreunden, denn der hat ein Ass im Ärmel, das ihnen zum Schluss den entscheidenden Vorteil verschaffen wird … Hier sind Spannung und Action vorprogrammiert. Unbedingt selber lesen, ein wahrer Genuss für alle, die etwas auf gelungene Abenteuergeschichten halten!

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  • 6. 42. Punkte-Lesemarathon 26. bis 28. Juni - Lesen bis zur Bikinifigur ;)

    Knorke

    Knorke

    Hey, nach einer längeren Pause, da ich viel stress habe und irgendwie ständig irgnedwo anders ein Lesemarathon angeboten wurde, dachte ich mir, ist mal wieder Zeit für einen eigenen :) Lesemarathon, was ist das noch mal? Das erklärt sich quasi von selbst. Es ist ein Marathon, bei dem es darum geht möglichst viel zu lesen, meist im Austausch mit anderen Wann findet der Marathon statt? Er findet vom 26.06. 15 Uhr bis 28.06 24 Uhr statt, ein- und aussteigen darf man jeder Zeit ;) Gibt es noch etwas zu beachten? Wer nur Lesen möchte, darf dies gerne tun. Dabei besteht für die Nur-Leser die Möglichkeit sich selbst ein Ziel zu setzen, welches irgendwie mit 42 zu tun hat, also 420 Seiten, 840 Seiten... Dabei wäre es auch sehr schön, uns an eurem Fortschritt teilhaben zu lassen. Für diejenigen, die es gerne etwas spannender mögen, kommen nun wieder die speziellen Aufgaben: Wie immer geht es darum, 42 Punkte zu erreichen, in Anlehnung an einen echten Marathon. Pro gelesenen 50 Seiten gibt es einen Punkt. Außerdem kann man durch verschiedene Aufgaben weitere Punkte erlangen. Freitag - Urlaubslektüren Der Marathon beginnt, dieses Mal auf Hawaii mit unserem eigenen Ironman-Marathon. Da wir uns an einem wirklich schönen Ort befinden, haben wir natürlich auch unsere Urlaubslektüre eingepackt. Der Marathon startet mit Büchern die zum Thema Strandurlaub passen. Zusätzlich für jeweils 3 Punkte können Bücher vorgestellt werden, die ihr bei einem Urlaub in den Bergen, Urlaub in Amerka und Weltreise passen würden. Samstag - Traum- oder Albtraumreiseziel Heute merken wir nun zum ersten Mal, dass unser Ironman-Marathon sehr anstrengend ist und wir fragen uns, ob unsere Marathonreise sich weiterhin als Traum- oder Albtraumreise herausstellen wird Jedes neu angefangene Buch sollte eine Bücherwelt besitzen, die entweder als Traumreiseziel oder als Albtraumreiseziel beschrieben werden kann. Außerdem gibt es an unseren üblichen Pausenstationen (9, 12, 15, 18, 21, 0 Uhr) für euch die Gelegenheit, für 2 Punkte jeweils ein Buch aus eurem Bücherregal vorzustellen, dass auch zum Thema Traum- oder Albtraumreise passt Sonntag - Sommer, Sonne, Sonnenschein Der letzte Tag bricht an und wir sind stolz auf uns, dass wir nicht aufgegebe haben und heute Abend sicher die Ziellinie erreichen werden. Da wir wissen, dass es heute vorbei ist, fangen wir auch wieder an die Sonne und das schöne Wetter zu genießen. Jedes angefangene Buch sollte auf dem Cover oder im Titel irgendetwas zum Thema Sommer haben. Nach jeweils 50 Seiten solltet ihr uns einen Bericht zum Thema Wetter in eurem Buch geben. Dazu oder wenn ihr gerade wirklich nicht herausfinden könnt, was für ein Wetter ist, dürft ihr die Frage beantworten, wie die Stimmung ist - eitel Sonnenschein oder eher verhagelt? Wie immer habe ich die üblichen Verdächtigen eingeladen ;) Teilnehmer: Tatsu (440 Seiten von 504 Seiten) samea Hikari (603 Seiten, 43 von 42 Punkten) janaka buchliebhaberin (594 Seiten, 38 von 42 Punkten) sofie (432 Seiten, 31 von 42 Punkten) Harlequin (355 Seiten, 20 von 42 Punkten) Leseratz_8 (350 Seiten, 15 von 42 Punkten) Watskea (Ziel: 420 Seiten) Lara9 (Ziel: 420 seiten) MiniMixi (61 von 420 Seiten) Hannelore (259 Seiten, 16 von 42 Punkten) LadySamira (476 Seiten, 11 von 42 Punkten) Knorke (141 Seiten)

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    • 177
  • Buchtipp

    Die Schatzinsel
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    20. June 2015 um 18:19

    Wie war mein erster Eindruck? Ich habe mich für die schöne Ausgabe der Büchergilde Gutenberg entschieden. Das Buch ist in helles Leinen gebunden, in das in zartem Hellblau die Zeichnung eines Segelschiffs geprägt wird. Der Einband sieht nicht nur toll aus, sondern vermittelt auch haptisch einen wertigen Eindruck. Auch inhaltlich bietet diese Ausgabe einiges: in einem Anhang finden sich verschiedene Texte zur Entstehung des Romans, u.a. auch von Robert Luis Stevenson selbst, sowie ein bislang in Deutschland unveröffentlichter Dialog der beiden Protagonisten. Nichtenthalten ist leider die vom Autor gezeichnete Schatzkarte, nach der „Die Schatzinsel“ entstand. „Die Schatzinsel“ ist in sechs Teile mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Der erste Teil spielt ausschließlich in und um die Taverne. Ich war überrascht, wie viel Zeit sich Stevenson nimmt, bis man sich tatsächlich auf den Weg zur Schatzinsel macht. Aber auch hier wird schon einiges an Spannung geboten: Es gibt Handgemenge, Verfolgungsjagden, Plünderung und Verwüstungen. Besonders schön fand ich den Einstieg in die Geschichte, in dem sich der Erzähler als Jim Hawkins zu erkennen gibt und den Leser direkt anspricht. Ich mag dieses Stilmittel, das man auch bei anderen Autoren jener Zeit, wie z.B. Charles Dickens, häufiger findet, weil es sofort eine fiktive Nähe zwischen Erzähler und Leser schafft. Gutsherr Trelawney, Doktor Livesey und die anderen Gentlemen haben mich gebeten, alle Einzelheiten über die Schatzinsel vom Anfang bis zum Ende aufzuschreiben und dabei nicht auszulassen als die genaue Lage der Insel – und das nur, weil dort immer noch ein ungehobener Schatz ligt -, also greife ich im Jahre des Herrn 17.. zur Feder und kehre zurück zu der Zeit, als mein Vater Wirt vom „Admiral Benbow“ war und der wettergegerbte alte Seemann mit dem Säbelschmiss unter unserem Dach Quartier nahm. (Kapitel 1, erster Satz) Wie fand ich die Übersetzung? Andreas Nohl findet in seiner Übersetzung eine auch heute flüssig lesbare Sprache, ohne „Die Schatzinsel“ in ein allzu modernes neues Gewand zu kleiden. So erkannt man noch immer den Geist jener Jahre um 1880, in denen der Roman entstand. Dieser Spagat gelingt Andreas Nohl sehr gut. Nicht lange danach ereignete sich der erste der mysteriösen Vorfälle, die uns schließlich vom Käptn befreiten, wenn auch nicht, wie man sehen wird, von seinen Angelegenheiten. (Kapitel 2, erster Satz in der Übersetzung von Andreas Nohl) Nicht lange Zeit nach diesem Auftritt des erste von den geheimnisvollen Ereignissen ein, die uns schließlich den Kaptein vom Halse schafften, wenn auch nicht seine Angelegenheiten, wie der Leser sehen wird. (Kapitel 2, erster Satz in der Übersetzung von Heinrich Conrad) Sehr interessant und hilfreich fand ich auch die vielen Anmerkungen zum Text. In ihnen werden nicht nur die diversen Seemanns-Ausdrücke und Schiffsteile erläutert, sondern auch geografische Details und historische Hintergründe und Anspielungen erklärt, die „Die Schatzinsel“ dem heutigen Leser besser zugänglich machen. So konnte ich nun zum ersten Mal auch den eigentlichen Inhalt des Lieds „Fünfzehn Mann auf der Totenmanns Kiste“ verstehen, das im Buch so häufig zitiert wird. Wie fand ich die Charaktere? „Die Schatzinsel“ wimmelt nur so vor verschlagenen, trunk- und streitsüchtigen Halunken und rauhbeinigen Seemännern einerseits sowie vornehmen, englischen Gentlemen mit großem Ehr- und Loyalitätsverständnis andererseits. Vor allem Schiffskoch Long John Silver und Friedensrichter Trelawney könnten nicht unterschiedlicher sein. Dieses Spannungsfeld trägt die gesamte Handlung. Der schillernste und interessante Charakter ist sicher der Schiffkoch Long John Silver, nach dem der Roman auch ursprünglich „The Sea Cook“ (dt. „Der Schiffskoch“) heißen sollte. Optisch wird er wie das Idealbild eines Piraten beschrieben: einbeinig, groß und mit einem Papagei auf der Schulter. Charakterlich ist Long John Silver gewieft, kompromisslos und intelligent. Diese Kombination macht ihn sehr gefährlich. Er spielt ein doppeltes Spiel und wechselt mehr als einmal die Seiten, um seine eigene Haut zu retten. Obwohl Long John Silver eigentlich kein großer Sympathieträger ist, war und ist er doch meine Lieblingsfigur aus „Die Schatzinsel“, einfach weil sein Charakter die meisten Überraschungen bereithält und seine Gegenspieler Friedenrichter Trelawney und der Kapitän des Schiffs gegen Silver ziemlich verblassen. Ungewöhnlich fand ich, dass in „Die Schatzinsel“ nur eine Frau, nämlich Jims Mutter, vorkommt. Sie ist ein Nebencharakter, der nur im ersten Teil der Geschichte auftritt und nicht einmal einen Namen hat. Störend oder negativ fand ich das aber nicht. (Während des Lesens fiel es mir gar nicht weiter auf.) Vielmehr dürften Frauen im 18. Jahrhundert tatsächlich eine absolute Seltenheit an Bord von Schiffen dieser Art gewesen und insgesamt höchstens als Passagiere vorgekommen sein. Wie fand ich das Buch insgesamt? „Die Schatzinsel“ von Robert L. Stevenson ist zu recht bis heute ein Klassiker der Abenteuerliteratur. Ich empfand den Roman noch als genauso kurzweilig und fesselnd wie vor gut 20 Jahren. Lange, ereignislose Zeiträume werden in der Erzählung gestrafft. So widmet Stevenson der Seereise zur Schatzinsel selbst nur insgesamt 3 Kapitel mit nicht einmal 20 Seiten, wobei er sich auf die Beschreibung der Stimmung an Bord beschränkt und lediglich zwei Begebenheiten, die für die Geschichte von größerer Bedeutung sind, ausführlicher schildert. Hierdurch bleibt „Die Schatzinsel“ auch für „Landratten“ wie mich relativ leicht verständlich. Bei zu vielen nautischen Ausdrücken verliere ich erfahrungsgemäß an Aufmerksamkeit und neige dazu, Passagen nur noch zu überfliegen, weil mir schlicht das Verständnis fehlt. Der Großteil des Romans spielt auf und um die Gewässer der Insel. Besonders schön fand ich auch, dass Jims Erzählung an einem Punkt unterbrochen und dem der des Doktors ergänzt wird. Durch diesen Trick erhält der Leser einen umfassenden Überblick über die zu diesem Zeitpunkt recht turbulenten Ereignisse, welche die Freunde kurzzeitig trennte. „Die Schatzinsel“ von Robert Luis Stevenson ist ein großartiges Abenteuer mit vielen Säbelkämpfen, reichlich Muskaten und Schießpulver sowie einer grausigen Piratengeschichte, die Generation von Schriftstellern inspirierte und noch heute große und kleine Fans findet. Kerstin-Scheuer.de

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  • Die Mutter aller Piratenabenteuer

    Die Schatzinsel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich bin jetzt fast 30 Jahre alt und bereue es dieses Buch nicht früher gelesen zu haben. Als Kind habe ich das Hörspiel dazu rauf und runter gehört und beim Lesen mancher Passagen kamen sofort wieder Erinnerungen hoch. Was bei dieser Übersetzung etwas nervt ist die Eindeutschung mancher Namen und Begriffe ("Long John Silver" klingt einfach besser als "Langer John Silver") und die Fachbegriffe aus der Schiffsfahrt die mir als Laien gar nichts sagen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, jeder sollte dieses Buch gelesen haben. Nicht nur Piratenfans sondern jeder der auf großartig geschriebene Abenteuerromane steht.

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    • 3
  • Mehr als "nur" Jugendliteratur

    Die Schatzinsel
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt "Die Schatzinsel" sei ein typisches  Jugendbuch? Mich wundert es immer wieder, dass manche Bücher kategorisch als Jugendliteratur eingestuft werden, obwohl sie von ihren Autoren weder als solche geplant waren noch von Leserseite diese Einschränkung verdienen. Die Schatzinsel von Stevenson ist ein solches Buch. Natürlich hat Stevenson in erster Linie einen Abenteuerroman geschrieben und die Hauptfigur ist Jim Hawkins, ein Jugendlicher, der als Ich-Erzähler berichtet. Alle wichtigen Zutaten eines klassischen Abenteuerromans sind enthalten: Piraten, ein Schatz, eine Insel, Geheimnisse, Spannung. Aber was diesen Roman verdienterweise zu einem echten Stück Weltliteratur hat werden lassen ist u.a., wie Stevenson seine Figuren zum Leben erweckt. Besonders mit der Figur des John Silver ist ihm ein unsterblicher Charakter gelungen, der seinesgleichen sucht, zwielichtig, schillernd, schlitzohrig, in keine Schablone einzuordnen. Eine Figur, die alleine schon eine solche Geschichte tragen könnte. Allen Fernwehgeplagten öffnet Stevenson, großer Literat und großer Reisender in einer Person,  darüber hinaus auch noch ein Fenster in die weite Welt.

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    • 5
  • Die Schatzinsel - ein Klassiker

    Die Schatzinsel
    NiWa

    NiWa

    In einer Gaststätte im England des 18. Jahrhunderts macht sich ein unangenehmer Gast breit. Der alte Pirat Captain Flint singt besoffen rum, vergrault Gäste und bezahlt zu guter Letzt nicht einmal seine Zeche.  Als der unangenehme Gast seiner Trunksucht erliegt, beschließen Jim und seine Mutter kurzerhand, sich zu nehmen, was er ihnen schuldet. So gelangen sie zu einer ominösen Schatzkarte, die Jim unter der Obhut von Doktor Livesey und dem Friedensrichter Squire, als Schiffsjungen auf See treibt, um den berüchtigten Piratenschatz zu heben.  Doch schnell stellt sich heraus, dass Flints alte Piraten-Besatzung ebenfalls Anspruch auf den Schatz erhebt und sich unter die Schiffsmannschaft gemischt hat.  Die Geschichte hat mir gut gefallen, sie ist spannend erzählt und ein richtiges Abenteuer. Vor allem die Figuren, allen voran der perfide Schiffskoch und spätere Meuterer John Silver, haben mich sehr beeindruckt.  Gewöhnungsbedürftig ist natürlich die alte Sprache. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Nichtsdestotrotz wurde ich nach einigen Seiten gefesselt und fand mich inmitten stinkender Piraten wieder.  Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Klassiker ursprünglich ein richtiger Thriller war und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. 

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    • 7
  • Die Mutter aller Abenteuer

    Die Schatzinsel
    thelexxx

    thelexxx

    Als ich vor ein paar Wochen diese Ausgabe von Stevensons Klassiker in die Hände bekam, vorsichtig den Schutzumschlag entfernte und die Prägung des Jolly Roger, also des Totenkopfes mit zwei gekreuzten Knochen, auf dem dunkelgrün ledrigen Buchdeckel erblickte, schoss die Vision einer fiktiven Zukunft vor mein inneres Auge: Während draußen ein düsterer Sturm über dem Meer tobt und die Wellen an die schroffe Küste peitscht, auf der mein kleines fiktives Haus steht, gehe ich mit genau diesem Buch im Arm über knarrende Dielen in das Zimmer meiner beiden fiktiven Kinder. Und dann möchte ich den Beiden aus genau dieser Ausgabe des legendären Abenteuerromans von 1883 vorlesen. Nachdem das australische Illustratoren-Genie Robert Ingpen bereits mit illustrierten Neuauflagen von Jugendbuchklassikern wie "Der Zauberer von Oz", "In 80 Tagen um die Welt", "Alice im Wunderland" oder "Tom Sawyer" brillierte, die für den deutschen Buchmarkt ebenfalls im Hause Knesebeck erschienen sind, ist mit "Die Schatzinsel" nun auch ein weiteres Meisterwerk im Gewand dieser fantastischen Reihe erschienen. Und auch wenn es nach Blasphemie klingen mag: Ingpen ist so gut in seinem Handwerk, dass selbst diese völlig zurecht gerühmten Meilensteine der Weltliteratur von seinen Arbeiten profitieren, entwickeln die Geschichten, garniert mit den träumerisch detaillierten Gemälden Ingpens, doch noch einmal einen ganz neuen märchenhaften und romantischen Charme. Die Geschichte um den jungen Jim Hawkins, dem durch Zufall eine gefährlich begehrte Karte in die Hände fällt, die den Weg zum Schatz des berüchtigten Piratenkapitäns Flint weist, sollte eigentlich jedem ein Begriff sein, wurde der Stoff des Schotten Stevenson innerhalb der letzten einhundert Jahre doch immer wieder neu aufgelegt, gefühlte tausendmal verfilmt und unzählige Male zum Gegenstand von wissenschaftlichen Ausarbeitungen, Dokumentationen oder sogar Verschwörungstheorien gemacht. Eine davon geht, nebenbei bemerkt, übrigens davon aus, dass die Figur des Jim Hawkins keinem Geringeren als Stevenson selbst nachempfunden sei, der also einfach seine Jugenderinnerungen zu Papier gebracht hätte. Der junge Hawkins sucht Rat beim Arzt Livesey und dem wohlhabenden Mr. Trelawney, die daraufhin ein Schiff, die Hispaniola, chartern, eine Crew anheuern und mit Kurs auf die mysteriöse Schatzinsel des Kapitän Flints in See stechen. Auch Hawkins ist als Schiffsjunge mit an Bord. Doch der geschwätzige Trelawney erwies sich als etwas zu redselig im Vorfeld der brisanten Glücksritter-Expedition und so kam es, dass sich ehemalige Besatzungsmitglieder des berüchtigten Kapitän Flints selbst unter die Crew der Hispaniola mischen konnten - allen voran der bösartig charmante, einbeinige Schiffskoch "Long" John Silver, ein Bild von einem Bösewicht. Und natürlich, die Piraten planen bereits die blutige Meuterei, sobald der legendäre Schatz in greifbarer Nähe ist. Robert Louis Stevenson hat sich mit "Die Schatzinsel" völlig zurecht ein Denkmal für alle Zeiten gesetzt; eine wunderbare Geschichte voller Abenteuer, Spannung, Witz und Magie. Man hört förmlich die tosende See rauschen, spürt die brennende Sonne und den salzigen Westwind auf der Haut und weiß wieder, was es heißt, mit Hilfe eines Buches - und noch dazu eines so schönen, in einer so fantastischen Ausgabe - in eine andere, wunderbare Welt einzutauchen.  Auch zu lesen auf: buchpiraten.blogspot.com

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    • 2
    Arun

    Arun

    13. April 2014 um 23:22
  • Seemannsgarn

    Die Schatzinsel
    walli007

    walli007

    19. February 2014 um 21:31

    Jim Hawkins und seine Mutter sind alleine. Die Mutter führt eine Schenke, in der häufig Seeleute beherbergt werden. Seltsame Leute tauchen da auf, manche wirken sogar sehr unheimlich. Als einer der Gäste in der Wirtschaft zu Tode kommt, findet Jim unter den Sachen des Mannes einiges an Geld und eine Schatzkarte. Hinter der Karte sind allerdings auch noch andere her und Jim und seine Mutter geraten in große Gefahr. Sie suchen Schutz bei dem Arzt Dr. Livesey und als Jim dem Doktor die Karte zeigt, wird die Idee mit der Reise zu der Schatzinsel geboren. Nachdem der Autor Andrew Motion die Geschichte gerade kürzlich weiterfabuliert hat, war ich nach der Lektüre des neuen Buches neugierig auf das alte. Obwohl ich schon einige Klassiker gelesen habe, ist mir die Schatzinsel irgendwie durch die Lappen gegangen. Und nun habe ich die Gelegenheit genutzt, die Lücke zu füllen. Natürlich merkt man der Sprache des Buches an, dass es vor langen Jahren geschrieben wurde. Doch als hätte der Autor geahnt, dass sein Buch auch so viel später noch interessant sein würde, ist die Sprache trotz ihrer Eigenheiten doch modern und gut lesbar. Die Schilderungen sind so plastisch und lebensnah, dass ich manchmal meinte, die Schiffswanten knarren zu hören, sah wie die Segel im Wind bewegten. Fast perlte mir in der Hitze, die auf der Insel herrschte, selbst der Schweiß. Zwar fragte ich mich, ob die Guten, obwohl bei weitem in der Unterzahl, es nicht etwas leicht gemacht bekamen, ihr Ziel zu erreichen. Die Freude, die mir das Buch bereitet hat, das sogar mit einigen zeitgenössischen Bildern ausgestattet war, wurde dadurch aber nicht getrübt. Und wenn auch die neue Interpretation der Geschichte sehr überzeugend war, so kann ich nach der Lektüre des Originals nur sagen, dass Stevenson seine Schatzsuche doch noch etwas überzeugender und fesselnder formuliert hat.

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  • Leserunde zu "Silver" von Andrew Motion

    Silver: Rückkehr zur Schatzinsel
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    In diesem Frühjahr haben wir wieder ganz besonders schöne Bücher im Programm, von denen wir Euch in unseren mare-Vorableserunden einige vorstellen wollen!  Am 4. Februar erscheint mit Silver. Rückkehr zur Schatzinsel von Andrew Motion ein Abenteuer-Roman, bei dem für jeden was dabei ist: mutige Seefahrer, ein geheimnisvoller Schatz und – last but not least – eine wunderbare Romanze. Einige Vorabexemplare sind gerade druckfrisch bei uns eingetroffen und 20 Stück warten darauf, an Euch verschickt zu werden. Bewerbt Euch bis zum 16.1.2014 um die Teilnahme an unserer Leserunde! Zum Buch: Juli 1802: Am Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Jim junior unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen: von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen – und von einem Mann mit einem Holzbein. Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf, Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters – Long John Silver. Der alters-, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie  sie einmal war . . . »Dieses Buch hat einfach alles: Meeresabenteuer mit großartigen Helden, grausamen Piraten, giftigen Schlangen, einem geschwätzigen Papagei – und eine Liebesgeschichte. Lassen Sie sich das keinesfalls entgehen.« Library Journal Zur Leseprobe Ob sich Natty und Jim, die beiden Helden dieses Buches, während ihres großen Abenteuers – der Fahrt zur sagenumwobenen Schatzinsel – näher kommen und was sie auf der Insel erwartet, das findet Ihr heraus, wenn Ihr an unserer Verlosung teilnehmt und Euch eins von wenigen Vorabexemplaren sichert! Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet bis zum 16.1.2014 diese Frage: Die Literaturgeschichte ist bevölkert von großen Abenteurern – von Homers Odysseus über Stevensons Jim Hawkins aus der Schatzinsel bis zu Mark Twains Tom Sawyer, Astrid Lindgrens Pipi Langstrumpf oder J.K. Rowlings Harry Potter... Wie heißen die Helden Eurer (Lese-)Kindheit? Wir sind gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag *Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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    • 441
  • Rezension zu "Die Schatzinsel" von Robert L. Stevenson

    Die Schatzinsel
    Aurora

    Aurora

    27. October 2012 um 18:53

    Ich denke mir, jedem ist »Die Schatzinsel« bekannt. Wenn nicht als Buch, dann zumindest dank einer der zahlreichen Verfilmungen. Daher werde ich hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Auch ich hatte zuvor bereits eine Verfilmung (keine Ahnung mehr, welche das war) gesehen und kannte somit schon im Groben, worum es geht. Da das jedoch schon ein Weilchen zurücklag, konnte ich mich noch einmal neu auf die Geschichte einlassen. Meine vorliegende Ausgabe ist zudem durchsetzt durch wunderschöne Illustrationen von Józef Wilkoń. Es ist schwer, einen Klassiker zu bewerten, finde ich. Mir hat das Buch jedoch viele schöne Lesestunden bereitet, ein gesamtes Wochenende, um genau zu sein.

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  • Rezension zu "Die Schatzinsel" von Robert L. Stevenson

    Die Schatzinsel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. July 2010 um 14:56

    Piratenabenteuer. Mir hat die Stelle, wo Jim lauscht, was John Long Silver vor hat besonders gefallen. Das Buch hat eine Welle von Schatzsuchern in Gang gesetzt, die den verborgenen Schatz auf den möglichen Inseln suchten, die in Frage kamen, die diesen Schatz aber nie fanden. Alex Capus hat sein Buch "Reisen im Licht der Sterne" den Mysterien um diesen Schatz gewidmet. Ein gutes Buch ist "die Schatzinsel" von Robert Louis Stevensen auf jeden Fall.

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