Robert M. Pirsig Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten

(48)

Lovelybooks Bewertung

  • 45 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 4 Leser
  • 5 Rezensionen
(21)
(19)
(4)
(2)
(2)

Inhaltsangabe zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“ von Robert M. Pirsig

Robert M. Pirsigs moderner Klassiker und Bestseller »Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten« ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Romane des 20. Jahrhunderts, eine kraftvolle, bewegende und durchdringende Untersuchung, wie wir leben – und eine atemberaubende Meditation, wie man besser lebt. Ein Kultbuch, das mit seinem Erscheinen 1974 eine Generation verwandelt hat: die unvergessliche Geschichte einer sommerlichen Motorrad-Reise eines Vaters und seines jungen Sohnes durch den Nordwesten Amerikas. Eine philosophische Odyssee in die grundlegenden Fragen des Lebens. »Das Buch erschien zu einer Zeit kultureller Umwälzungen in der Frage materiellen Erfolgs. Die Hippies wollten nichts davon wissen. Die Konservativen verstanden die Welt nicht mehr. Materieller Erfolg war der amerikanische Traum. Millionen europäischer Tagelöhner hatten sich ihr Leben lang danach gesehnt und waren nach Amerika gekommen, weil sie ihn hier zu finden hofften – in einer Welt, in der sie und ihre Nachkommen endlich genug zum Leben haben würden. Und nun warfen ihre verwöhnten Nachkommen ihnen diesen ganzen Traum vor die Füße, ließen kein gutes Haar daran. Was wollten sie? Dieses Buch bietet eine andere, ernsthaftere Alternative zum materiellen Erfolg an. Das heißt, es ist eigentlich weniger eine Alternative als vielmehr eine Ausweitung der Bedeutung von ›Erfolg‹ auf etwas Größeres als das bloße Bemühen, eine gute Stellung zu finden und sich nichts zuschulden kommen zu lassen. Und auch etwas Größeres als bloße Freiheit. Es setzt ein positives Ziel, auf das man hinarbeiten kann, das einen aber nicht einengt. Das, so scheint mir, ist der Hauptgrund für den Erfolg des Buches. Es traf sich, dass die ganze Kultur genau nach dem auf der Suche war, was dieses Buch anzubieten hat. In diesem Sinne ist es ein Kulturträger.« Robert M. Pirsig »Dieses Buch wird niemanden unberührt lassen, der die Sorge um das Morgen kennt ...« Neue Zürcher Zeitung

Stöbern in Romane

Kraft

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

Bibliomania

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Philosophie on the road

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    25. August 2014 um 11:53

    Das Motorrad an dem man eigentlich arbeitet, ist man selbst. (S.344) Manche Bücher packen Leser_innen auf eine ganz besondere Weise. Robert M. Pirsig ist da keine Ausnahme und doch ist an diesem Roman, einer Mischung aus Autobiographie und philosophischer Abhandlung, vieles so ungewöhnlich und besonders, dass ich gar nicht anders kann, als mich an einer Rezension zu versuchen. Worum geht es eigentlich? Ein Vater macht mit seinem Sohn Chris eine Motorrad-Reise quer durch die USA. Irgendetwas scheint zwischen den beiden vorgefallen zu sein. Die Stimmung ist nicht ausgelassen, der Junge hat eigentlich keine Lust, aber der Vater zwingt ihn zu dieser Fahrt. Zwischenzeitlich scheint der Sohn Angst vor seinem Vater zu haben und auch der Vater ist um es platt zu formulieren, sicherlich kein einfacher Mensch. Von John und Sylvie, einem befreundeten Paar, das die beiden begleitet, ist der Vater, der als Ich-Erzähler das Geschehen präsentiert, ebenfalls genervt. Sie verstehen nicht, worum es geht. Dieses Nichtverstehen nimmt der Ich-Erzähler zum Anlass, seine philosophische Weltsicht auszubreiten. Während der Fahrt nimmt er die Lesenden mit auf eine "Chautauqua", eine Art wandernde Sommerschule und Form der Erwachsenenbildung, die Unterhaltung und Bildung kombinierte und in den USA seit dem 19. Jahrhundert populär wurde. Und ein bisschen ist der Roman dann auch wie eine Vorlesung, wenn der Ich-Erzähler sein philosophisches Handwerkszeug auspackt. Seine Grundannahme besteht zunächst darin, dass es einen Unterschied zwischen technischer und romantischer Weltauffassung gibt. Dabei ist für den Erzähler, die technische Weltauffassung ganz dem Titel des Romans entsprechend, die zugänglichere. Über die Einzelteile des Motorrads, die nur im Zusammenspiel funktionieren, entfaltet Pirsig ein Gedankenfeuerwerk der besonderen Art. Wo wären wir ohne die Technik? Und was macht eigentlich einen guten Mechaniker aus? Ohne dass Pirsig den Zusammenhang explizit macht, werden Zen-Philosophie und die meditative Vertiefung in den Jetzt-Zustand als grundlegend für die Arbeit eines guten Mechanikers gesetzt, der sich aufmerksam und hingebungsvoll seiner Maschine widmet und ein Problem lösen kann, weil er die Welt nicht als statisch, sondern als dynamisch wahrnimmt. Es gab im Leben des Ich-Erzählers jemanden, der diesen Zusammenhang sehr gut verstanden hat, er hieß Phaidros. Der Ich-Erzähler versucht Phaidros hinterher zu fahren, denn Phaidros ist dieselbe Tour die das Vater- und - Sohn - Duo fährt, selbst schon einmal gefahren. Phaidros umschwebt die Szenerie wie ein Geist, so dass der Ich-Erzähler sich gezwungen sieht, ein bisschen mehr über Phaidros Leben zu berichten. Phaidros war Collegelehrer und zwar eher einer der radikalen Art. Im Zentrum seiner Überlegungen stand nicht nur die Idee, den verschmähten Sophisten ihren rechtmäßigen wichtigen Platz in der Philosophiegeschichte zurück zu erobern und sich damit gegen Sokrates und Aristoteles Vorstellung der Dialektik zu wenden, er beschäftigte sich auch explizit mit Rhetorik (klar!) und mit dem Begriff der Qualität. Qualität ist für ihn kein statischer Begriff, sondern immer ein "Ereignis". Auch im College in Montana versuchte er seinen Studenten diese Begrifflichkeiten klar zu machen, indem er unterschiedliche Aufsätze auf ihre Qualität hin untersuchte. Und obwohl das Seminar sehr einstimmig sagen konnte, welcher Aufsatz der stilistisch bessere war, scheiterte die Gruppe an der Festlegung von Qualitätskriterien. Auch an anderen Dingen scheiterte das College oder viel mehr der visionäre Geist Phaidros, der die Uni wieder zu einer "Kirche der Vernunft" machen möchte, statt zu einem Ort des Bulimie-Lernens: was würde wohl passieren, wenn er den Studierenden einfach das gesamte Semester über keine Noten mitteilen würde und sie nie wüssten, wo sie stehen? Werden die Studierenden dann nicht besser? Und hilft das nicht nach der Suche nach Qualität? Für die guten Studierenden ist Phaidros schräge Universitätsdidaktik kein Problem. Die anderen machen sich Sorgen und müssen mitziehen - werden so aktiver im Seminar. Das klingt erst einmal positiv. Doch es gibt auch negative Folgen: manche kommen gar nicht mehr, eine Studentin bekommt unter dem ständigen Druck einen Nervenzusammenbruch. Das Experiment war gescheitert, Phaidros musste zur herkömmlichen Benotung zurückkehren. Doch die Betrachtung der Qualität gab Phaidros nicht auf. Er vertrat die Annahme, dass es ein sogenanntes prä-intellektuelles Qualitätsbewusstsein geben würde - wir wissen eben, wann etwas gut ist und meistens beruhe unser Urteil dann auf besonderen Erfahrungen von Qualität, die wir früh in unserem Leben gemacht haben. Doch dabei bleibt es nicht. Während der Reise versucht der Ich-Erzähler immer wieder diesen Qualitätsbegriff zu übertragen: auf die Wartung des Motorrads. Als der Ich-Erzähler anfängt merkwürdige Lücken in seinem Verhalten zu entdecken und sein Sohn ihm berichtet, dass er nachts im Zelt gesprochen haben soll, er sich aber an nichts mehr erinnern kann, wird eine schockierende Beziehung zwischen Ich-Erzähler und Phaidros enthüllt, die der gesamten Reise eine neue Wendung gibt. Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten. Ein Versuch über Werte ist ein besonderes Buch, das übrigens von 121 Verlagen abgelehnt wurde, bevor es endlich in den Druck ging und zu einem Hippieklassiker avancierte. Neben Philosophie und Motorradtechnik, werden auch sehr drastisch die Folgen einer Elektroschocktherapie beschrieben, die mich mehr als verstört zurückgelassen haben. Auch wenn ich nicht alle Überlegungen nachvollziehen konnte und der Stil manchmal eine echte Herausforderung war (zugegeben - alles verstanden habe ich nicht), hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, sehr viel von diesem Roman mitnehmen zu können. Auch wenn ich ebenfalls glaube, dass der Ich-Erzähler seinen Sohn mit dieser Reise stellenweise fürchterlich gequält hat - so nach dem Motto: "Wir müssen jetzt diesen blöden Berg rauf, egal, wenn du zwischendurch zusammenklappst" - und ich das auch beim Lesen als wenig angenehm empfunden habe. Wie geht man denn bitte mit so einem Vater vernünftig um? Die Perspektive des Sohnes kennen wir eben nicht. Das Nachwort des Romans hat mich ziemlich traurig zurückgelassen. Der Roman wurde 1974 veröffentlicht, nur fünf Jahre später wurde Pirsigs Sohn Chris auf dem Weg von der Meditation nach Hause erstochen.

    Mehr
  • Rezension zu "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    26. December 2012 um 06:46

    Für dieses Buch habe ich über zwei Wochen gebraucht. Zum einen ist es zwar nur gut 400 Seiten dick, aber die sind sehr unangenehm klein gedruckt (nicht, daß ich eine Lesebrille bräuchte, aber es dauert einfach länger). Zum anderen hatte ich meine Probleme mit dem Thema. Zwar wird immer mal wieder ein philosophisches Thema anhand eines Motorrads erklärt (ich liebe Motorräder!), aber es bleiben philosophische Themen. Und das ist einfach nicht mein Ding. Ich hab mich schon durch den Plato gequält und konnte dem ganz einfach nichts abgewinnen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung; andere interessieren sich sicher dafür. Aufgemacht ist es prima; durch den Wechsel zwischen Philosophie und praktischer Anwendung gewinnt das Buch auch sehr. Aber ich kenne niemand, der geisteskrank ist, habe keinerlei Erfahrung damit und stehe demnach einfach daneben. Also kurz zusammengefaßt: Das Buch ist gut und sehr tiefgründig, aber einfach nichts für mich. Man muß es vermutlich lesen wie die Bibel und viel darüber nachdenken - aber ich für mein Teil ziehe da die Bibel vor.

    Mehr
  • Rezension zu "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    01. March 2010 um 16:49

    Dies ist eines der Bücher die mich durch meine ganze Jugend hindurch begleitet haben. Immer dann wenn die Situation danach war der Kette der kreischenden Exen, der übelnehmenden HastDuNichtgeshen eine weitrere Perle hinzuzufügen wr es weiland so bequem nach einem Titel aus dem Bücherregal zu greifen und weiland den Eindruck zu erwecken man sei keiner der Damen überdrüssig, sondern hätte sich einfach nur in Sachen Planet vertan und hätte gerade festgestellt daß der eigentlich Heimatplanet doch 4,5 Lichtjahre hinter der letzten Grün-Gelb Verschiebung lauert und wir könnten einfach nicht ohne dem anderen weh zu tun.....

    Mehr
  • Rezension zu "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten
    DerNico

    DerNico

    05. December 2008 um 07:44

    das Buch wurde bloß wegen dem geheimnisvollen Titel zum Hype

  • Rezension zu "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" von Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten
    Dunia

    Dunia

    20. June 2008 um 13:17

    Eine Reise mit seinem Sohn und dem Motorrad läßt den Vater wieder etwas Lebenssinn erkennen.