Robert Macfarlane

 4.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Im Unterland, Die verlorenen Wörter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Robert Macfarlane

Einer der bedeutendsten und einflussreichsten Naturschriftsteller der Gegenwart. Robert Macfarlane, geboren am 15. August 1976 in Halam, ist ein britischer Schriftsteller. Er studierte am Pembroke College in Cambridge. 

Seit 2003 schreibt Macfarlane preisgekrönte Bücher über Landschaften, Fußwanderungen und Natur. Vor allem die eifühlend-poetische Beschreibung der Landschaften begeistert Fans und Kritiker. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Naturschutzorganisation Action for Conversation. 

Für seine Werke wurde er bereits mit dem Guardian First Book Award, dem Boardman-Tasker Prize for Mountain Literature, dem Scottish Non-Fiction Book of the Year Award, dem Grand Pize und dem Dolman Best Travel Book Award ausgezeichnet.

Heute zählt er zu den bedeutendsten und einflussreichsten Naturschriftstellern der Gegenwart.

Alle Bücher von Robert Macfarlane

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Cover des Buches Im Unterland (ISBN:9783328601135)

Im Unterland

 (3)
Erschienen am 19.08.2019
Cover des Buches Die verlorenen Wörter (ISBN:9783957576224)

Die verlorenen Wörter

 (3)
Erschienen am 22.10.2018
Cover des Buches Karte der Wildnis (ISBN:9783548376981)

Karte der Wildnis

 (2)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Alte Wege (ISBN:9783957572431)

Alte Wege

 (0)
Erschienen am 25.04.2016
Cover des Buches Holloway (ISBN:9780571310661)

Holloway

 (2)
Erschienen am 01.05.2014
Cover des Buches The Wild Places (ISBN:9781783784493)

The Wild Places

 (1)
Erschienen am 09.11.2017
Cover des Buches The Gifts of Reading (ISBN:9780241978313)

The Gifts of Reading

 (0)
Erschienen am 01.06.2017
Cover des Buches The Lost Words (ISBN:9780241253588)

The Lost Words

 (0)
Erschienen am 05.10.2017

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Neue Rezensionen zu Robert Macfarlane

Neu

Rezension zu "Im Unterland" von Robert Macfarlane

Reise ins Unsichtbare
Havenyvor einem Monat

Inhalt:
Wer weiß eigentlich genau, was sich unter der Erde alles verbirgt? Wer fühlt sich in den Katakomben von Paris Zuhause? Wer weiß, wie viele Lebewesen sich im Wald direkt unter der Erdoberfläche verstecken? 🌲🌱 Und wer versteht auch, wie wichtig es ist, dass wir gut zu der Welt da unten sind und sie nicht nur ausbeuten?
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Meine Meinung:
Sachbücher verbindet man oft mit trockenen Beschreibungen, langen Texten und Passagen, die so hochgestochen formuliert sind, dass man schnell den Ueberblick verliert. Dass Sachbücher nicht so sein müssen, beweist Robert MacFarlane in seinem Buch "Im Unterland". 🤗
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Er konnte mich von der ersten Seite an abholen und mit seinem wundervollen, erzählendem Schreibstil mit auf seine Reise durchs Unterland entführen. Egal ob man mit ihm durch die Katakomben von Paris streift, im Wald den Boden betrachtet, oder ein Versteck für hochradioaktiven Müll aufsucht - Der Mann weiß wie man darüber schreibt und den Leser sehr in seinen Bann zieht! 😍
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Man lernt in diesem Buch wahnsinnig viel über unsere Welt, unseren Boden, aber auch die Gefahren, die eine Ausbeutung des Bodens bedeuten kann. Immer wieder berichtet er von seinen Erlebnissen im Untergrund, verflochten mit Erzählungen seiner Begleiter oder aus seinem eigenen Leben, wodurch es einem manchmal vorkommt, als würde man gerade gar kein Sachbuch, sondern einen Roman vor sich haben. ☺
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Am Anfang jedes Kapitels gibt es zur Einstimmung auch immer ein Bild des Ortes, den Robert MacFarlane im kommenden Kapitel aufsuchen wird. Ich hätte mir im Buch jedoch gerne noch ein paar mehr Bilder gewunschen, wobei ich auch verstehen kann, dass es natürlich extrem schwierig ist, unter der Erde Fotos zu machen. 🙈
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Wenn man sich für all die Geheimnisse, die teils unter Städten, in Höhlen oder einfach unter dem sichtbaren Erdboden verborgen sind, sollte man sich auf jeden Fall auf dieses Buch einlassen! Nur dank dem Buch weiß ich jetzt, was "Kronen-Schüchternheit" bei Bäumen bedeutet oder auch was es mit einem "Mithräum" auf sich hat! 🤓
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Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das es aber auf jeden Fall mehr als wert ist! 😍
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5/5 Sternen ⭐

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Rezension zu "Im Unterland" von Robert Macfarlane

Informativ
xotilvor 3 Monaten

Welch ein gelungenes Buch MacFarlane nimmt uns mit ins Unterland .

Wir begleiten den Autor in Höhlen , Kammern , Katakomben er lässt uns durch seine Erzähl weise direkt daran Teilnehmern.

Durch die bildhafte Beschreibung kann sich der Leser alles genau vor Augen führen.

Das Buch lässt sich nicht in einem rutsch durchlesen , da es doch sehr viel Information enthält. aber die Kapitel sind wunderbar in sich abgeschlossen das man es etappenweise lesen kann.

Man sollte nicht zu weit vom Pc weg sein beim Lesen, da man doch das ein oder andere Nachschaut um es in Bildern sich nochmal vor Auge zu führen, da hätte ich mir gerne noch ein paar Bilder im Buch gewünscht.



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Rezension zu "Die verlorenen Wörter" von Robert Macfarlane

Ein Denkmal für Naturwörter, die wir nicht vergessen dürfen!
Gwhynwhyfarvor 6 Monaten

»Star
Turnschuhquietschen, Autowarnfanfaren,
Klingeltonkaskaden kommen auch gesampelt
Nicht heran ans - 
Dachfirst-Ritschratsch, gossensmarte
Hiphop eines Starenlieds ...
mitternachtsschwarzen, minenschachtdunklen 

Kopfgeneigt – schlagbereit – Funkeln eines Starenaugs.

Reicht denn: Nordlicht unterrichtet Heringsschwärme
Unterrichten Fliegenschwärme unterrichten Tintenwirbel?
Nein, sie würden niemals lernen jenen -
Spukhaft sprudeln-quellen-strudeln-schmelzenden
Formationsflug eines Starenschwarms.«

Es gibt Wörter aus der Natur, die kennen wir alle: Eisvogel, Zaunkönig, Glockenblume, Lärche, wir kennen die Pflanzen und Tiere, die dahinterstecken. Doch mal ehrlich, wann hast du dieses Wort das letzte Mal ausgesprochen? Wir beachten die Natur nicht mehr und manche dieser Pflanzen und Tiere sind vom Aussterben bedroht, wir können sie nicht mehr wahrnehmen. In Netzwelt und Betonwüsten verankert vergessen wir, wie schön die Natur sein kann und vernachlässigen unsere Sprache, verlieren Worte, vergessen Wörter. Golden strahlt der Löwenzahn auf dem Fußballplatz, neugierig betrachtet uns der Star von seiner Ehrenloge auf dem Telefonmast. Robert Macfarlanes wunderschöne die Gedichte unterstreichen die Grafiken von Jackie Morris, übersetzt von Daniela Seel ins Deutsche. Der Verlag Matthes & Seitz: »...erkunden zart und zugleich mit spielerischer Wildheit die kapriziösen Blätter des Farns, den verführerischen Glanz einer frisch aus der Hülle gebrochenen Kastanie und die majestätische Ruhe des Reihers, sie steigen mutig hinab ins Nest der Schlange und betten sich auf den rauen Kissen der Heide.« Der Hintergrund zu diesem Buch ist das Wortsterben. Großbritannien hat 56 Prozent seiner Feldvögel verloren, ein Natursterben hat eingesetzt und in der Neuausgabe des »Oxford Junior Dictionary« kann man folglich das Wortsterben beobachten. Wörter wie Eisvogel, Lerche, Rabe, Eichel, Farn, Reiher, Weide, Blauglöckchen, Brombeere, Eichel, Farn, Heide, Kastanie, Natter, Otter, Rabe, Weide, Zaunkönig wurden aussortiert. Stattdessen hat man Begriffe wie blog, celebrity, chatroom voice-mail integriert. Das hat mich mordsmäßig erschreckt! Nicht das Aussortieren von nicht mehr gebräuchlichen Wörtern, einsortieren von neuen Begriffen an sich – das passiert jedes Jahr. Aber das im Juniorwörterbuch etwas aussortiert wird, das vor der Tür steht, im eigenen Garten, da fehlen mir die Worte. 

»Elsternmanifest:
Läster jedes Nest!
Schwätze, kecker, zank und mecker jederzeit!
Trag in jeden leeren Winkel Streit!
Eklig sei! Greif ein, quatsch rein, stör dabei!
Ruf jeder Elster für jede Elster gegen
jedes andere Viech, das auf Erden
läuft, fliegt, schwimmt und kriecht!«

Die Gedichte sind als Beschwörungsformeln konstruiert. Dabei bedient sich die Autorin  Akrostichons, der Leitenverse. Man benutzt das Akrostichon im Bildungsbereich auch als Eselsbrücken für Zusammenhänge, Schlagwortsammlungen. Die Überschrift wird Buchstabe für Buchstabe sozusagen beschworen: Der erste Buchstabe ist der erste in der ersten Zeile, der Zweite der erste Buchstabe der zweiten Zeile usw. Die ersten Buchstaben jeder Zeile nach unten gelesen ergeben dann wieder die Überschrift. Oder man benutzt die Buchstaben für je den ersten eines Verses. Die Leitbuchstaben sind in der Regel fett und / oder farblich hervorstechend gekennzeichnet. Hut ab vor der Übersetzerin! Sie hat überdies sich viel Mühe gegeben, das Englische zu transportieren. Beispiel aus dem Vers Heide: »Affodill und Mollbeere, Wollgras und  Krähenbeere, gemeinsam wächst mit Durmentill, Mooskissen, der Flechten Gefieder?«  Es gibt eine Menge an altem Wortgut zu entdecken.    


Rabe
(…) was bist du?
Ich bin Rabe! (…)
Rappt Rabe retour.
Ich bin Rabe! (…)
Doppelt so flink 
wie der Wind, dreimal schneller als jede Bö,
raspelt Rabe zurück.

Die Gestaltung zu jedem Begriff ist gleich: Eine Doppelseite mit einer reduzierten Aquarellzeichnung meist mit Leerraum, verstreute Buchstaben deuten an, dass hier etwas durcheinander geschüttelt wurde, etwas geklaut wurde. Es folgt das Gedicht – die »Beschwörung« links, rechts eine Aquarellzeichnung zu dem Tier oder der Pflanze. Und dann folgt eine doppelseitige Zeichnung. Die Grafiken sind wunderschön, in Naturtönen sehr ästhetisch gestaltet. Ein Buch, das man gern anschaut und gerne darin liest. Es es mit Sicherheit ein wunderbares Geschenk für Naturliebhaber, für Liebhaber der Poesie aber sicher auch Inspiration für schreibende Menschen. 

Robert Macfarlane: »Mit den Worten verlieren wir die Natur. Lerche, Stare, Igel, Molche, Wiesel … Eine Esche nicht identifizieren können, eine Schleiereule… Eine fundamentale Lesefähigkeit der Welt ist am Verschwinden. Namen, gute Namen, oft benutzt, helfen uns zu sehen. Und sie helfen uns, zu schützen. Es fällt uns schwer, etwas zu lieben, dem wir keinen Namen geben können. Was wir nicht lieben, das erhalten wir uns nicht.« Er stammt aus Nottinghamshire, studierte Literaturwissenschaft in Cambridge, und begann schon als Kind mit dem Bergsteigen. Sein erstes Buch »Mountains of the Mind« (2003) erhielt zahlreiche Preise, darunter den Somerset Maugham Award. Nach einer wissenschaftlichen Arbeit über Plagiate im 19. Jahrhundert veröffentlichte er 2007 »The Wild Places«. Es wurde von Kritik und Publikum gefeiert und zur Grundlage einer bbc-Dokumentation. 2011 wurde Macfarlane, der auch als Essayist und Kritiker für den Guardian tätig ist, zum Mitglied der Royal Society of Literature ernannt. Macfarlane gilt als wichtigster britischer Autor des Nature Writings. Die verlorenen Wörter, welches mit dem BAMB Beautiful Book Award 2017, dem Hay Festival Book of the Year und dem The Sunday Times Top Ten Bestseller ausgezeichnet wurde.

Jackie Morris ist in Birmingham geboren, lebt als freie Autorin und Künstlerin in Wales. Ihre Illustrationen zu Verlorene Wörter wurden mehrfach ausgezeichnet und brachten dem Buch u. a. den von britischen Buchhändlern vergebenen Titel Schönstes Buch des Jahres ein.

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