Robert Maier Pankfurt

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Inhaltsangabe zu „Pankfurt“ von Robert Maier

Frankfurt am Main im Jahr 1981. Den Studenten Frank zieht es aus der hessischen Provinz in die von Subkulturen geprägte Großstadt. Von Spießern, Dauerwellenträgern und frühem Aufstehen will er nichts wissen. Rasch findet der junge Mann aus Butzbach die wirklich coolen Freunde in der Mainmetropole: Alternative, Atomkraftgegner und natürlich die Widerstandskämpfer im Hüttendorf an der Startbahn West. Frank lebt ein entspanntes Leben und ahnt nicht, dass Hauptkommissar Berger von der Frankfurter Polizei ihn für einen RAF-Terroristen hält und überwachen lässt. Als er sich dann auch noch in die falsche Frau verliebt, ist dem Hauptkommissar jedes Mittel recht, den vermeintlich kriminellen Frank hinter Gitter zu bringen, … … denn dieser könnte die Karriere des gewissenhaften Beamten zerstören.

Laut, verpennt, siffig, gut.

— emma_vandertheque
emma_vandertheque

Tolles Buch, unbedingt lesen und in Erinnerungen an die wilden 80er Jahre schwelgen ...

— MissNorge
MissNorge

Leseunterhaltung zwischen Anarchie und Erinnerung

— JenniferHilgert
JenniferHilgert

Authentisch, witzig und treffsicher formuliert.

— SiriB
SiriB

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  • Laut, verpennt, siffig, gut.

    Pankfurt
    emma_vandertheque

    emma_vandertheque

    19. June 2017 um 12:30

    Frank darf endlich aus seinem verschlafenen Kaff in die große Stadt, sucht sich eine „solidarische“ WG – und hat damit direkt den Verfassungsschutz an den Hacken. Macht jetzt erst mal nichts, zwischen Party, Punkkonzerten und WG-Lotterleben fällt das kaum auf, führt aber zu einer wahnwitzigen Beschattungstour, auf der einen Seite das Landei, das seine neuen Freiheiten in vollen Zügen genießt, auf der anderen Seite Hauptkommissar Berger, der sich sicher ist, einem Drahtzieher der RAF auf den Fersen zu sein. Beim Lesen sitzt man auf einmal wieder in seiner alten WG-Küche, unterhält sich nächtelang über philosophische Nichtigkeiten, und erinnert sich daran, wie es war, das Leben Leben sein zu lassen. Für mich die perfekte Sommerlektüre ;D Dass Leute, die aus Butzbach kommen, ständig auf ihrer Herkunft rumreiten müssen, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass sie gewissen Stolz empfinden, diese ach so schlimme Kleinstadt überlebt zu haben. Nervt bei Bekannten aus Butzbach, nervt nach der fünften Wiederholung auch im Buch. Sei ihm aber verziehen, scheint dort einfach Pflicht zu sein. Einen Stern Abzug gibt es trotzdem, da der Schreibstil doch allzu oft an „Mein schönstes Ferienerlebnis“ aus Klasse 7 erinnert, etwas ungelenk und wenig auf den Punkt, oder wie er selbst in der Danksagung schreibt: „Texte eines Mitfünfzigers […] der über alte Zeiten schwadroniert“ – Fühlt sich in seinem Kopf bestimmt gut an, auf dem Papier bringt er‘s leider oft nicht ganz so rüber. Sollte z. B. Sven Regner dieses Buch irgendwann mal in die Finger bekommen und sich berufen fühlen dem ganzen seinen Stempel aufzudrücken, hätte es 5+ Sterne verdient!  , Inhalt melden

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  • WG-Leben und die Startbahn West

    Pankfurt
    MissNorge

    MissNorge

    25. January 2017 um 09:17

    Kurz zur GeschichteFrank Neumann studiert in Frankfurt Physik und möchte aus, dem etwa einer Stunde Fahrzeit entfernten, Butzbach näher zur Uni ziehen, um länger schlafen zu können und um in der coolen Stadtszene mit abzuhängen. In einer Zeitung entdeckt er die Anzeige, das eine WG einen "solidarischen" Mitbewohner sucht. Frank kommt bei den anderen WG-Bewohnern gut an und hat das Zimmer sicher. Er lebt sich gut ein, doch durch einen blöden Zufall gerät er ins Visier von Hauptkommissar Berger, der in Frank einen RAF-Terroristen sehen will und ihn observieren lässt. Als Frank sich dann in eine Frau verliebt, sieht der Kommissar rot und versucht mit allen Mitteln ihn ins Gefängnis zu bringen.Meine MeinungEin tolles Buch aus dem Anfang der 80er Jahre, welches den Zeitgeist und das Lebensgefühl von damals extremst gut wiederspiegelt. Es durfte noch überall geraucht werden, der Musikgeschmack hat entschieden ob man jemanden mag oder hasst, die RAF hat das Land erschüttert und Tausende haben sich gegen den Bau der Startbahn West aufgelehnt. So auch der Hauptprotagonist Frank Neumann, der erstmal das Klischee eines Studenten voll erfüllt. Näher zur Uni ziehen, damit man länger schlafen kann, dann in einer Männer-WG mit deckenhohen dreckigen Geschirrstapeln inkl. verschimmelten Essen leben und jeden Tag in der Großstadt Party machen und kaum zur Uni gehen. Dann die andere Seite, die Atomkraftgegner, die alternative Szene und die Bewohner des Hüttendorfes auf der Startbahn West. Und hier gerät Frank durch einen blöden Zufall zwischen die Fronten, obwohl er es eigentlich gar nicht will. Auf einmal ist er mittendrin und durch die Liaison mit Monika, die ausgerechnet die Tochter des Kommissars ist der ihn eh schon auf dem Kieker hat, gerät er noch tiefer ins Schlamassel. Extrem typisch, aber trotzdem sympathisch, hat Robert Maier, die Charaktere angelegt, so das ich oftmals schmunzeln musste. Beim Lesen wurde ich an vieles erinnert und manches Kind dürfte sich wundern, wenn die Eltern aus der damaligen Zeit berichten würden. Es ging hoch her und jeder wollte bei irgendetwas großem dabei sein. Unbedingte Leseempfehlung von mir, an alle die sich manchmal zurückerinnern wollen und die gerne Romane lesen, wo man merkt, das der Autor bestimmt auch einiges aus seinem echten Leben mit eingebaut hat.  

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  • "Macht die Bullen platt wie Stullen"

    Pankfurt
    JenniferHilgert

    JenniferHilgert

    07. October 2016 um 18:09

    PANKfurt, der authentische Papierzeitzeuge von Robert Maier, der die 80er Jahre in eine marihuanaverqualmte Atmosphäre wirft, in ein schummriges Batschkapp Licht hüllt, in den Ohren die passende Musik erklingen lässt und weinselige Szenarien mit Nudeln und Tomatensoße mischt, dazu ein besetztes Haus, Startbahn West Thematik, WG-Kumpanen des jungen Physik Studenten Franks, die nicht faserig und auch nicht stereotypisch dargestellt werden, vermischt mit eben genanntem Protagonist samt Gegenspieler, Kommissar Berger, plus ein paar Bullen und schon entsteht Mundkomik einer jovialen 80er Popularität, ohne zu langweilen, aber, um ehrlich zu sein, doch mit etwas klischeehaften Erinnerungen um sich zu werfen, was der Lesbarkeit und Unterhaltung aber keinen Abbruch tun. EinBuchEinSatz: http://schriftverkehr.net/2016/10/06/pankfurts-bullen/

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  • PANkfurt oder Das ganz normale A für Anarchie

    Pankfurt
    SiriB

    SiriB

    17. September 2016 um 21:51

    Frank Neumann kommt aus der hessischen Provinz nach Frankfurt. Er studiert Physik und zieht in die WG von Stony und Michael ein, die per Zeitungsanzeige einen „solidarischen“ Mitbewohner suchen. Wie bereits in den Jahrzehnten zuvor ist auch in den 80ern die Musik extrem wichtig. Musikvorlieben scheinen für manchen alles über einen Menschen auszusagen. So entscheidet auch in Franks Fall der Musikgeschmack über das Sein oder Nichtsein in der WG. Endlich ist er an seinem ersehnten Ziel angelangt, alternativ und „in“ zu sein und dem spießigen Lebensstil der Elterngeneration den Rücken gekehrt zu haben. Es ist das Jahr 1981. Bekannte und unbekannte Bands treten in der legendären „Batschkapp“ auf und gelegentlich endet der Musikgenuss für Musiker und Fans in einer handfesten Schlägerei. Auch die Republik ist in Aufruhr. Eines der wichtigsten wirtschaftspolitischen Themen ist die umstrittene Startbahn West. Wenige Monate zuvor war der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry, der sich für den Ausbau des Flughafens stark gemacht hatte, von den „Revolutionären Zellen“ in seinem Haus erschossen worden. Im sogenannten „Hüttendorf“ an der Startbahn West hat sich der Widerstand formiert. Es gibt regelmäßig gewaltsame Zusammenstöße zwischen den kämpferischen Blockierern und der Polizei. Kripo und Verfassungsschutz laufen auf Hochtouren. Sie haben ihre Spitzel überall, auch im Umfeld der Uni. Mehr oder weniger zufällig gerät Frank in Kontakt mit den Startbahn-Gegner und wird, ehe er sich versieht, zum Teil einer kryptischer Telefonkette. Damit rückt er in den Augen der Polizei bereits in die unmittelbare Nähe der RAF auf. Blauäugig und hormongesteuert, ist Frank jedoch eher an erotischen Abenteuern als an politischen Aktionen interessiert. Trotzdem gerät er schnell ins Zentrum verdeckter Ermittlungen. Als mutmaßlicher RAF-Informant wird er von Hauptkommissar Berger und seinen Helfern bespitzelt und observiert. Als er sich ausgerechnet in Bergers Tochter Monika verliebt und der Hauptkommissar Wind von der Affäre bekommt, will er Frank unbedingt im Knast sehen. Nach einem erotischen Abstecher in die westberliner Hausbesetzer-Szene wird es für Frank plötzlich sehr eng .... Der Autor, Robert Maier, zieht seine Leser bereits auf den ersten Seiten magisch in seine Geschichte hinein und lässt sie in den Folgekapiteln tief in das Lebensgefühl der frühen 80er eintauchen. An der Seite von Frank, Stony und Michael dürfen sie teils skurrile Aktionen „persönlicher Freiheit“ erleben, die hochgradig amüsant erzahlt werden. So wird z.B. aus dem spontanen Streichen eines WG-Zimmers ein ganz spezieller „Akt“ der Anarchie. (S. 14) . Auch das ominöse Auftauchen des „Maddin aus der Pfalz“, der sich offenbar bestens in der WG auskennt und erst einmal bleibt, obwohl ihn keiner der drei WG-Bewohner wirklich kennt, lässt die Leser „nachhaltig“ schmunzeln. (S. 99). Robert Maier erzählt spannend und authentisch vom Abenteuer in den 70er und 80er Jahren jung zu sein. Er erinnert uns an den mutigen Widerspruchsgeist und die freie Liebe, aber auch an die Kehrseite des historischen Aufbruchs, die Radikalisierung politischer Gruppierungen bis hin zu Terror, Entführung und Mord und die daraus resultierenden fatalen Folgen. Kundigen Lesern wird bei der Lektüre nicht von ungefähr Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ einfallen. (Kiepenheuer & Witsch, 1974) Atmosphärisch dicht, humorvoll und treffsicher formuliert, erweckt der Autor in seinem Erstlingsroman ein wichtiges Stück Zeitgeschichte zu prallem Leben. Der Roman dürfte in großen Teilen autobiografische Züge tragen (siehe Nachwort). Wie sein Protagonist Frank hat auch Robert Maier, Jahrgang 1961, Physik studiert. Vermutlich in Frankfurt. Robert Maiers Roman „PANkfurt“ ist ein Geschenk. Zum einen für all die, die sich erinnern wollen und die sich dieser Zeit verbunden fühlen. Zum anderen für all jene, die heute jung sind und die sich neugierig fragen, wie sich das Leben wohl angefühlt hat, als ihre Eltern jung waren. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Zeile genossen. Unbedingt lesen!

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