Eisiges Blut

von Robert Masello 
3,3 Sterne bei113 Bewertungen
Eisiges Blut
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (43):
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Einfach außergewöhnlich!

Kritisch (22):
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LSeite 91 abgebrochen. 60 Seiten Details aber keine Geschichte. Kenne sowohl Bücher von Meyer als auch von Crichton. Gar kein Vergleich!

Alle 113 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Eisiges Blut"

'Er erkannte das Gesicht einer jungen Frau, die ihn anstarrte, wie Dornröschen, gefangen in einem eisigen Kerker.'

Nach einem schweren Schicksalsschlag übernimmt der Journalist Michael Wilde einen Auftrag, der ihn in die Antarktis führt. In der frostigen Einsamkeit hofft er Abstand zu finden, doch in die rationale Welt der Polarforscher bricht urplötzlich das Dunkle und Irrationale ein: Bei einem Tauchgang entdeckt Michael Wilde die beiden Körper eines Mannes und einer Frau – aneinandergekettet und perfekt konserviert in hundertfünfzig Jahre altem Gletschereis. An ihrer Seite wird eine Truhe mit geheimnisvollem Inhalt gefunden. Der mysteriöse Fund bringt Wilde auf die Spur einer Geschichte, die Jahrhunderte und Kontinente überspannt. Und die sein Leben für immer verändern wird…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596185191
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.11.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach außergewöhnlich!
    Don't charge a book by its Cover!

    Dieses Buch lag ewig auf meinem SUB, da ich ein großer Thriller Fan bin, und absolut von Cover und Klappentext geblendet war. Als ich dann hier bei lovelybooks mehr über dieses Buch las, stellte es sich als Spannungsgeschichte mit ziemlich viel paranormalen Einschlägen heraus, weshalb ich ganz lange die Finger davon gelassen hab. 


    Was für ein Fehler, denn jetzt nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Alles in allem könnte es ein langes Drehbuch für eine Akte X Folge sein... Ich liebe Akte X!
    Derjenige, der für Covergestaltung und Klappentext verantwortlich war, muss seine Arbeit in einem Zustand der geistigen Umnachtung ausgeführt haben, denn beides passt hier einfach überhaupt nicht zum Inhalt. Was sich der Fischerverlag dabei gedacht hat... wäre es mein Buch, ich wäre stinkend sauer. 

    Ich bin sehr begeistert davon, wie die Geschichte mit realen und gut recherchierten Fakten ergänzt wird. Noch dazu unterstützt durch literarische Einschübe entsprechend der damaligen Zeit. Beispielsweise die Erlebnisse von Floreance Nightingale oder die Schlacht der 600. 
    Die Art, wie der Bogen zwischen den Zeiten gespannt würde gefiel mir auch sehr. 

    Beide männlichen Protagonisten sind gut charakterisiert und authentisch und sympathisch dargestellt. Man kann ihre Denkweisen und Handlungen nachvollziehen. 
    Auch alle weiteren Figuren sind super eingeführt und mit der richtigen Mischung aus Schubladendenken und Individualität beschrieben. 

    Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut, riss zu meiner Zeit ab und gipfelte in einem sehr spannenden Finale. 
    Einige schrieben hier schon, dass die Geschichte zu lange gebraucht habe,  um in Fahrt zu kommen. Das find ich hat nicht. Ich würde es als sehr gelungenen Storyaufbau beschreiben. 

    Natürlich könnte man sich jetzt um Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe sorgen ... aber warum sollte man?!? Es ist ein Thriller mit Science-Fiction/ Paranormal Einschlägen, da kann man etwas Realitätsverlust verkraften. In jedem Fall finde ich es sehr einzigartig und empfehlenswert. 
    Wenn man es schafft sich auf dieses abgedrehte Thrillerformat einzulassen, erwartet einen ein super Buch!

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 8 Monaten
    es war einmal....


    Michael Wilde hat sich nach einem schweren Unfall seiner Partnerin Kristin – die nun im Koma liegt – total abgeschottet und zurückgezogen. Dann aber reizt ihn doch ein Auftrag – er soll über eine winzige Forschungsstation am Südpol berichten und Fotos machen.


    Also macht er sich auf nach Point Adèlie - der Weg ist weit und beschwerlich. Im Polarmeer macht er dann einen sensationellen Fund: die beiden Körper eines Mannes und einer Frau – aneinandergekettet und perfekt konserviert…

    Soweit so gut. Der erste Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Leser lebt in zwei Welten mit – einmal mit Michael Wilde und dann in der Vergangenheit mit Eleanor und Sinclair – hier beginnend mit einem Prolog im Jahre 1856 und von da ab weiter zurückgehend. Das ist sehr gut gemacht und das hat mir genauso gut gefallen wie der Alltag in dieser Forschungsstation. Ich finde, dass der Autor das sehr gut und eindringlich beschrieben hat. Dann werden die Leichen entdeckt und geborgen – und dann driftet für mich das Ganze komplett ab.

    Mystery - der Begriff lässt sich am besten als eine Mischung aus Horror- und Fantasy-Elementen zusammen fassen. Gut, für MICH war das in diesem Buch nun Horror und das mag ich ohnehin nicht…kein Wunder, dass ich vieles hier nur überflogen und immer wieder den Kopf geschüttelt habe. Schade um den guten Ansatz, dachte ich.

    Es ist auch einfach vieles unlogisch dann auf der einen Seite, ein bisschen kitschig auf der anderen und das Ende – na ja, da schweigen wir mal lieber drüber.

    Rasende Spannung dürft Ihr nicht erwarten – aber lest selber, vielleicht gefällt es Euch ja besser. Immerhin gibt es von mir satte drei Sterne einfach für die erste Hälfe des Buches.

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    Greedyreaders avatar
    Greedyreadervor 3 Jahren
    Blood and Ice

    Der Journalist Michael Wilde recherchiert in Point Adélie, einer Forschungsstation am Südpol. Zunächst lernt er die alltäglichen Dinge kennen: das unwirtliche, menschenfeindliche Klima, die Härten des Alltagslebens. Dann entdeckt er bei einem Tauchgang die Körper eines Mannes und einer Frau, aneinandergekettet im Gletschereis. Das passiert nach fast 200 Seiten Text. Von hier an entwickelt sich der Roman ganz ungewöhnlich und unvorhersehbar. Konnte man ihn zuvor als eine Mischung aus Reise- und Abenteuerroman vor dem Hintergrund einer tragisch verlaufenen Liebesgeschichte lesen, jongliert Masello nun mit weiteren Genres: Es kommt nicht nur eine weitere Liebesgeschichte aus einer vergangenen Epoche hinzu - die Beziehung von Leutnant Sinclair Copley und der Krankenschwester Eleanor Ames - sowie die Tatsache, dass sich Michael Wilde auch noch in die Frau aus dem Eis verlieben muss und eine irgendwie geartete gemeinsame Zukunft mit ihr plant, sondern der Autor benutzt auch das Genre des historischen Romans, um ausgiebig über die Geschehnisse in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu berichten (die Gräuel des Krimkriegs, das Wirken Florence Nightingales, das viktorianische Zeitalter) und macht die Erzählung schließlich durch eine Reihe von Fantasy-Elementen zum Vampirroman. Die Geschichte wird zunehmend irreal, u.a. auch dadurch, dass er (zukünftigen?) medizinischen Fortschritt zur Behandlung des Vampirismus erfindet. Eisiges Blut / Blood and Ice sind die dominierenden Themen, die leitmotivisch den Roman durchziehen und die verschiedenen Ereignisse der beiden Zeitebenen - der Erzählgegenwart und des viktorianischen Zeitalters - wie eine Klammer zusammenhalten. Die Geschichte ist trotz gewisser Längen - der Roman hat immerhin ca. 640 Seiten - und meiner persönlichen Vorbehalte gegenüber Fantasy- und Vampirromanen interessant und spannend erzählt und nicht zuletzt wegen der grandiosen Naturschilderungen lesenswert.

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    V
    Viva0206vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leider hat mich das Buch nicht überzeugt.
    Hat mich leider nicht überzeugt

    Zuerst einmal möchte auf den Kommentar der Zeitung eingehen, der über dem Klappentext, auf der Rückseite des Buches abgedruckt ist.

    »Als ob Stephenie Meyer und Michael Crichton zusammen einen Spannungsroman schreiben würden.« USA Today

    Ich kenne zwar nur Stephenie Meyer dieser beiden Autoren, aber ich glaube selbst wenn man beide kennt ist einem mit dieser Aussage nicht wirklich geholfen!

     

    Das Buch hat weder Ähnlichkeit mit Ihrem Schreibstil, noch mit der Geschichte an sich!

    Lediglich eine Kleinigkeit „könnte“ eine Verbindung sein, die aber auch zu tausend anderen Büchern besteht. Jemand der sich das Buch auf Grund dieses Kommentars kauft, ist hier definitiv an der falschen Adresse. Schade eigentlich, denn auch ich hatte mich etwas darauf verlassen. ;)

     

    So nun aber zum Buch und Inhalt an sich!

     

    Durch die Einführung in das Buch, erhält der Leser einen ersten spannenden Eindruck. Jeder der ihn liest sollte danach wissen wollen wie es weiter geht. Vorausgesetzt es ist das richtige Genre des Lesers.

     

    Dieses Buch soll nämlich einen Thriller darstellen…Allerdings versteh ich darunter etwas anderes wie diese Geschichte.

     

    Durch den ständigen Wechsel der beiden Geschichten wird das lesen ein wenig angenehmer gestaltet. Da manche Kapitel wirklich langweilig und Nerven aufraubend ist. Manchmal hat man als Leser gar keine Lust mehr zu lesen, weil alles bis ins winzigste Detail beschrieben ist und auch viele uninteressante Dinge, die keinen richtigen Bezug zu der eigentlichen Geschichte aufweisen. Dadurch wird das ganze Buch unnötig und zum Leidwesen des Lesers in die Länge gestreckt. Ich bin eine Person die gerne dicke Bücher liest, aber hier hätte ich mir 200 Seiten weniger und mehr Spannung gewünscht.

     

    Auch die vielen Wissenschaftlichen Details sind teilweise übertrieben. Die meisten wurden zwar verständlich erläutert, allerdings nicht alle. Manche Dinge sind zwar für das Ende des Buches wissenswert, aber nicht in solchem Umfang.

     

    Zu dem wird immer wieder das privat Leben und der tragische Unfall des Journalisten ins Gedächtnis des Lesers gerufen, welches im nach hinein gar keinen Sinn zur Geschichte selber bringt. Ob das Sympathie oder Mitleid für den Hauptcharakter erregen soll? Ich weiß es nicht..

     

    Der größte Minuspunkt allerdings ist, dass es erst ab Seite 250 (ca.) etwas spannender wird, weil dann die Leichen im Eis gefunden werden und von da an ein wenig Schwung in die Geschichte kommt.

    Finde ich persönlich viel, viel zu spät, da dies der Bestandteil des Klappentextes auf Grund der Leser das Buch auch kauft! Ich könnte mir vorstellen, dass viele das Buch schon viel früher wieder zur Seite legen würden. Schade ….

     

    Das Ende ist auch eher enttäuschend, anstatt in die letzten Seiten noch ein wenig Spannung einzubringen, endet es eher mit einer Lovestory. *augenverdreh*

     

    Meiner Meinung nach ist das Genre Thriller falsch gewählt.

    Da hat die Today schon eher Recht mit „Spannungsroman“….

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    SchwarzeRoses avatar
    SchwarzeRosevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: WOW, kann man nur dazu sagen
    Makaber, aber gut

    WOW, ich bin echt sprachlos. Was für ein Thriller.  Absolut der Hammer.

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    razeruebes avatar
    razeruebevor 5 Jahren
    Eiskalter Anfang mit lauwarmen Ende...

    Der Journalist Michael Wilde wurde durch einen Unfall zusammen mit seiner Freundin Kristin aus der Bahn geworfen. Um wieder auf die Beine zu kommen, hat Michael einen Job am Ende der Welt angenommen, in Point Adélie. Auf dem Weg dorthin lernt er den Wissenschaftler Darryl Hirsch kennen. Mit ihm zusammen macht er auf seinem ersten Tauchgang eine grausige Entdeckung, eine Frauenleiche, eingeschlossen im Gletschereis. Der Eisblock wird geborgen und an Land gebracht. Dort wird festgestellt, dass noch eine zweite Leiche im Eis eingeroren ist.

    Zeitgleich wird die Geschichte der beiden im Eis eingeschlossenen Leichen erzählt, es sind die Krankenschwester Eleanor Ames und der Lieutenant Sinclair Copley, welche vor 150 Jahren gelebt haben. Schon bei der Geschichte, wie die beiden im Eis gelandet sind, kann man schon erahnen, was es mit den beiden auf sich hat. Leider, den bis zu diesem Zeitpunkt war die Geschichte recht spannend geschrieben, doch dadurch wurde viel Spannung kaputt gemacht.

    Von dem Zeitpunkt des auftauens an verläuft die Geschichte zeitgleich, die beiden Leichen tauen auf und sind dann nicht so tot wie erwartet. Da sie schneller als nach Plan auftauen, bekommt dieses keiner mit und die beiden flüchten, da Sinclair niemanden mehr vertraut. Eine mehr oder weniger wilde Verfolgungsjagd auf die beiden beginnt, da es während ihrer Flucht von der Forschungsstation zu folgenschweren Zwischenfällen kommt.

     

    Fazit:

    Die Geschichte lässt sich einigermassen flüssig lesen, ist aber beileibe kein Thriller, eher ein Roman, der dann versucht, in Fantasy abzugleiten, was ihm aber leider nicht gelingt. Das Sinclair und Eleanor Vampire sind, kann man sich schon recht früh in der Geschichte denken, leider wird ihr Vampirdasein als Krankheit dargestellt, die man versucht zu heilen, wenn auch auf sehr neue und ungewöhnliche Art und Weise.

    Masello ist in seiner Beschreibung der ganzen Handlungstränge sehr detailverliebt, das macht vieles wieder wett, denn die Geschichte hat einen guten Start und flacht dann leider immer mehr bis zum meiner Meinung nach unbefriedigenden Ende mit Michael und Eleanor ab.

    Wer eine flüssige Geschichte mit einigermassen unerwarteten Wendungen lese möchte, ist mit diesem Buch gut aufgehoben, aber Fans des Thriller Genres sollten die Finger davon lassen, die Enttäuschung ist vorprogrammiert.

    Wenn ich im Laden dieses Buch in die Hand genommen hätte, wäre es sehr wahrscheinlich nach dem Reinschnuppern nicht in meinen Einkaufskorb gelandet.

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    Lesemaus85s avatar
    Lesemaus85vor 6 Jahren
    Rezension zu "Eisiges Blut" von Robert Masello

    Michael Wilde braucht Abstand. Und wo findet man den besser als am Südpol. Er soll einen Bericht über eine Forschungsstation schreiben.
    Doch dann findet er bei einem Tauchgang zwei Tote im Eis. Doch dann verschwinden die Leichen und die Wahrheit ist schrecklicher als alles, was Michael sich je vorstellen könnte...
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Der Roman ist ein Mischmasch aus Thriller, Forschungsbericht, Historie, Horror und Vampire... Etwas viel von Allem.
    Und leider auch nicht sonderlich gut umgesetzt. Micheal und einige der Figuren sind wirklich gut gelungen.
    Auch ist es immer wieder spannend zu lesen, wie Eleanor und Sinclair zu Vampiren wurden. Und auch die neue etwas andere Art der "Blutsauger" ist nicht schlecht. Aber alles in Allem ist die Lektüre ziemlich langweilig und es hat ewig gedauert sich da durch zu quälen. Sogar das Finale habe nur so überflogen, weil ich nicht aufgeben wollte.
    Naja. Also: Lasst die Finger davon.

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Eisiges Blut" von Robert Masello

    Inhalt: Michael ist, nachdem sich bei einer Klettertour mit seiner Freundin Kathrin ein Unfall ereignete, in eine tiefe Depression gefallen. Denn Kathrin liegt im Koma und wird nie wieder aufwachen.
    Nun bekommt Michael, der Fotograph und Journalist ist, die Möglichkeit einen Artikel über eine Forschungsstation in der Arktis zu schreiben. Das Angebot ist das erste, was Michael wieder reizt und er beschließt sich dem Abenteuer Arktis zu stellen. Auf dem Weg nach Point Adélie lernt er den Meeresbiologen Derry Hirsch kennen, der zusammen mit ihm fliegt und die Ärztin Charlotte Barns.
    Angekommen, müssen Michael und die anderen lernen mit dem Klima und den anderen Umständen dort zurecht zu kommen. Jedoch leben sie sich in Point Adélie alle gut ein und auch Michael blüht wieder auf. Bei einem Tauchausflug in das eisige Wasser der Arktis macht er plötzlich eine unglaubliche Entdeckung. Im Eis eines Gletschers ist eine Frau eingefroren, die vollständig konserviert ist und wenn Michael sich nicht irrt, ist die Frau nicht allein. Es wird beschlossen den Fund zu haben und dabei machen die Bewohner von Point Adélie eine erschreckende Entdeckung.
    Zudem haben um 1856 Lieutnant Sinclair Chopley und seine Geliebte Eleanor Ames eine Überfahrt gebucht, ihr Schiff kam jedoch vom Kurs ab in arktische Gewässer. Die Matrosen sind überzeugt, dass ihre Gäste die Schuld tragen, beschließen sich ihrer zu entledigen und werfen sie aneinandergekettet über Bord.

    Meinung: Der Roman fängt interessant an, da man nicht nur die Geschichte von Michael kennen lernt, sondern auch von Eleanor und Sinclair. Beide Handlungen werden parallel erzählt, so dass man alle Charaktere immer besser kennen lernt und die Zeichnungen der Charaktere sind dem Autor gut gelungen, ebenso wie die Beschreibungen von Emotionen.
    Zunächst wusste ich lange nicht, worauf der Roman hinauslaufen würde, denn bis die Leichen aus dem gefunden werden, geschieht im Buch ziemlich viel. Dieser Teil, auch wenn vollkommen frei von Thriller-Elementen, ist sehr interessant, da man zum einen viel über die Arktis herausfindet und über biologische Forschung und Fotographie, zum anderen aber auch weil man viel aus der Zeit von Sinclair und Eleanor erfährt.
    Auch als der Eisblock aufgetaut ist, fehlen mir die für einen Thriller typischen Elemente. Es ist in vielen Punkten eher ein Buch mit einem Hauch Mysterie, denn die Ereignisse, sind so unglaublich, dass sie eher in dieses Genre fallen.
    Was mich jedoch beeindruckt hat, waren die biologischen Hintergründe und Ideen, die hinter der Geschichte im Buch stehen, so dass auch die Mysterie-Elemente so erklärt werden, dass man sich vorstellen kann, dass es sowas gibt. So dass einer der bekanntesten Mythen hier auf eine Art verarbeitet wurde, die zwar so nicht vollkommen neu, aber auf jeden Fall deutlich besser als in vielen anderen Fällen.
    Die Charakter, insbesondere Michael, wachsen einem richtig ans Herz. So dass man bei manchen Toten, entsetzt ist, dass grade die sympathischsten Charaktere sterben müssen.
    Alles in allem ist es auf jeden Fall ein interessantes Buch, bei dem es schwer ist, viel über die eigene Meinung zu sagen, ohne zu viel zur Geschichte zu verraten.

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    Toschi3s avatar
    Toschi3vor 7 Jahren
    Rezension zu "Eisiges Blut" von Robert Masello

    Eiskaltes Leben
    Der Fotograf und Journalist Michael wird für zwei Monate in die Antarktis geschickt, um eine Reportage über eine dortige Forschungsstation zu schreiben. Bei einem Tauchgang finden die Forscher zwei Leichen im Eis eines Gletschers. Sie bergen den Fund und tauen ihn langsam auf. Doch es taut nicht nur das Eis...
    Mit seinem 640-Seiten-Roman legt der Autor ein unterhaltsames Stück Spannung hin. Leicht findet man sich in die handelnden Personen hinein und die in Handlungsstränge lassen gut den Zusammenhang erkennen. Jedoch sollten alle die, die einen spannenden und blutigen Krimi erwarten, ihre Hoffnungen etwas zurücksetzen. Hier handelt es sich mehr um einen Spannungsroman. Und nicht vergessen: es ist Fiktion.
    Der Schreibstil von Masello ist flüssig, man merkt, dass er sowohl hinsichtlich der Forschungsstation als auch historisch gut recherchiert hat. Man kommt gut in der Handlung voran und muss sich nicht durch die Seiten quälen. Auch die Charaktere sind überzeugend dargestellt. Masello konzentriert sich mit eingehenderen Darstellungen geschickt auf die notwendigen Informationen. Manche mögen meinen, dass den Personen der Tiefgang fehlt, aber in meinen Augen wäre es damit wohl zu viel des Guten.
    Einziges Manko in meine Augen: Die Geschichte, besonders der historische Part, ist recht lang. Jedoch ist es nie langweilig oder langatmig, aber ca. 100 Seiten weniger hätten dem Roman zu 5 Sternen verholfen.

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    SunshineRoses avatar
    SunshineRosevor 8 Jahren
    Rezension zu "Eisiges Blut" von Robert Masello

    Interessanter Mix

    Als erstes sollte man erwähnen, dass es sich bei diesem Buch um keinen Thriller im eigentlichen Sinn handelt. Vielmehr hat man hier eine Mischung der unterschiedlichsten Genres in der Hand. Eisiges Blut ist teilweise ein historischer Roman, er enthält aber auch Elemente aus den Bereichen Fantasy und Thriller. Das hört sich natürlich erst einmal etwas merkwürdig an, doch genau diese Kombination hat mir an dem Buch eigentlich am besten gefallen.

    Zum Inhalt: Die Handlung springt, vor allem sehr oft zu Beginn des Buches, zwischen der Vergangenheit (also der Mitte des 19. Jahrhunderts) und der Gegenwart hin und her. Der Prolog, welcher im Jahr 1856 spielt von einem vom Kurs abgekommenen Schiffes erzählt, weckt sehr stark das Interesse des Lesers, da man gerne wissen möchte, in welcher Beziehung diese Geschichte mit dem eigentlichen Protagonisten in der Gegenwart, also dem Journalisten Michael Wilde, steht. Auf diesem Schiff befindet sich nämlich ein aus England stammendes Pärchen, welches sich eigentlich auf dem Weg nach Christchurch befindet. Da die Crew des Schiffes diese Passagiere für in höchstem Maße unheimlich hält, werden diese über Bord geworfen. Nach diesem Prolog geht die Geschichte zu Michael über, welcher sich auf den Weg zu einer Forschungsstation in der Antarktis begibt, um über diese einen Bericht zu schreiben. Dort entdeckt er bei einem Tauchgang die Körper zweier Menschen, in einem Gletscher festgefroren. Und hier kommt der Fantasy-Part ins Spiel. Denn diese beiden erwachen wieder zum Leben...

    Dies ist wirklich eine Story, die es so noch nicht gegeben hat. Allerdings ist diese nur für Leser geeignet, die auch gerne mal Genre übergreifend lesen. Mir haben diese Verknüpfungen und ganz besonders die Sprünge zwischen den Zeiten ziemlich gut gefallen. Außerdem sind die Charaktere mit ihren kleinen menschlichen Fehlern durchweg richtig sympathisch dargestellt.

    Leider gibt es auch von nicht allzu positiven Aspekten zu berichten. So ist meiner Auffassung nach das größte Manko des Autors, dass er nicht den Blick für das Wesentliche hat. So sind manche Szenen sehr ausschweifend, andere hätte man sogar ganz weglassen können. Die eigentliche Handlung, so wie sie auf dem Klappentext des Buches angekündigt wird, beginnt erst nach knapp 200 Seiten. Da kann man sich gut vorstellen, dass der Lesegenuss nicht immer so das Wahre ist. Wäre die Handlung im allgemeinen nicht so interessant gewesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich spätestens nach der Hälfte vorzeitig beendet. Daher ist mein Fazit eher durchwachsen: Gute Story, die Umsetzung wäre aber durchaus ausbaufähig gewesen!

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