Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal

von Robert McCammon 
4,5 Sterne bei44 Bewertungen
Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal
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Großartig unterhaltsamer Historienkrimi mit Horror und Mystery-Elementen

BerniGunthers avatar

Gut geschrieben, allerdings dreht sich immer alles im Kreis, so dass die Story auf der Stelle tritt. Ich war eher enttäuscht.

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Inhaltsangabe zu "Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal"

1699 in den Carolina-Kolonien Amerikas …

Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrem Dorf verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird.
Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt.
Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …

»… eine herausragende Geschichte, fesselnd und voller Spannung …« [Stephen King]

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958351974
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:516 Seiten
Verlag:Luzifer-Verlag
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Serkalowvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Großartig unterhaltsamer Historienkrimi mit Horror und Mystery-Elementen
    Ich rezensiere Band1 & 2 gemeinsam

    Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll. Einerseits hat es mich total gereizt, aber irgendetwas schreckte mich auch immer wieder ab.

    Da ich den ersten Band der Geschichte irgendwann als Rezensionsexemplar vom Luzifer-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen hab, konnte ich mich nicht mehr rausreden.

    Und habe ich es bereut?

    Ganz klar:

    Nein!

    »Matthew Corbett« ist ein äußerst spannender und vergnüglicher Historienkrimi, mit wunderbarer Atmosphäre, einem großartigen Plot, fantastischer Sprache (Kompliment an die Übersetzerin) und hervorragend ausgearbeiteten Figuren.

    Damit ist eigentlich schon alles gesagt, oder?

    Die Geschichte um: »Matthew Corbett« ist vom Autor als Serie angelegt, weswegen der erste Band, zunächst einmal »nur« die Figur und das Setting einführt. Dies allerdings bereits grandios und alle Register ziehend.

    So weiß man z.B. über lange Zeit nicht, wohin die Reise wirklich gehen wird, welches Genre der ehemalige Horrorautor hier wirklich bedienen will: Mystery, Horror, Historienkrimi, vielleicht sogar ein wenig Abenteuerroman a la J.F. Cooper?

    Doch nach und nach wird klar, dass Robert McCammon mit Matthew Corbett einen neuen Ermittler ins literarische Rennen schickt, der es durchaus mit Sherlock Holmes oder Hercule Poirot aufnehmen werden wird.

    Ähnlich diesen Vorbildern arbeitet Corbett rein logisch und deduktiv und findet z.B. die Lösung des Falls vor einer Versammlung aller wichtiger Protagonisten statt.

    Bis dahin erwartet den Leser ein Abenteuerschmöker, der nicht nur durch den eigentlichen Kriminalfall spannend unterhält, sondern vor allem der o.g. Frage. Denn durch die großartige Sprache, die Atmosphäre und das handwerkliche Können des Autors, gelingt es ihm tatsächlich, all die verschiedenen Genre gekonnt zu einem in sich stimmigen Roman zu vereinen.

    Da sein Protagonist hier die erste Phase seiner Entwicklung durchläuft, könnte man neben Krimi, Mystery, Horror, Indianergeschichte, Thriller, Historienabenteuer auch noch Coming-Of-Age nennen.

    Insgesamt also eine wirklich unterhaltsame Lektüre, bei der ich mich keinen einzigen Satz lang gelangweilt habe.


    Zum Schluss möchte ich noch kurz erläutern, warum ich die in deutsch erschienenen beiden Teile in einer Rezension zusammenfasse.

    Es ist offensichtlich, dass das Werk nie als Zweiteiler geplant war und im englisch-sprachigen Raum auch nicht als solcher veröffentlicht worden ist.

    Dennoch halte ich es hier nicht für »Geldmacherei«, da es sich beim Luzifer-Verlag um einen eher kleinen Genre-Verlag handelt. Mir sind die Kosten für Lizenzen solcher Bücher durchaus bekannt und gerade kleine Verlage (wie z.B. auch Festa in der Vergangenheit) gehen damit oft ein Risiko ein, dass sie an die Grenze des finanziellen Ruins bringen kann. Hinzu kommen dann noch Übersetzer- und Lektoratskosten. Hier hat der Luzifer-Verlag wirklich gute Arbeit geleistet.

    Insofern denke ich, wem die beinahe schon bibliophil zu nennende (zumindest vom Gesamtpreis) zweiteilige Hardcoverausgabe (aus nachvollziehbaren Gründen) zu teuer ist, der soll bitte unbedingt zur Ebook-Variante greifen.
    Diese hat einen vernünftigen Preis und ich hoffe nur, dass die Reihe erfolgreich genug ist, dass der Luzifer-Verlag die Veröffentlichung fortsetzt. (Was sich ja abzeichnet, da zumindest der zweite Fall für Mathew Corbett schon veröffentlicht ist.)


    5 Sterne




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    Waldschrats avatar
    Waldschratvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: ein unfassbar guter, spannender, schaurigiger, historischer Krimi-Thriller ;)
    ein wunderbar schauriger Krimi

    Der Klappentext verrät unglaublich viel, daher werde ich zur Handlung nicht mehr allzuviel verraten können. Das Setting um 1699 in der relativ neuen Siedlung Fount Royal gefällt mir sehr gut und ist meiner Meinung nach historisch gut recherchiert. Man erfährt viel über das harte Leben der Kolonisten, mit welchen Krankheiten (und fragwürden Heilmethoden) sie kämpfen mussten und wie man auf Andersartigkeit reagiert hat – mit Aberglauben. Der Reverend ist tot und auch der Mann der vermeintlichen Hexe, das Wetter ist schlecht, die Ernten sind mau, nicht wenige der Siedler sterben an Krankheiten – da muss natürlich ein Sündenbock her: Rachel Howarth. Als der Friedensrichter Isaac Woodward und sein Gerichtsdiener Matthew Corbett nach einer ungeplant beschwerlichen Reise in Fount Royal ankommen, wird von ihnen erwartet, dass die Hexe nun aberganz schnell verurteilt wird, damit sie brennen kann und die Probleme gelöst werden.

    Doch der Richter nimmt seinen Job Ernst und will alle „Zeugen“ befragen, die von Begegnungen mit der Hexe berichten, die sich mit allerlei Ungeheuern vergnügt haben soll. Ein Großteil der Zeugen haben es in der untergehenden Siedlung aber nicht mehr ausgehalten und suchten woanders einen Neuanfang. Das macht das Verfahren natürlich nicht einfach und die Wahrheitsfindung ist mehr als fragwürdig. Mich hat der Aberglaube und die Intolleranz oft genug aufgeregt, aber so war es damals und auch heute gibt es noch genügend unbegründete Vorurteile…

    Was ich allerdigt nicht sicher weiß: ist Rachel nun die Hexe? Es handelt sich ja um den ersten von zwei Bänden um die Hexe in Fount Royal und bisher ist alles ungeklärt. Es könnte darauf hinauslaufen, dass alles Aberglaube ist und einfach ein Mörder oder Saboteur umgeht und das ganze der „Hexe“ in die Schuhe geschoben wird. Robert McCammon könnte aber wirklich fantastische Elemente eingearbeitet haben und auch dann ist noch unklar, wer die Hexe oder der Hexenmeister ist. Daher ist die ganze Geschichte nach wie vor spannend und ich kann es kaum erwarten, zum zweiten Band zu greifen!

    Von mir gibt es für Matthew Corbett 5 von 5 Sterne, denn mir gefällt sowohl das Thema als auch die wunderbar dünstere Atmosphäre. Robert McCammon schreibt einfach nur fantastische Bücher mit dermaßen guten, atmosphärischen und düsteren Bildern, dass ich auch bei 30 Grad im Schatten eine Gänsehaut bekomme. Aber Achtung: nichts für schwache Nerven, denn sein Schreibstil ist ungeschminkt und manchmal auch brutal (ehrlich). Aber mir gefällt genau das unfassbar gut. Auch der 20jährige Matthew ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn er ist nicht nur neugierig und wissbegierig, sondern auch unbequem – er stellt zu viele Fragen und kratzt ab und zu auch mal an der „falschen“ Stelle – ungeachtet der Konsequenzen.

    Insgesamt also ein etwas schauriger und wirklich spannender Krimi mit historischen und vielleicht auch fantastischen Elementen. Dafür gibt es meine absolute Leseempfehlung!

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    nini_pagavor 4 Monaten
    Vorsicht!

    Erstmal möchte ich sagen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten hat. Es ist gut geschrieben und spannend erzählt. Ich liebe Bücher, die um diese Zeit spielen und man erlebt den neuen amerikanischen Ort Fount Royal wirklich mit allen Sinnen. Allerdings war mir nicht bewusst, dass der erste Teil der "Matthew Corbett" Reihe von Robert McCammon vom Luzifer Verlag in zwei Teile aufgeteilt wurde. So hat dieser Teil kein Ende, sondern endet mit einem massiven Cliffhanger... Darüber sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein, dass man danach auch noch den zweiten Teil braucht um die Geschichte abzuschließen.

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    kreszenzs avatar
    kreszenzvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert für Fans von "Der Historiker"! Gepflegter Grusel in schaurig-düsterer Atmosphäre!
    Achtung: macht süchtig!


    Der junge Gerichtsdiener Matthew Corbett ist 1699 zusammen mit seinem Dienstherrn, dem Friedensrichter Isaac Woodward, in den Carolina-Kolonien Amerikas unterwegs, als sie nach Fount Royal gerufen werden. Dort wird die schöne Witwe Rachel Horwarth beschuldigt, den Pfarrer als auch ihren Mann brutal ermordet und den ganzen Ort verhext zu haben. Weil Richter Woodward sich auf der Anreise eine schreckliche Erkältung eingefangen hat, liegt es an dem scharfsinnigen Matthew, Schuld oder Unschuld der Hexe zu ergründen. Doch je länger er sich in Fount Royal aufhält, desto seltsamer und undurchsichtiger kommt ihm das Verhalten mancher Bewohner vor. Sollte es sich am Ende um eine großangelegte Verschwörung handeln...?


    Dieses Buch hat mich gleich von Anfang an in seinem Bann gezogen. Der Autor verwendet eine bildreiche Sprache und zaubert eine herrlich-düstere Atmosphäre. Obwohl einiges an Personal aufgefahren wird, sind die Charaktere bis in die kleinste Nebenrolle anschaulich charakterisiert. Am Besten hat mir jedoch Matthew gefallen, den seine Neugierde und Cleverness oft in brenzlige Situationen bringt. 

    Es handelt hier sich zwar nicht um einen Thriller im herkömmlichen Sinne, dennoch steckt das Buch voller Rätsel, Wendungen und auch Sackgassen. Ich war wirklich komplett gebannt und konnte nicht aufhören zu lesen! Absolut empfehlenswert für Fans von "Der Historiker"!


    Einziger Wermutstropfen: der Verlag hat das Original leider auf zwei Teile aufgesplittet! 

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    BlueSirens avatar
    BlueSirenvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Manchmal etwas langwierig, aber genial erzählte, historisch gut recherchierte und absolut fesselnde Geschichte. Ich brauche jetzt Teil 2!
    Sehr spannend!

    Der Anfang war etwas zäh, aber danach wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist wirklich bedrückend real, historisch gut recherchiert und extrem spannend. Eine ausführliche Rezension findet ihr auf meinem Blog.

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: In allen Facetten einfach GROßARTIG!. Atmosphäre, Stil, Figuren - hier stimmt alles! Ich freue mich, dass Band 2 schon erschienen ist :)
    Für mich ein echtes Meisterwerk

    Klappentext (Lovelybooks):


    1699 in den Carolina-Kolonien Amerikas.


    Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrem Dorf verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird. 

    Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt. 

    Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht.


    Meine Meinung:


    Schon nachdem ich das 1. Kapitel gelesen habe, wusste ich, dass mich eine großartige Geschichte erwarten würde, denn der Schreibstil strotzt nur so von Bildlichkeit und er vermittelt die durchweg düstere, gruselige Atmosphere auf bestmögliche Art und Weise. 


    Man liest nicht nur von dunklen Sümpfen, sondern man versinkt regelrecht in ihnen und der Geruch von Moder und Tod steigt einem spürbar in die Nase. 


    Doch nicht nur die Schauplätze erwachen für sämtliche Sinne zum Leben, sondern auch die Figuren besitzen bis zum scheinbar unwichtigsten Nebencharakter eine vielschichtige Tiefe und wirken ohne Ausnahme, wie lebendig aus der damaligen Zeit entsprungen. 


    Eine derart starke Charakterzeichnung begegnet mir sonst allenfalls in Romanen von Stephen King, dessen Leseempfehlung übrigens auf dem Cover zu finden ist. 


    Der Aberglauben, der sich zu der Zeit noch fest in den Köpfen der Bewohner eingenistet hat, spielt eine große Rolle und McCammon gelingt dessen Darstellung sehr glaubhaft. 


    Dem entgegen setzt er seinen Protagonisten Matthew, der mit gesundem Menschenverstand die Vorkommnisse hinterfragt und dabei natürlich auf reichlich Widerstand trifft. 


    Dieses Wechselspiel zu verfolgen, wurde für mich zu einem großartigen Leseerlebnis auch wenn es leider in diesem ersten Band noch zu keinem Ende gekommen ist. 


    Denn leider wurde für den deutschsprachigen Raum der Roman zweigeteilt und so endet die Geschichte im ersten Band sehr abrupt und mit dem unabdingbaren Reiz, sofort weiterlesen zu wollen. 


    Fazit:


    Robert McCammon schafft es wirklich meisterhaft, den Leser unmittelbar in das 17. Jahrhundert zu entführen, ihn dort über 500 Seiten bestens zu unterhalten und lässt ihn dann aber am Ende ohne erkennbaren Abschiedsgruß einfach stehen. 

    Kommentare: 4
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    Yolandevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Atmosphärisch dicht und sehr spannend. Leider hat das Buch einen fiesen Cliffhanger, deshalb musste ich einen Stern abziehen :(
    Hexenjagd in Carolina

    Robert R. McCammon wurde am 17. Juli 1952 in Birmingham, Alabama geboren. Er hat die Hochzeit der US-amerikanischen Horrorliteratur von den späten 1970er bis in die frühen 1990er Jahre mitgeprägt. Danach machte er eine längere Pause, die Anfang der 2000er Jahre mit diesem Roman (engl. Speaks the Nightbird) endete. 


    Inhalt (Klappentext): Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde - wunderschön und mutig.
    Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Aber Matthew zweifelt an den Anschuldigungen. Denn in Fount Royal gehen noch weitaus rätselhaftere Dinge vor. Und schon bald muss er sich mit Herz und Hirn dem wahrhaftigen Bösen von Fount Royal stellen...


    Ich habe bisher noch kein Buch von Robert R. McCammon gelesen und der Schreibstil gefällt mir gut. Schon gleich von Beginn an herrscht eine düstere und beklemmende Atmosphäre. Es regnet ständig und man spürt richtig die unheilvolle Stimmung, die über der Szenerie liegt. Der Hauptprotagonist Matthew Corbett wirkt durch seine Neugier und Wissbegierde sehr sympatisch. Dadurch bringt er sich allerdings immer wieder in höchst brenzlige Situationen und man kann richtig mitfiebern. 
    Obwohl die englische Originalausgabe nur aus einem Band besteht, hat der deutsche Verlag daraus 2 Bücher gemacht. Deshalb endet dieser 1. Band mit einem wirklich fiesen Cliffhanger und das führt leider dazu, dass ich einen Stern abziehen musste. Gut, dass der 2. Band schon erschienen ist und ich bald mit der Geschichte fortfahren kann.
    Ansonsten ist es ein spannender, atmosphärisch dichter Roman, der sehr lesenswert ist.

    Kommentare: 2
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    KruemelGizmovor 10 Monaten
    Rezension zu Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal

    Die Einwohner von Fount Royal sind der festen Überzeugung, dass eine Hexe unter ihnen lebt und für die Tragödien und Todesfälle in ihrem Dorf verantwortlich ist. Ihr Name lautet Rachel Howarth, eine Fremde, die wunderschön und mutig ist, was den meisten Einwohnern direkt suspekt ist und bei manchen sogar Hass hervorruft. Der Friedensrichter Isaac Woodward und sein Gerichtsdiener Matthew Corbett reisen nach Fount Royal um Rachel Howarth den Hexenprozess zu machen. Die Beweise sprechen klar gegen sie, in ihrem Haus werden okkulte Gegenstände gefunden und es gibt Zeugen, die von unaussprechlichen Dingen berichten, die sie mit dem Leibhaftigen begangen haben soll. Matthew glaubt an ihre Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen in der Stadt stellen….

     

    Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal – Band 1 stammt aus der Feder von Robert McCammon.

     

    Anno 1699: In Fount Royal treibt angeblich eine Hexe ihr Unwesen und so begibt sich Friedensrichter Isaac Woodward und der Gerichtsdiener Matthew Corbett in das kleine Dorf um einen Hexenprozess durchzuführen. Der Autor schaffte es sofort eine unglaublich düstere und dichte Atmosphäre zu erschaffen, die mich auch direkt in ihren Bann zog. Die Beschreibungen der Umgebung und der Personen haben mir wirklich ausgesprochen gut gefallen und unterstützten die Atmosphäre in diesem Buch zusätzlich.

     

    Matthew Corbett ist ein junger Gerichtsdiener, der seiner Zeit voraus zu sein scheint, er hinterfragt alles und nimmt die angeblichen Beweise bzw. Tatsachen nicht einfach so hin, in anderen Bereichen ist er noch sehr unbedarft was ihn als Protagonisten gleich noch sympathischer macht. Auch Richter Woodward ist ein eigentlich sympathischer Charakter, der versucht unvoreingenommen an die Sachen heranzugehen, aber der doch sehr in alten Denkmustern gefangen ist. Rachel Howarth, die angebliche Hexe, ist für diese Zeit einfach zu schön und zu mutig um nicht direkt Gefahr zu laufen verleumdet zu werden, sie wirkt stark und eigentlich auch überzeugend, bleibt aber dennoch für mich ein wenig undurchsichtig, was natürlich den Reiz der Geschichte erhöht. Bei den Dorfbewohnern herrscht bei den meisten der blanke Wahn und aus heutiger Sicht totaler Aberglaube vor und es erschreckt einen beim Lesen schon mit welcher Inbrunst und Paranoia eine vermeintliche Hexe verfolgt wird.

     

    Aber als Leser wird einem bald klar, das sich hinter der ganzen Geschichte um die Hexe noch was anderes verbirgt, den Matthew stößt bei seinen Recherchen auf mehr als eine Ungereimtheit und Abscheulichkeit, die ihn immer mehr in Gefahr bringt und so liest man mit Spannung immer weiter, um hinter die Rätsel die sich auftun zu kommen.

     

    Der Spannungsbogen ist für mein Empfinden wirklich gelungen aufgebaut und treibt die Geschichte gekonnt vorwärts um dann in einem wirklich sehr spannenden Moment in einem Cliffhanger zu enden, der mich wirklich sehr neugierig zurück gelassen hat.

     

    Mein Fazit:

    Ein spannender historischer Thriller, der mich mit seiner Atmosphäre und der Geschichte in seinen Bann zog. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, den ich bald lesen möchte.

    Kommentare: 5
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    lauravonedens avatar
    lauravonedenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Düster & atmosphärisch, mit einem Cliffhanger, der es spannend macht
    Düster & atmosphärisch

    Der Autor Robert McCammon war mir bis dato nicht bekannt und ich konnte mich somit ganz frisch in seine Geschichte um den Gerichtsdiener Matthew Corbett stürzen. Matthew reist zusammen mit dem Richter, der gleichzeitig sein Vormund ist, in das beschauliche Städtchen Fount Royal, um einer vermeintlichen Hexe den Prozess zu machen. Bereits auf dem Weg nach Fount Royal beginnt das Abenteuer für die beiden Männer. Fount Royal selbst scheint sehr unter der Hexe zu leiden, Bewohner fliehen, es gibt Missernten und Menschen sterben – all dies wird der Hexe ‚zu Gute geschrieben‘. Der Richter und sein Gerichtsdiener Matthew werden also sehnlichst erwartet.

    Der Autor hat eine wirklich sehr bildhafte Sprache verwendet, um die Landschaft, da Dorf und auch die Bewohner zu beschreiben. Trotz der vielseitig auftauchenden Figuren, konnte ich mir jeden Bewohner sehr gut vorstellen. Zeitweise hatte ich sogar regelrecht die beschriebenen Gerüche in der Nase hängen. Matthew wird außerdem als eine sehr sympathische Person beschrieben, und es macht Spaß ihn im Dorf zu begleiten. McCammon hat es hier wunderbar geschafft, eine sehr detailreiche Welt zu kreieren, ohne zu langatmig zu werden.

    Abgesehen vom Ende, besticht das Buch nicht unbedingt durch extreme Höhen. Vielmehr hat mich die Atmosphäre verzaubert und das Thema rund um die Hexenverfolgung fand ich schon immer sehr interessant. Das Cover ist dahingehend auch sehr gelungen, da es diese düstere und atmosphärische Stimmung perfekt eingefangen hat.

    Ich bin ganz froh, dass ich Band 1 erst jetzt gelesen habe und nicht sofort zur Erscheinung. Da das englische Original für die deutsche Ausgabe in zwei Bände geteilt wurde, endet Band 1 mit einem immensen Cliffhanger. Etwas ärgerlich, aber so macht es natürlich nur noch mehr Lust auf die Fortsetzung.

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    Archers avatar
    Archervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hat anfangs durchaus Ähnlichkeiten mit Sleepy Hollow, nimmt dann aber eigenständig Fahrt auf. Ende abrupt und unbefriedigend.
    Fuchs im Hühnerstall

    Matthew Corbett ist zwanzig und der Gerichtsdiener des ehrwürdigen Richters Isaac Woodward. Ihr Weg führt sie durch die neue Welt direkt ans vermeintliche Ende der Welt in die Ortschaft Fount Royal, dort, wo Rachel Howarth bezichtigt wird, Mord und unbeschreibliche Dinge mit dem Teufel begangen zu haben. Wir schreiben das Jahr 1699, und der Glaube an Hexen ist stark. Als Matthew und sein Meister in dem Dorf ankommen, sehen sie sich einer Wand aus Aberglauben, Hass, Neid, Gier und allen menschlichen Abgründen gegenüber, die eine Gemeinschaft aufbringen kann. Am Ende soll eine dafür büßen - Rachel Howarth, so kein Zweifel unter den Menschen -, muss auf dem Scheiterhaufen brennen!

    Anfangs erscheint das Buch wie eine Mischung aus Sleepy Hollow und Der Name der Rose mit dem jungen, scharfsinnigen Matthew und seinem Mentor, Richter Woodward. Ein paar Sachen fand ich fragwürdig - echt jetzt, die können die Erregung einer Frau riechen? Entweder hatten die Leute des 17. Jahrhunderts weitaus schärfere Nasen als wir heutzutage, oder ich bin einfach ... eine Ausnahme. Aber okay, das Buch nimmt eigenständig Fahrt auf und ist durchaus spannend. Die schmutzige, gefährliche Zeit voller Aberglauben, in der Krankheiten schneller zum Tode führen als gefährliche Tiere, mordlüsterne Wirte oder wilde Indianer wurde sehr gut beschrieben. Der Hexenglaube, das Verdrehen der Wahrheit, das Auftauchen des Predigers, all das konnte wirklich Entsetzen über die Zeit transportieren. Der Schluss war mir zu abrupt und irgendwie an der falschen Stelle, als wäre mal wieder ein Buch zweigeteilt worden, das im Englischen als Einzelband existiere, aber er hat mich natürlich, wie beabsichtigt, neugierig auf Band 2 gemacht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LUZIFER_Verlags avatar
    Wir eröffnen eine spannende Leserunde zu Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal von Robert R. McCammon. 


    Bewerbung für die Leserunde geht bis zum 05.02.2017, Beginn der Leserunde ist der 06.02.2017. 


    Der Verlag stellt 10 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses Ebook aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. 

    Zum Inhalt: 

    1699 in den Carolina-Kolonien Amerikas

    Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrer kleinen Stadt verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird.
    Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt.
    Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …


    LUZIFER_Verlags avatar
    Letzter Beitrag von  LUZIFER_Verlagvor einem Jahr
    Vielen Dank für deine Rezension und bis zur Fortsetzung :)
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