Robert Menasse Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung

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Inhaltsangabe zu „Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung“ von Robert Menasse

»Einen Dichter einzuladen, eine Poetikvorlesung zu halten, ist etwa so sinnvoll, wie einen Kannibalen als Ernährungsberater zu engagieren. Am Ende nagt er an Ihren Knochen, in diesem Fall an den Resten Ihres geistigen Stützapparats«, warnte Robert Menasse zu Beginn seiner Poetikvorlesungen im Frühjahr 2005 im legendären Adorno-Hörsaal, in dem »schon lange nicht mehr so wortgewaltig gegen den Kapitalismus gewettert und zum Umsturz aufgerufen wurde«, wie die Süddeutsche Zeitung schrieb. Das Publikum dankte es ihm mit »donnerndem Applaus und stehenden Ovationen«.

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  • Rezension zu "Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung" von Robert Menasse

    Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung

    abschaffel

    28. January 2007 um 23:41

    Schon der bis zum Schluss berstend volle Vorlesungssaal in der Frankfurter Uni dokumentierte das große Interesse an diesem "Aufklärer" alter Tradition. Bis zum Ende der fünf Sitzungen wurde der Zuhörer immer wieder mit rhetorischen Ohrfeigen aus dem intellektuellen Wachkoma gerissen, bisweilen eingelullt, an der Nase herumgeführt und ob der eigenen Trägheit und Manipulierbarkeit beschämt. Gemäß dem Tucholskyschen Verdikt, nichts sei schwieriger, als sich im offenen Widerspruch zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "Nein", entwickelte Menasse eine hochaktuelle, provokante Wiederauferstehung der engagierten Literatur, auf der Folie, dass sich jede Literatur an dem Anspruch zu messen habe, was sie zur gesellschaftlichen Realität ihrer Zeit beizutragen hat. Fast geht es weniger um den im Titel hergestellten Bezug zu Schopenhauer, als vielmehr um bewusst "Unzeitgemäße Betrachtungen". Literatur- und Philosophiegeschichte wird gegen den Strich gebürstet und auf ihren politisch-sozialen Gehalt abgeklopft: am Ende steht plötzlich ein zerzauster Karl Marx mit seinem "Kapital" als bürgerlicher Bildungsroman, der die heutigen katastrophalen Zustände einer globalisierten Welt besser beschreibt, als was uns die Huntington oder Fukujama weiszumachen versuchen. Und so schließt Menasse, dass Politik nichts anderes heiße, als richtiges Handeln in der Polis, und Poetik nichts anderes, als Selbsterfindung. Wir sind Schöpfer unserer Lebensrealität, wir sind nicht Papst, wir sind Gott!

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