Robert Merle

 4,2 Sterne bei 549 Bewertungen
Autorin von Der Tod ist mein Beruf: Roman, Das Königskind und weiteren Büchern.
Autorenbild von Robert Merle (© Günter Prust)

Lebenslauf

Robert Merle lebte vom 28. August 1908 bis zum 28. März 2004 und war ein französischer Schriftsteller. Merle wurde in Algerien geboren, zog aber bereits mit 10 Jahren nach Frankreich. Er studierte in Paris Anglistik, geriet aber 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Professor für Anglistik und lehrte an mehreren französischen Universitäten. Viele seiner literarischen Themen orientierten sich an geschichtlichen Ereignissen. Berühmt wurde Merle 1972 mit seinem Roman "Malevil".

Alle Bücher von Robert Merle

Cover des Buches Der Tod ist mein Beruf: Roman (ISBN: 9783841213280)

Der Tod ist mein Beruf: Roman

(162)
Erschienen am 15.11.2016
Cover des Buches Das Königskind (ISBN: 9783746638874)

Das Königskind

(125)
Erschienen am 29.04.2021
Cover des Buches Malevil: Roman (ISBN: 9783841201867)

Malevil: Roman

(62)
Erschienen am 12.01.2011
Cover des Buches Die geschützten Männer (ISBN: 9783746612232)

Die geschützten Männer

(61)
Erschienen am 01.02.2003
Cover des Buches Die Insel (ISBN: 9783746612218)

Die Insel

(33)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Ein vernunftbegabtes Tier (ISBN: 9783746627922)

Ein vernunftbegabtes Tier

(23)
Erschienen am 29.08.2011
Cover des Buches Madrapour (ISBN: 9783746612294)

Madrapour

(19)
Erschienen am 23.02.2005
Cover des Buches Lilie und Purpur (ISBN: 9783746638898)

Lilie und Purpur

(4)
Erschienen am 29.04.2021

Neue Rezensionen zu Robert Merle

Cover des Buches Der Tod ist mein Beruf: Roman (ISBN: 9783841213280)
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Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf: Roman" von Robert Merle

Novaa
Verstörendes, aber wichtiges Buch über die Banalität des Bösen.

Robert Merles Roman über Rudolf Lang, eine literarische Figur basierend auf dem KZ-Kommandanten Rudolf Höß, zeichnet eindringlich den Weg eines scheinbar gewöhnlichen Bürgers zum Architekten des Holocausts nach. Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Langs Kindheit, geprägt von Strenge und emotionaler Kälte, sowie sein Werdegang durch den Ersten Weltkrieg und die zermürbende Suche nach Halt in der Nachkriegszeit. Der Eintritt in die NSDAP erscheint fast zwangsläufig – ein erschreckendes Beispiel dafür, wie sich das Böse aus dem Alltäglichen entwickeln kann. Merle gelingt es, die psychologische Entwicklung seines Protagonisten nüchtern und beklemmend zu schildern, ohne zu werten. Ein verstörendes, aber wichtiges Buch über die Banalität des Bösen.

Cover des Buches Die geschützten Männer (ISBN: B002C8LKDE)
Y

Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

Yps
Gesundheit, Geschlecht, Gesellschaft

Dieser dystopische Roman von 1974 ist eines jener Bücher die Probleme der Zukunft stellenweise erstaunlich genau vorweggenommen haben. Er beschreibt wie in New York eine hoch ansteckende Krankheit unter Männern ausbricht, die bald die ganze Gesellschaft verändert. Und das Jahre vor dem Bekanntwerden von AIDS. Die Infektion heißt Enzephalitis 16(!) und wird erst ernstgenommen als sie Millionen tötet, woraufhin es zu fragwürdigen Selbstbehandlungen, Zwangsmaßnahmen und Isolation kommt. Und das Jahrzehnte vor COVID-19. Die Pandemie-Story dient dabei eigentlich nur als Aufhänger für eine Auseinandersetzung mit dem Feminismus der 70er Jahre, hat aber viel mit heutigen Debatten über Gender und toxische Männlichkeit gemein. Woke avant la lettre, zeigt sich der 1908(!) geborene Autor überaus wach in solchen Fragen.

Cover des Buches Der Tod ist mein Beruf: Roman (ISBN: 9783841213280)
AtschiBs avatar

Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf: Roman" von Robert Merle

AtschiB
Das Buch macht sprachlos

Ich habe gezögert, dieses Buch zu lesen. Es ist das erste Buch das ich gelesen habe, welches aus der Sicht der Täter geschrieben ist. Ich versuche nun zu verstehen, wie ein Mensch einfach Befehlen folgt, ohne zu hinterfragen. Rudolph Höß entwickelt die Massenvernichtung weiter und gestaltet diese noch effizienter als bisherige Verfahren. Allein das Wort "Effizienz" widerstrebt mir. Im gesamten Buch fehlte mir Empathie und Emotionen in der Person. Auch die Reaktion von Rudolph Höß im Nürnberger Prozess lässt mich schaudern. Zitat: "Ich brauche keine Gewissensbisse zu haben. Die Ausrottung war vielleicht ein Irrtum. Aber nicht ich habe sie befohlen."

Zitat:"Einmal rief ein Ankläger: "Sie haben dreiundeinhalbe Million Menschen getötet.  [...] "Ich bitte um Verzeihung, ich habe nur zweiundeinehalbe Million Menschen getötet. " ich bin einfach nur sprachlos. 

Gespräche aus der Community

✗
Ein LovelyBooks-Nutzer
bin gerade neu hier,und bekomme nicht raus wie ich ein buch lesen kann
Zum Thema
4 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Robert Merle wurde am 27. August 1908 in Tebessa (Algerien) geboren.

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