Der Tod ist mein Beruf

von Robert Merle 
4,5 Sterne bei145 Bewertungen
Der Tod ist mein Beruf
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Ein Klassiker, den jeder einmal lesen sollte, um Deutschland verstehen zu können.

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Ein Buch, das unter die Haut geht, eben weil das Böse so banal und normal ist.

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Inhaltsangabe zu "Der Tod ist mein Beruf"

Von der Banalität des Bösen

Inspiriert vom Tagebuch des Lagerkommandanten Rudolf Höß schrieb Merle diesen ersten Holocaust-Roman aus Tätersicht, der ihn weltberühmt machte. Die einzigartige Psychostudie eines Massenmörders aus Gründlichkeit und Gehorsam erschüttert selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen noch in ihrer schonungslosen, banalen Logik.

"Wann endlich wird man den Mut haben, diesen Roman als unverzichtbare Ergänzung zu Hannah Arendts ›Bericht von der Banalität de Bösen‹ zu sehen?" Le Monde

"Dieser Roman ist genau das, was an Littell gerühmt wird: groß und kalt." Die Welt

"Ein grausiges Buch, das man gelesen haben muss." Stuttgarter Zeitung

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746627861
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:293 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:29.08.2011
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Rezensionen und Bewertungen

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    Reading_Leavor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Klassiker, den jeder einmal lesen sollte, um Deutschland verstehen zu können.
    Ein Buch, das zum nachdenken bringt

    Inhalt: Der Roman handelt von dem Leben des Rudolf Lang, der erst als Soldat im ersten Weltkrieg kämpft und sich dann den Freikorps anschließt. Schließlich wird er Mitglied der NSDAP und der SS. Ihm wird der Aufbau und die Verwaltung des KZ Auschwitz anvertraut, wo er die Juden beseitigt.


    Meine Meinung: Dieses Buch musste ich für die Schule lesen, sonst wäre es wohl nicht auf meiner Leseliste gelandet. Ich bereue es aber keinesfalls. Rudolf Lang ist ein Mensch, wie man ihn nicht zweimal finden kann. Er hat keine Skrupel und führt all seine Befehle ohne mit der Wimper zu zucken durch. Während viele seiner Mitmenschen sterben zieht er alles durch, was er angefangen hat und ist dabei gnadenlos. Auch seine Frau Elsie macht damit Erfahrung, als sie erfährt, dass er die Kinder und Frauen aber auch Arbeitsunfähigen Männer (Juden) vergast und selbst, wenn es ein Befehl wäre, seinen eigenen Sohn umbringen würde. Es ist ersckend zu lesen, wie viele Menschen wegen ihm sterben und mit welcher Kaltblütigkeit er an z.B. an die Berechnung der Öfen und Gaskammern heran geht. Was auch noch erwähnen sollte ist, dass dies keine Fiktive Geschichte ist, sondern sich all die wirklich ereignet hat und es Rudolf Lang als Rudolf Höß wirklich gab.

    Ein lesenswertes aber auch schockierenden Buch um die Zeit des zweiten Weltkrieges und der Judenverfolgung besser verstehen zu können.

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    Tom_Ehrenbergers avatar
    Tom_Ehrenbergervor einem Jahr
    Massenmord, organisiert von einem Beamten

    Die Geschichte an sich ist ja schon furchtbar genug, was es noch schlimmer macht, ist die Tatsache, dass der Autor die Tagebücher von Rudolf Höß hier verarbeitet. Das Massenmorden in seinem nüchternen Grauen, präzise dargestellt und lässt einen verstört zurück. Auch wenn man das Leid der Opfer niemals auch nur erahnen kann, so ist dieses Buch immerhin ein Schritt in diese Richtung. Es hat mich von Beginn an gefesselt und ich habe es sehr rasch gelesen, doch es ist sicher nichts für schwache Nerven.

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    Archers avatar
    Archervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, das unter die Haut geht, eben weil das Böse so banal und normal ist.
    Die Normalität des Bösen

    Dieses Buch ist Fiktion, doch gleichzeitig ist es ein historisches Dokument, denn Merle hat geradezu akribisch die tatsächlichen Berichte und Tagebücher eines Monsters aufgearbeit und in eine literarische Form gebracht. Es geht um den Lagerkommandanten Rudolf Höß, der hier Rudolf Lang genannt wird.

    Wir lernen ihn 1913 kennen, als einen durchaus sympathischen Jungen, der unter der Fuchtel seines übermächtigen und vor allem drillenden Vaters steht. Dieser Vater verlangt Perfektion in allem, eine Leistung, derer niemand fähig ist. Minderwertigkeitskomplexe sind die logische Folge, ganz besonders, als der Vater von ihm verlangt, dass er Priester wird - der Sohn soll Priester werden, um für die Sünden des Vaters zu büßen. Rudolf ist von Anfang an fasziniert vom Militär, so sehr, dass er sich nach dem Tod des Vaters sogar freiwillig und noch sehr jung für den ersten Weltkrieg meldet.

    Das Militär wird ihn auch nie wieder loslassen, vor allem, da sich immer wieder Männer finden, die ihm geben, was er von seinem Vater gewohnt ist: Härte, Unnachgiebigkeit, Disziplin und eine Aufgabe im Leben. Er gehorcht, und er gehorcht gern. Das Militär fordert und fördert ihn, und er ist einer der Ersten, die dem Nationalsozialismus folgen. So wird er irgendwann Leiter von Ausschwitz und er betreibt die Ermordung der Juden mit so viel Effizienz und deutscher Gründlichkeit, dass einem beim Lesen geradezu schlecht werden kann, nein, muss. Das Schlimme ist, dass Rudolf trotz allem nicht einmal unbedingt unsympathisch ist. Manchmal ist er so normal wie der Nachbar von nebenan, und diese Normalität lässt einen frösteln, vermittelt aber ein sehr gutes Bild davon, wie es sein konnte, dass sich so viele und vor allem so gewöhnliche, nicht psychopathische Menschen einer so unmenschlichen Diktatur anschlossen und sie zum Teil auch begeistert unterstützten.

    Ein extrem wichtiges Buch, das eigentlich in Schulen gelesen werden sollte.

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    grit0707s avatar
    grit0707vor 3 Jahren
    Ein Einblick in die Seele der Menschen in der dunkelsten Zeit unserer Geschichte

    Robert Merle gibt in diesem Buch einen Einblick wie die Menschen in diesem furchtbaren Weltkrieg gehandelt und gedacht haben. Die Vorstellung von Stolz und Ehre hat zu Handlungen geführt, die unmenschlich und grausam waren. 
    Ich war wirklich überwältigt mit wie viel Recherchearbeit Robert Merle vorgegangen ist und wie er diesen Roman gestaltet hat. Eindrucksvoll ist das Leben und Arbeiten des Lagerkommandanten von Auschwitz beschrieben. 
    Eigentlich gehört dieses Buch noch heute in jeden Bücherschrank. Dieses Buch ist mehr als Lesestoff. Dieses Buch muss heute noch jedem eine Warnung sein, dass so etwas nie wieder passieren darf.

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    Ambermoons avatar
    Ambermoonvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gelungene Mischung aus Fiktion und historischem Geschen, die schockiert und noch lange nachwirkt.
    Grausam und schockierend

    Von der Banalität des Bösen Inspiriert vom Tagebuch des Lagerkommandanten Rudolf Höß schrieb Merle diesen ersten Holocaust-Roman aus Tätersicht, der ihn weltberühmt machte. Die einzigartige Psychostudie eines Massenmörders aus Gründlichkeit und Gehorsam erschüttert selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen noch in ihrer schonungslosen, banalen Logik.

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    Es wird empfohlen dieses Buch als Ergänzung zur Autobiographie "Kommandant in Auschwitz" zu lesen. Dieser Empfehlung kann ich nicht beipflichten.
    Dieses vorliegende Buch ist nicht, wie viele fälschlicherweise denken, eine wahrheitsgetreue Biographie des Lagerkommandanten Rudolf Höß, sondern ein Roman.
    Der Autor wurde nur vom Tagebuch dieses Lagerkommandanten inspiriert.
    Er selbst schreibt:

    "Der erste Teil meines Romans ist eine literarische Neuschöpfung des Lebens von Rudolf Höß...."

    Es gibt natürlich viele Parallelen, aber auch genauso viel Fiktives (Kindheit, Wechsel in verschiedene KL, etc.)

    Nichtsdestotrotz ist dieser Roman eine gelungene Mischung aus Fiktion und historischem Geschehen.
    Es wird in einer verstörenden und beängstigenden Weise beschrieben wie so mancher Hitler-Anhänger und vor allem die ausführenden Organe tickten. Viele haben aus Pflichtgefühl zum Führer und aus Autoritätsgläubigkeit alles menschliche abgelegt, nur um die ihnen aufgetragenen Befehle korrekt und zur vollsten Zufriedenheit der Vorgesetzten (und des Führers) durchzuführen.
    Der Autor beschönigt nichts! Vor allem die akribische Planung der Judenendlösung wird in grauenhafter Weise beschrieben und lässt einem auch nach Beendigung des Romans nicht mehr los.
    Daher ist dieser Roman keineswegs eine leichte Kost und wirkt noch lange nach.

    Fazit:
    Wenn man einen authentischen Roman aus Tätersicht eines Lagerkommandanten eines KL lesen möchte und keinen schwachen Magen hat, dann ist dieser Roman äußerst lesenswert.
    Wenn jemand eine wahrheitsgetreue Biographie von Rudolf Höß sucht, kann ich "Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß" von Martin Broszat empfehlen. Ebenso verstörend und schockierend.

    Kommentare: 1
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    LiesaBs avatar
    LiesaBvor 5 Jahren
    Die Schrecken von Auschwitz

    Robert Merle hat mit diesem Roman ein ganz großes Werk geschaffen. Er berichtet von den Schrecken in Auschwitz und beschreibt das Leben des Lagerkommandanten Rudolf Höß.
    Der Autor hat sich mit diesem im Gefängnis unterhalten und nach seinen Aufzeichnungen das Buch geschrieben. Gnadenlos seziert er die Person Rudolf Höß, beginnend mit dessen Kindheit, erzogen mit preußischen Drill von seinem Vater.
    Als Lagerkommandant erfüllt der fleißige Gehilfe die Normen der Obersten, ebenfalls mit preußischem Drill. Die Menschlichkeit bleibt dabei vollkommen auf der Strecke, die Menschen werden zu Einheiten, die verbrannt werden müssen.
    "Der Tod ist mein Beruf" ist ein Buch über das Leben und Sterben in Auschwitz mit alle seinen Schrecken und menschlichen Abgründen.
    Nach dem Lesen dieses Werkes muss der Leser erst einmal tief durchatmen und zumindest ich habe mich in Gedanken noch Jahre später mit diesem Roman beschäftigt.

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    Gospelsingers avatar
    Gospelsingervor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle

    Wie muss ein Mensch ticken, um ein Konzentrationslager zu führen, um seine Tage damit zu verbringen, die Tötungsmaschinerie immer weiter zu optimieren? Wie wird aus einem niedlichen Baby ein Massenmörder?
    Robert Merle hat in einer hervorragend gelungenen Mischung aus fiktiven und historischen Elementen die Geschichte des Lagerkommandanten Rudolf Höß, im Buch Rudolf Lang genannt, nachgezeichnet.
    Gleich die erste Szene ist beklemmend und macht die Angst, die Rudolf vor seinem offensichtlich psychisch kranken Vater hat, fast greifbar. Der Vater ist einmal fremdgegangen, deshalb vor Schuldgefühlen völlig durchgedreht und terrorisiert seine Familie auf unfassbare Weise.
    Mit dem Jungen Rudolf kann man noch Mitleid haben, er hat ja noch keine Verbrechen begangen. Und dass er es später tut, hängt sicherlich auch damit zusammen, wie er von seinem Vater behandelt, ja, geradezu gefoltert wurde.
    Von klein auf an ist Rudolf fasziniert vom Militär, was sicherlich nicht nur mit der Familientradition zusammenhängt, sondern auch mit dem extremen Gehorsam und dem zwanghaften Ordnungssinn, von den Eigenschaften, die ihm von seinem Vater abverlangt wurden, und die ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.
    Sein Vater allerdings hat andere Pläne. Sein Sohn soll Priester werden, um die Sünden des Vaters zu sühnen. Als der Vater stirbt, ist das auf den ersten Blick eine Befreiung für Rudolf, der nun von zu Hause wegläuft und sich trotz seines zu geringen Alters freiwillig zum Militär meldet, um in den Ersten Weltkrieg zu ziehen.
    Das Militär ist allerdings nicht gerade der richtige Ort, um die Folgen der Erziehungsmethoden des Vaters zu überwinden, im Gegenteil, sie werden noch verstärkt.
    So entsteht eine Persönlichkeitsstruktur, die leider nur allzu oft fatale Konsequenzen zeitigt. Denn eine solch angstvolle, duckmäuserische, gehorsame Person ist in Behörden und beim Militär nur allzu gut aufgehoben. Gehorchen, sich einordnen, nicht hinterfragen, das sind die Eigenschaften, mit denen man in hochhierarchischen Strukturen Karriere machen kann. Übrigens nicht nur im Nationalsozialismus.
    Dass Rudolf Lang, i.e. Höß, in der Hierarchie der Nationalsozialisten schnell aufsteigt, ist daher nicht verwunderlich. Auch die Aufgabe, das Konzentrationslager Auschwitz zu leiten und die Tötungsfabrik zu perfektionieren, erfüllt er vorbildlich. Er steigert die Tötungsrate durch den Einsatz von Zyklon B und baut riesige Öfen, um die vielen Toten effektiv beseitigen zu können.
    Dabei hat er nicht das geringste Unrechtsbewusstsein, fehlen ihm doch jegliche Empathie, jegliche Fähigkeit zu menschlicher Wärme und Zuneigung. Seine Kälte und Distanz lassen einen frösteln. Lediglich für seine Pferde entwickelt er Gefühle, mehr jedenfalls als für seine Frau.
    Höß fühlte sich bis zuletzt nicht schuldig, er hatte doch nur seine Pflicht getan und die Befehle seiner Vorgesetzten ausgeführt. Er machte eben nur so gründlich wie möglich seine Arbeit. Wie so viele seiner Zeitgenossen.
    Dieses Buch beschreibt auf sehr eindringliche und lange nachwirkende Weise die Banalität des Bösen. Unbedingt lesen!

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    thomas_manegolds avatar
    thomas_manegoldvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle

    Bezüglich des 2. Weltkrieges entstamme ich der Generation Gehirnwäsche. Man trieb uns als Kinder durch die KZ und der Geschichtsunterricht war eigentlich nur die Geschichte der Arbeiter und Bauern, mit besonderem Schwerpunkt auf 33-45.
    Bücher über das nationalsozialistische Deutschland und über seine Toten gibt es wie Sand am Meer, eines schrecklicher als das andere, jedes meistens mit einer Ersatzideologie oder irgendeinem dämlichen Patriotismus behaftet. Doch jedes überfrachtete Genre hat seine Highlights. Und Merles Roman "Der Tod ist mein Beruf" ist vieleicht daran schuld, dass mich die ganze Scheiße, die damals verzapft wurde, immer noch interessiert.
    Der Roman ist eine fiktive Nachzeichnung des Lebenslaufs von Rudolf Höß, der Kommandant im KZ Auschwitz war. Merles Quellen waren u.a. die Verhörprotokolle und die Aussagen eines amerikanischen Psychologen, der Höß in der der Hadt interviewte. Daraus entwickelte der Autor ein beeindruckendes, nervenaufreibendes Psychogramm eines kaputten Menschen, der andere kaputt macht.
    Dass er einiges vom Lesenden abverlangt liegt an folgenden Punkten:
    1. Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben.
    2. Er gibt Antworten. Im ersten Teil beschreibt Merle eine mögliche Kindheit und Jugend des zukünftigen Lagerkommandants. Und somit erfahren wir auch, wie so ein Drill mit Stock, Liebesentzug und religiösem Wahn auch heute noch super funktioniert.
    3. Er beschreibt wegen (1) sehr pedantisch und genau die Organisation, Planung und Durchführung der Massenvernichtung. Der Protgonist rechnet in Einheiten pro Stunde und erklärt besipielsweise auch, warum eine Erschießung wirtschaftlich unverantwortlich und zeitlich nicht möglich gewesen wäre...
    4. Am Ende des Buches ist man fertig mit den Nerven und meint zu wissen, wieso und warum dieser Mensch zur Vernichtungsmaschine geworden ist. (Bestien haben Emotionen) und man weiß auch ganz genau, dass dieser Wahnsinn jederzeit immer und überall wieder passieren kann.

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    cloudys avatar
    cloudyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle

    Ein Buch, das seinem Leser sehr viel abverlangt. Selbst hartgesottene Krimi-/Thrillerleser werden hier eine neue Kategorie an menschlicher Perversion erfahren: die Wirklichkeit des Dritten Reiches.

    In einem bigotten Elternhaus zu blindem Gehorsam erzogen, als sechszehnjähriger Junge bereits als Dragoner mit drei Verwundungen und Malaria aus dem Krieg heimgekehrt, im zivilen Leben ohne Chance und Perspektive, findet er endlich bei den Nationalsozialisten einen neuen Lebenssinn.

    Emotionslos berichtet der Erzähler von seinen unvorstellbar grausamen Taten, die er selbst nicht in Ansätzen hinterfragt, denn letztlich hat er gelernt, dass ein Befehl auszuführen ist, nicht hinterfragt werden darf. In den Prozessen später beschreibt er seine Aufgabe in Auschwitz als "unangenehm", und sagt "Ich konnte mir nicht gestatten, gerührt zu sein. Ich hatte Befehle."

    Ein Buch, das uns zeigt, wozu Menschen fähig sind, die zum blinden Befehlsempfänger mutieren. Unfassbar, grauenhaft, und doch das Lesen mehr als wert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    bin gerade neu hier,und bekomme nicht raus wie ich ein buch lesen kann
    Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Kann man nicht lesen hier. Musst du schon kaufen ;)
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