Robert Merle Die geschützten Männer

(53)

Lovelybooks Bewertung

  • 49 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(20)
(25)
(4)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die geschützten Männer“ von Robert Merle

Eine verheerende Epidemie rafft in den USA die männliche Bevölkerung im zeugungsfähigen Alter dahin. In panischer Angst vor dem Virus lassen viele Männer sich kastrieren. Eine kontrasexuelle Gesellschaft etabliert sich gegen die alte, phallokratische, und fanatisierte Frauenrechtlerinnen reißen die politische wie die ökonomische Macht an sich. Fernab dieser aus den Fugen geratenen Welt, in den Wäldern des Vermont, wird eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern als "protected men" in strenger Isolation gehalten, unter ihnen der Neurologe Ralph Martinelli mit seinem elfjährigen Sohn. Im Auftrag der Konzernherrin Hilda Helsingforth arbeitet er an der Erforschung eines Serums gegen die tödliche Enzephalitis - rechtlos, als "Phallokrat" verachtet, von Milizionärinnen, Laborantinnen, Kastraten bespitzelt und mit Abhörgeräten rund um die Uhr überwacht. Bis er eines Tages erfährt, daß sein Tod programmiert ist und das rettende Serum vernichtet werden soll. Aber auch unter seinen eiskalten Bewacherinnen ist entgegen allem Anschein die Liebe nicht tot. Burage, seine ärgste Kontrahentin, erliegt Martinellis italienischem Charme und versucht ihn zu retten.

In souveränem Umgang mit allen Registern des Genres, dazu seiner unnachahmlichen Ironie, hat Robert Merle hier einen seiner geistvollsten und spannendsten Romane geschrieben.

So nehmen Männer also die Frauen wahr ...

— Empokmaren

Furchtbarer Schreibstil und übertrieben sexistisch.

— Oanniki

Die Idee der Geschichte ist sehr interessant. Mehr positives kann ich dazu nicht nennen.

— leucoryx

Keine leichte Kost, aber lesenwert. Typischer Robert Merle Roman.

— Ayanea

Stöbern in Science-Fiction

Die Optimierer

Eine Geschichte dich mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Mit diesem Ende hätte ich auch nicht gerechnet.

Samtha

SoulSystems 1: Finde, was du liebst

Unglaublich guter Schreibstil mit einer tollen Geschichte vereint!

Isareadbooks

QualityLand

Humorvoll, erschreckend und genauso verrückt wie die Realität - definitiv lesenswert!

FleurDeVie

Neanderthal

Bei Seite 414 abgebrochen.

LillySj

Schwerelos

Schwerelos, hilflos und doch so liebevoll und spannend. Katie Khan lässt den Leser mitfiebern und bringt uns Max und Carys dicht an Herz.

einz1975

War was?

„War was?“ kann man nur witzig finden, wenn man Star Wars nicht mag.

Lieblingsleseplatz

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • So nehmen Männer also die Frauen wahr ...

    Die geschützten Männer

    Empokmaren

    01. June 2017 um 10:15

    Das war mal eine Lektüre der besonderen Art.Normalerweise findet man diese Romane nicht in meinem Bücherregal. Ich habe gerade eine 'rebellische' Phase und  wollte mal etwas anderes lesen. Etwas neues ausprobieren. Dabei ist mir der Schmöker"Die geschützten Männer" von Robert Merle in die Hände gefallen.Und was soll ich sagen ... So nehmen Männer also den Feminismus wahr. ;-) Keine Panik, liebe 'Leser' dieses Blogs. Ich stelle Euch hier nicht an den Pranger. Dennoch kann man dem Buch nicht absprechen, dass es von einem Mann geschrieben wurde. Nachdem ein Virus die zeugungsfähigen Männer dahinrafft, können einige von ihnen 'gerettet' werden. Diese Herren werden - zu ihrer Sicherheit - weit weg vom entstehenden Chaos in Isolation gehalten. Auch der Neurologe Ralph Martinelli gehört zu den Auserwählten. Zusammen mit mehreren Frauen und einen Mann, der sich freiwillig kastrieren ließ, um den Tod zu entkommen, arbeitetet er während dessen an einem Serum.In der Zwischenzeit versuchen fanatische Frauenrechtlerinnen die Welt zu beherrschen und zu regieren. Robert Merle dreht hier einmal den Spieß um, wenn er die Welt von Frauen regieren lässt. Allerdings geht er auch ins Extrem, denn die machthungrigen Anführerinnen haben mit Männern nichts im Sinn. Für sie sind Männer eher lästig wie Fliegen.Die Frauen, die das anders sehen und dem männlichen Geschlecht gegenüber wohlwollend eingestellt sind, werden von der Regierung beobachtet.Fieberhaft arbeitet Ralph an dem Gegenmittel und steht kurz vor der Vollendung, als er erfährt, dass die Präsidentin etwas ganz anderes im Schilde führt. Die Frauen kommen in diesem Roman nicht wirklich gut weg. Zudem bedient sich der Autor einiger Klischees, die bei mir jedoch eher zur Unterhaltung beitrugen, und mich zum Schmunzeln brachten.Für Frauenrechtler und Feministinnen muss dieser Roman ein Dorn im Auge sein.Daher sollten 'emanzipierte' Leserinnen diese Geschichte mit einem Augenzwinkern lesen oder die Finger davon lassen. Ich, für meinen Teil, fand sie sehr amüsant.

    Mehr
  • Geschützt, gefangen und rar - Männer!

    Die geschützten Männer

    Archer

    16. April 2016 um 16:03

    In einer äußerst nahen Zukunft (man darf nicht vergessen, dass der Roman in den 70igern geschrieben wurde und so manches "Zukünftige" schon ein bisschen altbacken wirkt), rafft ein geheimnisvoller Virus namens Enzephalis 16 fast alle Männer dahin und von den Überlebenden sind die meisten zeugungsunfähig. Einer der Toten ist auch der Präsident der USA, also übernimmt diesen Job eine Frau, die eine Diktatur der Frauen errichtet. Zu der rarsten Sorte Männer gehört Dr. Martinelli, der Ich-Erzähler. Er ist nicht nur einer der Überlebenden, darüber hinaus ist seine Zeugungskraft erhalten UND er ist befähigt genug, um an einem Mittel zu forschen, welches das Virus aufhalten soll. Deshalb bringt man (ich meine natürlich FRAU!) ihn in ein Lager, in dem er isoliert und bewacht wird. Das ist auch bitter notwendig, denn mittlerweile ist das Problem mit den nicht vorhandenen Männern so angewachsen, dass Männer auf offener Straße überfallen und zum Sex gezwungen werden. In dem Lager ist er gleichzeitig Gefangener wie auch Befehlshaber, denn aufgrund seines Wissens und seiner Fähigkeiten müssen die Milizionärinnen einerseits tun, was er anweist, andererseits besteht auch viel Hass zwischen ihm und einigen der bis vor kurzem unterdrückten Frauen. Als sich herausstellt, dass eigentlich kein Interesse mehr an dem Gegenmittel besteht, bekommt Martinelli Kontakt zu einer Gruppe von Aufständischen, und er muss sich entscheiden, ob er dafür sein Leben riskiert. Ein interessantes Buch, auch wenn es schon ganz schön alt ist. Eine Art Dystopie, die ganz ohne Jugendliche oder Dreiecksgeschichten auskommt (ok, das sollte ich vielleicht so nicht sagen, immerhin ist hier manchmal ein Mann mit einem halben Dutzend Frauen zusammen), aber wenigstens ohne diese konstruierten Gefühlssachen. Einfach mal den Spieß umdrehen und Frauen all diese Ungerechtigkeiten ausleben zu lassen, die selbst heute noch in zivilisierten Ländern Gang und Gäbe sind, liest sich verdammt erschreckend - bis man sich fragt: Hm, ist das nicht eigentlich normal, allerdings andersrum? Mir hat der Schluss nicht sonderlich gefallen, da wäre mir mehr Mut und Konsequenz lieber gewesen, aber ansonsten ist das echt ein Buch, das zum Nachdenken anregt und auch klasse geschrieben ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    alexa_knapp

    25. January 2013 um 15:18

    Was ist eine Welt ohne Männer? Ist sie besser, schlechter, oder eben überhaupt anders? Diesen Fragen geht Robert Merle in diesem Buch nach. Er tut das in Form eines unterhaltrsamen Science Fiction Krimis. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wisst ihr was ein "Hirsch" ist? ;-)

  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    Ayanea

    22. November 2010 um 13:31

    Sozialutopie über die Machtübernahme durch die Frauen Schauplatz in diesem Roman ist Amerika in der eine Krankheit ausgebrochen ist, die ausschließlich die männliche Bevölkerung im Fortpflanzungsfähigen Alter dahin rafft. Da sich diese Krankheit zur Epidemie mausert, entschließen sich viele Männer zur Kastration, um ihr zu entgehen. Dr. Martinelli, der Hauptprotagonist ist ein Protected Man und versucht, abgeschottet von der Aussenwelt ein Impfstoff zu entwickeln. Er befindet sich in einer Schutzzone, die zugleich zu seinem Gefängnis wird und er zum Spielball der Politik, die fortan durch Frauen gemacht wird. Robert Merle zeichnet ein geradezu erschreckendes Szenario, das jedoch durchaus realistisch erscheint. Die Frage des schwachen Geschlechts wird in diesem Roman neu aufgerollt. Unglaublich spannend wird die Geschichte um den sensiblen Mann erzählt, der ausgebeutet und unterdrückt wird. Mitunter fand ich die Sprache etwas zu holprig, bin dies aber von Robert Merle gewöhnt. Ich kann den Roman wirklich weiter empfehlen. Auch für Männer.

    Mehr
  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    Luxus Lazarz

    30. July 2009 um 17:04

    Ein wahrhaft fesselndes Buch. In ihm wird beschrieben, wie sich jahrhundertealte Machtverhältnisse in der Welt - rasant durch einen winzigen Krankheitserreger verändern können. Erstaunlicherweise befällt das im Buch beschriebene Virus lediglich Männer, die im zeugungsfähigen Alter sind. Mit Fantasie und Menschenkenntnis betrachtet Robert Merle in seinem Buch tatsächlich eine Krankheit, die in ihren Auswirkungen an die ca. 10 Jahre später erfolgende Entdeckung des AIDS-Virus erinnert. Einen wesentlichen Hintergrund des Buches bilden jedoch ebenfalls die Gedanken des männlichen Helden und seine Erfahrungen in Beziehungen zu Frauen. Die Quintessenz des Buches war dadurch u. a. auch für mich, dass Männer wahrhaft sensibler sind, als Frau manchmal denkt. Dieses Buch ist bereichernd und empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    Jens65

    10. September 2008 um 22:30

    Die Vorstellung, eine geheimnisvolle Krankheit rafft alle zeugungsfähigen Männer dahin, weckt beim männlichen Geschlecht sicher die Urangst an sich: zu versagen, seine Potenz zu verlieren, nicht mehr „Mann" sein ... dadurch vielleicht gar von Frauen unterdrückt werden. In Robert Merle's „Die geschützten Männer" ist dies nicht nur eine Vision. Männer sterben wie die Fliegen, Frauen stürzen sich auf alles, was auch nur entfernt an einen Mann erinnert. Da werden selbst Greise zum Sex gezwungen. Dr. Martinelli, noch voll zeugungsfähig, wird ins Asyl geschickt um ein männerrettendes Serum zu erfinden. Das Forschungscamp, welches von Frauen geleitet und beschützt wird, zeigt eine totale Überwachung a la „1984" und läßt Dr. Martinelli immer öfter über eine Flucht nachdenken. Robert Merle kommt auch in diesem Buch wieder anspruchsvoll und prosaisch dem Unterhaltungsbedürfnis seiner Leser entgegen. Der spannende Roman läßt in seiner Thematik die Frau verschmitzt schmunzeln. Geschlechterfrage, Emanzipation der Frau stehen hier im Vordergrund und sollte den machohaften Mann doch sehr ins Grübeln bringen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    roma

    20. February 2008 um 19:51

    Ein gut und spannend geschriebenes Buch. Frauen übernehmen die Weltherrschaft und unterdrücken die Männer. Teilweise bedrückend, streckenweise aber auch amüsant.

  • Rezension zu "Die geschützten Männer" von Robert Merle

    Die geschützten Männer

    Loki

    04. February 2008 um 20:54

    Spannend und phantastisch, durch Globalisierung und grenzenlose Reisefreiheit jedoch nicht so realitätsfremd. Für Männer unter Umständen bedrohlich

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks