Robert Merle Die gute Stadt Paris

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Inhaltsangabe zu „Die gute Stadt Paris“ von Robert Merle

Ganz in Dumas'scher Tradition spiegelt Robbert Merle die "große" Geschichte der Glaubenskämpfe in der "kleinen" Lebensgeschichte des Ritters Pierre de Siorac und seiner Familie. Der Ich-Erzähler und Held Pierre, dessen Bedachtheit in seinem Tun ebenso groß ist wie seine Unbedachtheit vor seinem Tun (so sein Vater), macht sich 1566 auf den Weg aus dem Périgord nach Montpellier, um dort Medizin zu studieren. Doch schon nach kurzer Zeit überstürzen sich die Ereignisse. Der Machtkampf zwischen Papsttreuen und Hugenotten bricht offen aus, und Pierre de Siorac muss fliehen. Mit leicht irionisierendem Erzählstil und historisierendem Sprachduktus wird ein farbenprächtiges Sittengemälde jener Zeit entworfen.

Noch eine Steigerung dem ersten Band gegenüber.

— Damarel

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  • Es geht weiter mit Piere de Siorac im Band Zwei des Historischen Romans um Glauben, Ehre und Liebe

    Die gute Stadt Paris

    Filzblume

    07. May 2016 um 17:11

    Information zum Buch ROBERT MERLE (1908–2004) hat mit der Romanfolge »Fortune de France« über das dramatische Jahrhundert der französischen Religionskriege sein wohl bedeutendstes Werk vorgelegt. Er erzählt darin die Geschichte dreier Generationen der Adelsfamilie Siorac, zunächst auf Burg Mespech in der Provinz Périgord, später am Hof in Paris. Die insgesamt 12 Romane der Folge überspannen den Zeitraum von 1550 bis in die vierziger Jahre des 17. Jahrhunderts. Der Ich-Erzähler und Protagonist Pierre de Siorac begibt sich mit seinem Bastard Bruder Samson, seinem getreuen Diener Miroul, im Jahre 1566 auf dem Weg aus dem Périgord nach Montpellier, um dort Medizin zu studieren. Doch der Machtkampf zwischen Papsttreuen, Papisten genannt, und den Hugenotten bricht aus. Pierre, der den Damen sehr zugetan ist, erlebt in Montpellier so manches Abendteuer, der Weg aus seiner Heimatstadt dorthin, ist nicht ohne Gefahren, auch die Gefahr als Hugenotte erkannt zu werden, und trotzdem seinem Glauben treu zu sein, machen seinen Weg und den Aufenthalt schwierig. Da sein Degen und sein Mundwerk recht locker sitzen, muss er des Öfteren seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Als er in die Stadt Nîmes fliehen muss, erlebt er den offenen Hass der Hugenotten auf die dortigen Anhänger des Katholischen Glaubens und gerät zwischen die Fronten. »Ich bin zwar Hugenotte, aber kein eifernder, wie mancher hier in Nîmes.« Er flieht aus der Stadt nicht ohne Hilfe und mindestens einer guten Tat. Als er die Grausamkeiten sah, die die Eiferer den Papisten antaten, gerät er in Konflikt. »Ach, Pater Anselme«, sagte ich mit der ganzen Herzensaufrichtigkeit eines Hugenotten, »ich bin an Beichte nicht gewöhnt, und mir steht nicht der Sinn danach. Mein hugenottisches Gewissen ist wie eine dunkle Kammer, in der ich unter doppeltem Verschluß meine Bekümmernisse verwahre, die mich hin und wieder arg peinigen, doch ich habe den Schlüssel verloren, der ihnen öffnen und mich von ihnen befreien könnte.« Dies ist nun Band zwei von Robert Merle. Mir gefällt der Schreibstil, den Dialogen gibt der Schriftsteller auf ironische Art eine gewisse Würze, die ich bei so vielen historischen Romanen bisher nicht finden konnte. Die Damenbekanntschaften des Siorac, es sind nicht wenige, auch seine Unbedachtheit, er hat auf dem Friedhof Leichen gestohlen.... beschreibt Merle mit so einer Tiefe, das sich der Leser ein Bild von seinem Protagonisten und der Umgebung machen kann. Was mir bei diesem 2. Band etwas technische Schwierigkeiten beim Lesen bereitete waren die lateinischen Dialoge zwischen den Medizinern, Apothekern und Gelehrten. Da musste ich im Anhang nachlesen, und, da ich das Buch als eBook las, immer die richtige Position finden. Aber das tat dem Lesevergnügen kaum Abbruch. Klare 5 Sterne für diesen historischen Roman.

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  • Lehrjahre

    Die gute Stadt Paris

    Damarel

    20. January 2016 um 10:52

    Im zweiten Band der "Fortune de France"-Reihe verschlägt es Pierre de Siorac samt seinem Halbbruder nach Montpellier, wo er dem Medizinstudium nachgehen soll. Allein schon auf dem Weg dorthin leistet er sich die ein oder andere Eskapade und auch in Montpellier selbst wird es nie langweilig für die jungen Männer. Doch irgendwann kochen auch dort die Kämpfe zwischen Protestanten und Katholiken wieder hoch und Vorsicht in Äußerungen und Religionsausübung allein reicht nicht mehr. Pierre und sein Bruder Samson fliehen um ihr Leben. Wie schon im ersten Teil versetzt Merles historisierende Sprache einen mitten in die französischen Glaubenskriege und er zeichnet ein buntes Sittengemälde der damaligen Zeit. Der zweite Band setzt die schöne Atmosphäre fort und mit Pierres Abschied von zu Hause kommt auch die im ersten Band teils vermisste Spannung und ein durchgängiger Handlungsbogen dazu, der wieder interessante Einblicke in die damalige Welt (diesmal in den Beruf des Mediziners und natürlich die Glaubensfragen) gewährt.

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  • Rezension zu "In unseren grünen Jahren" von Robert Merle

    Die gute Stadt Paris

    Ritja

    15. May 2010 um 11:02

    1566: Die Brüder Samson und Pierre reisen nach Montepellier um Medizin zu studieren. Bereits auf der Reise müssen sie ihren Mut gegen Räuber und Diebe beweisen. Sie lernen Kaufleute und Händler, Gauner und Wirtsweiber kennen. Während Pierre der Weiblichkeit kaum entgehen kann, ist Samson geplagt von Reue und Schuldgefühlen gegenüber Gott. Sie dürfen ihren Glauben jedoch nicht allzu offen zeigen, denn noch herrscht nur ein zarter Frieden zwischen den Katholiken und den Reformierten. In Montepellier wird nur Pierre für das Studium der Medizin zugelassen und Samson widmet sich dem Apothekerwesen. Doch die guite Zeit hält nicht lange an und sie müssen fliehen.

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