Robert Misik Politik der Paranoia

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Inhaltsangabe zu „Politik der Paranoia“ von Robert Misik

Ja, wir können Robert Misik schickt mit einem leidenschaftlichen Plädoyer die neokonservative Ideologie ins Museum der großen Irrlehren. Zugleich zeigt er, warum Gleichheit und soziale Gerechtigkeit die Voraussetzung für eine gesunde Gesellschaft ist. Mehr Gleichheit ist nicht nur möglich – sie ist auch wirtschaftlich notwendig. Die neuen Konservativen verlangen seit langem "weniger Staat", zumindest in der Wirtschaft; wenn es um die Bespitzelung der Bürger geht, sehen sie das nicht so eng. Sie haben die Finanzströme dereguliert und warnen auch nach dem Totalcrash vor "zu viel Intervention". Die Sozialsysteme betrachten sie als unmoralisch, weil die Faulen dadurch belohnt werden. Ihr Herz gehört den Tüchtigen. Sie haben das Privatfernsehen eingeführt, jetzt monieren sie den Kulturverfall. Sie halten die Familie hoch, doch durch türkische Großfamilien droht angeblich der Untergang des Abendlandes. Misiks Plädoyer für linke Werte zeigt, dass eine moderne Politik der sozialen Gerechtigkeit den konservativen Konzepten überlegen ist.

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  • Rezension zu "Politik der Paranoia" von Robert Misik

    Politik der Paranoia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2009 um 20:38

    Ist jemand, der Kekse in einer Dose aufbewahrt und deren Wert somit über längere Zeit erhalten möchte, eigentlich schon ein Konservativer? Das lateinische “Conservare” weist jedenfalls darauf hin, dass dabei jemand etwas bewahren bzw. erhalten möchte. Politisch gesehen halten konservative Menschen an vorhandenen Werten fest so wie an Keksen. Verwenden Altkonservative nun Blechdosen und Neukonservative Tupperware? Der österreichische Autor Robert Misik hat sich genauer mit dem Phänomen der neuen Konservativen befasst, eine Spezies, die bisher noch nicht so ausführlich erfasst wurde. In seinem Buch “Politik der Paranoia” versucht Misik mit Hilfe eines umfangreichen Zitatenschatzes die Gedankenwelt der Neokonservativen aufzudröseln, ja sogar teilweise plakativ darzustellen. Dabei kommt es immer wieder zu Widersprüchen. Forderten Neokonservative in den letzten Jahren stets “mehr Privat und weniger Staat”, so hat der Staat in Zeiten der Finanzkrise nun ihren lebensnotwendigen Kapitalismus vorerst gerettet. Die Steuern der großen Mehrheit finanzierten die Fehler von risikoscheuen “Finanzjongleuren”. Neokonservative halten die Familie hoch und empören sich über türkische Großfamilien. Freiheit ist ihr großes Ziel, doch diese benötige einschränkende Moralvorschriften. Der Mann im Haus, der das Geld heimbringt, die Sozialhilfeempfänger, die durch die staatliche Hilfe nur noch fauler werden, und der heldenhafte Unternehmer, der durch einen sportlichen, starken Charakter hervorsticht. Moderne Kunst als Aushängeschild und dann noch der Islam, der das friedliebende Christentum in Europa überrennt. Gott bewahre, konserviere. Aber vorher bitte noch mit einer guten Schachtel Kekse in Robert Misiks Buch schmöckern - so böse, wie das alles jetzt klingt, ist er nicht.

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