Robert Naumann , Piero Masztalerz Ich hartz dann mal ab

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Inhaltsangabe zu „Ich hartz dann mal ab“ von Robert Naumann

Abgrundtief amüsant 'Die kleine Meise hackte wie wild auf dem Meisenknödel herum. Ich saß am Küchenfenster und beobachtete das gefiederte Geschöpf. Warum fliegt sie nicht in den Süden?, fragte ich mich und fand gleich darauf die Antwort: Warum sollte sie? Millionen Meisenknödel, aufgehängt von tierliebenden Mitbürgern, machten ihr die Entscheidung leicht. Warum sollte sie die soziale Hängematte verlassen, wenn sie es sich darin bequem machen konnte?' Geduldig erträgt der sympathische Schmarotzer Robert Naumann die Versuche seiner PAP (Persönliche Ansprechpartnerin), ihn in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Eine feste Stelle hat er so zwar noch nicht gefunden, dafür jede Menge kuriose Erfahrungen mit der Bundesagentur für Arbeit gesammelt. Selbstironisch und böse erzählt er aus dem Leben eines Langzeitarbeitslosen.

Nicht alle Hartz IV Empfänger sind Schmarotzer. Klischees und Vorurteile gibt's schon genug. Für die Betroffenen ein Schlag ins Gesicht :-(

— Synapse11

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  • Besser woanders "hartzen", aber bitte nicht mehr literarisch..!!

    Ich hartz dann mal ab

    AKRD

    28. December 2015 um 13:32

    Auf Robert Naumann´s Buch „Ich hartz dann mal ab“ war ich mehr als gespannt. Die Leseprobe verhieß entweder ein authentisches Buch eines Sozialschmarotzers oder eine satirische Auseinandersetzung mit Hartz IV und seinen Folgen. Nach Lektüre dieses Buches kann ich mich immer noch nicht ganz entscheiden, welche der beiden o.g. Intentionen der Autor verfolgt hat... Ich habe es ganz gelesen, obwohl ich es teilweise wirklich lieber auf die Seite gelegt hätte, weil es mir zu stereotyp war und einfach auch zu langweilig bisweilen. Ich habe mich auch geärgert, dass Naumann Hartz-IV-Empfänger über einen Kamm schert und ihr Leben zeitweise so darstellt, als fänden es alle toll, nicht arbeiten zu müssen und überließen das gern dem „doofen Rest von Deutschland“. Auch wenn ich einer Vollzeitarbeit nachgehe, kenne ich doch Einige, die dieses Klischee ganz und gar nicht bedienen, sich sehr bemühen, wieder einen Job zu finden, aber aufgrund genau solcher Äußerungen (diese natürlich eher persönlich/mündlich als schriftlicher Natur in Romanform, aber es lässt sich darüber streiten, ob eines schlimmer ist als das andere...) in eine Schublade gepresst werden, in der sie nichts verloren haben. Was Naumann u.U. satirisch gemeint hat, kam für mich nur einseitig und viel zu klischeehaft rüber. Er hätte sich trotz allen „Humors“ (der bei mir leider gar nicht gut ankam) mehr bemühen sollen, zu betonen, dass „die Medaille immer zwei Seiten hat“..! Wahrscheinlich wollte er mit diesem Buch provozieren und das ist ihm wohl auch gelungen, aber für mich hätte dieses Buch gern beim Verlag in der „Nicht-zu-veröffentlich“-Schublade liegenbleiben können, denn das braucht meiner Meinung nach kein Mensch. Aber gut – Meinungen sind verschieden und das ist auch gut so !

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  • Nicht ganz so komisch

    Ich hartz dann mal ab

    Duffy

    02. March 2014 um 10:21

    Es ist ja schon im Vorfeld über dieses Buch diskutiert worden damals, aber es ist auch viel heiße Luft dabei. Die Idee ist ja ganz putzig: Ein Arbeitsloser (Hartzer), der zu seiner dauerhaften Arbeitsabneigung steht, schreibt ein Buch über seine Erlebnisse mit dem Jobcenter. Naheliegend, denn Zeit genug hat er und wenn es noch ein paar Cent abwirft - gut. Naumann kann auch gut schreiben und so könnte man sich vorbehaltlos auf ein humoriges Werk freuen, doch weit gefehlt, nur ein paar Mal verziehen sich die Mundwinkel des Lesers knapp nach oben, ansonsten gibt es die Begegnungen mit der Agentursachbearbeiterin und einige Stationen im Leben des Arbeitsunfähigen. Manchmal blitzt sowas wie Realsatire durch, aber der Rest ist einfach nur uninteressant. Langweilig will man nicht sagen, es ist gut geschrieben, man merkt, der Mann ist nicht ganz so unbedarft, wie er vorgibt, aber zu einem richtigen Brüller hat es nicht gereicht. Da ist es dann auch unverständlich, warum sich viele Menschen so aufgeregt haben und von "Vorurteilen und Klischees" gefaselt haben. Wer sich hier attackiert fühlt, den stört auch die Fruchtfliege im Apfelkorb. Oder er/sie ist arbeitslos mit viel Zeit, sich darüber empörte Gedanken zu machen.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Weeklywonderworld

    28. May 2012 um 17:18

    INHALT: Abgrundtief amüsant «Die kleine Meise hackte wie wild auf dem Meisenknödel herum. Ich saß am Küchenfenster und beobachtete das gefiederte Geschöpf. Warum fliegt sie nicht in den Süden?, fragte ich mich und fand gleich darauf die Antwort: Warum sollte sie? Millionen Meisenknödel, aufgehängt von tierliebenden Mitbürgern, machten ihr die Entscheidung leicht. Warum sollte sie die soziale Hängematte verlassen, wenn sie es sich darin bequem machen konnte?» Geduldig erträgt der sympathische Schmarotzer Robert Naumann die Versuche seiner PAP (Persönliche Ansprechpartnerin), ihn in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Eine feste Stelle hat er so zwar noch nicht gefunden, dafür jede Menge kuriose Erfahrungen mit der Bundesagentur für Arbeit gesammelt. Selbstironisch und böse erzählt er aus dem Leben eines Langzeitarbeitslosen.(Quelle:Lovelybooks) FAZIT: Ich habe dieses Buch gerade mal bis knapp zur Mitte gelesen und die Lust dann daran verloren es zu Ende zu lesen. Die Ereignisse wiederholten sich und es war auch nicht gerade Spannend, auch wenn es an einigen Stellen lustige Dialoge gab. Nur das Cover fand ich ganz gut gelungen und witzig dargestellt.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    gerdimaus

    27. January 2012 um 08:24

    Provozierend, ironisch, zynisch - das fällt mir so spontan zu diesem Buch ein, nachdem ich es gelesen habe. Es spaltet durchaus die Meinungen, der eine mag das Buch grandios und witzig finden, jemand anderes ist vermutlich einfach nur empört. Die ganz große Frage, die sich mir noch immer stellt: Ist es dem Autor, der selbst die Hauptfigur seines Romans ist, tatsächlich ernst mit seiner Einstellung, die er im Buch präsentiert? Man kann nur hoffen, dass dies nicht der Fall ist. Darum meine Empfehlung: dieses Buch nicht zu ernst nehmen. Stellenweise ist es sehr boshaft und wenn man dann nicht versucht, das Ganze mit Humor zu nehmen, kann man es nicht wirklich ertragen. Insgesamt ein provozierendes Buch, mit einigen guten Ansätzen, doch insgesamt vielleicht doch zu boshaft geworden.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2012 um 16:44

    Robert Naumann erzählt aus seinem Leben als Langzeitarbeitsloser, Leistungsempfänger und seine zahlreichen Versuche eine Arbeit zu finden, nachzugehen oder aus dem Weg zu gehen. An seiner Seite spielt auch noch seine PAP (Personliche Ansprechpartnerin) im Jobcenter Frau Steputat eine Hauptrolle, die ihn versucht in eine Arbeit zu vermitteln und dabei überraschend positiv bleibt und sich auch nicht durch kleine Geschenke bestechen lässt. Also läßt er uns an seinen Erfahrungen teilhaben, die teilweise wirklich zum schmunzeln sind den Leser auch zum Nachdenken bringen was absurde Sachen es in der Arbeitswelt so gibt, nur um einen Menschen zu beschäftigen. Das Buch ist locker und flott geschrieben, all zu ernst sollte man es dann auch nicht nehmen, da es ja eine Satire ist. Trotzdem darf man sich fragen, ob das alles so sein kann wie es in dem Buch beschrieben ist. Oder noch besser: Ob es wirklich so ist ? Ich kann das nicht beurteilen, habe mich aber teilweise ganz gut unterhalten gefühlt. Für Menschen die das eher ernster sind und jedes Wort auf die Goldwaage legen ist das nichts, die würden sich nur unnötig aufregen, das Buch in die Ecke schmeißen und auf den Sozialstaat schimpfen.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. December 2011 um 23:55

    Gelungene Satire über das Leben eines Langzeitarbeitslosen * "Ich weiß nicht, wann und auf welche Weise ich den schmalen Grat vom Hartz -IV-Empfänger zum gemeinen Betrüger überschritten habe, aber es ist passiert. Im Schreiben vom JobCenter vom April 2008 steht es schwarz auf weiß: Sehr geehrter Herr Naumann, nach meinen Erkenntnisse haben Sie Leistungen nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) für die Zeit vom 01.07.2006 bis 31.12.2006 in Höhe von 2,40 Euro zu Unrecht bezogen." * Robert Naumann und Arbeit - das scheinen zwei Dinge zu sein, die auf den ersten Blick nicht so recht zusammenpassen, auf den zweiten und dritten übrigens auch noch nicht. Er hat sein Studium abgebrochen und hat seit dem nur ab und an mal einen Gelegenheitsjob angenommen - aber es geht ihm ja auch gut, er bezieht ja seine Sozialhilfe. Doch dann gibt es eine Wende in seinem Leben, gewiefte Politiker haben sich da mal wieder etwas einfallen lassen und krempeln das deutsche Sozialsystem um. Ade Sozialhilfe! Hallo Hartz IV! Im Zuge dieser Neuerung muss Robert sich jetzt mit Frau Steputat, seiner persönlichen Ansprechpartnerin auf dem JobCenter, rumärgern... * Auf dem Buchrücken steht "Abgrundtief amüsant", ich würde noch etwas weitergehen und "Abgrundtief böse" schreiben wollen, denn Robert Naumann zeigt böse überspitzt und ironisch den Alltag eines Langzeitarbeitslosen und die Gefahren, die im JobCenter auf ihn lauern, auf. * Robert Naumann, vielen Dank - Sie haben es geschafft! Was? Mich am laufenden Bande zum lachen und schmunzeln gebracht. Egal wie überspitzt die Situationen dargestellt werden, finde ich immer wieder Situationen wieder, die ich auch in der Realität (leider) schon so erlebt habe. Wie in etwa die mit dem Brief, in dem sich über einen Minimalbetrag von 2,40 € ausgelassen wird, die unser Protagonist zu viel erhalten hat. So was gibt es wirklich - hallo, 2,40 €, der ganze Aufwand, der darum betrieben wird ist doch viel höher. Aber gut, so ist es halt. Ihr könntet jetzt denken, dass ich langzeitarbeitlos bin oder eine PAP - aber keines von beidem trifft auf mich zu. Dennoch habe ich beruflich mit beiden zu tun - und grade das macht das Buch für mich so interessant - wenn man diese und ähnliche Situationen selbst schon erlebt hat, kann man sich denke ich etwas besser auf das Buch einlassen. Dennoch, sollte man sich klar darüber sein, dass dieser Umgang miteinander und auch die Einstellung zur Arbeit nicht Gang und Gebe ist - ich habe zwar schon Leute wie Herrn Naumann und Frau Steputat erlebt, aber genauso gibt es sozial eingestellte PAP`s, die wirklich einen Weg suchen ihre Klienten wieder in Arbeit zu bringen, der auch langfristig erfolgreich ist. Genauso wie es arbeitswillige Langzeitarbeitslose gibt. Wobei ich sagen muss, dass mir jemand, der so offen unwillig ist wie Robert viel sympathischer ist, als ein Schwätzer, der sich eigentlich mit seinem Hartz IV abgefunden hat. * Die unterschiedlichen Anekdoten aus Roberts Leben und dem seiner Familie werden mit Zeichnungen von Piero Masztalerz im Comicstil unterstrichen und auch das Glossar am Ende des Buches ist sehr gelungen (und mit einem Augenzwinkern zu genießen). * Ein wundervoll überspitzt dargestelltes Bildnis über das Leben eines Langzeitarbeitslosen in Deutschland - ironisch, amüsant und an manchen Stellen bitterböse!

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    chaosbaerchen

    15. December 2011 um 13:21

    Die Leseprobe fand ich eigentlich noch ganz okay, auch wenn mir der Witz der Sache verborgen blieb. Jetzt, wo ich das Gesamtwerk gelesen habe, kommen mir leider ernsthafte Zweifel. Ich finde die Einstellung von Robert Naumann gesellschaftspolitisch gesehen sehr denkwürdig und für mich kaum nachvollziehbar. Es ist mir schleierhaft wie so jemand unbestraft davon kommen kann. Schmarotzer ist ein viel zu netter Begriff, um sein Wesen in Worte zu fassen. Ich habe mich beim Lesen sehr oft gefragt, ob der Autor das, was er da beschreibt, karikiert hat. Wenn alles ernst gemeint ist und autobiographisch ist, dann bin ich entsetzt!

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Lolachen18

    14. December 2011 um 18:59

    Inhalt Bekenntnisse eines kleinen Schmarotzers! In der Satire „Ich hartz dann mal ab“ von Robert Naumann geht es um einen Langzeitarbeitlosen, der seine kuriosen Erfahrungen mit dem Arbeitsamt erzählt. Er hat selbst keine Arbeitsstellen, aber wozu sollte er sie auch versuchen zu erreichen? Er bekommt doch auch so Geld und muss dafür noch nicht mal etwas tun. Also wer macht sich dann schon freiwillig an die Arbeit? Doch schnell merkt er, dass das Leben ohne Job und eine Aufgabe echt langweilig werden kann und nach einer gewissen Zeit gehen im sogar die regelmäßigen Besuche bei dem Arbeitsamt auf den Zeiger, da er seine PAP (persönliche Ansprechpartnerin) Frau Steptutat nicht so gut leiden kann. Sie hat jedoch einen Vorteil und zwar, dass man sie immer mit etwas Süßem wieder beruhigen kann, falls sie mal ein wenig aufgebracht sein sollte. Frau Steptutat versucht alles, um Robert einen Job ausfindig zu machen und ein paar ihrer Stellen nimmt Robert dann auch nach langem Diskutieren an, aber irgendwie klappt es mit ihm und der Arbeit einfach nicht so ganz. Ob es extra schlecht geschriebene Bewerbungen sind oder einfach sein Äußeres, Robert weiß wie er Arbeitgeber dazu bringt, ihn schnell wieder zu entlassen. Er erzählt Vieles aus seinem vergangenen Erlebnissen und findet heraus, dass eine Fruchtfliege gewisse Ähnlichkeiten mit ihm, hat und so manche Anzeichen zu Angewohnheiten von ihm zeigt. Meinung Meiner Meinung ist diese Satire gut gelungen, da Robert Naumann nicht zu sehr übertrieben hat und man mal einen kleinen Eindruck davon bekommen konnte, wie es Arbeitslose sehen könnten. Viele Vorurteile werden hier wieder aufgegriffen, aber da dies ein satirischer Text ist, scheint dies nicht beleidigend. Die Illustrationen von Piero Masztalerz sind sehr gut und passend zu den jeweiligen Inhalten der Kapitel ausgewählt. Sie machen den ganzen Text noch mal ein Stückchen lustiger und veranschaulichen die Ironie der beschriebenen Situation. Auch das Glossar am Ende des Buches ist eine gute Idee gewesen und man musste selbst da noch lachen. Ein heikles Thema um darüber eine Satire zu schreiben, da es bei Vielen sicher falsch ankommen könnte und sie es als beleidigend empfinden könnten. Man muss auf jeden Fall dazu bereit sein, einen satirischen Text zu lesen und es nicht zu ernst zu nehmen. Ich für meinen Teil finde es eine gut gelungene Satire, bei der man auf keinen Fall das Schmunzeln vergisst.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    irismaria

    07. December 2011 um 10:07

    Robert Naumann schildert in seinem Buch "Ich hartz dann mal ab" die Erlebnisse eines Langzeitarbeitslosen. In der Geschichte geht es um die Umstellung von Arbeitslosengeld zu Hartz IV, vom Arbeitsamt zum Jobcenter und wie es dem Erzähler mit seiner neuen Fallbearbeiterin geht, von nicht ernst gemeinten Bewerbungen und sinnlosen Hilfsjobs. Dabei kommt der Ich-Erzähler als Sozialschmarotzer rüber, der obwohl gesund und arbeitsfähig eigentlich lieber auf niedrigem Niveau von der Unterstützung der Allgemeinheit lebt. Sehr sarkastisch schreibt Naumann und die Story enthält viele Klischees, an denen aber sicher auch Wahres ist. Ich bin mir selbst nach der Lektüre des ganzen Buchs nicht sicher, ob das Buch den Leser in der Haltung "alle Arbeitslosen sind Faulenzer" bestärken soll, oder ob der Alltag von Hartzern auf witzige Weise sozialkritisch beleuchtet werden soll. Auf jeden Fall liest sich "Ich hartz dann mal ab" sehr flüssig und die Cartoons unterstützen das leichte Lesevergnügen noch. Doch für "nur" eine flotte Lektüre zwischendurch ist das Thema doch eigentlich zu ernst ... obwohl - wenn man ausgiebig über Beziehungsthemen schreiben und lesen kann, warum nicht über Jobsuche?

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Lady_B217

    02. December 2011 um 21:24

    Robert Naumann, Langzeitarbeitsloser mit Leidenschaft, ist mit seiner Situation nicht unzufrieden. Bis seine neue Betreuerin des Jobcenters sich das Ziel gesetzt hat, ihn auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. In zahlreichen Gesprächen versucht sie ihn in Arbeit zu bringen, doch Naumann weiß für jedes Angebot, das sie ihm unterbreitet eine Geschichte bzw Ausrede, warum gerade das nichts für ihn ist. Ich durfte dieses Buch vorab lesen und muss sagen, ich hab etwas anderes erwartet. Das Buch hat für mich nicht gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Es ist durchzogen von Klischees, die man von Langzeitarbeitslosen nun mal so hat. Ich hatte nach der Leseprobe auf ein zum Teil amüsantes und zum Teil sozialkritisches Buch gehofft. Fehlanzeige. Zwar gab es vereinzelte Passagen zum Schmunzeln, aber im großen und ganzen bin ich doch etwas enttäuscht.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    DieKirsche

    02. December 2011 um 20:45

    Der Einstieg in das Thema ‚Arbeitslose als Schmarotzer‘ gelingt wirklich gut. Der Vergleich mit der Meise, die sich aufgrund des reichlichen Futterangebots im Winter nicht in den Süden begibt, sondern es sich in der sozialen Hängematte gut gehen lässt ist amüsant und auf gewisse Weise treffend. Auch im Anschluss ist das Buch zunächst herrlich selbstironisch, überspitzt und zeigt auf schonungslose Weise, wie man unseren Sozialstaat ausnutzen kann wenn man will. Das Ganze gerät dann doch zunehmend eintönig und fad. Den Ablauf der Handlung kann man etwa wie folgt darstellen. Besuch beim Jobcenter, Geschichte über eine frühere Begebenheit, bei der sich Herr Naumann vor Arbeit gedrückt hat, nächster Besuch beim Jobcenter. Ab und an auch mal eine kleiner Ausflug in das Alltagsleben des HartzIVlers. Diese Anekdoten lesen sich schnell, die Abwechslung fehlt jedoch mit der Zeit immer mehr. Letzten Endes läuft es immer wieder darauf hinaus, das Herr Naumann zu viel trinkt, sich grenzenlos überschätzt, nicht der cleverste Mitbürger ist und Arbeit einfach abgrundtief verabscheut. Welches Fazit ich hieraus schließen soll, weiß ich nicht so recht. Sicher sein kann man sich auf jeden Fall, dass alle gängigen Vorurteile aufgegriffen werden. Ob dies nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Die letzten drei Passagen drehen sich dann vermehrt um die Bürokratie des Jobcenters, durch welche auch Nachteile für HartzIV-Empfänger entstehen. Hier hätte ich mir eine bessere Mischung gewünscht. Es wirkt so als, würde zunächst nur der Sozialschmarotzer aufs Korn genommen und plötzlich ist auch das Amt für viele verantwortlich. FAZIT: Für mich doch deutlich zu klischeehaft. Der schmarotzende Arbeitslose wird fast nur über Vorurteile definiert. Alles wird etwas einseitig und wenig differenziert in eintönigem Rhythmus dargestellt. Allenfalls als Lektüre für zwischendurch. Nichts, wenn man ein sozialkritisches Werk lesen will.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Marabu

    29. November 2011 um 16:56

    Das Buch trägt den Untertitel "Bekenntnisse eines kleinen Schmarotzers" und im ersten Kapitel wird dieses "schmarotzen" sehr gut beschrieben. Das Cover zeigt den Schmarotzer und eine Meise in trauter Zweisamkeit und beides erweckt die Lust am Lesen des Buches. Doch leider ist der Meisenvergleich das einzigste satirische an diesem Buch und von Selbstironie liest man gar nichts. Erzählt wird die Geschichte des arbeitslosen Robert Naumann, der jahrelang Sozialhilfe bezogen hat und durch die neuen Gesetze zum Hartz-4-Empfänger wird. Duch seinen Einfallsreichtum gelingt es ihm immer wieder, trotz Auflagen und Geldkürzungen, keine Arbeitsstelle zu finden. Leider wird auf seinen Einfallsreichtum und seinen Disput mit der zuständigen Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt nicht näher eingegangen. Eher erscheinen diese Pflichttermine eine gemütliche Plauderstunde zu sein, in denen Robert Naumann von seinen bisherigen Arbeitserfahrungen erzählt. Auch der Vergleich von Arbeitslosen mit Wachkomapatienten finde ich eher abstoßend als selbstironisch. Nur in den Zeichnungen erkennt man einen Ansatz von Satire und Selbstironie. Wenn der Autor wegen der Namensgleichheit auch der Protagonist sein sollte, kann man ihn wegen seiner Lebensweise nur bedauern. Sollte der Autor aber für dieses Buch ernsthaft recherchiert haben, so war diese Zeit falsch eingesetzt, denn in diesem Buch finde ich, außer am Anfang, weder Satire noch Selbstironie. Hätte er mehr das sogenannte Assi-Tv gesehen, wäre das Buch eventuell witziger geworden. Nicht jeder Hartz-4.Empfänger ist ein Schmarotzer, aber jeder Schmarotzer wird beim Lesen des Buches wohl froh sein, ein bewegteres Leben als Robert Naumann zu führen. Leider kann ich dieses Buch nur mit 1 Stern berwerten.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Synapse11

    28. November 2011 um 18:24

    Grenzgänger zwischen zwei Welten Inhalt: Herr Naumann konnte sich schon als Schüler nicht so recht entscheiden, welcher Beruf Spaß machen könnte. Als schwerhöriger Sonderschüler versucht er seine Karriere als Popstar und scheitert noch ehe sie begonnen hat. Herr Naumann landet beim Jobcenter, ehemals Arbeitsamt genannt und muss sich mit den Hartz IV Gesetzen auseinander setzen. Meine Meinung: So paradox, wie die Worte “abgrundtief” und “amüsant”, die über dem Klappentext stehen, sind die Schilderungen in diesem Buch. Mit zynischer Feder beschreibt Robert Naumann seine Erlebnisse. So manches im Buch ist doppeldeutig und das macht den Humor und die Satire des Buches aus. Mir gefällt, dass es nicht nur um das Erleben im Jobcenter geht, sondern auch “heitere” Szenen aus dem Alltag des Herrn Naumann geschildert werden - z.B. der Besuch des Elektrikers. Andere Paradoxien sind, dass er nicht als unterbezahlter Postzusteller arbeiten möchte, aber eine Flut Geburtstagskarten in seinem Briefkasten erwartet. Mir fehlt allerdings der lösungsorientierte Ansatz, um das Buch Sachbuch nennen zu können. Was kann man daraus lernen? An vielen Stellen ist eher Kopfschütteln angesagt. Es fehlt eine kompetente Gegendarstellung. Nicht alle Hartz IV Empfänger sind Schmarotzer. Klischees und Vorurteile gibt es schon genug. Aufgrund der Dumpinglöhne gibt es genügend erwerbstätige Hartz IV Empfänger, die trotz Arbeit auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Für solche, die sich wirklich bemühen, ist das Buch ein Schlag ins Gesicht. Hier hätte das Thema mit etwas mehr Sozialkritik ausgebaut werden können. Jedoch mal ein Buch über Hartz IV zu schreiben, diese Idee ist vom Ansatz her schon mal genial und sicher noch ausbaufähig. Ich bin gespannt, was Robert Naumann als nächstes schreibt. Er will sicher nicht zum Jobcenter zurück. Von den geplanten Bestseller mit tausend Seiten fehlen ja noch 776. Herr Naumann hat Potential. Vielleicht wird das nächste Buch schon etwas dicker und kompetenter, dann ist es auch die 9.99 Euro wert. Meine Lieblingstextstelle: “Aus der Arbeitslosenstatistik bin ich aber trotzdem raus. Keine richtige Arbeit, aber auch nicht richtig arbeitslos, wir Ein-Euro-Jobber sind wie Schrödingers Katzen in einem Überlagerungszustand, wir sind die Hermaphroditen der Arbeitswelt, gefangen im Fegefeuer zwischen Hölle (Arbeitslosigkeit) und Himmel (richtige Arbeit).” (S.110) Fazit: Ein Buch , welches mit zynischer Feder geschrieben wurde und von amüsant bis abgrundtief traurig alle Facetten der Erlebnisse eines Langzeitarbeitslosen schildert. Jedoch eher ein Krimi ;-) als ein Sachbuch.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Chani

    28. November 2011 um 15:16

    In diesem Buch geht es um Robert Naumann, der Langzeitarbeitsloser ist, von seinem öden Alltag berichtet und an seiner Situation aber auch nichts ändern möchte. Anfangs dachte ich noch, dass es sicher recht lustig und unterhaltsam sein kann, das Leben aus Sicht eines Arbeitslosen zu lesen, der von seinen Kämpfen mit der Bundesagentur für Arbeit und der "Zettelwirtschaft" der ganzen Anträge und Formulare berichtet. Allerdings war das Buch alles in allem sehr platt geschrieben. Falls dieses Buch ein wirklicher Tatsachenbericht des Autors sein soll, empfinde ich nicht mal Mitleid mit ihm. Es wird permanent nur darüber geschrieben, dass er übermüdet ist (da er ja tagsüber neben fernsehen, schlafen und essen so viel zu tun hat...), dass ihn die Besuche bei seiner Betreuerin bei der Bundesagentur für Arbeit (die alle 3 Monate stattfinden) ja so sehr nerven und dass er an seiner Situation ja eh nichts ändern wird. Er täuscht Bewerbungen vor, die er nicht verschickt und lässt sich nur dann zu einem Probearbeitstag überreden, wenn ihm seine Bezüge sonst gekürzt werden. Über seine Betreuerin bei der Bundesagentur ist er auch nur am schlecht reden und schleimt sich bei jedem Besuch mit Schokolade ein. Bei Probearbeitstagen stellt er sich mit Absicht dumm genug an, um nicht eingestellt zu werden und zwischendurch versucht sich dieser Nichtsnutz dann sogar als Autor mit einer Ich-AG, die vom Staat unterstützt wird. Ich fand dieses Buch dann leider absolut nicht interessant und schon gar nicht lustig. Es beschreibt eigentlich wirklich den sicherlich zu häufig vorkommenden Alltag in Deutschland und die Einstellung vieler Arbeitsloser. Traurig ist das. Ich möchte damit auf keinen Fall Arbeitslose schlecht machen oder alle über einen Kamm scheren. Ich habe im Bekanntenkreis selbst oft miterlebt, dass arbeitswillige Menschen lange keinen Job finden und bei den Besuchen beim Amt durch Unfreundlichkeit und Formularberge nicht wirklich geholfen bekommen. Aber dieses Buch hat mich stellenweise doch etwas verärgert. Ich hoffe sehr, dass das Buch nicht von eben dem darin beschriebenen Langzeitarbeitslosen geschrieben wurde, denn ehrlich gesagt, fände ich es dann mehr als ungerecht, dass er damit dann tatsächlich Geld durch den Verkauf des Buches erhält. Die Zeichnungen im Buch fand ich nicht lustig, sondern eher primitiv. Aber dafür, dass das Buch mich dann doch eine Woche unterhalten hat (obwohl es nur etwas über 200 Seiten hat) und ich mir Gedanken darüber gemacht habe, habe ich 3 Sterne vergeben.

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  • Rezension zu "Ich hartz dann mal ab" von Robert Naumann

    Ich hartz dann mal ab

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2011 um 13:58

    Anders als die LP hat mich das Buch nicht überzeugt. Konnte ich bei der LP noch herzhaft lachen, so hat mich das Buch an manchen stellen dann wütend gemacht. Es ist ein totales Klischeegeschildere der derbsten Art. Lediglich zum ende konnte ich dann über die Bewerbungsschreiben schmunzeln und als ich mir dann eine Kotzende Obsfliege vorstellen durfte auch lachen. Deshalb hat das Buch von mir dann noch 2 Sterne erhalten. Aber alles in allem war ich sehr enttäuscht. Ich bin davon ausgegangen, das es sich bei der Geschichte mehr um die Arbeitsmarktpolitik und die Verhaltensweise der Mitarbeiter beim Jobcenter geht. Dem war aber nicht der Fall. Für eine lektüre mal für zwischendurch vielleicht. Wäre das Buch mehrseitiger gewesen, ...ich glaube ich hätte abgebrochen, auch wenn mir dann die Obstfliege entgangen wäre.;-)

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