Robert O. Paxton Anatomie des Faschismus

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Anatomie des Faschismus“ von Robert O. Paxton

Der Faschismus war eine der bedeutendsten politischen Kräfte des 20. Jahrhunderts und Quelle millionenfachen Unglücks. Das Geheimnis seiner Attraktivität erscheint angesichts der Horrorbilanz, die er hinterlassen hat, immer noch rätselhaft. Robert O. Paxton trägt zu einem neuen Verständnis des Phänomens bei. In einer vergleichenden Studie analysiert er, wie der Faschismus in den verschiedenen europäischen Ländern in Aktion trat, unter welchen Bedingungen er mächtig werden konnte und welche Gefahr noch heute von ihm ausgeht. In einer Zeit massiver sozialer und sicherheitspolitischer Herausforderungen neigen demokratische Gesellschaften dazu, bürgerliche Freiheiten zu beschneiden und nach rechts zu rücken. Das war in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts so, das kennzeichnet aber auch die Politik dieser Tage, sei es in Italien, den Niederlanden oder den USA. Paxton macht kenntlich, an welchen Punkten die zivilisatorischen Grenzen überschritten werden. • Die politische Verführungskraft des Faschismus ist nach wie vor vorhanden. Um so dringlicher ist es, seine Funktionsweise zu verstehen. • Faschisten rücken immer dann näher an die Macht, wenn die konservativen Kräfte der Gesellschaft beginnen, sich ihre Techniken auszuleihen.

Wirklich hervorragend und hat seine Aktualität nicht eingebüsst.

— Hackuchan

Stöbern in Sachbuch

Brot

Dem Brot ein würdiges Denkmal gesetzt

Sporchie

Gegen Trump

Klare und verständliche Beschreibung der aktuellen amerikanischen Verhältnisse. Sehr unaufgeregt und gleichzeitig mit positiver Botschaft!

Jennifer081991

Nur wenn du allein kommst

Muss man lesen!

wandablue

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Wundervoll als Geschenk für Freunde oder sich selbst

Gwennilein

Das Café der Existenzialisten

Eine fesselnde Abhandlung über das philosophische Schaffen im 20. Jhd. perfekt eingebettet im historischen Kontext. Eine Bereicherung!

cherisimo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Anatomie des Faschismus" von Robert O. Paxton

    Anatomie des Faschismus

    LadyMacbeth

    29. July 2011 um 07:53

    Was ist Faschismus? Wie entsteht er? Gibt es in heutiger Zeit noch Faschismus in Europa? Dies sind Fragen, denen Robert O. Paxton in “Die Anatomie des Faschismus” nachgeht. Angenehm und gut lesbar sind seine Ausführungen, packend und interessant, obwohl man das, was in den ersten Kapiteln entfaltet wird, ja nur zu genüge kennt: den Faschismus in Italien und Deutschland. Paxton beschränkt sich jedoch nicht darauf zu sagen, dass beide Länder einen Faschismus besaßen, sondern untersucht die Unterschiede zwischen den Regimes Mussolinis/Hitlers genauer und zeigt insbesondere die Unterschiede auf. Trotzdem bietet das Buch so gesehen nichts neues. Was ich persönlich für wirklich wichtig halte, ist der letzte Teil des Buches, denn hier zeigt Paxton auf, wo es überall hakt, wo sich “Faschisten” breitmachen können oder sogar schon eingenistet haben. Er verweist auch sehr deutlich darauf, dass sich der “Faschismus” gewandelt hat, dass er heute anders aussieht als früher – und er nimmt deutlich Stellung zu Bewegungen wie der Front National unter Jean Marie Le Pen, der FPÖ unter Haider oder dem Vlaams Block. Wäre dieses Buch heute erschienen, hätte Paxton es mit Sicherheit um einige interessante Facetten erweitern können – vielleicht erscheint irgendwann eine überarbeitete Auflage. Ich würde sie mit Sicherheit lesen. Das Buch vermittelt einen (wenn auch nur oberflächlichen) Einblick in die Mechanismen, mit denen solche Personen arbeiten – und nicht nur einmal habe ich das dringende Bedürfnis verspürt, das Buch einem bestimmten Bekannten um die Ohren zu hauen, bis er den Inhalt zutiefst verinnertlicht hat: Parteien wie die FN schüren Angst und Hass. Sonst gar nichts. Rechtspopulismus ist noch lange kein Faschismus – was nicht bedeutet, dass man deswegen kein Auge auf diese Entwicklungen haben sollte. Wehret den Anfängen. Interessant ist auch die kleine Auswahl an Interpretationsmöglichkeiten des Faschismus-Begriffs und -Phänomens. Ein winziger Kritikpunkt bleibt: Die Modellhaftigkeit seiner eigenen Faschismus-Definition reflektiert Paxton nicht. Letztlich ist aber die Faschismus-Definition, die er hier zum Dreh- und Angelpunkt seiner Theorien macht, nicht so entscheidend; viel wichtiger ist es doch, die Konzepte und Phänomene erkennen zu können. Die USA führt Paxton zwar auf, als er radikale Bewegungen der heutigen Zeit aufzeigt – er kritisiert sie aber nicht einmal ansatzweise so reflektiert wie bspw. den ehemaligen “Ostblock”. Hier zeigen sich schnell Vorbehalte, die ich persönlich (tlw.) für fragwürdig halte. Obwohl das Buch insgesamt betrachtet in seinem Hauptteil nur an der Oberfläche kratzt und Altbekanntes neu aufwärmt, sind insbesondere die Schlussbetrachtungen lesenswert und sollten wohl von einigen Leuten gründlich überdacht werden. Alles in allem ein gutes Buch, das jedoch nicht immer zu überzeugen vermag.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks