Robert Olmstead

 4.2 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Der Glanzrappe, Amerika landeinwärts und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Olmstead

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Robert OlmsteadDer Glanzrappe
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Der Glanzrappe
Der Glanzrappe
 (19)
Erschienen am 01.10.2011
Robert OlmsteadAmerika landeinwärts
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Amerika landeinwärts
Amerika landeinwärts
 (3)
Erschienen am 01.08.1999
Robert OlmsteadSpuren von Herzblut wohin wir auch gehen
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Spuren von Herzblut wohin wir auch gehen
Spuren von Herzblut wohin wir auch gehen
 (2)
Erschienen am 01.02.1998
Robert Olmstead(Far Bright Star) By Olmstead, Robert (Author) Paperback on 25-May-2010
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(Far Bright Star) By Olmstead, Robert (Author) Paperback on 25-May-2010
Robert OlmsteadSavage Country
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Savage Country
Savage Country
 (1)
Erschienen am 26.09.2017
Robert OlmsteadJagdsaison
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Jagdsaison
Jagdsaison
 (1)
Erschienen am 01.08.1999
Robert OlmsteadGeh nicht fort
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Geh nicht fort
Geh nicht fort
 (1)
Erschienen am 01.09.1999
Robert OlmsteadThe Coldest Night
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The Coldest Night
The Coldest Night
 (1)
Erschienen am 15.09.2012

Neue Rezensionen zu Robert Olmstead

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "(Far Bright Star) By Olmstead, Robert (Author) Paperback on 25-May-2010" von Robert Olmstead

Poetischer Spätwestern
TheRavenkingvor 3 Jahren

In "Der Glanzrappe" schickte Robert Olmstead einen Fünfzehnjährigen durch die Wirren des Amerikanischen Bürgerkrieges. Nun 50 Jahre später sind es die Söhne jenes Robie Childs, die in den Krieg ziehen. Napoleon und Xenophon sind Kavalleristen im Mexikanischen Bürgerkrieg. Es ist 1916 und nachdem Revolutionsführer Pancho Villa US-Territorium angegriffen hat, sehen sich die Amerikaner gezwungen aktiv in den Konflikt einzugreifen. Napoleon Childs ist ein Mann, der mit Pferden umzugehen weiß. Er ist bereits in die Jahre gekommen und macht sich keine Illusionen mehr über die Natur des Menschen. Er befehligt eine kleine Brigade. Sie betätigen sich als Späher, spüren den Feind auf. Es ist keine einfache Tätigkeit, zumal die Männer auch unter einander verstritten sind. Das Territorium ist karg und unwirtlich. Menschen und Tiere leiden, sie werden malträtiert von der Hitze, ersticken am Staub der Wüste, bei Tag versengt sie die erbarmungslose Sonne, bei Nacht erwartet sie klirrende Kälte. Und sie kämpfen gegen einen Feind, der keine Gnade kennt. Die mexikanischen Rebellen sind Meister der Guerillataktik. Als Xenophons Truppe in einen Hinterhalt gerät, scheint ihre letzte Stunde zu schlagen.

Der Kampf ist einer der letzten großen Auftritte der Reitersoldaten. Auf den Schlachtfeldern Europas werden sie bereits von motorisierten Truppen abgelöst. Die Childs Brüder wissen, dass ihre Zeit sich bereits dem Ende entgegenneigt. Das Buch schließt damit, dass die Brüder über den Atlantik nach Frankreich verschifft werden, um am Ersten Weltkrieg teilzunehmen.

Wie im Vorgänger findet Robert Olmstead auch diesmal zutiefst poetische Beschreibungen für die Ereignisse. Die Schönheit der Natur kontrastiert mit der Grausamkeit des Menschen. Das Buch beinhaltet viel Gewalt, der Protagonist muss unaussprechliche Folter ertragen, doch ähnlich wie bei Cormac McCarthy bleibt der Leser durch die Schönheit der Sprache mit einem erhabenen Gefühl zurück.

Far Bright Star wird gerade von Casey Affleck mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle verfilmt.

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JimmySalarymans avatar

Rezension zu "Der Glanzrappe" von Robert Olmstead

Meisterwerk
JimmySalarymanvor 4 Jahren

Ohne diesen Begriff inflationär benutzen zu wollen, dies hier ist eines. Der Glanzrappe ist alles zugleich: Ein Hohelied auf das Leben, aber auch ein Abgesang auf dasselbige - der Tod kommt einem so nahe, dass man ihn fast riechen. Eine tour de force durch den Wahnsinn des Krieges hindurch, bittere Momente in denen es nur noch um das Überleben geht, das nackte Überleben, Momente, so düster und moribund, so voller Klage, voller abstrusem Ekel, dass es einem den Magen umdreht. 

Sprachlich vollendet. Eine melodiöse Sprache, die Olmstead perfektioniert, eine, die nie kitschig wird und trotzdem so viel Poesie in sich birgt. 

Kein Buch der letzten fünf Jahre hat mich mehr mitgenommen, mich mehr beschäftigt als dieses. 

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J

Rezension zu "Der Glanzrappe" von Robert Olmstead

Faulkners Erbe
jamal_tuschickvor 4 Jahren

Aus der Regal gefischt - Robert Olmsteads „Glanzrappe“

Robey Childs ist vierzehn, als seine Mutter von ihm verlangt, den Vater aus einem Krieg zu holen. Biblisch erscheint der Einstieg. Robey ist ein Allegheny country boy im Jahr 1863. Von der Welt hat er noch nicht mehr gesehen, als die Gehöfte in verwunschener Nachbarschaft. Ein Traum seiner Mutter nimmt ihm die Kindheit und kündigt den Kredit, der einem von vertrauten Verhältnissen eingeräumt wird. Magisches Denken in (beinah) menschenloser Landschaft - der mütterlich-somnambule Aufruf findet sein Echo der Bestätigung in den Worten eines alten Krämers: „Ja, deine Mutter kann so was sehen“. Sie „sieht“, dass „Stonewall“ Jackson, General der Konföderierten, nicht mehr unter den Lebenden weilt - und deshalb die Sache der Rebellen zur verlorenen Sache geworden ist. (Nicht alle glauben, dass „Stonewall“ eine ehrende Belegung ist. In einer Version verewigt der Beiname eine Angriffs- und Beistandsverweigerung.)

Der Krämer gibt der Sendung des Jungen eine Richtung ins Besondere. Er beschenkt ihn, auch wenn die Geschenke als Leihgaben deklariert werden. Er versorgt Robey mit dem Glanzrappen. Das Tier ist Leuten über. Robey reitet dem Ort der Entscheidung entgegen. Er reitet gen Gettysburg, Pennsylvania. Er durchquert traumatisierte Gegenden, in denen selbst die Bäume verstört sind. Er sieht unglaubliche Dinge, mit dem kalten Blick eines kleinen Rednecks. Er verbirgt sich vor Menschenjägern, die aussehen wie Marlon Brando in „Duell am Missouri“, und vor üblen Einzelgängern auf Nebenpfaden, die erst schießen und dann fragen.

Ihm kommt sein Pferd abhanden. Er wird verwundet, gerät in Gefangenschaft. Man verdächtigt ihn der Spionage. Robey bummelt zu einer Schlacht, die Union zieht noch einmal den Kürzeren. Er findet wieder zu seinem Pferd und entdeckt den Vater auf einem Leichenfeld. Noch lebt der Rebell. Robey gewöhnt sich daran, auf Männer zu schießen. Er handelt mit großer Zuversicht. Die Liebe klopft an, sie lässt sich nicht vermeiden. Die Liebe klopft an, sie lässt sich nicht vermeiden. Am Ende führt Robey
eine Schwangere heim. Die Mutter lehnt das Mädchen ab. Es ist auch
nicht von ihrem Sohn schwanger.

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