Robert Pfaller

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Autor von Wofür es sich zu leben lohnt, Erwachsenensprache und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Pfaller

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Robert PfallerWofür es sich zu leben lohnt
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Wofür es sich zu leben lohnt
Wofür es sich zu leben lohnt
 (5)
Erschienen am 08.03.2011
Robert PfallerDie Illusionen der anderen
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Die Illusionen der anderen
Die Illusionen der anderen
 (2)
Erschienen am 03.04.2012
Robert PfallerDas schmutzige Heilige und die reine Vernunft
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Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft
Robert PfallerErwachsenensprache
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Erwachsenensprache
Erwachsenensprache
 (2)
Erschienen am 23.11.2017
Robert PfallerKurze Sätze über gutes Leben
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Kurze Sätze über gutes Leben
Kurze Sätze über gutes Leben
 (1)
Erschienen am 22.01.2015
Robert PfallerZweite Welten. Und andere Lebenselixiere
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Zweite Welten. Und andere Lebenselixiere
Zweite Welten. Und andere Lebenselixiere
 (0)
Erschienen am 09.10.2012
Robert PfallerÄsthetik der Interpassivität
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Ästhetik der Interpassivität
Ästhetik der Interpassivität
 (0)
Erschienen am 16.06.2009
Robert PfallerArkadien oder Dschungelcamp
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Arkadien oder Dschungelcamp
Arkadien oder Dschungelcamp
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Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Robert Pfaller

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Rezension zu "Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft" von Robert Pfaller

Die Umdeutung des Genuss in der Gegenwartsgesellschaft
Sokratesvor 4 Jahren

Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten:
Eine angemessene Bewertung kann ich irgendwie nicht treffen, da sich zwei Meinungen in mir heftig streiten... Pfallers Hedonismus-These kenne ich bereits aus seinem jüngeren Werk "Wofür es sich zu leben lohnt"; bereits hier bin ich ein wenig angeeckt, konnte aber grundsätzlich mit seinen Thesen leben. "Das schmutzige Heilige..." erschien bereits 2009 in zweiter Auflage und ist daher vor oben genanntem Titel anzusiedeln. Erwartungsgemäß werden hier nun auch die Hedonismus-Thesen diskutiert. Im Ergebnis kann ich Pfallers Ausführungen zur Umdeutung von Genuss und "angenehmem Lebenswandel" (ein besserer Ausdruck will mir für "mondänen Lebenswandel" einfach nicht in den Sinn kommen) nachvollziehen. Allerdings halte ich es für fraglich, ob das Mondäne und Laszive nicht auch schon zur Jahrhundertwende (19./20. Jh.) nur in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen toleriertes Modell war; m.E. hat sich bereits das Bürgertum zum Ende des 19. Jh. damit hervorgetan, statt zu "Leben" zu "schaffen". Der Industrielle wurde, wie Max Weber exemplarisch darlegen konnte, zum Prototyp des Schaffenden. In logischer Konsequenz wurde alles weniger Produktive beargwöhnt. Andererseits reicht mir Pfallers Kritik nicht tief genug: hat die Abwertung hedonistischer Lebensweisen nicht auch etwas mit Kapitalismus zu tun, der uns mittlerweile derart durchdrungen hat, dass wir die Wirk- und Funktionsweise unserer Gesellschaft so in uns aufgenommen haben, dass weniger "produktive" Lebensformen faktisch als "störend" und "vermeidenswert" angesehen werden? Je weiter sich eine solche Interpretationsweise durchsetzt, umso umfassender wird natürlich auch die gesellschaftliche (symbolische) Umdeutung stattfinden.
Als wesentlichen und m.E. schwerwiegenden Kritikpunkt sehe ich Pfallers Verwendung der Freud'schen Lehre. Soweit ich weiß, ist die Psychologie des späten 20., insbesondere aber des 21. Jh. so weit, dass sie Freud in ganzer Linie widerlegen konnte. Nur wenn die Freud'schen Modelle menschliches Verhalten eben (nachgewiesenermaßen) nicht (!) widerspiegeln und erklären können, frage ich mich, wie ein Geisteswissenschaftler mit eben diesen Modellen menschliches Verhalten erklären will? Hier sollte man sich ernsthaft einmal lösen von der unreflektierten Dauerpartnerschaft der Geisteswissenschaften und der Freud'schen Pseudowelt; erstere sollte endlich erwachsen werden.

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Sokratess avatar

Rezension zu "Wofür es sich zu leben lohnt" von Robert Pfaller

Rezension zu "Wofür es sich zu leben lohnt" von Robert Pfaller
Sokratesvor 6 Jahren

Eine Forderung nach mehr Hedonismus - in manchen Punkten kann ich Robert Pfaller - österreichischer Philosoph - nicht zustimmen; sie sind mir zu narzisstisch, zu glücksbetont. Dass unsere Gegenwartsgesellschaft allgemein an einer Übersexualisierung leidet, ist allseits bekannt; gleichzeitig stumpft die Bereitschaft und Fähigkeit des Einzelnen ab, sein Leben optimal zu gestalten und in Eigenverantwortung zu genießen. Glückssuche ist ein Dauerthema in Ratgeberliteratur; den 'Sinn des Lebens' scheint jeder mehr oder weniger zu suchen und meist vergeblich. -- Dass Prüderie nicht förderlich ist, leuchtet wohl jedem ein. Doch Pfaller lokalisiert sie in allen gesellschaftlichen Bereichen, doch im Besonderen unter den Intellektuellen, die sich mit ihrer "beherrschten Lebensweise" bewusst von der Unterschicht abzugrenzen suchen. Wo ich Pfallers Argumentation nicht mehr folgen konnte, war beim Thema Rauchen; wieso, warum und wie der Staat das Rauchen in öffentlichen Räumen und Gaststätten verbietet und dass Pfaller dies schwarf attaktiert, da Rauchen doch ein Ausdruck von Genuss wäre, der jedem zustehe. Dass hier aber ein staatlicher Schutzauftrag gegenüber den Nichtrauchern als Motivation zugrunde liegt, bleibt bei Pfaller als Argument völlig ungenannt. -- Im Allgemeinen halte ich das Buch für lesenswert, da es interessante Anstöße für eine kritischer Reflektion aktueller gesellschaftlicher Zustände bietet.

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