Robert Pleyer , Axel Wolfsgruber Der Satan schläft nie

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Inhaltsangabe zu „Der Satan schläft nie“ von Robert Pleyer

Geschlagen, gedemütigt und entmündigt: Mit diesen Worten beschrieb der Focus im Mai 2012 die Lebensverhältnisse bei den Zwölf Stämmen, eine Sekte, die seit Jahren in den Schlagzeilen ist. Als Robert Pleyer vor mehr als zwanzig Jahren in diese Sekte aufgenommen wurde, fühlte sich das zunächst wie eine Befreiung an. Doch bald zeigte sich, in welche Abhängigkeiten er geraten war. Denn bei den Zwölf Stämmen gelten allein die Regeln der Sektenführer, die ihre Macht auf umfassende Kontrolle stützen. Vor drei Jahren beschloss Robert Pleyer, die Gemeinschaft mit seinen Kindern zu verlassen. Nun schildert er zum ersten Mal in allen Einzelheiten sein Leben bei den Zwölf Stämmen: die gottgleiche Stellung der Ältesten, die Entmündigung der Frauen, die Gewalt an den Kindern. Sein Bericht offenbart das Unmenschliche einer Sekte, deren Mitglieder kein Privateigentum besitzen, für ihre Arbeit keinen Lohn erhalten und Ärzte nur im äußersten Notfall aufsuchen dürfen.

Jeder sollte hierüber Bescheid wissen. Erschreckend was in unserer Mitte passieren kann. Wir dürfen nicht weg sehen.

— VanCa

Authentisch, schockierend, spannend wie ein Krimi

— Einhornkeks

Erschreckend aber auch bewegend! Kann man ein solches Buch überhaupt bewerten? Jeder sollte es lesen und darüber Bescheid wissen!

— thiefladyXmysteriousKatha

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    Der Satan schläft nie

    Einhornkeks

    18. March 2017 um 23:57

    Ich fing an zu lesen und konnte nicht mehr damit aufhören. Die Beschreibung, wie der Autor in die Sekte gelangt ist, ist absolut glaubwürdig und authentisch. Dann beim Weiterlesen die detailierte Schilderung des Umgangs mit den schwächsten Gliedern der Gruppe, den Kindern. Der Schock darüber, dass so etwas in Deutschland möglich ist und der Wunsch, diese Kinder mögen nie wieder zu ihren Eltern zurück müssen. Der Autor und der Co-Autor bringen mit gut gewählten Worten, ohne Effekthascherei und persönliche Rachegelüste dem Leser nahe aus welchen Maschen religiöser Fundamentalismus und Fanatismus gestrickt sind und warum man sich in ihnen verfangen kann. Ein Buch, das lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das heilsam schmerzt.Robert Pleyer hat es geschafft sich aus dieser Gemeinschaft zu lösen und beschreibt in seinem Buch "Der Satan schläft nie" die teils widersprüchliche Denkweise der Glaubensgemeinschaft, seinen Einstieg und seine Erfahrungen schonungslos und detailliert.20 Jahre hat Pleyer bei den "Zwölf Stämmen" gelebt, seine Kinder gezüchtigt, seinen eigenen Willen in den Hintergrund gestellt und sich immer wieder fragen müssen, ob er wirklich auf dem richtigen Weg ist.Dadurch, dass er die Mechanismen dieser Gemeinschaft offenbart, ist schnell klar wieso Menschen in die Mühlen solch einer Sekte geraten. Erzwungene Harmonie, Gehorsam und eigenständiges Denken werden den Jüngern regelrecht abgewöhnt. Noch fataler ist es, wenn Gemeindemitglieder in die Gemeinschaft hineingeboren werden –die Gehirnwäsche fruchtet dann noch intensiver, was der Autor selbst erfahren musste. Seine Ehefrau lebt heute wieder in der Gemeinschaft!Ich habe dieses Buch mit viel Kopfschütteln und Entsetzen gelesen, ich war über die Züchtigungen zutiefst erschüttert. Das ein Vater sein wenige Wochen altes Kind mit der Rute schlägt war für mich nicht auszuhalten.Robert Pleyer hat es geschafft auszusteigen. Noch heute kämpft er mit den Regeln und Gebräuchen, die ihm jahrelang vermittelt worden sind. Umso beeindruckender finde ich es, dass er allen Widrigkeiten zum Trotz für seine Freiheit kämpft!

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  • Erschütternd

    Der Satan schläft nie

    lord-byron

    Robert Pleyer erzählt in seinem Buch von seinem Leben bei der Sekte der Zwölf Stämme. 20 Jahre lang lebte er nach den Regeln der christlichen Gemeinschaft und schaltete sein Gehirn ab.  Er erzählt von seiner Suche nach einer Lebensgemeinschaft, die seinen Vorstellungen entspricht. Als Hippie fühlt er sich wohl, aber das alles geht ihm nicht tief genug. Bei einem Konzert trifft er auf Leute der Zwölf Stämme und folgt ihrer Einladung. Er ist begeistert, denn genau so hatte er sich sein Leben vorgestellt. Schon kurze Zeit später lässt er sich taufen und erkennt, dass auch hier nicht alles eitel Sonnenschein ist, denn vielen was so harmonisch wirkte, ist erzwungen. Er macht sich alle Regeln zu eigen, steigt in der Hierarchie der Sekte auf und findet eine Frau, mit der er den Rest seines Lebens verbringen möchte. Aber er kommt nicht so wirklich damit klar, dass er schon die kleinsten Kinder züchtigen soll, denn das ist ein wichtiger Punkt der Gemeinschaft. Wer sein Kind liebt, züchtigt es mit der Rute. Und das von klein auf und das bei den kleinsten Verfehlungen. Ich war entsetzt zu lesen, was diese Menschen ihren Kindern antun. Und das im Namen der Liebe. Wer neu in die Gemeinschaft kommt, wird einer Art Gehirnwäsche unterzogen, wer darin geboren wird, hat keine Möglichkeit sich zu einem selbständig denkenden Menschen zu entwickeln. So ging es auch Roberts Frau. Irgendwann schaffte Robert zusammen mit seinen Kindern den Absprung, wollte sie nicht mehr länger quälen und ein leben in "Freiheit" führen. Seine Frau, die in die Sekte geboren war, schaffte den Absprung nicht. Umso schöner finde ich es, dass Robert eine neue Partnerin außerhalb der Sekte gefunden hat. Auch werden Frauen  dort eher wie Sklaven gehalten und müssen ihren Männern aufs Wort gehorchen. Ich war teilweise vom Gelesenen wirklich geschockt und habe große Hochachtung vor Robert Pleyer, denn er hat erkannt was falsch läuft und hat entsprechend gehandelt, auch wenn es ihm heute manchmal noch schwer fällt, sich in der "normalen" Welt zurechtzufinden. Ein bewegender Bericht, der hoffentlich viele Menschen zum nachdenken bringt. Ich vergebe für dieses sehr interessante, aber auch tief bewegende Buch 5 von 5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung an alle, die sich für das Thema Sekten interessieren. Leuten, die vorhaben einer Sekte beizutreten kann ich nur raten: "Bitte informiert euch vorher sehr gut und wenn von euch verlangt wird, eure Familien zu verlassen und alles was ihr besitzt der Gemeinschaft zu vermachen, dann lasst die Finger davon. Ich hoffe, das Buch kann so manchen wach rütteln. © Beate Senft                                 

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    • 19

    lord-byron

    10. November 2014 um 14:10
    joleta schreibt Ist das nicht diese Sekte, der Kinder weggenommen worden sind, weil sie sie geschlagen haben?... *überläääch

    Ganz genau Tanja.

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