Robert Pragst Verurteilt

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Inhaltsangabe zu „Verurteilt“ von Robert Pragst

Im Namen des VolkesWer Richter werden will, muss sich erst einmal drei Jahre als solcher bewähren. Der Probedienst beginnt für Robert Pragst als Betreuungsrichter beim Amtsgericht in Berlin/Weißensee. Doch gerade als er etwas Routine bekommt, wird Pragst überraschend zum Strafgericht versetzt, was ihn nicht gerade fröhlich stimmt, denn: »Das ist ja schon wieder ein ganz anderes Rechtsgebiet.« Allerdings hat er Glück und wird einem sehr versierten Strafrichter beigeordnet. Der macht ihm jedoch gleich deutlich, dass es für einen unerfahrenen Beisitzer am besten sei, sich vornehm zurückzuhalten. Pragst fragt sich, ob nun sein »Jahr des Schweigens« gekommen ist. Ganz so ist es nicht, aber es wird für ihn auch kein Zuckerschlecken. Robert Pragst berichtet über Deals in Strafprozessen, Sicherheitsfragen, das Verhältnis von Medien und Justiz und diverse Fälle.

Schöner Einblick in die Arbeit eines jungen Richters. Lässig und interessant geschrieben.

— Miringa_83

Spannend, interessant & aufschlussreich! Tolles Buch!

— lizzie123

Sehr interessant, aber nicht nur Strafrecht, sondern auch Betreuungsrecht und als Nebenstrang die Geschichte eines Drogenhändlers.

— mielikki

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  • Alltag im Gericht

    Verurteilt

    hproentgen

    29. June 2013 um 21:24

    Robert Pragst wird als Richter auf Probe eingestellt. Und wie er im Buch [[ASIN:342324903X Auf Bewährung: Mein Jahr als Staatsanwalt]] seine Erlebnisse als Staatsanwalt schildert, so schildert er jetzt den Alltag als Richter, erst als Betreuungsrichter, dann als Beisitzer bei einem Strafgericht.   Große und kleine Fälle schildert er, auch die juristischen Hintergründe, die er für Laien sehr gut zu erklären weiß. Manches sind berührende Fällen, etwa der der 99jährigen, die eine Betreuung ihres 102 Jahre alten Mannes von Gericht anfordert, weil sie selbst das nicht mehr leisten könne. Manches ist witzig, etwa der eines Mannes mit IQ 140, der jahrelang als Arzt arbeitete, ohne einer zu sein und nun eine Betreuung für sich sich und seine Finanzen beantragt, weil er sonst sein Geld schon in den ersten Tagen des Monats ausgeben würde. Oder der Fall eines derjenigen, die behaupten, das deutsche Reich existiere weiter und er sei Polizeipräsident von München, der eine Rechtspflegerin bedroht hat und nun energisch gegen sein Betreuungsverfahren vorgeht.   Auch die Strafsachen sind selten das große Kino, das wir in den Medien erleben. Betrügerische Anlageberater, Brandstiftung, um Versicherungsgelder zu kassieren, die falschen Abrechnungen in einem Heim für Asylbewerber und einen kleinen Drogendealerring, den ein Kontaktbeamter der Polizei hochgehen lässt. Leider nicht ganz entsprechend der Vorschriften, so dass einzelne Beweise nicht verwendet werden können. Diese Geschichte begleitet das ganze Buch, sie wird Schritt für Schritt verfolgt, wir erleben die Ermittlungen, die Tricks eines Verteidigers, der mit endlosen Fragen die Verhandlung erst platzen lässt, sie dann immer wieder in die Länge zieht, bis er schließlich sein Mandant niederlegt. Die Höhen und Tiefen eines Strafprozesses.   Pragst schildert auch die Probleme, etwa die bei einem Deal zwischen Gericht, Verteidiger und Staatsanwalt, der gegen ein Geständniss ein vorher ausgemachtes Strafmaß, meist mit Bewährung beinhaltet. Für das Gericht ist das weniger Arbeit, für den Angeklagten Sicherheit im Strafmaß, aber natürlich bleibt dabei die Frage offen, wieweit sich das mit dem Rechtsempfinden verträgt. Er schildert auch an einem Fall unter welchen Druck ein Gericht geraten kann, wenn aufgrund der Stellung der Angeklagten (Promi) sich das Fernsehen einmischt und oft durch Bilder eine verfälschte Darstellung bis hin zur Vorverurteilung suggeriert.   Robert Pragst versteht es, den Gerichtsalltag unterhaltsam und realistisch zu schildern. Wer den Arbeitsalltag eines Richters ungeschminkt kennenlernen möchte, ist mit diesem Buch gut bedient.   Einziges Manko: Da das Buch nicht nur die Erlebnisse beim Strafgericht schildert, sondern auch beim Betreuungsgericht und Verkehrsgericht, kann es nicht so in die Tiefe gehen, wie der Untertitel verspricht. Der suggeriert, dass es nur um die Erfahrungen als Strafrichter gehe.     Leseprobe: http://www.dtv.de/special/robert_pragst_verurteilt/leseprobe/1632/   Verurteilt – mein Jahr als Strafrichter, Sachbuch, Robert Pragst, dtv, Juni 2013 ISBN-13: 978-3423249829, Tb, 217 Seiten, Euro 14,90  

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