Robert Preis Die Geister von Graz

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Inhaltsangabe zu „Die Geister von Graz“ von Robert Preis

In Graz verschwinden nicht nur Menschen spurlos, es machen auch Geschichten von Geistern und Sagenfiguren die Runde. Armin Trost wird aus der Auszeit reaktiviert und soll die Ermittlungen leiten. Doch nicht nur die Jagd auf einen wahnsinnigen Serienkiller macht ihm zu schaffen, auch der Druck der Medien und der Hass innerhalb der Bevölkerung steigen. Weckt Trosts Geisterjagd etwa auch die alten Geister der Fremdenfeindlichkeit?

Eine Reise in die dunkle Vergangenheit... mythisch, düster, spannend!

— Ruby85

Graz von seiner dunklen Seite

— Irve

Nicht nur spannend, sondern atemberaubend packend. In diesem Krimi gibt es Lokales und Unfassbares!

— Floh

Geister mit düsterer Vergangenheit

— Günter-ChristianMöller

Super Krimi - sehr realitätsgetreu

— thora01

Wehmütige Blicke auf eine dem Verfall trotzende Stadt zwischen Ausländerfeindlichkeit und bleierner Erinnerung.

— WolfgangB

Ein Riesen-Wow-Buch! Für mich sehr beeindruckend, tief gehend und einfach phantastisch!

— Wildpony

Krimi über einen fast schon vergessenen Krieg - gruselig, intensiv, packend!

— Leserin71

Von diesem Krimi geht eine unbeschreibliche Atmosphäre aus. Ganz großes Kopfkino, das einen nicht kalt lassen kann.

— Antek

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  • Geister der Vergangenheit und Fremdenhass

    Die Geister von Graz

    Wildpony

    28. May 2015 um 07:29

    Die Geister von Graz - Robert Preis Kurzbeschreibung Amazon: Als in Graz Menschen spurlos verschwinden und Leichenteile auftauchen, wird Armin Trost aus seiner beruflichen Auszeit reaktiviert. Zusammen mit seinen Kollegen Schulmeister und Lemberg macht er Jagd auf einen wahnsinnigen Serienkiller. Dabei wird der Druck der Medien von Tag zu Tag stärker, der öffentliche Hass auf Ausländer, die mit den Taten in Verbindung gebracht werden, steigt. Schließlich führen ihn seine Ermittlungen auf den Balkan doch bis zur Lösung des Falls hat Trost nicht nur einmal mit dem Leben abgeschlossen. Mein Leseeindruck: Wow! Ein wahnsinnig spannendes und teil auch unheimliches Buch. Mich als Leser hat es an vielen Stellen sprachlos gemacht, was bei mir nicht oft vorkommt. Der Einstieg in das Buch und das Kennenlernen des Leser mit dem psychisch belasteten Kommissar Trost erfolgt sehr fließend, während man sich noch an alten Legenden und Geistererscheinungen gewöhnen muß. Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit geben weitere Motive für die grausamen Morde, die wohl passiert sein müssen, als diverse Leichenteile sowie abgetrennte Köpfe in der Geschichte auftauchen. Für mich war die Story mit jedem weiteren Abschnitt noch spannender und es war gar nicht so einfach eine Brücke zwischen Geschehnissen und Aberglauben zu bauen. Der Schreibstil des Autos ist genial - und die kurzen Abschnitte lassen das Buch leicht lesen. Sie verstärken aber auch immer durch die Sprünge zu einem anderen Abschnitt noch mehr die Spannung.   Fazit: Wieder ein absolut gelungener und super spannender Krimi aus dem Emons Verlag. Auch wenn ich den Autor noch nicht kannte weiss ich jetzt, das ich die Vorgängerbücher ebenfalls lesen werde, denn er hat mich mit diesem Buch völlig überzeugt. Kann das Buch jedem interessierten Krimi-Leser nur empfehlen. Aber ich bitte auch Vorsicht walten zu lassen, denn das Buch ist an manchen Stellen schon sehr heftig da es u.a. vom Bürgerkrieg in Kroaten erzählt. 5 Sterne für einen beeindruckenden Regionalkrimi!

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  • Manchmal holen einen die Geister der Vergangenheit ein...

    Die Geister von Graz

    Ruby85

    27. February 2015 um 16:58

    Eine ganze Weile liegen die schrecklichen Ereignisse der Ermittlungen im “Wellness-Hotel” hinter Armin Trost und seinem Team. Doch in ihm brodeln die traumatischen Geschehnisse noch stark nach, sodass er sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hat und nun wie ein Einsiedler inmitten seiner eigenen Familie lebt. Doch lang sollte ihm diese Ruhe nicht vergönnt sein, denn schon wird Graz von neuen schrecklichen Geschehnissen heimgesucht. Menschen verschwinden, einzelne Körperteile von ihnen tauchen als Talismane am Hals von Immigranten  oder einfach so an öffentlichen Plätzen auf und Obdachlose werden zusammengeschlagen. Neblig und düster die Stimmung, alte Mythen tauchen auf und Sagen werden geraunt. Die Geister der Vergangenheit seien wieder aufgetaucht und würden nun ihren Tribut fordern. Doch welche Geister? Und warum die verstümmelten Leichen? Antworten auf diese Fragen kann nur Trost mit seinem Team finden. Doch ist dieser wirklich fähig in den Dienst zurückzukehren? Wie ein Einsiedler haust er in einem Baumhaus in seinem Garten und versucht mit dem Leben klar zu kommen. Kann er in diesem zerrüttelten Zustand wirklich zwischen Wahrheit und Mythos unterscheiden und diesen Fall lösen? Die Medien kleben den Ermittlern an den Fersen und die Ausländerfeindlichkeit wächst von Tag zu Tag. Doch der Täter scheint den Ermittlern stets eine Spur voraus zu sein. Und auch privat läuft alles aus dem Ruder, vor allem, als es Trost nicht mehr gelingt, sein Versprechen zu halten und den Fall aus der Familie herauszuhalten. Nicht mal Frau und Kinder sind mehr sicher vor dem Wahnsinnigen. Schließlich bleibt Trost nur der Weg auf den Balkan, wo er sich den Geistern der Vergangenheit in einem wahnsinnigen Showdown stellt. Nicht nur einmal hat er bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Leben abgeschlossen. Doch wird er dem Tod auch diesmal ein Schnippchen schlagen und sich selbst und seine Familie retten können? Es bleibt spannend, bis wirklich ganz zum Schluss. ~ Robert Preis ist es in “Die Geister von Graz” gelungen, politisch mehr als aktuelle Themen mit sozialen Brennpunkten, Mythologie und sehr viel Spannung zu kombinieren. Heraus kam ein Krimi, der voller Tiefe steckt und sich erst nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügt. Von Seite zu Seite taucht man mehr und mehr in den Strudel aus skurrilem Glauben, schrecklichen und eiskalt berechneten Morden, krankhaften Gesinnungen und menschlicher Kaltschnäuzigkeit und man ist erschüttert, zu was die bösen Buben fähig sind und vor allem aus welchen Beweggründen heraus. Entsetzen paarte sich mit Schockiertheit, Kopfschütteln mit Verwunderung und irgendwann fiel es mir immer schwerer, das Buch wegzulegen, da ich unbedingt wissen wollte, was nun wirklich hinter den Morden steckt und ob es den Ermittlern gelingen würde, die Täter in den Griff zu bekommen. Auch die Stimme des Gewissens kommt oft zu Wort – dem Leser wird ein Spiegel vorgehalten. Ein Spiegel, in den man momentan permanent schauen müsste. Rassismus ist die Parole, die ganz groß geschrieben steht und Preis zeigt nicht zu wenig, zu was Menschen fähig sein können, wie manipulierbar, leicht beeinflussbar sie sind und wie eiskalt sie gegen andere agieren können, denen sie die Schuld am eigenen Unwohlsein geben. Irrational, aber leider nach wie vor aktuell. Brandaktuell sage ich, direkt am Puls der Zeit und so real, dass man sich komplett in die Geschehnisse hineinversetzen kann. Robert Preis ist meiner Meinung nach nicht nur ein ganz besonderer Kriminalroman gelungen, dessen Stil einzigartig ist. Denn man kann ihn genauso gut als Warnung verstehen, als Anregung, um die Augen zu öffnen und zu schauen, was auf den Straßen passiert. Sicher etwas überspitzt mit all der Mythologie, aber dennoch ist Ausländerfeindlichkeit ein Thema, was leider täglich Aufmerksamkeit verdient. Auf jeden Fall eine klare Empfehlung meinerseits für Freunde guter Kriminalromane und für diejenigen, die ihr Ohr an den Geschehnissen der Zeit haben. Realität trifft Fiktion und Spannung in einer sehr explosiven Mischung, die den Leser von Anfang bis Ende in Atem hält. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman aus der Feder von Robert Preis.

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  • *+* Graz von seiner dunklen Seite *+*

    Die Geister von Graz

    Irve

    Liebe Lesefreunde, . eigentlich hatte sich der Ausnahme-Ermittler Armin Trost für ein Weilchen zurückgezogen…zumindest war dies sein Plan. Zu hart war sein letzter Fall „Graz im Dunkeln“. . Das habe ich ihm sofort angesehen, als ich seinen Chef begleitete, um Trost wieder für den Dienst zu akquirieren. Ich hätte ihn fast nicht wieder erkannt. Aber wer aus tiefstem Herzen Verbrechen bekämpft, kann halt nicht zusehen, wie dieser grauselige Fall den Kollegen zu entgleiten droht….und so ging er mit, um sein Team zu unterstützen. .  Schlimme Dinge passierten derzeit in Graz, welche der eigentlich schönen Stadt einen sehr düsteren und hoffnungslosen Anstrich verpassten. Köpfe rollten, auch andere Körperteile tauchten auf und mir schauderte es manchmal vor dem Weiterlesen. . Ich fragte mich nach dem WER? Und dem WARUM? und war wirklich sehr angespannt, ob Armin es wohl packen würde…. .  Nichts genaues wusste ich, aber eine Ahnung hatte ich…so diffus, dass es eher ein Bauchgefühl war. Es hat mich letzten Endes zwar nicht getrogen, aber wie kaltschnäuzig die weiten Kreise an Folgen, die die Todesfälle nach sich zogen, geplant waren, machte mich noch ein vielfaches fassungsloser als die Taten an sich…und die waren schon schaurig genug. .  Sehr geschickt konfrontiert Robert Preis seine Leser mit einigen aktuellen Brandpunktthemen der Gesellschaft. Ich konnte die Gedankengänge seiner bösen Buben durchaus nachvollziehen, war aber übelst entsetzt über die Wahl der Mittel einiger Protagonisten. Ebenso wie über die Dreistigkeit, durch geschicktes Taktieren die eigenen Verfehlungen anderen kaltschnäuzig in die Schuhe zu schieben. .  Dieser Kriminalroman ist durchsetzt von Kritik an Politik und Gesellschaft. Sei es durch die Beschreibung der Tatsachen, die Stimme des Gewissens, die Einbildungen, die ab und an bei Armins Überlastungen eintraten, der Autor hält immer wieder mehr oder weniger deutlich ganz großartig dem Leser einen Spiegel vor… . Der anfängliche Grusel legte sich zum Glück bald und machte Platz für einen sehr skurillen Fall rund um Armin Trost und sein Team, der geschickt zwischen phantastischem Entsetzen und realem Wahnsinn Achterbahn fuhr. .  Der Schreibstil ist so eigenwillig wie der außergewöhnliche Ermittler selbst, was aus dem Buch – übrigens mehr Roman als Krimi – eine runde Sache macht. . Die Charaktere sind sehr individuell und eigen, haben einen hohen Wiedererkennungswert, wirken durch ihre Schrullen aber sehr real und lebendig. . Der Freund „klassischer“ Krimis wird möglicherweise etwas Zeit brauchen, um mit Armin Trost und diesem Fall warm zu werden. Wenn man sich jedoch auf die besonderen Typen und die spezielle Schreibe des Autors einlässt, wird man mit einem sehr interessanten Fall belohnt. . Infos zum Buch: „Die Geister von Graz“ von Robert Preis ist im Oktobr 2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-95451-446-5 im emons-Verlag erschienen. Der Kriminalroman umfasst 272 Seiten und ist auch als eBook erhältlich. .  Inhalt: Als in Graz Menschen spurlos verschwinden und Leichenteile auftauchen, wird Armin Trost aus seiner beruflichen Auszeit reaktiviert. Zusammen mit seinen Kollegen Schulmeister und Lemberg macht er Jagd auf einen wahnsinnigen Serienkiller. Dabei wird der Druck der Medien von Tag zu Tag stärker, der öffentliche Hass auf Ausländer, die mit den Taten in Verbindung gebracht werden, steigt. Schließlich führen ihn seine Ermittlungen auf den Balkan, doch bis zur Lösung des Falls hat Trost nicht nur einmal mit dem Leben abgeschlossen. Quelle: Emons Verlag

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    • 2
  • Vielschichtige Ermittlungen und packende Spannung mit unglaublicher Erkenntnis!

    Die Geister von Graz

    Floh

    Dieser Österreichische Regionalkrimi wurde mir, als Krimi- und Thrillerfan, empfohlen und nahegelegt. Ich bin froh, dieser Empfehlung nachgekommen zu sein! Denn in "Die Geister von Graz" nimmt uns Autor Robert Preis nicht nur mit in das idyllische Städtchen Graz und Landeshauptstadt der Steiermark, sondern er nimmt uns Leser mit in dunkelste Abgründe und erschreckendste Vergehen mit vielschichtigen Ermittlungen mit dem sympathischen Ermittler Armin Trost. Bei einem neuen Regionalkrimi, auch wenn dieser nicht in meiner Region spielt, muss ich einfach zugreifen. Erschienen im emons Verlag (http://www.emons-verlag.de/) Inhalt: "Als in Graz Menschen spurlos verschwinden und Leichenteile auftauchen, wird Armin Trost aus seiner beruflichen Auszeit reaktiviert. Zusammen mit seinen Kollegen Schulmeiser und Lemberg macht er Jagd auf einen wahnsinnigen Serienkiller. Dabei wird der Druck der Medien von Tag zu Tag stärker, der öffentliche Hass auf Ausländer, die mit den Taten in Verbindung gebracht werden, steigt. Schließlich führen ihn seine Ermittlungen auf den Balkan doch bis zur Lösung des Falls hat Trost nicht nur einmal mit dem Leben abgeschlossen." Schreibstil: Der Schreibstil des Autors Robert Preis gefällt mir sprachlich von anfang an sehr gut, der Autor weiß wo er sich bewegt, und was er mitteilen will. Selbstbewusst und mit einem Spürsinn für Spannung und Entsetzen, gerade in den unglaublich perfiden Mordfällen, greift er die Story und die Geschehnisse auf und sorgt für haltlose Neugier beim Leser. Wenn der Autor Robert Preis von seinem Graz, vom Leben dort, von der scheinbaren Idylle, von der Beschaulichkeit und dem Lokalcharakter, der Vegetation und Geflogenheiten berichtet und unheimlich interessante Passagen und Fakten bringt, dann habe ich das Gefühl, dieser Autor ist sich seiner Schreiberei absolut sicher. In den Ermittlungen des sympathischen Ermittlers Armin Trost, in seinen Bemühungen, seiner Sorge, den Befragungen und auf der Suche nach Antworten, was oder besser gesagt wer zu diesen grausammen Taten im Stande ist, wo die Motivation liegt, das Profil, der Zündstoff und die weiteren Pläne, bringt der Autor den Krimi sehr nahe an den Leser heran. Er lässt den Leser an all den Mutmaßungen und der Polizeiarbeit teil haben, er bezieht den ratlosen und mit ideenbespikten Leser mit ein und sorgt so für Kurzweil und Zugehörigkeit im Team. Dieser Krimi dringt tief in die Charaktere und deren Psyche ein. Der Krimi von Autor Robert Preis liest sich leicht und flott, der Leser kann sich gut an die Seite von Kommissar Trost stellen und spürt genau, welcher Motivation und welchem Instinkt er bei seinem Recherchen folgt um die tragischen und aufwühlenden Mordfälle aufzuklären und Antworten zu finden und um die Lücken der Ahnungslosigkeit zu schließen. Einziges Manko für mich hier besteht darin, dass viel Lokaltouch auch in der Sprache, den Redewendungen und Ausdrücken zu finden ist. Das erschwert den Lesefluß an einigen wenigen Stellen, sorgt aber bei der Handlung für keinerlei Einbuße oder Abbruch. Krimiautor Robert Preis besitzt einen ganz besonderen Stil, das zeigt sich schon nach wenigen Seiten in seinem sehr detaillierten und mit Ländercharakter untermalten Ausführungen. Die ersten Seiten werfen erste Fragen auf, hier ist der Leser zum Mitdenken und Mithandeln animiert. Das ist spannend und macht Lust auf mehr. Der Klapptext lässt eine vielversprechende Story erwarten, und so setzt es der Autor auch im Verlauf der Handlung um. Autor R. Preis beschreibt das Geschehen aus unterschiedlichen Standpunkten, er wechselt geschickt die Perspektiven aus Kommissar Armin Trost und dem Gedankengut des Serienkillers. Loben möchte ich auch, dass Robert Preis mit seiner Art des Schreibens und des Umschreibens und mit seinem feinen Händchen Bilder im Kopf des Lesers erzeugt und lebendig werden lässt. Das Geschilderte ist so nah und sehr real, besitzt erschütternde Tiefe und Emotionen. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang und die Wortwahl angenehm und flüssig, wenn man die österreichische Mundart kennt und versteht. Aber hier gibt es für mich glücklicherweise nur einige Passagen, die diesen Lokalcharakter bergen. Keine schwere oder anspruchsvolle Kost. Auflockerung bringen die unterschiedlichen Sichtweisen und die grandiosen Schauplätze in Grazer Idylle. Charaktere: Robert Preis hat eine zunächst angenehm überschaubare Anzahl von Potagonisten erschaffen, die sehr authentisch und sehr real wirken, aber anfangs schwer einzuordnen sind. Allen voran natürlich die Familien der Opfer, die Augenzeugen, der Ermittler Armin Trost, die Gedankenwelt des Killers, und die Menschen im sonst so beschaulichen Graz, die in Angst und Schrekcen den Ermittlungen beistehen wollen.  Alles scheint zunächst nach einem Serienmord auszusehen, doch schnell werden die mysteriösen Umstände der Fälle sichtbar, kaum Spuren, düsterer Nebel, wie von Geisterhand verschwinden die Opfer und tauchen als regelrechtes Puzzleteil an öffentlichen Plätzen wieder auf! Ermittler Armin Trost stößt auf Ungereimtheiten und fängt in der Vergangenheit und Historie an zu bohren....Schlimmste Angründe tun sich hier auf, die alles von Trost abverlangen, Fingerspitzengefühl, Takt und Hintergrund. Für Armin Trost ist dieser Fall körperlich und emotional eine Zereissprobe, die ihn an das Gute im Menschen und im Geiste zweifeln lässt. Hier bietet der Autor R. Preis durch die Augen des wehementen Kommissar Trost großes Kopfkino, was mir sehr gut gefällt. Dann erleben wir die ganze Dorfgemeinschaft, wie sie so typisch ist. Wir treffen alte Bekannte aus der Kindheit der Opfer, wir treffen auf Übersinnliches, geraten ins Zweifeln und wissen nicht mehr, wem oder welcher Macht man glauben kann. Alles wirkt, wie sie realer nicht sein könnte, obwohl alle Indizien für das Unfassbarste und Übersinnlichste sprechen.... Nach und nach deckt Trost bei seinen Recherchen neues auf, und sein Puzzle nimmt erschreckende Formen an. Wir erfahren aus den Einzelschicksalen von Damals und das Hier und Jetzt. Auch die vielen interessanten Nebenrollen sind mit viel Herz und Sinn erschaffen und bieten eine vollkommen runde Kullisse, aber auch sagenhaftes Potential. Schauplätze: Hier glänzt der Autor mit gutem Geschick, ein besonderer Pluspunkt. Denn Robert Preis bringt seine alte Heimat und Kinderstube an die Leser. Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, sonst so idyllisch und in laufenden Bahnen, bis diese mysteriösen Funde und Vermissten für Aufruhr und Schrecken bei den Anwohnern und Betroffenen sorgen. Zudem spielt der Autor mit den hiesigen Sitten und Bräuchen, was mir sehr gut gefällt. Die Landschaft, das traute Heim, die winterliche Natur, die Flüsse und Seen, das Gefühl und die Eindrücke Österreichs. Viel regionaler Einfluß und Lokalkolorit verwebt der Autor in seine Handlung. Äußerst interessant und für mich eine tolle Besonderheit in dem erschreckenden Verlauf der Recherchen und Ereignisse. Der Autor Preis bietet aber nicht nur örtliche Kulissen, er bietet dem Leser auch einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen und übersinnlichen Kräften. IHier hat Robert Preis eine galante Mischung aus Handlungsorten erschaffen, die gut harmonieren und zu einer runden und spannenden Story verwoben sind. Meinung: Ein Krimi sollte für meinen Geschmack so spannend sein, dass es nicht erscheint, als würde man einen Roman oder eine Erzählung lesen, hier hat es der Autor geschafft, mich zu überzeugen, durch intensive Polizeiarbeit und Ermittlungen, durch Mutmaßungen, faslche Spuren, neue Puzzlestücke und die Frage nach Wahn und Wirklichkeit. Ein kleiner Minuspunkt ist für mich die teils speziellen Redewendungen und die Mundart, die jedoch nicht die Handlung an sich stören, aber den Lesefluß kurzzeitig hemmen. Der Prolog und der Klapptext waren so appetitanregend, dass sich der Autor gleich zu Beginn eine Leserin gewonnen hat. Man kann gar nicht anders als weiterlesen. Eine Mischung aus Mystik und Unfassbarkeiten. Autor Robert Preis hat mich mit seinen fast filmreifen und bildhaften und sehr angenehmen Schreibstil überzeugt und mich mehr als begeistert, er hat einfach den Lokaltouch, den ich auch in diesem Krimi für mich erhofft habe, mal von der Mundart an wenigen Stellen abgesehen. Das zeigt sich auch an den Schauplätzen, Namen und Geflogenheiten. Zudem hat R. Preis tolle Schauplätze und sehr intensiv und eindringliche Charaktere erschaffen. Eine Mischung aus Sympathie, Unverständnis, Überraschungen und Verständnis. Sehr wunderbar abgestimmt. Zudem ist der Beginn des Buches ganz besonders. Großes Kopfkino und viele Facetten. Kommissar Armin Trost mit seinem Team ist ein angenehmer Charakter, der den Leser sofort an seine Seite stellt. Cover / Buch: Das Cover, so besonders wie speziell. Das Cover passt mal wieder wunderbar in das Verlagsprogramm. Einen Blick in das muntere Leben von Graz. Zwar beginnt die Handlung im trüben Winter, und hier laufen die Passanten in sommerlicher Kleidung, aber das fällt sonst nicht weiter auf. Der Titel macht neugierig und der Klapptext verspricht Krimi, Mystik und Ermittlungen pur! Der Autor: "Robert Preis wurde 1972 in Graz geboren und ist dort aufgewachsen. Nach dem Studium in Wien und einem längeren Auslandsaufenthalt in Kroatien lebt er heute mit seiner Familie wieder in der Nähe seiner Heimatstadt. Er arbeitet als Journalist bei einer Tageszeitung und schrieb zahlreiche Sachbücher und Romane. www.robertpreis.com " Fazit: Der Krimi ist definitiv sehr mystisch, unfassbar und verworren, wenig komplex, aber intelligent vereint. Dieses Werk besitzt viel genutztes Potential und enorme neuartige Spannung. 4 Sterne für die grandiosen Stärken im Buch und dieses wunderbare Krimierlebnis der anderen Art!.

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    • 3

    NiWa

    23. January 2015 um 08:12
    parden schreibt Reizt mich trotz Deiner tollen Rezension irgendwie nicht...

    Schließe mich an, an Krimis bin ich derzeit weniger interessiert.

  • Leserunde zu "Die Geister von Graz" von Robert Preis

    Die Geister von Graz

    RobertPreis

    Hallo, Es ist wieder soweit und meine Aufregung ist groß :-)! Soeben ist mein neues Buch - der Krimi "Die Geister von Graz" - erschienen und ich würde mich sehr freuen, es mit Euch zu besprechen und darüber zu plaudern. Im Rahmen dieser Leserunde möchte ich Rede und Antwort stehen und Einblick in meine Arbeit geben. Ich werde versuchen, stets so rasch wie möglich zu antworten.   Der Emons Verlag ist so freundlich und stellt 15 Exemplare kostenlos zur Verlosung zur Verfügung - einzige "Bedingung": Bitte stellt Eure Rezensionen zum Buch im Netz zur Verfügung! Eine große Hilfe wäre auch, wenn ihr Blogger seid und das Ding entsprechend weitererzählt ;-). Am Montag, 20. Oktober, gleich nach dem Frühstück, nenne ich die Gewinner, die dann selbstverständlich sofort mit den Büchern beliefert werden. Natürlich können im Anschluss daran aber auch alle anderen, die das Buch lesen, in der Leserunde mitdiskutieren und plaudern. Ich freue mich schon sehr auf den regen Austausch - und hoffe auf viel Feedback. Zum Inhalt des Buches: In "Die Geister von Graz" steht wie in den Vorgänger-Krimis "Trost und Spiele" und "Graz im Dunkeln" wieder Chefermittler Armin Trost im Mittelpunkt. In Graz verschwinden Menschen spurlos, dann tauchen plötzlich Körperteile auf. Trost wird aus der Auszeit, die er nach dem letzten Abenteuer brauchte, reaktiviert und in einen Fall geworfen, der alte Geister weckt. Und nicht nur das. Manche tötet er auch. Mit anderen Worten: Es geht um uralte steirische Legenden, um den wieder erstarkten Geist des Fremdenhasses und um eine Reise an die serbische Grenze. Dorthin, wo die wirklich gruseligen Geschichten hausen. Ob Trost das überlebt? Ob seine Familie das durchsteht? Ob ... Rechtzeitig vor dieser Leserunde wurde auch meine adaptierte Homepage fertig. Ich würde mich auch hier über Feedback sehr, sehr freuen (vielleicht als Überbrückung bis zur Verlosung?) - und da ich mich auch auf Facebook gerne herumtreibe lade ich euch, mich auch dort zu besuchen. Gut, das wär`s soweit. Jetzt hab ich euch quer durchs Netz gelotst - dann bleibt mir ja nur, Euch viel Glück für die Verlosung zu wünschen. Bis dahin, alle Gute! Robert Preis

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    • 428
  • Außergewöhnlicher Krimi

    Die Geister von Graz

    Talitha

    07. December 2014 um 18:42

    Zum Inhalt: Als in Graz Menschen verschwinden, die als Leichenteile wieder auftauchen, wird der beurlaubte Inspektor Trost reaktiviert. Zwischen sozialen Unruhen, Aberglaube, Fremdenhass und Wahnsinn muss sich Trost nun auf die Spur des Mörders machen, was ihm fast zu misslingen scheint und schließlich in Lebensgefahr bringt... Zum Stil: Ein atmosphärisch sehr dichter Krimi, super geschrieben, mit interessanten und kauzigen bis schrulligen Charakteren, durchgehend spannend und zum Mitraten geeignet. Mein Fazit: Auf jeden Fall für Krimifans zu empfehlen, die es düster und auch etwas gruselig mögen. Mir hat vor allem die morbide Atmosphäre von Graz gefallen.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • Geister der Rache

    Die Geister von Graz

    Günter-ChristianMöller

    01. December 2014 um 14:39

    In der Stadt Graz verschwinden Menschen und bald darauf tauchen Leichenteile auf, die offenbar von den Verschwundenen stammen. Das zuständige Mordermittlungsteam tappt ohne seinen Chefinspektor Trost im Dunkeln. Da offenbar keine Aussicht auf die Lösung des Falles besteht, muss der erkrankte Chefermittler Trost unbedingt wieder reaktiviert werden. Aber Trost zögert, denn er hat sich von dem letzten schwierigen Fall noch nicht so recht erholt. Er pendelt noch zwischen Familie und Baumhaus hin und her. Doch sein Vorgesetzter redet ihm gut zu, fleht ihn an und droht. Schließlich ergibt sich Trost in sein Schicksal und übernimmt die Sache. Trost ist ein Ermittler, der sich sein Leben wirklich nicht leicht macht. Er folgt zwar erfolgreich seiner Intuition und dem Instinkt, wenn er jedoch eine Gefahr riecht, dann marschiert er allein und zügig darauf los. Dabei sind seine Fähigkeiten im Kampf recht begrenzt. Eins muss man ihm allerdings lassen: Eine Katze hat sieben Leben, Trost hat noch ein paar mehr. In diesem Buch hat er es mit Gegnern zu tun, bei denen er all sein Glück verbraucht. Und sein neuer Chef, sieht seine größte Befriedigung im Job darin, den Untergebenen einen Sattel auf den Rücken zu schnallen, auf dem er die Karriereleiter hoch galoppieren kann. Er unterstützt Trost bei seinen Versuchen, in Gefahr umzukommen auf das wohlwollendste. Dabei hat Trost seiner Frau versprochen, heil und in einem Stück nach Hause zu kommen. Stattdessen landet er immer öfter im Krankenhaus. Die Handlung ist mit einem stark überdurchschnittlichem Spannungbogen gestaltet. Deshalb kann es nur eine unbedingte Leseempfehlung für das Buch geben, mit allen 5 Sternen.

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    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Rache und Fremdenhass

    Die Geister von Graz

    thora01

    17. November 2014 um 20:24

    Armin Trost ein suspendierter Poliziest verbringt seine Tage geruhsam in seinem Baumhaus. Das ändert sich schlagartig als in Graz mehrere Leichenteile gefunden werden. Der neue Abteilungsleiter reaktiviert Trost wieder in den aktiven Dienst damit er mit seien Kollegen diesen verzwickten Fall lösen kann. Während der Ermittlungen gerät Trost immer wieder in die Schusslinie von Straftätern. Kann er diesen Fall lösen und die Eskalation des Fremdenhasses stoppen? Ich fand diese Story einfach nur spitze. Der Autor beginnt sehr spannend und kann diese Nivau wirklich bis zum Schluss durchhalten. Durch mehrere Finten gelingt es ihm die Leser immer wieder vom Täter abzulenken. Ich fand die Person Armin Trost sehr sympathisch geschrieben. Die Umgebung in der der Roman spielt ist sehr nahe an der Realität angesiedelt. Ich war selbst schon an einigen dieser Handlungsorten und konnte sie eindeutig in diesem Buch wiederfinden. Ich kann jedem der Kriminalfälle liebt dieses Buch sehr empfehlen.

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  • Geisterjagd in Graz

    Die Geister von Graz

    schidan20

    Robert Preis hat mit "Die Geister von Graz" bereits den dritten Kriminalroman rund um Armin Trost veröffentlicht. Inhalt: In Graz tauchen an verschiedenen Plätzen Leichenteile auf und Menschen verschwinden spurlos. Daraufhin wird Armin Trost aus seiner Auszeit reaktiviert. Mit seinen Kollegen Schulmeister und Lemberg macht er Jagd auf einen irren Killer. Der öffentliche Hass auf Ausländer, die mit den Taten in Verbindung gebracht werden, steigt. Schließlich führen Trosts Ermittlungen ihn auf den Balkan, um dort der Lösung näher zu kommen. Der neue Fall von Armin Trost verwischt die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, und Graz zeigt sich von seiner düsteren Seite. Zitat: "Einen öffentlichen Tod hatte er nie gewollt. Er hatte sich immer vorgestellt, dass das Dahinscheiden ein stiller Moment sein sollte. Still und schmerzlos und nicht so grauslich anzusehen wie das, was nun folgen würde." Meine Meinung: Ein brandaktueller Politkrimi mit Themen wie Rassismus, Bettlerverbot, etc. Spricht genau die Problematik von heute an. Aber auch der Aberglaube wird in diesem Buch groß geschrieben. Ein bisschen weniger hätte ihm gut getan. Teilweise ist es sehr spannend, teilweise aber auch etwas überzogen (Sagengestalten, Schutz vom bösen Blick, etc.). Die Geschichte an sich ist total in Ordnung und trifft den Zeitgeist. Vor allem die Passagen über den Balkankrieg nimmt einen sehr mit. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig - die österreichischen Begriffe finde ich wunderbar. Die Kapitellängen sind optimal. Charaktere: Armin Trost, ein grandioser Ermittler mit Ecken und Kanten, guter Intuition, beißt sich in einem Fall fest, hat aber privat einige Probleme). Schulmeister und Lemberg ergänzen das perfekte Team. Fazit: Ein kurzweiliges Lesevergnügen, zum Weiterempfehlen :-)

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    • 2

    Miamou

    14. November 2014 um 15:21
  • Eine Atmosphäre die Geistern aller Ehre gereicht und einen regelrecht ins Buch zieht

    Die Geister von Graz

    Antek

    Ich habe selten einen Krimi gelesen, der mich mit seiner optimal dargestellten gruseligen Atmosphäre so gefesselt hat. Die Geister von Graz haben sich den Namen und ihre fünf Sterne wahrlich verdient. Es beginnt höchst mysteriös. Eine Frau geht mit ihrem Mann spazieren, eine gruselige Figur, die mit ihren verdrehten Füßen einer Sage entsprungen sein könnte, taucht auf und schon ist der Mann verschwunden. Dann geht es erschreckend weiter, denn in ganz Graz tauchen Leichenteile auf. Ein Ohr in der Straßenbahn, ein Finger, den sich zu allem Greul noch ein Bettler gegen böse Blicke um den Hals gehängt hat, und das Grausamste ist zweifellos der Kopf, der über den Bahnhof rollt.  Klar dass, sich die Medien auf diese Sensation stürzen und gewaltigen Druck aufbauen. Vor allem wird auch lauthals gegen Ausländer und Bettler gehetzt, die bestimmt für die grausamen Taten verantwortlich sein müssen. Trost, der beste Ermittler, ist zwar im Krankenstand, aber bei diesem außergewöhnlich brutalen Fall muss er ran und daher wird er kurzerhand reaktiviert.  Wird es ihm gelingen den Mörder zu finden, bevor die Stimmung in Graz völlig umkippt? Mich hat dieser Krimi wirklich von Anfang bis Ende richtiggehend gefesselt. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Autor ist Meister darin, Atmosphäre zu schaffen und da ist alles mit vertreten. Bei der mystischen Atmosphäre angefangen, ich wusste stellenweise wirklich nicht mehr was real und was nur eingebildet ist, geht es weiter mit gruseligen Szenen. Z.B. muss Trost im Rahmen seiner Ermittlungen nach Kroatien reisen. Die Stadt trägt den Spitznamen Geisterstadt und die Beschreibung macht dem Namen wirklich alle Ehre. Mir ist es beim Lesen regelrecht kalt den Rücken hinunter gelaufen. Immer wieder kommt auch ein Mann namens Hass zu Wort, der sich völlig in seinen Ausländerhass hineinsteigert und mit seinen „Säuberungsplänen“ für Graz Angst und Schrecken verbreitet. Über Mitleid, das sowohl mit den Hinterbliebenen der Opfer, als auch mit Trosts Frau Charlotte geschürt wird, bis hin zu unglaublicher Spannung ist wirklich alles mit dabei.  Kurze knackige Kapitel, häufige Szenenwechsel, es zieht einen richtig ins Buch und bei Trosts eigenwilligen Ermittlungsmethoden musste ich vor Spannung stellenweise echt die Luft anhalten. Ebenso wie der ganze Krimi ist auch der Ermittler Trost sehr außergewöhnlich, ganz anders eben. Ganz klar er ist ein richtiger Einzelkämpfer, ob ihm das selbst so gefällt, da bin ich mir nicht sicher.  Aber trotzdem er bestimmt nicht Everybodys Darling ist und mit sympathischen Seiten nicht glänzt, geht von ihm ein Reiz aus, sodass ich ihn als Ermittler wirklich toll fand. Volle Leseempfehlung für diesen ausgezeichneten Krimi

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    • 4

    Miamou

    14. November 2014 um 15:19
  • Graz im Nebel

    Die Geister von Graz

    Bellexr

    Der eisige Januar mit viel Nebel hat Graz fest im Griff. Zu einer geisterhaften Atmosphäre sorgen dann auch noch Leichenteile, die überall in der Stadt auftauchen. Als am Bahnhof dann auch noch ein Kopf entdeckt wird, wird Armin Trost aus dem Krankenstand zurückgeholt, um fortan mit Kollegen Schulmeister und Lemberg auf die Jagd nach dem perfiden Serientäter zu gehen. Akribische Ermittlungsarbeiten führen Trost letzthin auf den Balkan und bis er dorthin reist, hat der Kommissar schon mehr als einmal mit seinem Leben abgeschlossen.   Geister und Hexengeschichten kursieren in Graz seit Leichenteile überall in der Stadt aufgefunden werden und teilweise als Abwendung von bösen Geistern von Menschen sogar getragen werden. Gleichzeitig macht irgendjemand Jagd auf ausländische Mitbürger, verletzt sie schwer und flüchtet anschließend unerkannt. In der Stadt brodelt es und die Medien hetzen entsprechend gegen die Polizeiarbeit, die ihrer Meinung nach viel zu langsam vonstattengeht.   Eine durchweg beklemmende, oftmals regelrecht gruselige Stimmung baut Robert Preis in seinem Kriminalroman auf. Geschickt fügt der Autor Märchen und Gruselgeschichten aus der Region mit ein und spielt mit dem Aberglauben der Menschen. Gleichzeitig greift Robert Preis aber auch das nach wie vor leider aktuelle Thema der Fremdenfeindlichkeit auf und zeigt dabei beide Seiten der Medaille.   Die Story erzählt der Autor atmosphärisch dicht, fesselnd und jederzeit sehr unterhaltsam. Für einen Kriminalroman entwickelt sich die komplexe, hervorragend durchdachte Geschichte durchweg spannend, selbst dann noch, als man durch kleine Hinweise sehr früh schon weiß, bei wem es sich um den Täter handelt. Denn trotz der frühen Kenntnis des Mörders, ist einem sein Motiv für seine grausamen Taten erst zum Ende hin klar, welches Robert Preis schlüssig erzählt.   Fazit: Die Geister der Vergangenheit kehren zurück. Atmosphärisch dicht und komplex erzählter Graz-Krimi.

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    • 2

    RobertPreis

    13. November 2014 um 15:20
  • Die Geister von Graz

    Die Geister von Graz

    LimitLess

    11. November 2014 um 21:05

    In Die Geister von Graz lässt Robert Preis seinen Mordermittler Armin Trost bereits zum dritten Mal auf die Verbrecher los. Für mich war hier der Schauplatz, der Tatort, wieder ausschlaggebend dafür, dass ich mich mit großem Interesse den Ermittlungen zugewandt habe. Graz ist eine wichtige Stadt in meinem Leben und so war es besonders spannend den Figuren durch bekannte Straßen und Gassen zu folgen. Graz an sich hat mir im zweiten Band nämlich noch sehr gefehlt. Hier, in Teil drei, kam ich voll auf meine Kosten! Es war schon etwas gruselig, wenn Verbrechen an Orten geschehen, die man so gut kennt und diese Verbrechen mir als Leserin zur Gänze offen beschrieben werden. Mal schauen, ob ich den Bahnhof immer noch mit gleichen Augen sehen kann, als vor dem Lesen... Abgesehen vom spannenden Orten, kamen nur eher wenige richtig spannende Szenen vor. Auch die Ermittlungen an sich haben sich etwas in die Länge gezogen und irgendwie wurde ich lange nicht warm mit der ganzen Situation. Ich musste mich oft überwinden weiterzulesen, was ich persönlich sehr schade fand. Vielleicht lags auch etwas daran, dass ich mit Trost als Hauptcharakter etwas unschlüssig war und er mir nicht ganz so gut gefallen hat, wie in Teil 2. Seine kaputte Psyche war mir dann doch zu anstrengend. Der Krimi wird sehr dicht erzählt, ohne viele Ausschweifungen oder Nebenhandlungen und Preis hat mit seinem Schreibstil und seiner Kunst, durch wenige Worte und gezielt gesetzte Details eine gewisse Atmosphäre zu erschaffen, wirklich Großartiges geleistet! Das Buch ist in sechs Teile gegliedert, enthält aber innerhalb dieser Kapitel Abschnitte, die meistens sehr kurz gehalten sind, und man daher mit der Aufmerksamkeit gut am Ball bleibt. Außerdem verleiten sie dazu, mehr am Stück zu lesen. Neben Trost bekommen auch andere Figuren die Chance einen Teil der Geschichte aus ihrer Sicht zu erzählen, das lockert das Ganze auch ein wenig auf. Die Aktualität der behandelten Themen ist erschreckend. Als Leser wird man mit Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit der übelsten Art konfrontiert und über den Balkankrieg vor 20 Jahren ca. bekommt man eine kleine Auffrischung in Geschichte. Gerade die Erzählungen vom Krieg waren sehr interessant. Noch gar nicht so lange her und doch redet kaum noch jemand darüber oder ist im Bewusstsein der Nachbarvölker. Wenn die vorkommenden Erzählungen wirklich so ähnlich abgelaufen sind damals, ist es einfach unglaublich. Fazit Ein gelungener, lesenswerter Krimi, bei dem mir leider doch noch etwas für den 5. Stern gefehlt hat. Eine erschreckende Mahnung, wie weit Hass gegenüber Fremden gehen kann und wie schnell er auch auf Freunde umschlagen kann. Graz zeigt sich von seiner düsteren Seite und fordert so manche Geister der Vergangenheit heraus, denen man sich stellen muss, um sie zu vertreiben.

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  • Wenn Bruce Willis ein Steirer wäre

    Die Geister von Graz

    WolfgangB

    Klappentext Graz, Jänner 2014. Kälte, Blitzeis und die ständige Debatte, ob das Betteln auf den Straßen der Stadt in Ordnung ist oder nicht. Und dann verschwinden plötzlich Menschen. Kurz darauf tauchen Körperteile auf. Alles geht schnell. Horror-Geschichten alter Legenden kursieren. Aberglaube grassiert. Steigert sich zum Hass. Gegen Fremde. Gegen Bettler. Bis ein abgetrennter Kopf in der Grazer Bahnhofshalle auftaucht. Der Autor Der 1972 in Graz geborene Robert Preis blickt auf eine langjährige Erfahrung im Journalismus zurück und arbeitet als Redakteur bei der "Kleinen Zeitung". Als Mitglied des Syndikats, einer Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, veröffentlichte er mit seinem Protagonisten Armin Trost bereits die Bände "Trost und Spiele" sowie "Graz im Dunkeln". Gedanken des Rezensenten Die Sprache des Autors zeichnet sich durch einen außergewöhnlich dichten, ganz offensichtlich durch die berufliche Tätigkeit als Zeitungsredakteur geprägten Stil aus, mit dem viel an Information in jeden Satz gepackt wird und der dem Leser ein großes Maß an Aufmerksamkeit abverlangt. Hinzu kommt die kreative Arbeit mit Synonymen und Umschreibungen, die oft nicht deckungsgleich mit dem bezeichneten Gegenstand sind. Infolgedessen wird die denotative Begriffsebene noch durch eine konnotative bereichert, auf der emotionale Inhalte transportiert werden. Der Roman ist in sechs mit markanten Schlagworten (Schrecken, Versprechen, Schauergeschichten, Furcht, Raserei, Tod) betitelten Abschnitte unterteilt, unter denen wiederum eine zweiter hierarchische Schicht mit numerierten Kapiteln angesiedelt ist. Während die Abschnitte dem Autor als Orientierungshilfe zu dienen scheinen, werden die Kapitel geschickt eingesetzt, um durch Szenenwechsel eine filmische Dramaturgie zu erzeugen. Nicht nur dienen diese kleinen Zäsuren alle zwei bis drei Seiten dazu, Sprünge in Zeit, Ort und Perspektive zu absolvieren, hier werden auch kurze Kommentare zum Zeitgeschehen eingeflochten, Gedanken und innere Monologe gewälzt, die an den Minimalismus Don Winslows erinnern. Zudem läßt der Autor die Gelegenheit nicht verstreichen, die Struktur als Stilmittel zum Spannungsaufbau zu nutzen, indem die Erzählung an entscheidenden Stellen unterbrochen und erst in einem späteren Kapitel fortgesetzt wird. Einen wesentlichen Anteil - zu signifikant, um bloßer Ornat zu sein - nehmen jene Kapitel ein, die Lokalkolorit der steirischen Landeshauptstadt vermitteln. Tatsächlich erweist sich der Roman als raffiniertes Gewebe, in dem spannender Kriminalfall und das Stimmungsbild einer sich mühsam am Leben erhaltenden Stadt eng miteinander verflochten sind. Ohne langatmig zu dozieren, drosselt der Autor immer wieder das Erzähltempo, um im Stile einer Glosse auf offene gesellschaftliche Wunden hinzuweisen. Teils kommentierend, teils neutrales Faktenwissen replizierend, schafft er sich somit eine wehmütige Hommage an seine Heimatstadt. Robert Preis schlüpft dabei engagiert in die Rolle eines Chronisten, wie sie jeder menschliche Lebensraum hervorbringt, der es sich zur Aufgabe erhebt, jene Erinnerungen und Emotionen zu artikulieren, die durch die Lebensumstände von Ort und Zeit den Biographien der Bewohner eingeschrieben werden. Preis zeichnet das Portrait der kleinen Murmetropole mit sterbenden Stadteilen, zeigt Verwahrlosung, Ressentiments gegenüber anderen Volksgruppen, sowie ein schwindendes Sicherheitsgefühl als Symptome eines sowohl architektonisch sichbaren, wie erst auf den zweiten Blick wahrnehmbaren moralischen Verfalls. Er nimmt den Leser an der Hand und führt ihn durch Gassen, die in keinem touristischen Prospekt zu finden sind, durch den dichten vom Feinstaub verstärkten Nebel, vorbei an verfallenden Gemeindebauten und Notschlafstellen und über den Grazer Steinfriedhof, sodaß man meint, Wolfgang Ambros' Hymne auf den größen Wiener Gottesacker aus der Ferne zu vernehmen. Dabei agiert Preis in keinem Moment als sensationslüsterner Klatschreporter, sondern stets mit der respektvollen Behutsamkeit des gebürtigen Grazers. Ein weiteres Anliegen des Autors scheint zudem der in Vergessenheit geratene Balkan-Krieg zu sein, der sich nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell manifestiert. In Prolog und Epilog unverhüllt sichtbar, stellt er eine eiserne Klammer dar, die das Geschehen umschließt, einengt, jeden Versuch, sich ihm zu entziehen, erstickt. Nur schwer lassen sich auch die Figuren ignorieren, von denen Robert Preis' Graz bevölkert wird. Bereits im Namen des serbischstämmigen Nemanja Izetbegovic spiegelt sich der Krieg wieder. Während der Vorname "treuer Freund" bedeutet, erinnert der Nachname an einen prominenten Verbrecher des genannten Krieges. Der im Rahmen seines Austauschprogramms seinen Dienst in Graz absolvierende Polizist bietet an, den Vornamen mit Nemo - lateinisch für "niemand" - abzukürzen, womit er in der Anonymität verschwindet, die Einebnung der Gesellschaft durch den Krieg verdeutlicht, der kein Gesicht hat, ungreifbar ist. Im Gegenzug trägt Bruno Hass, dessen Nachname bereits die ihm zugedachte Rolle im Roman vorwegnimmt, überdeutliche Züge. In der Tat schafft der Autor mit dem frühpensionierter Lehrer, der auf ein gescheitert empfundenes Leben zurückblickt, eine allegorische Figur, die in dieser Funktion keiner tieferen charakterlichen Analyse bedarf und jene Teile der Bevölkerung repräsentiert, die ihr Heil in der Identifikation eines Sündenbocks finden. Im Fall von Bruno Hass sind es Migranten und Obdachlose, die er für seine eigene Situation verantwortlich hält und gegen die sich sein Zorn entlädt. Im Sog der Figur Bruno Hass gerät auch Kommissar Armin Trost in die allegorische Deutung, der ein persönliches Scheitern erlebt, indem er das Versprechen seines Namens nicht einzulösen in der Lage ist. Zunächst jedoch wird er als Akt bürokratischer Verzweiflung aus seinem Krankenstand wieder in den aktiven Polizeidienst zurübeordert. Er schält sich als Lichtfigur aus den Nebelschatten der Stadt, wird in das stereotype Bild des einsamens Wolfs und letzten Hoffnungsträgers gepreßt und somit durch punktgenaue Erfüllung des Klischees als Figur beinahe überzeichnet. Immer wieder gerät man daher in Versuchung, sich ihn beim Lesen als einen steirischen Bruce Willis vorzustellen. Fazit Robert Preis verarbeitet die lange nachhallenden Schrecken des Krieges, sowie aktuelle gesellschaftliche Anliegen zu einem Blues auf seine Heimatstadt, dessen wehmütige Melodie sich ins Gedächtnis gräbt.

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