Graz im Dunkeln

von Robert Preis 
4,2 Sterne bei26 Bewertungen
Graz im Dunkeln
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Bellis-Perenniss avatar

Außeriridisch spannend und Trost lässt nichts aus.

Zwiebelchens avatar

Spannend bis zum Schluss!

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Inhaltsangabe zu "Graz im Dunkeln"

In einem Grazer Einkaufszentrum wird Chefermittler Armin Trost Zeuge eines Amoklaufs. Wenig später checkt er zur Erholung in einem Wellnesshotel in der Oststeiermark ein. Doch erholsam ist dort wenig. Trost gerät immer tiefer in einen klaustrophobischen Fall rund um mysteriöse Frauenmorde – bis er selbst um sein nacktes Leben rennt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954511808
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:272 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:24.03.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Außeriridisch spannend und Trost lässt nichts aus.
    Akte X in der Steiermark - Armin Trost ermittelt

    Für den zweiten Band rund um Chefinspektor Armin Trost hat sich Autor Robert Preis ein ganz besonderes Fleckerl der Steiermark ausgesucht: Die Gegend um Vorau (in der Nähe von Hartberg, Oststeiermark), in der prähistorische Stollen sogenannte „Erdställe“ den Historikern allerlei Rätsel aufgeben. Und dort, wo man mit Wissenschaft nicht weiterkommt, blüht der Aberglaube …

    Doch zum Inhalt:

    Armin Trost gerät während eines Einkaufs im Einkaufzentrum Seiersberg in einen Amoklauf, lässt sich als Geisel nehmen und kann nicht verhindern, dass der Geiselnehmer ums Leben kommt. Aufgewühlt und angeschlagen glaubt er der ziemlich wirren Geschichte des Amokläufers, die vom Verschwinden seiner Freundin durch Außerirdische handelt.
    Also checkt er in jenem Wellnesshotel in der Nähe von Vorau ein, aus dem die junge Frau verschwunden ist.
     Doch was Armin hier vorfindet ist mehr als schräg. Ein fast leeres Hotel, einer Rezeptionistin, die gleichzeitige Animateurin ist und ein Hotelierehepaar, das an Außerirdische glaubt.
    Bei seinen Streifzügen in die Umgebung begegnet er Dolores, einer zurückgebliebenen Magd, die ihn eindringlich vor Unheil warnt.

    Dass dann dieses Unheil über Armin Trost hereinbricht ist klar. Wie es aussieht und welche Schlüsse er daraus zieht, lest bitte selbst.

    Meine Meinung:

    Wieder fesselt Robert Preis seine Fan-Gemeinde mit schrägen Charakteren. Das ist zum Ersten Armin Trost, der ja eigentlich mit sich selbst und seiner Umgebung nicht im Reinen ist und zusätzlich haben wir es hier mit einigen interessanten erstmals erscheinende Personen zu tun, die ebenfalls nicht ganz dicht erscheinen. Die Rezeptionistin z.B. die mit einem Wackelkopf beschrieben wird. Ich hatte beim Lesen immer wieder Sorge, dass dieser irgendeinmal abbricht. Oder die Hotelbesitzerin, die glaubt, dass UFOs und Außerirdische demnächst hier landen würden und ein Empfangskomitee brauchen.
    Eine interessante Rolle spielt auch Dolores – ein seltener Name in dieser Gegend wo die meisten Frauen Maria, Liesl oder Resi heißen. Schon allein der unübliche Name macht die Frau zu einem Unikum.

    Dass der Amokläufer letztlich mit seiner kruden Geschichte Recht behalten hat, wenn auch in anderer Art und Weise, erschüttert Armin Trosts Seelengebäude weiter. Bin schon gespannt, wie es mit ihm im nächsten, dem dritten Band weitergeht.

    Der Schreibstil ist wieder eine geniale Mischung aus Hochsprache und Dialekt, was wieder für ein schönes Lokalkolorit sorgt.

    Lediglich mit dem Titel bin ich nicht zu 100% einverstanden, spielt doch die Hauptstadt der Steiermark diesmal eine eher untergeordnete Rolle, wenn man von den Szenen in der Kanalisation à la „Drittem Mann“ absieht.

    Interessant sind die Einschübe über UFO-Sichtungen zu Beginn jedes Kapitels. Das war eine Zeit lang häufiges Thema bei Autoren und in den Gazetten. Auch ich habe mich in den 1980ern bzw. 1990ern damit beschäftigt und einige (Sach?)Bücher zu dieser Thematik gelesen.

    Fazit:

    Ein Krimi, der sich mit den Abgründen der menschlichen Seele beschäftigt. Von mir bekommt der außerirdisch spannende Krimi 5 Ufos.

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    S
    siggevor 4 Jahren
    Spannende Mischung von Fantasy und Krimi!

    Robert Preis hat dieses Mal eine spannende Gesichte über Mord-Fälle und Ufos geschrieben, die eine Mischung von Kriminalroman und Fantasybuch ist. Der Leser folgt der Hauptperson, Chefsermittler Armin Trost, in seinem Versuch ein Frauenmord aufzuklären. Fast von der Erste bis der Letzten Seite ist es dunkel, mysteriös und spannend!

    „Graz im Dunkeln“, das zweite Buch in einer Reihe von Büchern die über Armin Trost handelt, fängt mit einem dramatischen Amoklauf in dem Seiersbergen Einkaufszentrum an. Trost wird in diesem Amoklauf zufällig verwickelt, denn er eigentlich beim Einkaufszentrum war um einem Geschenk für seine Frau Charlotte zu kaufen. Nach dieser dramatische Anfang checkt Trost in einem oststeirischen Wellness-Hotel ein. Da trifft er verschiedene, mehr oder weniger verrückte Personen; die Hotelbesitzern Herr und Frau Stern, die an Außerirdische Wesen glauben, die Magersüchtige und geheimnisvolle Eva Schwarz und die Rezeptionistin mit den Wackelkopf. Trotz diese Leute ist das Hotel eigentlich ziemlich leer, und ist es nur wegen diesen Vollmond, worüber die Rezeptionistin sprechen, eigentlich? Trost ist allerdings nicht da um sich zu erholen, er muss ein Fall lösen, ein Mord-fall, der mehr und mehr kompliziert wird…

    Mit dem dramatischen Anfang über dem Amoklauf wird man als Leser ganz abrupt in das Gesichte eingeworfen. Es ist Robert Preis wirklich gelungen, das Interesse von dem Leser zu wecken, und man liest mit viel Anspannung weiter. Dennoch ist aber die Mitte vom Buch manchmal ein bisschen langsam, irgendwie wie eine „Transportstrecke“ nach dem Ende des Buchs, wo es wieder spannend wird. Vielleicht hätte ich gerne mehr über die Seit-Charakter wie z.B. Charlotte in diese Zwischenzeit gelesen, aber man muss auch wissen, dass es nicht das erste Buch über Trost ist, und das diese Charakter bestimmt in andere Bücher beschreibt werden!
    Die Einleitung jedes Kapitels ist eine kurze Beschreibung von verschiedene Fälle wo man glaubt Ufos wurden gesehen. Diese kurze Notizen, die im Realität wirklich passiert haben, und mit Platz und Dato angegeben sind (schon seit tausend Jahre vor Christ!), weckt das Interesse, und später wird man auch erfahren, dass diese haben vielmehr mit das Gesichte zu tun als man zuerst glaubte.
    Obschon ich persönlich noch mehr von den außerirdischen Wesen wissen möchte, ist diese Mischung von Krimi und Fantasy ganz gut balanciert. Das Buch ist hauptsächlich ein Krimi, was man auch in der Gliederung des Buchs; so wie die spannende Ende und die Personsbeschreibungen sehen kann. 
    Die beschreibende Sprache von Robert Preis gefällt mir gut. Er nimmt auch besondere „Verfasser-tricks“ an, so wie Brüchen in der Handlung, damit der Leser nicht alles wissen kann, und es noch mehr spannend wird.

    Wie es auf der Rückseite auch steht, ist es ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der mich gut gefallen hat. Ich kann es empfehlen, besonders wenn du ein mysteriöses Buch über Steiermark lesen möchtest!

    Das Ergebnis ist dann: 4/5 Sternen!

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    D
    doxtragevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: ein Teil von einer Krimitrilogie mit Armin Trost, dem Chef der Mordgruppe, als Hauptfigur
    Sehr spannende und lokale Kriminal Roman

    Zusammenfassung

    Die Geschichte fängt mit Trost an, der einen Amoklauf in einem Einkaufszentrum beobachtet. Später, entscheidet er in einem Spa-Hotel zu bleiben und für eine (später zwei) verschwundene Frau zu suchen. Während seiner Untersuchung, trifft er verschiedene Figuren von der Umgebung des Hotels, die ihm mit dem seltsamen Verschwinden der Frauen helfen. Der Autor des Buches spielt mit möglichen Lösungen von der Toten, z.B. außer-irdische Gestalten, die um Vollmond zur Erde kommen können.

    Meine Meinung

    Das Buch stellt eine sehr lokale Geschichte dar vor und es gibt viele Persönlichkeiten und Perspektiven, die typisch für Steiermark (oder ganze Österreich) sind. Es ist sehr interessant, wenn man über etwas, das er sehr gut kennt, lesen  kann.(ich bin eine internationale Studentin und ich wohne in Graz für fast ein Jahr).

    Die Sprache des Buches ist sehr spannend und der Autor verwendet auch viele „mündliche“ Begriffe, die sehr authentisch sind. Die Handlung ist nicht linear geführt, sondern umfasst mehrere Rückblenden bzw. zeichnet sich auch durch fehlende Informationen aus. Das erhöhet die Spannung des Buches. Obwohl sind die Handlung und das Thema des Buches sehr gut dargestellt, von meiner Perspektive muss ich sagen, dass ich die Beschreibungen der anderen Nebenfiguren (außerdem Trost und seiner Kollegin Anette) nicht mag. Alle Charaktere, vor allem die Frauen – Dolores, Helene und die Rezeptionistin – sind sehr negativ beschreiben und wir können fast nie über ihre Perspektive lesen. Ein paar Charaktere sogar bleiben namenlos. Der Grund dafür könnte sein, dass die Charaktere leer und nicht wichtig für Trost sind. Ich denke, dass während ich dieses Buch gelesen habe, war ich nicht fähig, die Geschichte durch die Augen von Trost sehen. 

    Abschluss

    Ich werde das Buch  den (den Lesern)empfehlen, die sich für Aliens und andere außer-irdische Phänomenen interessieren und die einen besonderen Kriminalroman lesen möchten.

    Wie bereits erwähnt, bin ich  nicht sicher wie ich mich über den Charakter von Trost fühlen soll, aber ich will mehr über seine Vergangenheit (z.B. Familie, Arbeit, usw.) und über die Laune- und Perspektivenbewegen lesen (vielleicht in anderen Teilen der Trilogie).


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    Warins avatar
    Warinvor 5 Jahren
    Akte X in der Oststeiermark

    Als Admin eines Fantasy-Forum kommt es natürlich nicht so häufig vor, dass mir Krimis unverlangt als Reziexemplar zugeschickt werden. Umso neugieriger war ich auf "Graz im Dunkeln", zumal der Umfang mit 286 Seiten überschaubar ist und Cover und Klappentext mich schnell neugierig machten.

    Leider musste ich nach ein paar Seiten lesen den Eindruck gewinnen, dass der Schreibstil von Robert Preis nichts für mich ist: Extrem kurze, abgehackte, teils nicht einmal vollständige Sätze, ein auf mich überheblich, geradezu arrogant wirkender Erzählstil. Irgendwie verkopft, gewollt intellektuell, also gerade, was ich bei der Nobelpreis Elite der Belletristik nicht mag und bei einem Krimi schon gar nicht erwartet hätte. Aus selben Grund hat auch meine Frau als der Krimifan bei uns im Hause das Buch nach wenigen Kapiteln bei Seite gelegt.

    Nachdem ich ein anderes Buch durch hatte, habe ich mich -auch da ich Bücher so gut wie nie abbreche- doch noch mal "Graz im Dunkeln" gewidmet - und es hat sich wirklich gelohnt! Spätestens mit der Ankunft von Chefermittler Armin Trost in einem creepy Wellnesshotel nimmt die Handlung an Fahrt auf. Und als er im Wald dann die zurückgebliebene Magd Dolores, den Bauern und den Wanderer trifft, hat mich die Handlung endgültig gepackt: Unterirdische Gangsysteme unbekannter Herkunft, eine unheimliche UFO-Sekte und eine Frauenleiche im Tunnel in einer Atmosphäre wie im Tatort "Tod im Häcksler" sorgen für reichlich Krimispannung. Dabei ist lange nicht klar, in welche Richtung die Berichte über übernatürliche Ereignisse zu Beginn jeden Kapitels führen. Ich verrate nur so viel: In Klamauk wie im Tatort "Tod im All" endet es nicht...

    Je mehr die Handlung an Fahrt aufnimmt, desto mehr weiß auch Preis Schreibstil zu gefallen, denn nun lassen seine kurze Sätze den Krimi zu einem echten Pageturner werden. Dabei lässt er nie das Innenleben der Protagonisten aus den Augen, sondern widmet sich ihrem Kopfkino in schonungsloser Offenheit. Und wenn dann selbst Unsympathen wie Trost Vertreter Schulmeister zu Rettern mutieren, dann ist das wirklich ganz großes Kino.

    Fazit: Nach gewöhnungsbedürftigen Einstieg ein für mich als nicht sonderlich Krimi-erfahrenen Leser durchweg gelungener Thriller. 4 Sterne.

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    LimitLessvor 5 Jahren
    Außerirdisch ... äh -ordentlich Gut!

    Dieses Buch hat mich wieder daran erinnert, dass ich Krimis eigentlich sehr gern lese und ich endlich wieder öfters nach einer "Detektivgeschichte" greifen sollte (Was ich in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt habe). Angelockt hat mich der Titel, muss ich gestehen. Da ich in Graz selbst viel zu tun habe, hat es mich besonders gereizt eine Geschichte zu lesen, die in meiner Umgebung spielt und außerdem noch mit Außerirdischen lockt? Was für eine tolle Kombination!

    Robert Preis legt sehr viel Liebe auf Details, was man vor allem an seinem Schreibstil merkt. Schon in der Art wie er seine Charaktere beschreibt und diese ihre Umwelt beschreiben, ist äußerst eindrucksvoll. Als Chefermittler, so wie Armin Trost, ist es ja auch notwendig einen scharfen Blick auf Details zu haben. Da der Krimi in Österreich spielt, kommen auch einzelne Aussagen im steirischen Dialekt vor, die, ich kann das als Oststeirerin zwar jetzt schwer beurteilen, aber die man glaub ich schon versteht, wenn man mit dem Dialekt nicht vertraut ist. Diese machen ihn auf jeden Fall authentisch und unterstreichen die Glaubwürdigkeit.

    Armin Trost als Charakter war schwer in Ordnung. Gleich am Anfang zeigt er uns einen starken Charakterzug, der ihn trotz schwerer Einschätzbarkeit sympathisch machte. Er hat auch einen ausgeprägten Sinn für Humor, den ich teilweise sehr amüsant fand.

    Die Nebencharaktere wurden auch alle glaubhaft dargestellt, auch wenn man über sie nicht sehr viel erfährt. Es waren zum Glück alle keine 0-8-15 Nebencharaktere.

    Einen Krimi (oder generell ein Buch), wo ich die Orte kenne, die in der Geschichte vorkommen, hab ich noch nie gelesen, wurde aber positiv überrascht. Dem Titel zum trotz, war aber der Handlungsort für mich viel zu wenig in Graz und viel zu viel in diesem Hotel, in dem die Geschichte spielt. Ich hab mich regelrecht auf Schulmeisters (Trost's Kollege) "Außeneinsätze" in Graz gefreut, auch wenn er kein angenehmer Charakter war.

    Ich mochte den Spannungsaufbau, der sich durch die Kapitel zog und die Brocken an Informationen die einem nach und nach hingeworfen wurden. Die Kapitel waren teilweise wirklich sehr kurz, aber gerade deswegen wurde die Spannung richtig gut ausgereizt und es sorgte auch hin und wieder für Verwirrung. Für Verwirrungen sorgten auch die kurzen Einleitungen am Anfang jedes Kapitels. Dort wird über Kornkreise, UFOs und mysteriöse Lichter berichtet. Übersinnliches hat einen großen Stellenwert für manche Personen in diesem Krimi.


    Fazit

    Der Krimi hat mir äußerst gut gefallen und konnte mich überzeugen! Das "Außerirdische" hat die Geschichte wunderbar begleitet und angetrieben und sie wird deswegen positiv in Erinnerung bleiben. Ein sympathischer Chefermittler und ein bisschen Heimatbonus, können kleine Unstimmigkeiten rausreißen!

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 5 Jahren
    Spannender und ungewöhnlicher Österreich-Krimi

    Der zweite Fall von Kommissar Trost beginnt mit einem Amoklauf, in den er zufällig verwickelt wird. Nachdem er offenbar als Einziger den Angaben des Amokläufers Glauben schenkt begibt er sich auf Undercover-Mission in Hotel für die Behandlung von Depressiven bzw. Menschen mit Burn-Out. Dort trifft er auf das skurile und zwielichtige Betreiberehepaar Stern, die, wie sich herausstellt, v.a. Frauen töten, um sie dann Außerirdischen, die die Erde besuchen, darzureichen. Trost und seine Kellgein geraten bei der Aufdeckung des Falls in Lebensgefahr, können sich aber retten.

    Der Autor entwirft eine ungewöhnliche Krimi-Handlung, die über fast das ganze Buch hinweg nicht an Spannung verliert, sondern vielmehr gegen Ende noch deutlich zulegt. Durch die stilistisch tolle Sprache wird eine sehr düstere und t.w. sogar beklemmende Atmosphäre geschaffen, die mir in manchen Passagen fast schon unheimlich wurde. Die Charaktere sind sehr gut und detailliert ausgearbeitet und die Handlung ist schlüssig und am Ende bleiben nur wenige Fragen offen.

    Mein einziger Kritikpunkt ist womöglich für viele Leser überhaupt kein Kritikpunkt. Ich persönlich fand den Bezug zu den Außerirdischen / Grauen und den Ufos zu surreal. Dies liegt aber sicher auch daran, dass ich normalerweise keine Si-Fi-Bücher mag bzw. lese.

    Insgesamt ein ungewöhnlicher, gewöhnungsbedürftiger und sehr spannender Krimi, der jedem Leser, der sich nicht an der Ufo / Außerirdischen-Thematik stört, einen tollen Lesegenuss bietet.

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    ChrissiHs avatar
    ChrissiHvor 5 Jahren
    Graz im Dunkeln

    **Kurzmeinung**

    Ein Krimi mit ungewöhnlicher Schreibweise, der im Mittelteil etwas schwächelt, aber mit einem fulminanten Ende punkten kann.

    **Inhalt**

    In einem Einkaufszentrum in Graz gibt es einen Amoklauf und der Chefermittler Armin Trost ist mittendrin. Um sich davon zu erholen, checkt er in einem Wellnesshotel in der Oststeiermark ein. Doch dort ist nicht alles so, wie es scheint. Wieso ist das Hotel so wenig besucht und was hat es mit den verschwundenen Frauen auf sich? Trost verwickelt sich immer mehr in den Geschehnissen und wird irgendwann selbst zur Zielscheibe.

    **Meine Meinung**

    Die Geschichte beginnt im Einkaufszentrum und damit bei dem Amoklauf, sodass man gleich mitten im Geschehen ist und von der Spannung mitgerissen wird.

    Diese flaut in den Folgekapiteln leider etwas ab. Trost kommt in das Wellnesshotel und - ganz Entspannungshotel - wird auch erstmal die Erzählweise etwas ruhiger.

    Trost konzentriert sich auf sich und man wird mit seiner sprunghaften Gedankenwelt konfrontiert. Er kommt dabei vom Hunderstel ins Tausendstel. Dies fand ich etwas ermüdend, weshalb bei mir auch nicht der typische "Ich komme einfach nicht von dem Buch weg"- Sog einsetzen wollte. Manchmal musste ich mich deshalb regelrecht zwingen weiterzulesen. Problematisch fand ich auch die ständig wechselnden Erzählperspektiven. Mal gab es die "normale" Erzählweise, in welcher aus Sicht einer Person geschrieben wurde. Man erfährt dabei etwas über ihre Gedanken und Gefühle. Im nächsten Absatz wurde dann aber zur auktorialen Erzählweise gewechselt. Man wird mit dem "allwissenden" Erzähler konfrontriert, der Infos zu Handlungen gibt, die noch gar nicht passiert sind und im Buch erst viel später auftauchen. Oder andersherum schon in der Vergangenheit der eigentlichen Handlung passiert sind.

    Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, wird man mit einem fulminanten Ende belohnt. In den letzten Kapiteln wird die anfängliche Spannung wieder aufgegriffen und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.

    Letztlich wird die Handlung dadurch gut abgerundet und es bleibt ein sehr positiver Eindruck vom Buch.

    **Fazit**

    Trotz der etwas schwächelnden Spannung im Mittelteil, sollte man sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Die Geschichte hat mit ihrem Psycho-Krimi-Mix eine interessante Mischung, die man so schnell nicht vergisst.

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    Irves avatar
    Irvevor 5 Jahren
    *+*+* Standing ovations *+*+*

    *+ Standing ovations +*

    Zusammenfassung:
    In einem Grazer Einkaufszentrum wird Chefermittler Armin Trost Zeuge eines Amoklaufs. Wenig später checkt er zur Erholung in einem Wellnesshotel in der Oststeiermark ein. Doch erholsam ist dort wenig. Trost gerät immer tiefer in einen klaustrophobischen Fall rund um mysteriöse Frauenmorde – bis er selbst um sein nacktes Leben rennt (Quelle: Lovelybooks)

    Das Cover:
    Es ist recht ansprechend gestaltet. Von hinten ist ein „verschwommener“ Mann zu sehen wie er durch eine enge Gasse geht. Das Bild ist in Grautönen gehalten und wirkt etwas düster. Aufgefrischt wird das Cover durch den Titel, der in orangener Farbe auf weißem Grund aufgedruckt ist. Es wirkt auf mich so, als ob es noch Hoffnung für den Fall des Thrillers gibt und nicht alles verloren ist.

    Meine Zusammenfassung:
    Nachdem ein Amoklauf im Grazer Einkaufszentrum glimpflich für Armin Trost ausgegangen ist, verbringt er ein paar Tage in einem Wellness-Hotel. Dort ist es ruhig, landwirtschaftlich herrlich erholsam und auch die Anwendungen sollten bewirken, dass der Polizist die Seele baumeln lassen kann. Doch Trost weilt nur offiziell als Kurgast in diesem Haus, inoffiziell ist er dort, um eine vermisste Frau aufzuspüren. Er erlebt jedoch viel mehr und muss dabei an seine Grenzen gehen....Körperlich und auch seelisch verlangt der Fall ihm alles ab. Wird dies reichen, um den Fall zu lösen?

    Meine Meinung:
    Jedes Kapitel des Buches wird mit einer Meldung in Bezug auf Ufos und Außerirdische eingeleitet. Zunächst konnte ich damit nichts anfangen, doch je weiter ich mit dem Lesen vorankam, umso mehr verstand ich die Meldungen. Denn sie passen im Großen und Ganzen zum Verlauf der Geschichte und haben thematisch letzten Endes mehr mit dem Thriller zu tun als man zunächst vermuten könnte.
    Die Story fand ich interessant und sehr spannend. Obwohl der Amoklauf zu Beginn des Buches sich thematisch schon sehr von der Hauptgeschichte, Trosts Aufenthalt im Wellness-Hotel, abwich, konnte mich der Thriller von der ersten bis zur letzten Seite begeistern und stellenweise wirklich fesseln. Der Spannungsbogen fiel nie ab. Im Gegenteil, wenn gerade eine haarige Situation vorüber war, setzte der Autor noch eins drauf, z.B. indem er einen kleinen Kommentar einwarf, der eine Entwicklung in der nahen Zukunft andeutete. So kam ich aus dem Staunen und Gruseln nicht heraus.
    Dadurch, dass Robert Preis seinen Protagonisten viel Leben eingehaucht hatte – jeder wird detailreich beschrieben, was Äußeres und Inneres betrifft – entwickelte ich Sympathien für einige Figuren, anderen traute ich nicht so recht über den Weg. Ich fieberte mit meinen „Lieblingen“ mit und war entsetzt, was die „Bösen“ im Schilde führten, immer in der Hoffnung, dass alles gut ausgehen möge.
    Gut gefallen hat mir auch der Lokalkolorit. Die österreichischen Begriffe sind nicht zu viel und nicht zu wenig, sodass schon ein bisschen Austria-Atmosphäre aufkommt ;-) Im richtigen Maß bringt der Autor die Natur und anderen Gegebenheit von Graz und der Oststeiermark mit ein. Ich konnte mir die Gegend gut vorstellen und hatte das ein oder andere Mal die schöne Landschaft vor meinem inneren Auge. So bekam dieser Thriller für mich eine schärfere Kontur. Er spielte nicht irgendwo sondern wurde durch die konkreten Beschreibungen irgendwie realer.
    Der Hammer ist für mich der Schreibstil. Nicht nur die Handlung erzeugt Spannung, auch die sprachliche Umsetzung. An einem Abend, an dem ich alleine zuhause war, hörte ich irgendwann auf zu lesen als ich es plötzlich in allen Ecken knacksen und knistern hörte. Als ich dann an eine gerade gelesene Gruselstelle dachte, war mir zu mulmig um weiterzulesen. So etwas passiert mir äußerst selten!
    Das Buch ist so schön schaurig geschrieben wie ein Thriller sein muss. Auch die Wortwahl ist toll....das Haus sei so blutleer wie die Lippen der Chefin usw. Obwohl es mir manchmal fast die Schuhe auszog vor Spannung und gruseliger Gedanken ist es dennoch an manchen Stellen so unbedarft, so witzig, dass ich lachen musste.
    Obwohl ich Aliens nichts abgewinnen kann und mich das andere zentrale Thema des Buches nicht unbedingt interessiert, hat mich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und begeistert. Ich hoffe, bald wieder einen Krimi aus der Feder von Robert Preis lesen zu können.   

    Mein Fazit:
    Standing ovations für diesen tollen Thriller! Ich habe nicht den kleinsten Kritikpunkt gefunden, weshalb ich gerne 5 Sterne vergebe.   

    Infos zum Buch:
    „Graz im Dunkeln“ von Robert Preis ist am 19.09.2013 unter der ISBN-Nr. 9783954511808 im Emons-Verlag erschienen und auch als eBook erhältlich.



     

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    Ruby85s avatar
    Ruby85vor 5 Jahren
    Spannung bis zur letzten Seite!

    Ermittler Armin Trost ist an einem normalen Tag in der Shoppingcity Seiersberg unterwegs, wo er Zeuge eines Amoklaufs wird. Um die anderen Menschen zu schützen, verhilft er dem Amokläufer zur Flucht aus dem Einkaufszentrum und beide gehen auf eine “Reise”, die zwar nur von kurzer Dauer ist, aber dennoch Auslöser einer Reihe von mysteriösen Begebenheiten wird.

    Kurz darauf checkt Trost in einem Wellness-Hotel, vielmehr einem Erholungszentrum für psychisch angeschlagene Menschen, ein, um nach der turbulenten Zeit zur Ruhe zu kommen. Es ist wenige Tage vor Vollmond, was für die Besitzer und die Angestellten des Hotels eine wichtige Rolle zu spielen scheint, verhalten sie sich doch immer merkwürdiger. Auch gibt es außer Trost kaum Gäste in dem “Hotel” und die, welche noch vor Ort sind, reisen ab oder verschwinden. Dazu kommt noch das auffällige Verhalten der Mitarbeiter: Eine yogaverrückte Rezepzionistin, ein gruseliger Page und die Besitzer des Hotels, das Ehepaar Stern. Er ist ein Sonnyboy und sie eher bieder und gar nicht zu ihm passend. Komische Warnungen der Hotelgäste, merkwürdige Geschehnisse im Wald und ein unterirdisches Tunnelsystem  erwecken ein großes Misstrauen in Trost, der den Dingen auf den Grund gehen möchte und dabei selbst in Lebensgefahr gerät…

    Mit der Aussage auf dem Klappentext: ”Mysteriös, finster, bedrohlich – ein ungewöhnlicher Kriminalroman” ist eigentlich alles treffend gesagt. Robert Preis gelang ein wunderbarer Krimi, der vor Authentizität nur so strotzt. Liebevoll und detailliert gezeichnete Charaktere, ein wunderbarer Schauplatz, der mit viel gut recherchiertem Hintergrundwissen auftrumpft (die unterirdischen Tunnelsysteme, der sprachliche Stil, Beschreibung regionaler Eigenheiten,…) und eine fesselnde Handlung, die bis zuletzt nicht an Spannung verliert, sorgen für ein tolles Leseerlebnis. Für Krimifans ein absolutes Muss.

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    Arizonas avatar
    Arizonavor 5 Jahren
    Ein österreichischer Krimi - mit Spannung und Humor

    In diesem österreichischen Krimi wird Mordermittler Armin Trost ganz privat beim Besuch eines Grazer Einkaufscenter in einen Amoklauf verwickelt. Nach diesen spannenden Szenen vollzieht sich ein Ortswechsel, die weitere Handlung des Romans spielt in der Oststeiermark, in einem Wellnesshotel für Burn-Out Geschädigte. Trost ist dort im Zuge der Ermittlungen zu den Hintergründen des Amoklaufes gelandet. Aber eigentlich scheint es so, als könne er selbst die Einrichtung aufgrund seines labilen Seelenzustandes gut gebrauchen. Hier im Hotel sind komischerweise kaum Gäste, und wir treffen hier eigentlich nur auf recht skurrile Figuren: die Eigentümer Herr und Frau Stern, eine Rezeptionistin, die gleichzeitig Yogalehrerin ist sowie einen seltsamen Pagen. Später lernen wir auch Trosts Kollegen Schulmeister kennen, der in Trosts Abwesenheit die Ermittlungen leitet.

    Der Krimi spielt zum Teil in einem unterirdischen Tunnelsystem, was eine sehr beklemmende Atmosphäre schafft. Man kriecht förmlich mit Trost durch die engen Gänge...  Besonders aufgefallen ist mir immer der Blick fürs Detail, auch bei den Personen, so wird z.B. der Kollege Schulmeister von üblen Zahnschmerzen geplagt. Dadurch wirkt alles sehr real. Jedes Kapitel ist von ein paar Zeilen mit  Meldungen über UFO-Sichtungen  überschrieben. Diese sind chronologisch angeordnet. Auch wenn sie in einem gewissen Zusammenhang zum Roman stehen, so haben sie mich doch eher irritiert und auch im Lesefluss etwas gestört. Aber trotzdem, ein regionaler Krimi, mit österreichischem Flair, aber auch mit einem ordentlichem Schuss Grusel und Spannung garniert. Und auch der Humor bleibt nicht ganz auf der Strecke. Also alles in allem eine unterhaltsame Mischung!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Irves avatar
    Hallo liebe Lovelybooker,
    Auf meinem Blog 'Irve liest...' könnt ihr was gewinnen!

    Um zur Verlosung zu kommen, folgt bitte dem Link. 

    http://irveliest.wordpress.com/2014/01/08/irve-verlost-graz-im-dunkeln/

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    RobertPreiss avatar

    Hallo,

    Soeben ist mein neues Buch - der Krimi "Graz im Dunkeln" - erschienen und ich würde mich sehr freuen, es mit Euch zu besprechen und darüber zu plaudern. Im Rahmen dieser Leserunde möchte ich Rede und Antwort stehen und Einblick in meine Arbeit geben. Ich werde versuchen, stets so rasch wie möglich zu antworten.  

    Der Emons Verlag ist so freundlich und stellt 15 Exemplare kostenlos zur Verlosung zur Verfügung. Am Montag, 16. September, nach dem Frühstück nenne ich die Gewinner, die sofort mit den Büchern beliefert werden.

    Natürlich können im Anschluss daran aber auch alle anderen, die das Buch lesen, in der Leserunde mitdiskutieren und plaudern. Ich freue mich schon sehr auf den regen Austausch - und hoffe auf viel Feedback (das sich gerne auch im Netz als Rezension ausbreiten darf).

    Zum Inhalt des Buches: In "Graz im Dunkeln" steht wie im Vorgänger-Krimi "Trost und Spiele" wieder Chefermittler Armin Trost im Mittelpunkt. Er wird in einen Amoklauf im Einkaufszentrum verwickelt, checkt danach in einem oststeirischen Wellness-Hotel ein und gerät zunehmend in einen mysteriösen Fall in dem die Stichworte Außerirdische, Vollmond und unterirdische Gänge eine Rolle spielen. Zum Schluss rennt Trost selbst um sein nacktes Leben.

    Im Laufe dieser Leserunde wird auch meine neue Homepage fertig. Ich lasse Euch wissen, wenn es soweit ist und würde mich dann auch hier über Feedback sehr, sehr feuen.

    Na gut, dann bleibt mir nur, Euch viel Glück für die Verlosung zu wünschen. Bis dahin, alle Gute!

    Robert Preis

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