Grazer Wut

von Robert Preis 
4,7 Sterne bei18 Bewertungen
Grazer Wut
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tweedledees avatar

Skurrile Charaktere und eine gruslige Stimmung. Horrorelemente, viel Spannung und Action. Perfekte Krimiunterhaltung!

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Hochspannend und hochdramatisch - wieder ein genialer Krimi von Robert Preis - alle Daumen hoch!

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Inhaltsangabe zu "Grazer Wut"

Ein pechschwarzer Alpenwestern packend bis zum letzten Satz.

Während ein Schneesturm von biblischem Ausmaß die Umgebung von Graz heimsucht, spült eine Gefängnisrevolte das versunkene Böse zurück an die Oberfläche der Gesellschaft. Kurz darauf wird Mordermittler Armin Trost von Unbekannten entführt – und zum Spielball eines perfiden Racheplans. Eingeschlossen in ein winterliches Bergdorf muss er einsehen, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie. Und dann schnappt die Falle zu. Die Falle, die dem Ermittler den Verstand raubt . . .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740802042
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:21.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hochspannend und hochdramatisch - wieder ein genialer Krimi von Robert Preis - alle Daumen hoch!
    Hochspannend, dramatisch und mystisch - wieder ein Wahnsinnskrimi von Robert Preis

    Grazer Wut   -   Robert Preis

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Ein pechschwarzer Alpenwestern packend bis zum letzten Satz.

    Während ein Schneesturm von biblischem Ausmaß die Umgebung von Graz heimsucht, spült eine Gefängnisrevolte das versunkene Böse zurück an die Oberfläche der Gesellschaft. Kurz darauf wird Mordermittler Armin Trost von Unbekannten entführt – und zum Spielball eines perfiden Racheplans. Eingeschlossen in ein winterliches Bergdorf muss er einsehen, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie. Und dann schnappt die Falle zu. Die Falle, die dem Ermittler den Verstand raubt . . .

    Mein Leseeindruck:

    Wow! Wieder Krimikunst vom Feinsten war für mich das Wiedersehen mit Armin Trost, diesem etwas "anderen" Ermittler, der einige familiäre Probleme mit sich trägt, in einem Baumhaus wohnt und Gefühle für seine Partnerin Annette in sich trägt.

    Ich kannte das Team Trost / Lemberg schon von den Vorgängerbänden Die Geister von Graz und der Engel von Graz und habe mich daher auf eine Fortsetzung sehr gefreut. Und auch in diesem neuen Kriminalfall hat sich der Autor Robert Preis wieder selbst übertroffen, denn noch mehr Hochspannung, Dramatik und Mystik als in den anderen Fällen überrollt hier den Leser.

    Ich war nur noch am Buch "geklebt" und habe immer geschwankt zwischen "Wahrheit" und "Traum" und habe natürlich total mitgelitten mit Trost und seiner Familie, vor allem als diese von Männern im Weihnachtskostüm überwältigt werden.

    Und dann landet Trost noch in einem verlassenen Dorf ohne Möglichkeit zur Zivilisation... hängt das alles mit der Tumult im Gefängnis zusammen, bei dem doch alle Inhaftierten wieder in Gewahrsam kamen... oder doch nicht?

    Und das Ende? Ich will auf jeden Fall mehr von dieser Reihe ......!

    Fazit:

    Hochspannung - absolute Hochspannung - zeichnet diesen super guten Graz-Krimi von Autor Robert Preis wieder aus.

    Er hat mich mehr als gut gefallen und ich kann jedem nur empfehlen alles Bücher dieser Reihe zu lesen. Ihr werdet genauso begeistert sein wie ich!

    Und die Bewertung? Na ganz klar: 5 grandiose Sterne *****

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    nellsches avatar
    nellschevor einem Jahr
    Grazer Wut

    Ein Schneesturm hält Graz in Atem. Nach einer durch einen Stromausfall ausgelösten Gefängnisrevolte wird der Mordermittler Armin Trost von Unbekannten entführt. Er ist in einem winterlichen kleinen Bergdorf eingeschlossen und muss feststellen, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie.

    Dies ist bereits der fünfte Teil um Armin Trost, für mich aber war es das erste Buch. Ich hatte im Großen und Ganzen keine Probleme, mich in die Geschichte, die Personen und das Miteinander einzufinden. Manchmal jedoch hatte ich das Gefühl, als wenn mir das Wissen aus den Vorgängerbüchern fehlte, um die Umstände in Gänze zu verstehen.
    Der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft, so dass mich die Geschichte prima eingefangen und festgehalten hat. Es gab jedoch auch Passagen, die mich ein wenig verwirrten und die ich deswegen nochmals lesen musste.
    Die Charaktere wurden interessant und teils herrlich verrückt gezeichnet. Trost wirkte ziemlich skurril und wirr auf mich. Ebenso wie die Bewohner der Anstalt, die ein Mix aus Wahn und Horror und ganz schön abgefahren waren. Mein absoluter Liebling jedoch war der Hund Zeus.
    Hervorheben möchte ich die vielen kurzen Kapitel, wodurch es immer wieder Szenenwechsel gibt, die die Spannung anheizen. Auch gibt es diverse Szenen, bei denen der schwarze Humor durchkommt, so dass ich ordentlich lachen musste.
    Der Fall war sehr interessant und wartete mit Überraschungen auf. Das Ende fand ich jedoch recht merkwürdig und zu offen. Ich musste es auch nochmals lesen, um es zu verstehen. Das war mir nicht rund genug.

    Ein spannender und unterhaltsamer Krimi mit schwarzem Humor, der mir gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    Athene100776s avatar
    Athene100776vor einem Jahr
    Gänsehaut und eiskalte Schauer

    Nach einem Gefängnisaufstand der durch einen Stromausfall ausgelöst wird,  gerät Trost in einem Schneesturm in die Hände von Kidnappern. Im Dorf Geistthal irrt Trost umher, umgeben von seinen Kidnappern und es scheint keinen Ausweg zu geben.




    Im Prolog wird Armin Trost in seiner Position als Mordermittler vorgestellt, der einen Mörder vor Gericht brachte und somit zur Verurteilung beitrug. 
    Im ersten Moment gab mir der Prolog einige Rätsel auf, doch im Laufe der Geschichte wird dem Leser mit viel Spannung das Team von Trost nahe gelegt.
    Der Autor versteht es, den Leser auf eine Reise in die Unmenschlichkeit und den Wahn  von Menschen  mitzunehmen , wobei ein vorzeitiger Ausstieg unmöglich ist.
    Die Charaktere sind gut und sehr bildlich beschrieben, so  dass ich als Leser meines ersten Trosts Roman , keine Probleme damit hatte , mir diese vorzustellen , mich mit ihnen zu freuen, zu bangen und zu hoffen.Ebenso sind die Schauplätze so ansprechend beschrieben, dass es mir selbst auf dem Sofa kalt wurde, als wieder ein Schneesturm übers Land zog.
    Dank eines Spritzers Humor lässt der Krimi von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, wieder Luft zu holen, denn an einigen Stellen war die Geschichte so spannend , mysteriös und nervenaufreibend, dass man das Atmen schon mal vergessen konnte.
    Dieser Krimi bietet dem Leser die ganze Bandbreite an Horror, Spannung, Witz und tollen Charakteren. 
    Ich persönlich habe in Trost einen für mich neuen und sehr interessanten Ermittler kennengelernt, dessen andere Fälle jetzt schon auf meiner "to read"- Liste stehen.

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    TharinaWagners avatar
    TharinaWagnervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Actionreich, durchgehend spannend, mit einer Prise leicht sarkastschem Humor.
    Trost im Tal der Geister


    Der aktuelle Teil der Reihe um Ermittler Armin Trost beginnt spektakulär: mit einem Gefängnisaufstand der Insassen der Karlau. Eigentlich will Trost ja gar nicht mehr ermitteln. Er will nichts mehr mit seinem mediengeilen Boss Gierack, seiner viel zu gut aussehenden Kollegin Lehmann und dem altmodisch wirkenden Kollegen, genannt 'der Graf' zu tun haben. Deshalb verkriecht er sich immer öfter in seinem Baumhaus. Resultat dessen ist eine unglückliche (oder soll ich eher sagen nicht-existierende?) Ehe; zwei erwachsene Menschen, die sich anschweigen. Kollegen und Vorgesetzte, die die Köpfe schütteln. In "Grazer Wut" ist Trost mindestens genauso melancholisch, wie in den Teilen davor. Dialogen mit seinen Mitmenschen weicht er aus. Er lebt mehr in seiner Traumwelt, als im hier und jetzt. Wie so jemand überhaupt ermitteln kann, fragt sich da der LeserIn – und auch so mancher Protagonist. Manchmal geht mir Trost richtig auf die Nerven. Kann er sich nicht endlich einmal zusammenreissen und seinen Gefühlen Ausdruck verleihen?

    Für Trost selbst wird sein Traumwandeln diesmal zum Verhängnis: Er wird tatsächlich am helllichten Tag, direkt vorm Polizeipräsidium entführt. Dass seiner Familie dasselbe widerfährt, kann er natürlich nicht wissen, da er nicht abhebt, wenn seine Frau ihn anruft. Zu gross ist seine Angst, sie könnte Schluss machen. Diesen Gedanken finde ich dann doch etwas kindisch. Zu der grotesken Gestalt 'Trost' passt er jedoch einwandfrei.
    Diese Gestalt findet sich nach der scheinbar gescheiterten Entführung im Geistthal wieder. Dort ist es eisig kalt, ein Schneesturm braust durch die Gassen und noch dazu ist die einzige Zufahrt versperrt. Trost sitzt in der Falle. Und obgleich er genau spürt, dass diese mit jedem seiner Schritte ein bisschen weiter zuschlägt, tappt er hinein. In diesem ausgestorbenen Dorf scheint man ihn nicht nur zu erwarten, sondern an jeder Ecke zu beobachten. Seine Entführer sind unheimliche Gestalten, wunderbar beschrieben, genauso bösartig wie abgedreht. Blöderweise scheinen diese Trost um einiges besser zu kennen, als er sie. Doch auch er kennt sie, irgendwo tief in seiner Erinnerung versteckt, was nichts Gutes heissen kann...

    Zur schnellen Handlung passend hat der Autor einige Überraschungen für den LeserIn bereit. Vor allem wer die vorigen Teile kennt, kann sich diesmal freuen, ärgern, mitfiebern und Theorien aufstellen. Im Grossen und Ganzen ist dieser Teil actionreicher als der zuvor, die Spannung hält jedoch durchgehend an. Dazu kommt eine Prise teils sarkastischer Humor, der den LeserIn immer wieder schmunzeln lässt. Mir gefällt Robert Preis' bildhafter Schreibstil. Es gelingt ihm immer wieder ganz subtil historische Fakten in den Roman einfliessen zu lassen. Ausserdem beschreibt er die Gefühlswelt seiner Protagonisten sehr detailliert, so dass es einem fast gelingen könnte, sich sogar in den schrulligen Trost hinein zu versetzen. Als dieser jedoch, zum Ende hin vor eine erschreckende Wahl gestellt wird, kann man nur noch sein Köpfchen schütteln... Ob auch dieses Abenteuer gut ausgehen kann, Herr Chefinspektor Trost?

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    cLoochs avatar
    cLoochvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein hochspannender Krimi bis zur letzten Seite.
    Grazer Wut

    Grazer Wut

    Verlag: emons
    Genre: Kriminalroman
    Preis: 11,90

    Inhalt
    Der fünfte Fall um den Grazer Ermittler Armin Trost spielt zur Vorweihnachtszeit. Ein verurteilter Mörder, ein Stromausfall im Karlauer Gefängnis und ein entführter Ermittler. Wer hat es auf Armin Trost abgesehen und bedroht seine Familie? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und das gesamte Team versucht Trost rechtzeitig zu retten.

    Ein schauriger Schauplatz, gut durchdachte und charakterstarke Personen und ein ausgetüftelter Kriminalfall sind die Zutaten für den neuen Kriminalroman von Robert Preis rund um den Ermittler Armin Trost.
    Schon nach den ersten Sätzen des Prologs wird der Leser gepackt und Gänsehaut verspricht. Der Spannungsbogen, der sich aufbaut, kann durch die sprachliche Eleganz durch den gesamten Roman aufrechterhalten werden und fesselt bis zur letzten Seite.
    Robert Preis schafft eine einmalige Atmosphäre und stimmt dies gekonnt auf die Geschichte ab. Dialoge im steirischen Dialekt dürfen in einem Lokalkrimi natürlich nicht fehlen. Außerdem unterstreicht er mit den gewählten Schauplätzen die Handlung und bringt dadurch zusätzliche Spannung mit.

    Orte der Tat sind Orte, die Geschichten erzählen. Orte der Tat sind weder still noch nichtssagend, sondern schreien ihre Geschichten hinaus. Sie zeigen einem ganz genau, was passiert ist. Man muss nur hinhören und hinschauen. Alle Sinne einsetzen.
    „Grazer Wut“, Seite 60

    Durch geschickt eingesetzte Pointen und dem Liebesdreieck zwischen Lemberg, dem „Graf“ und Trost, werden die Charaktere noch angreifbarer und man verfolgt die Geschichte nicht mehr nur wegen der Aufklärung des Kriminalfalls. Die Namen der Personen und der Neid unter den verschiedenen Abteilungen der Polizei lassen den Leser schmunzeln.
    Für mich war es der erste Kriminalroman rund um Armin Trost und so sind mir einige Dinge, die sein Privatleben betreffen, noch nicht ganz klar. Das ändert sich bestimmt, wenn ich die anderen vier Teile verschlungen habe. Für mich hat Robert Preis einen tiefgründigen, mysteriösen und hochspannenden Krimi geschrieben, der wahrlich ein Pageturner ist.
    Klare Leseempfehlung!

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    miau0815s avatar
    miau0815vor einem Jahr
    Es hat mir nicht nicht gefallen ;-)


    Zwischendurch war ich ab und zu etwas verloren: Was passiert im Kopf was ist real? Es passiert sehr viel und sehr schnell. Manchmal musste ich nochmal zurückblättern, weil ich den Zusammenhang nicht so ganz mitgekriegt hatte.

    Trost gefällt mir ganz gut. Er scheint zwar verschroben und wie er seine Familie behandelt ist nicht okay, aber er kann auch einiges einstecken und behält (komischerweise) doch irgendwie einen klaren Kopf.

    Die anderen Charaktäre gefiehlen mir auch gut, zum Teil sind sie etwas überzeichnet. Das stört jedoch nicht und macht es ganz einfach sich sofort ein Bild im Kopf zu machen. Nur die Lemberg, die mag ich nicht :-) Aber auch das gefällt mir, einen Charakter zu schaffen, der mich so richtig nervt, nicht ganz so einfach.

    Insgesamt hat mir etwas die Struktur gefehlt, am Ende fehlt mir die Rafinesse.
    Den Vorgänger und den Nachfolger werde ich trotzdem lesen. Vor allem der Vorgänger würde mir glaub ich helfen noch etwas besser in die Geschichte zu finden.

    Zum Schluss muss ich mir aber noch eine Frage erlauben: Was ist den in Österreich bitte mit der Polizei und dem Heer los? Da bekommt man ja Angst :-D

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    Sikals avatar
    Sikalvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannung pur mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit.
    Spannend bis zum Schluss

    Es ist kurz vor Weihnachten, Weihnachtsmärkte sind an jeder Ecke zu finden, man meint förmlich Glühwein und Lebkuchen zu riechen und überall wimmelt es vor Weihnachtsmännern – und nicht alle möchten nur Geschenke verteilen.

     

    Bei einem Stromausfall in der Grazer Karlau kommt es zu einem Riesenchaos, das ein ziemliches Aufgebot an Polizei erfordert. Doch letztendlich kommt wieder alles unter Kontrolle und es wird auch keiner der Gefangenen vermisst. Nur Ermittler Armin Trost macht sich so seine Gedanken und will das ganze Geschehen nicht einfach ad acta legen. Als er bald darauf entführt wird, ahnt er nicht welch ungeahntes Ausmaß ihm dieser Fall noch bescheren wird. Zu diesem Zeitpunkt kann er auch noch nicht wissen, dass dieser Fall weit in seine Familie hineinreicht, Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird und er letztendlich kurz davor ist, verrückt zu werden.

     

    Es handelt sich um den fünften Fall des Ermittlers Armin Trost, für mich ist es der erste. Leider – muss ich gestehen – kannte ich die Serie bis dato noch nicht. Und hier ist mir wirklich etwas entgangen.

     

    Der Autor Robert Preis schafft eine ausdrucksstarke Atmosphäre, man meint die Kälte im Schneesturm zu fühlen und bekommt Gänsehaut wenn das „Monster“ sich mit Armin unterhält. Auch Armins Kollegen sind teilweise etwas eigenartig. Während sich „der Graf“ in Gefahr begibt um seiner Angebeteten zu imponieren, schafft Kollegin Lembert es, sich bei ihrem Vorgesetzten Respekt zu verschaffen. Herrliche Szenen tun sich hier auf und nicht nur einmal musste ich herzhaft lachen. Obwohl der Fall an sich alles andere als komisch ist, streut Preis teilweise humorvolle Dialoge ein, die dem Horrorszenario etwas von dem Schrecken nehmen.

     

    Der Schreibstil ist sehr passend, flüssig und erzeugt Spannung. Teilweise eingestreuter Lokalkolorit unterstreicht zusätzlich diverse Sequenzen rund um diesen skurrilen Fall. Ich war dermaßen gefesselt, dass ich überhaupt nicht mehr zu lesen aufhören konnte. Und ja, ich habe gezittert.

     

    Man kann zwar das Buch auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, doch es wäre ratsam die Reihe von Anfang an zu durchschmökern, damit man so manche Eigenheit der Charaktere besser versteht. Mir hat sich z.B. nicht erschlossen, warum Armin im Baumhaus lebt und warum er ständig sein Handy ignoriert.

     

    Ein Krimi mit einer gehörigen Portion Spannung, einem rasanten Showdown und einem brillanten Cliffhanger, der uns neugierig auf den nächsten Band macht. Doch dieser soll wohl erst 2019 erscheinen, bis dahin kann ich meine Wissenslücken mit den ersten vier Bänden schließen.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Treibjagd der Gefühle in und um Graz - Preis rockt
    Eine Treibjagd in und um Graz - Preis rockt

    (Inhalt, übernommen)
    Ein pechschwarzer Alpenwestern packend bis zum letzten Satz. Während ein Schneesturm von biblischem Ausmaß die Umgebung von Graz heimsucht, spült eine Gefängnisrevolte das versunkene Böse zurück an die Oberfläche der Gesellschaft. Kurz darauf wird Mordermittler Armin Trost von Unbekannten entführt – und zum Spielball eines perfiden Racheplans. Eingeschlossen in ein winterliches Bergdorf muss er einsehen, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie. Und dann schnappt die Falle zu. Die Falle, die dem Ermittler den Verstand raubt . . .

    Über den (genialen) Autor:
    Robert Preis wurde 1972 in Graz geboren. Er studierte Publizistik und Ethnologie in Wien, verbrachte eineinhalb Jahre als Zivildiener in Kroatien und war dort Mitbegründer einer Jugendzeitschrift.
    Seit dem Jahr 2000 arbeitet er als Redakteur der Kleinen Zeitung in Graz.
    Sein Debütroman erschien 2007 („Schatten über Anderswo“, Verlag Federfrei) und ist im Fantasy-Genre angesiedelt. Mit „Das Gerücht vom Tod“ (Leykam, 2009) legte er einen Historischen Roman vor ehe er im März 2012 – wieder bei Federfrei – mit „Trost und Spiele“ ins Krimifach wechselte. Preis lebt mit seiner Familie in der Nähe von Graz.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Robert Preis bzw. den emons-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung. Dies ist/war mein Erstlingswerk von Dir, aber keinesfalls das Letzte!
    Denn...

    Der Grazer Krimi, Band Nr. 5 um den Chefermittler Armin Trost mit einem sehr passen Titel bei 269 Seiten und 13 Kapiteln (mit sehr zutreffenden Überschriften), einem Prolog, einer Playlist sowie einem Nachwort liess sich schnell und auch zügig verarbeiten - Spannung auf höchstem Niveau...perfekt recherchiert & wunderbar inszeniert so kam für mich diese Wahnsinnsgeschichte wie ein Roadmovie in und um Graz und seine diversen Protagonisten daher.
    Ich baute einen regelrechten auch emotionalen Bezug zu dem Chefermittler auf, der sehr persönlich in diese abstruse Story hineingezogen wurde und fieberte Seite um Seite mit...das düstere Winterwetter und die skurillen Schauplätze taten ihr Übriges, tiefer in die Story mit einzutauchen - auch für mich tat sich ein Sog auf, dem es nur sehr schwer zu entkommen galt.
    Die Seiten flogen nur so dahin, es fesselte an allen Ecken & Kanten. Für mich hat der rasante Kriminalroman definitiv Filmrechte verdient und ist ein Garant für viele intensive Lesestunden, die einfach Gänsehautfeeling bescherten und sehr zum Miträtseln einluden.
    Dazu ein leichter, lockerer, ebenso auch unverblümter, gar bildlicher und teilweise auch fantastischer Schreibstil, der mich oft an Wahn und Wirklichkeit heranführte! Sehr atmosphärisch...mit einem überraschendoffenen Ende - ich hoffe doch stark auf eine Fortsetzung :)

    Sehr gespannt bin ich auf alles Weitere aus Deiner kreativen Feder und freue mich, einen neuen deutschsprachigen Autor kennengelernt zu haben!

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    BlueVelvets avatar
    BlueVelvetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Intelligenter Krimi mit Suchtpotential
    Eine grandiose und gut durchdachte Geschichte

    Rezension zu: „Grazer Wut“ von Robert Preis

     

    „Grazer Wut“ ist der fünfte Teil einer Krimi-Reihe rund um den Ermittler Armin Trost. Ich habe zuvor noch keinen Teil der Reihe gelesen und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten konnte ich dank des flüssigen Schreibstils auch sofort in die Geschichte einsteigen. Wer die Wahl hat, sollte natürlich vielleicht erst die anderen 4 Teile lesen – ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!"

     

    Schon die ersten Seiten haben Entsetzen in mir ausgelöst und mich sehr schockiert. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und es hat sich angefühlt als wäre ich in einem wahren Albtraum gelandet. Man stellt sich das nur einmal vor was für eine Katastrophe: Ein Stromausfall, oder technischer Defekt und die Schließanlage zum Tor des Wahnsinns quasi wird geöffnet. Vermeintlich ist auch keiner der Insassen geflüchtet, allerdings ist es nicht so wie es scheint. Die wenig spätere Entführung von Trost lässt auf jeden Fall daran zweifeln.

     

    Ich möchte gar nicht viel mehr zur Story sagen, um nicht zu spoilern (es gibt nichts Schlimmeres finde ich). Ich freue mich einen so tollen Autor für mich entdeckt zu haben – ich frage mich warum ich vorher noch nichts von Robert Preis gehört habe. Jedenfalls werde ich die restliche Reihe auch noch lesen und freue mich sehr darauf. Der Schreibstil ist fesselnd, packend, überraschen und trotzdem intelligent und sehr durchdacht. Die integrierte Playlist sozusagen war das kleine „Zuckerl“. Vielen Dank für dieses Werk, ich freue mich schon sehr auf den hoffentlich bald folgenden Nachfolger!

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wow, was für eine wilde Geschichte! Rache am ermittelnden Chefinspektor, mit Elementen des schrägen Humors grandios erzählt.
    Skurril, beklemmend und zugleich humorvoll

    "Grazer Wut" ist der fünfte Fall mitdem Grazer Kriminalbeamten Armin Trost. Grundsätzlich kann das Buch zwar für sich gelesen werden, ich empfehle aber, die Reihe von Anfang an zu lesen, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.

    Worum geht’s?

    Es ist kurz vor Weihnachten. Die Weihnachtsmärkte schießen wie die Schwammerl aus dem Boden und es hat den Anschein, dass in Graz so etwas wie Weihnachtsfrieden einzieht. Doch weit gefehlt!

    Den Anfang macht ein mysteriöser Stromausfall in der Strafanstalt Karlau, einem der Hochsicherheitsgefängnisse Österreichs. Man gibt Großalarm, alle verfügbaren Polizisten fahren zum Einsatz, nur um dann festzustellen, dass alle Insassen wieder brav in ihren Zellen sitzen. Kurios, oder?


    Nur Chefinspektor Armin Trost traut dem Frieden nicht und ahnt noch nicht, wie recht er mit seiner Einschätzung haben wird.

    Wenig später wird er in ein abgelegenes beinahe unbewohntes Dorf entführt. Dort entspinnt sich ein Albtraum, der ihm schier den Verstand raubt.

    Doch nicht nur Armin gerät in die Fänge verrückter Krimineller, nein auch seine Familie ist betroffen.

    Wird sich Armin selbst aus der Gewalt der Entführer befreien können? Und vor allem, wer sind die Galgenvögel? Haben sie mit früheren Fällen zu tun?

    Meine Meinung:

    Obwohl schon der fünfte Krimi mit Armin Trost ist es mein erster. Wahnsinn, welche Szenarien Autor Robert Preis da entwirft. Größtenteils geht es ziemlich gruselig zu, doch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Kollegen, Vorgesetzte sowie fast alle anderen Mitspieler haben Ecken und Kanten, manche echte Macken. 

    Was Trost bewegt in einem Baumhaus zu wohnen und sich gehen zu lassen, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, das erschließt sich mir, wenn ich die Reihe von Band 1 weg lese. Vielleicht hängt das mit dem Prozess, der im Prolog angedeutet wird und dem Verschwinden von Koll. Schulmeister zusammen.

    Herrlich die Namen für die Protagonisten Trost, Gierack, Landerdinger, Schulmeister und Hinterher, die eine mögliche Spekulation auf ihre Charaktereigenschaften zulassen. Auch über das Kompetenzgerangel Polizei und Bundesheer habe ich herzlich lachen müssen.

    Meine Lieblingssatz ist: 


    "Jetzt bin ich wie die Sau gfahren, da fängt so ein gschissener Schneesturm an und reißt uns die Fahrbahn weg". (S. 92)

    Wir Leser erleben diesen Kriminalfall aus verschiedenen Blickwinkeln. Hier macht sich jeder so seine eigenen Gedanken. Trotzdem ist das oberste Ziel der Ermittler, Armin Trost zu retten, wobei noch nicht ganz klar ist, ob „nur“ aus den Fängen der Entführer oder nicht doch auch aus seinen eigenen Albträumen.

    Der Schreibstil hält die Leser in Atem. Ich „musste“ das Buch de facto in einer Nacht lesen. Ich bin total im Sog der Ereignisse verschwunden. Auch wenn ich das eine oder andere auf Grund des fehlenden Vorwissens nicht ganz verstehe, mache ich mir so meine eigenen Gedanken und Szenarien.
    Wunderbar finde ich, dass einiges im Dialekt geschrieben ist. Das passt so gut zum Lokalkolorit. Die ganze Atmosphäre ist gruselig und mysteriös.

    Auch der Epilog verspricht Spannung, endet er doch mit einem ganz fiesen Cliffhanger.

    Ich bin von dieser Serie hellauf begeistert und verstehe mich selbst nicht, einen solchen Autor bislang nicht beachtet zu haben.

    Fazit:

    Ein teilweise skurriler, tiefgründig böser und an Action reicher Krimi, der mit total gefesselt hat. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung und bitte beginnt mit dem 1. Band.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    RobertPreiss avatar
    Hallo ihr Lieben!


    Ich freu mich riesig! "Grazer Wut", der fünfte Teil meiner Krimiserie um Chefermittler Armin Trost ist auf dem Markt!  Etwas paradox, düster-komisch, mystisch, ... mal schaun, was ihr davon hält... Ich hoffe natürlich, das Buch gefällt euch - um das herauszufinden lade ich herzlich zur Leserunde ein. Der Emons Verlag war so nett und stellt 15 Bücher zur Verfügung. Die würde ich gerne verlosen: 


    Bitte seid so nett und beantwortet mir dafür ein paar Fragen. Etwa: Was motiviert euch dieses Buch zu lesen? Worauf freut ihr euch besonders? Was erwartet ihr von diesem Buch? Wo werdet ihr eure Rezensionen posten bzw habt ihr eine Idee, was ich "marketingtechnisch" noch machen könnte?  


    Ich freue mich auf euch und auf eine aktive Teilnahme an dieser Leserunde. Sobald die 15 feststehen (am 10.10.) werden die Bücher ausgeschickt und dann kann es schon losgehen. Alles Gute und bis bald!
    Wildponys avatar
    Letzter Beitrag von  Wildponyvor einem Jahr
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