Robert R. McCammon Gone South

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Inhaltsangabe zu „Gone South“ von Robert R. McCammon

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  • Rezension zu "Gone South" von Robert R. McCammon

    Gone South

    Die_Eule

    05. August 2011 um 19:41

    Wollte man dieses Buch mit einem Wort charakterisieren, wäre das wohl: "strange". Robert McCammon ist ursprünglich eher ein mainstream-Horror-Autor, der bereits mehrfach den Bram-Stoker-Award gewonnen hat. Einige seiner Bücher fallen jedoch aus diesem Rahmen: "Boy´s Life", "Swan Song" und eben "Gone South", welches wohl eher dem "Southern Gothic" zuzuordnen ist. Kennt ihr die Theorie der "Master Plots"? Das ist eigentlich nur eine Weiterführung der "Heldenreise": Behauptet wird, dass es eine gewisse Zahl von Geschichten zugrunde liegenden Plot-Strukturen gibt, die im jeweiligen Buch mal in Reinform, mal in leicht veränderter Form umgesetzt werden kann. Zu diesen "Master-Plots" rechnet Tobias z.B. auch den der "Verfolgung", und diese Plotstruktur ist hier tatsächlich ziemlich offensichtlich die zugrunde-liegende. Was nicht heißt, dass das Buch dadurch Mainstream würde, keineswegs: Der Reiz des Buches liegt nämlich gar nicht so sehr in seinem Plot, sondern eher in dessen Zusammenspiel mit den wirklich ungewöhnlichen (/absonderlichen) Figuren: Protagonist ist der verarmte - weil arbeitslose - und an der Krankheit "Agent Orange" leidende Vietnam-Veteran Dan Lambert, der durch eine unglückliche Verkettung von Umständen zum Mörder wird und deshalb die Flucht ergreifen muss. Auf seiner Flucht trifft er auf ein junges Mädchen, dass äußerst hübsch wäre, wäre nicht ihr Gesicht von einem riesigen Muttermal entstellt. Diese wurde in ihrer Kindheit von einem Angestellten der Familie des Öfteren getröstet mit der Erzählung von einer mythischen Figur, die sie heilen könnte - und so beschließt sie, sich auf die Reise zu machen, um diese aufzufinden. Und da Dan gerade eh nichts vor hat, nimmt er sich ihrer an und begleitet sie. Unglücklicherweise ist aber auf Dans Kopf ein Kopfgeld ausgesetzt, der verschiedenste Kopfgeldjäger auf den Plan ruft. Zu diesen gehört auch ein Zweiergespann aus dem entstellten Profikiller Flint (entstellt insofern und Profi deswegen, weil er derart mit seinem siamesischen Zwilling verwachsen ist, dass ihm aus der Brust ein zweites Gesicht und ein dritter Arm wächst, der ihm mit einer Ersatzpistole bei seinen Aufträgen zur Verfügung steht) und dem tumben Elvis Presley-Imitator Pelvis. Und so wird Dans Reise zur mystischen Wunderheilerin auf einmal zu einer wilden Verfolgungsjagd. Das Buch ist wirklich unterhaltsam zu lesen und McCammon kann wirklich schreiben - die Figuren und ihre Lebensumstände sind äußerst lebensecht, äußerst gelungen baut er die Spannung auf... -; allerdings mag es für manche tatsächlich zu merkwürdig geraten sein, und das deus-ex-machina-Ende, dass auf schrecklich moralisierende Weise alles auf einmal zum Guten wendet, ist ein ganz klares Minus, deswegen nur vier Sterne.

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