Robert R. McCammon Unschuld und Unheil

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Inhaltsangabe zu „Unschuld und Unheil“ von Robert R. McCammon

797 S. (Quelle:'Flexibler Einband/01.09.1999')

Ein paar Längen, aber das Buch hat definitiv magische Momente, die einem Gänsehaut machen. Für Freunde von Es und Stand by me.

— BerniGunther
BerniGunther

mein neues lieblingsbuch!!! ein absoluter geheimtipp!!! rezension folgt, muss erstmal gebührend abschied von cory und co. nehmen...

— SunCheeks
SunCheeks

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  • Rezension zu "Unschuld und Unheil" von Robert R. McCammon

    Unschuld und Unheil
    Miss_Lizzie

    Miss_Lizzie

    02. July 2009 um 22:05

    1964 in der Kleindtadt Zephyr: Der elfjährige Cory verbringt hier eine bislang idyllische Kindheit. Seine besten Freunde sind der pummelige Ben, der nachdenkliche Johnny und der draufgängerische Davy, nicht zu vergessen natürlich Corys geliebter Hund Rebell. Eines Morgens begleitet Cory seinen Vater auf dessen Tour bei der Milchauslieferung. Am düsteren See Saxon's Lake schießt plötzlich ein Auto aus dem Wald an ihnen vorbei und stürzt hinein. Corys Vater springt hinterher und versucht, den Fahrer zu retten, doch vergeblich. Tatsächlich ist der Mann bereits tot, sein Gesicht von Schlägen gezeichnet, eine Schlinge um den Hals und an das Lenkrad gekettet. Corys Vater kann nicht verhindern, dass der Wagen mitsamt der Leiche im See unrettbar versinkt. . Der einzige Hinweis auf den Toten ist eine seltsame Tätowierung, die Corys Vater erkannt hat, doch der Sheriff findet keinen passenden Vermissten. Cory hat während der Rettungsaktion seines Vaters eine Gestalt am Ufer gesehen, die eine gründe Feder verloren hat und ist überzeugt davon, dass diese Person darin verwickelt ist. Auch sein Vater hat das Erlebnis nicht verkraftet. Immer stärker plagen ihn Alpträume und die Frage, ob der Mörder aus ihrer behüteten Stadt kommt. . Nicht nur die Suche nach der Gestalt mit der Feder begleitet Cory in diesem Sommer. Da sind auch die unheimlichen Legenden über Old Moses, dem Ungeheuer aus Saxon's Lake, die geheimnisvolle uralte Voodoo-Lady aus dem Schwarzen-Viertel, schlicht "die Dame" genannt, deren Visionen Cory noch manches Mal helfen werden, seine erste Kurzgeschichte, das Monster vom Jahrmarkt und ein nächtlicher Campingausflug mit seinen Freunden, der ihm einem Geheimnis gefährlich nahe bringt. Zwischen all den schönen Erlebnissen lauert der Tod und Cory spürt bald, dass er das Schicksal des Toten im See klären muss, um sich und das Leben seines Vaters zu retten ... . Robert R. McCammon gelingt es großartig, eine verzaubernde Stimmung zu kreiieren. Von Anfang an wird der Leser hineingesogen in die beschauliche Kleindtadt Zephyr, in der der damals elfjährige Cory eine behütete Kindheit führt. Es ist ein verschlafenes Städtchen, in dem sich die Bürger untereinander gut zu kennen glauben und das doch in jenem Sommer eine Vielzahl von Geheimnissen preisgibt. Corys Kindheit läd zum Identifizieren ein, sowohl für jene, die ähnliche Erinnerungen haben als auch für solche, die davon träumen. Viele der Episoden scheinen unabhängig von der Haupthandlung zu sein, kleine Momente im Leben eines Jungen, der zum ersten Mal das Leben der Erwachsenenwelt schmeckt, aber die meisten fügen sich im Nachhinein sehr gut ins Gesamtbild ein. Manche Szenen bringen den Leser zum trauern oder gar zum weinen, dann wieder sorgen Corys Abenteuer, die Neckereien unter den Freunden und sein lakonischer Tonfall beim Erzählen der Erinnerungen für witzige Augenblicke. . Die bemerkenswerteste Nebenfigur ist "die Dame", eine schwarze Lady von 106 Jahren, die von der schwarzen Bevölkerung wie eine Königin verehrt und von der weißen überwiegend misstrauisch beäugt wird. Sie gilt als Voodoo-Hexe, die aber eine der wenigen in der Stadt ist, die schon früh das nahende Unheil spüren. Ihre prophetischen Träume handeln vom Toten im See und Cory ahnt, dass er der Dame nicht nur vertrauen kann, sondern auch ihre Hilfe zwingend braucht, um das schreckliche Geheimnis des Mordes zu lösen, das seinen Vater zunehmend quält. . Bei allen netten Anekdoten und Abschweifungen steht immer die Frage nach dem Toten im See und dessen Mörder im Hintergrund, der höchstwahrscheinlich aus dem beschaulichen Zephyr stammt. Nach und nach steigert sich die Spannungskurve, die sich nicht nur darum dreht, wer der Unbekannte war, warum er ermordet wurde, wer sein Mörder ist, sondern auch, ob Cory und sein Vater als einzige Zeugen ins Visier des Täters geraten. . Ein wunderbarer Roman, der Kindheitserinnerungen mit Horror und Thriller mischt und definitiv zu den besten Horrorwerken der Moderne zählt. Die Handlung ist vielschichtig, die Charaktere originell und bei aller Skurrilität authentisch dargestellt, die Geschichte besticht durch dichte Stimmung, in der sich lustige und traurige Momente ausgewogen abwechseln. Abgesehen von sehr kleinen Mängeln ein rundum gelungener Roman, der sich trotz seines enormen Umfangs sehr schnell liest und im Gedächtnis bleibt.

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