Robert Rath

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Cover des Buches Warhammer 40.000 - Der Fall von Cadia (ISBN: 9781836091813)
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Rezension zu "Warhammer 40.000 - Der Fall von Cadia" von Robert Rath

Carcharrodon
Der letzte Kampf um eine verlorene Welt. Und manchmal auch um den Lesewillen

Der Fall von Cadia beschreibt eine in sich geschlossene und an sich spannende Geschichte. Der Planet Cadia sieht sich einer feindlichen Streitmacht ausgesetzt und kratzt alle Truppen und Mittel zusammen, um sich gegen diesen zu verteidigen (wie man am Buchnamen direkt merkt, klappt solala).


Dabei nimmt der militärische Aspekt einen großen Fokus ein. Es geht um Grenzen halten, Graben schaufeln, Logistik vor und hinter feindlichen Linien und das ganze mit SciFi / Fantasy Elementen. Freunde von Kriegsgeschichten sind hier bestens aufgehoben. Wo der Charme für andere Leser herkommt sind die kleinen Geschichten der einzelnen Soldatinnen und Soldaten. Cadia ist eine Militär fokussierte Welt und die Kultur hat sich dementsprechend drum herum gebildet. Eine letzte große Schlacht um den Heimatplaneten ist für die meisten Bewohner DER feuchte Traum schlecht hin, doch sie bleiben Menschen. 


Wie schlägt es sich auf das Gemüt zu sehen, wie das Heimatdorf brennt, die eigene Führung zitiert und ein Fehlschlag nach dem anderen Freunde und Familie das Leben kostet. Das fragt sich das Werk mit fast jedem Kapitel. Daneben tauchen vermehrt Elemente aus dem Warhammer 40k Universum auf, deren Kenntnis beim Lesen sicherlich nicht stört. 


Ist man kein Fan dieses Universums oder darin bewandert, dann sollte man sich etwas Atem sparen und sich vllt die ein oder andere Frage nicht stellen. Wer sind die, warum ist das, wo ist dort, solche Fragen und Informationen sind für die WH40k Fans wichtig, andere Leser können problemlos darüber hinweglesen. 


Dazu muss man sich darauf einstellen, dass Cadia nicht schnell fällt (wäre ja auch eine Schande), sondern sich etwas in die Länge zieht, besonders am Ende, dort kann es tatsächlich dazukommen, dass dem ein oder anderen Leser der Atem fehlt. 


Wer bis hier hin gelesen hat und immer noch dabei ist, der wird sich wahrscheinlich mit dem Fall von Cadia auseinandersetzen können und eine schöne Zeit haben. Die Geschichte hat genügend Power und spannende Szenen für einen guten Read. Man sollte sich nur nicht geißeln, wenn man das Buch mal weglegt und zu etwas verständlicherer Lektüre greift. Cadia fällt seit ein paar Jahren, die paar Pausen schaden da nicht.

Cover des Buches Warhammer 40.000 - Der Unendliche und der Seher (ISBN: 9781781935231)
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Rezension zu "Warhammer 40.000 - Der Unendliche und der Seher" von Robert Rath

Carcharrodon
Unsterblichkeit ist langweilig und doch so unterhaltsam

Die Geschichte von zwei unsterblichen Kreaturen, die sich die Zeit damit vertreiben, in dem sie Zivilisationen wachsen, gedeihen und fallen sehen (manchmal auch dabei mithelfen) ist nicht sehr unterhaltsam, sondern setzt sich grob ebenso mit Thematiken wie Kultur, Vergänglichkeit und Unsterblichkeit auseinander.

Die beiden Unsterblichen, Trazyn und Orrikan, führen über Jahrtausende, wenn nicht Millionen Jahre, eine Fehde untereinander. Der eine ist getrieben durch seinen Drang zur Geschichtsbewahrung, der andere hat eher spirituelle Einflüsse. Der Crash dieser Ideologien durch die Äonen lässt Zivilisationen entspringen, Völker aufwachsen und sterben, und Sterne neu formen.

Dabei ist der Schreibstil zweier Unsterblicher sehr amüsant, Nebensächlichkeiten sind Dinge wie Weltuntergänge oder schwarze Löcher, man kümmert sich wenig um Belanglosigkeiten wie menschliches Leben oder dessen Erhalt. Nur die eigene Fehde zählt, und, dass man sich die eigene Art vom Leib hält, die findet den kleinen Streit zwischen den beiden eher weniger witzig. 


Das Buch basiert auf dem Warhammer 40k Universum und ein wenig Vorwissen verschönert die Geschichte etwas, ist aber nicht vorausgesetzt. Der Charme liegt in den kleinen Einzelheiten. Eines Tages hören die beiden einen Bettler in einer Gosse summen, Jahrtausende später ist die Melodie die Staatshymne einer neuen Zivilisation. Manchmal vergisst man seine Roboter Diener auszuschalten, schon ist der Planet einmal ausgelöscht. 


Insgesamt erheitert und bespaßt die Geschichte mit jeder Seite, es steckt eine schöne flüssige Geschichte dahinter, die beiden Figuren sind gewitzt und unterhaltsam geschrieben und darüber hinaus erstreckt sich ein sehr bestimmter, aber ergreifender Humor.


Eine klare 8 / 10 und für jede Person geeignet, die Comedy und / oder SciFi mag. 


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