Robert Scheer

 4.5 Sterne bei 70 Bewertungen
Autorenbild von Robert Scheer (©Privat)

Lebenslauf von Robert Scheer

geboren am 23. März 1973 in Carei, Rumänien. 1985 Emigration der Familie nach Israel. Abitur. Arbeit als Rockmusiker, Dolmetscher, Musikproduzent. Bis 2004 Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Deutsch an der Universität Haifa, Israel mit Masterabschluss. Weiteres Studium an der Universität Tübingen. Seit 2008 Schriftsteller.

Alle Bücher von Robert Scheer

Cover des Buches Der Duft des Sussita (ISBN: 9783446240292)

Der Duft des Sussita

 (15)
Erschienen am 27.08.2012
Cover des Buches Matthäus-Passion (ISBN: 9783749483099)

Matthäus-Passion

 (13)
Erschienen am 25.09.2019
Cover des Buches Der Duft des Sussita (ISBN: 9783752895742)

Der Duft des Sussita

 (0)
Erschienen am 10.03.2020

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Rezension zu "Matthäus-Passion" von Robert Scheer

Matthäus Passion
KerstinMCvor 7 Monaten

Das Cover zeigt ein Auto von vorne. Es fährt auf einer Straße scheinbar durch die Wüste. Passend zum Thema ist über dem Kühlergrill ein Fußball angebracht. Für die spielenden Nationalitäten im Roman wehen am Auto sowohl die deutsche Fahne als auch die israelische. Das Cover ist nicht unbedingt ansprechend, passt aber zur Geschichte.

Angezogen vom Klappentext habe ich mich auf eine unterhaltsame Reise durch Israel gefreut. Mit ein bisschen Fußball im Gepäck. Von beidem bin ich nicht abgetan. Doch so richtig wollte mich die Geschichte nicht packen. Der Dolmetscher von Lothar Matthäus nahm mich als Ich- Erzähler mit auf die Reise. Doch driften seine Erzählungen von der Reise immer wieder ab in die Geschichten von Onkel Sauberger. Der hat zwar interessante Sachen erlebt, doch wollte ich einfach ein bisschen was von Land und Leuten lesen und der Talentsuche. Der rote Faden war für mich nicht erkenntlich. Vielleicht traf die Geschichte auch einfach nicht meinen Humor.

Ich bin gerne auf Reisen, ob nun in Büchern oder in der Realität. Für mich kamen die Orte in Israel ein wenig zu kurz. Ich hatte gehofft, etwas mehr von dem Land zu erfahren, in das ich gerne wieder einmal reisen möchte. Die Stippvisite von zwei Tagen in Jerusalem und am Toten Meer waren einfach zu kurz.

Die Idee der Geschichte finde ich sehr witzig. Gerade wenn man ein wenig die Fußballkarriere von Lothar Matthäus verfolgt hat. Doch die Umsetzung konnte mich leider nicht packen. Der Ich- Erzähler wird leider nicht wirklich vorgestellt und so kann ich keine Beziehung zur Geschichte aufbauen. Im Mittelpunkt steht Onkel Sauberger und seine Liebe zu Schweinen. Und ganz am Rande taucht Lothar Matthäus und seine Talentsuche auf. Hätten Titel und Klappentext besser zur Geschichte gepasst, wäre ich vermutlich mit einer ganz anderen Erwartungshaltung an den Roman gegangen, und hätte ihn sogar genießen können. Doch so war ich die ganze Zeit auf der Suche nach dem gewissen etwas.

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Rezension zu "Matthäus-Passion" von Robert Scheer

"Wir aßen und aßen und tranken und tranken …"
R_Mantheyvor 9 Monaten

So wie eigentlich immer, wenn man mit Onkel Sauberger unterwegs war. Den Loddar benutzt der Autor dieses Buch lediglich als Aufhänger. In seinen etlichen meist osteuropäischen Trainerstationen betrug seine Amtszeit durchschnittlich 0,96 Jahre. Bei Maccabi Natanya wirkte er genau 318 Tage. Und eben in dieser Zeit spielt Scheers Roadmovie. Dessen Hauptfigur ist neben dem Erzähler nicht etwa Matthäus, sondern Onkel Sauberger, der sich vermutlich ausschließlich von Schweinefleisch ernährt und damit wohl ein gewisses Alleinstellungsmerkmal im Nahen Osten besitzen dürfte.

Auf der Suche nach einem neuen Spieler schleppen Onkel Sauberger und sein Neffe den guten Loddar durch Israel und verspeisen dabei ungeahnte Mengen von Wurst. Den aufkommenden Durst löschen sie mit Getränken aus Saubergers mobilem Kühlschrank. Tatsächlich ist dieses Buch also eine eigenartige Mischung aus jüdischer Folklore, Herumfahren im heißen Israel mit angefügter Besichtigungstour in einigen bekannten Orten und Reminiszenzen aus Onkel Saubergers Wurstfabrikanten-Karriere, die einst in Ungarn begann.

Saubergers Name ist Programm und sein Charme umwerfend. Vielleicht ist es auch nicht wirklich sein Charme, sondern sein nicht enden wollender Redefluss, dem man sich in der einen oder anderen Weise ergibt, ob man nun belustigt ist oder aus Selbstschutz einschläft. Sympathisch ist dieser Sauberger schon, deshalb gibt es auch einen Extrastern für ihn. Ansonsten ist dieses Buch sicher Geschmackssache. Man erfährt so manches über die Juden und ihren Staat aus ihm, aber halt auf Sauberger- Art. Loddar ist dabei zwischen zwei Girls auf dem Rücksitz ermattet. Die Reise hat ihn fertig gemacht. Und bald darauf wurde er in dieser Gegend nicht mehr gesehen.

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Rezension zu "Matthäus-Passion" von Robert Scheer

Das also ist Fußball
JoBerlinvor 9 Monaten

Im Auftrag des israelischen Fußballklubs Maccabi Netanja, wird Trainer Lothar Matthäus beauftragt, neue, fähige, junge Spieler zu rekrutieren. "Ein Lothar Matthäus wird mit allem fertig", wurde damals gerne gesagt und so macht er sich mit einem Dolmetscher und dessen Onkel Saubergerauf die Suche.

Die Bemühungen dieser ungleichen Männer

-- Matthäus nicht übermässig passioniert, mit Unverständnis für sein Gastland

-- Sauberger weitgereister, charmanter Connaisseur, alte Schule

-- Dolmetscher zurückgenommener Ich-Erzähler

 in Gemeinschaft den einen guten Fußballer zu finden werden von Robert Scheer in dieser aberwitzigen Road Novel gekonnt erzählt. Dabei führt er uns entlang vieler biblischer Sehenswürdigkeiten wie Tel Aviv, Haifa, See Genezareth, Nazareth. 

Überhaupt spielen Religionsgemeinschaften und ihre Dogmen eine große Rolle. Reinheits- und Speisevorschriften der Juden, Kopten, Samariter führt der Autor insbesondere durch die dreiste Figur des Juden Onkel Sauberger ad absurdum. Hier kriegt jeder sein Fett weg , denn Onkels Name ist Programm und so genießt Sauberger, wesentliche Vorgaben seines Glaubens missachtend, gerne Schweinefleisch, gerne auch aufwendig am Sabbat zubereitet und rechtfertigt sich: „Der Glaube ist  nicht zu glauben. Der Glaube an sich ist doch schon unglaubwürdig.“

Robert Scheer - kosmopolitisch geprägt durch rumänisch-ungarische, israelische, deutsche Einflüsse - entlarvt in dieser rasanten Humoreske Fußball und Religion gleichsam als wundergläubige Scharlatanerie.

Fußball? Religion? Wie geht das zusammen? Lesen!

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Robert Scheer wurde am 23. März 1973 in Carei (Rumänien) geboren.

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