Anfang des 19. Jahrhundert wächst Elias Alder inmitten eines hinterwäldlerischen Vorarlberger Bergdorfs heran. Schon von klein an wird die Zukunft des Jungen umzäunt von Hinterlist, Kleingeistigkeit, Brutalität und religiösem Wahn. Mit fünf Jahren durchlebt Elias eine kosmische Transformation, die sein musikalisches Genie erweckt, ihn aber auch äußerlich entstellt und in den Augen des Dorfes weiter zum Außenseiter macht. Inmitten der feindlichen Umgebung sind es bloß die Liebe zu Elsbeth und zur Musik, die seinem kurzen Leben etwas Licht schenken.
Neben der grimmigen Grundstimmung und den magischen Elementen zeichnet den Text vor allem seine sprachliche Originalität aus: Mit alten Dialektbegriffen, ironischem Bildungswortschatz und teilweise komplett erfundenen Begriffen erschafft Schneider einen einzigartigen Text, der lange nachhallt.
Wem Patrick Süßkinds "Das Parfum" gefallen hat, der wird sicher auch mit "Schlafes Bruder" schöne und schauerliche Lesestunden verbringen können.























